Archiv für die Kategorie ‘Vesperzeit’

11. Januar 2012

Bilderrätsel des Tages

von Martin Elbert

Okay, die Überschrift ist falsch, Lösung steht ja schon über dem Rätsel. Ein Schinken und ein Hörnchen ergibt ein Schinkenhörnchen, darüber in zwei verschiedenen Farbengeschrieben, schinkenrosa! Super Marketing im Heusteig-Hafendörfer, kann man nix sagen. Und voll süss, dachte ich mir vorhin.

Hab mir aber trotzdem kein Hörnchen geholt, sondern wie immer wenn ich in der Gegend bin, Gott sei dank mittlerweile doch öfters, eine Butterbrezel, klar, und das Spiegelei-Brötchen! Das ist der Killer! Kann ich absolut empfehlen. Ansonsten streitet man sich in Stuttgart ganz gerne, wer die beste Brezel hat, traditionell liegt da der Bäcker Frank recht weit oder ganz vorne. Hafendörfer geht aber definitiv auch klar – oder was sagt ihr so?

22. Juni 2011

Pussy Drink

von Martin Elbert

Der Döner mit Pommes muss auch runtergespült werden. Am besten mit dem Pussy Drink. Immer wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer kommen, setzt irgendeine Eule noch einen drauf. Find ja “Ficken”-Schnaps oder “Schluck du Sau”-Spiele per se fürchterlich. Nicht weil ich was gegen ficken und schlucken habe, ganz im Gegenteil, isch beste, wie Cosimo jetzt sagen würde, kann man auch gerne offen drüber reden, aber Getränke verpornosprachisieren finde ich halt so ganz arg Landbauer-mässig. Zudem tun mir da prinzipiell speziell die Barfrauen sehr leid.

Ach so, Schluck Du Luder macht auch ganz gerne Stuttgarts wichtigster Semi-Promi Pate aka Sascha Gerecht, anscheinend jetzt endgültig in L.A.:

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Schluck du Luder im Aer Club, aber ey, ansonsten ist das der Laden mit Niveau in Stuttgart! Würg. Passt alles manchmal nicht so recht zusammen, aber leider öfters normal in der Gastronomie. Hauptsache Event.

Neulich stehe ich jedenfalls in meinen Lieblingseckladen in S-West, mein Lieblingsgrieche gleich nach Romy S-Janni, und seh zwischen Hanuta, Waage und Feuerzeugen diesen schäbigen Zettel. Mir ist augenblicklich schlecht geworden. Sag ich angepasst: “Ey Malaga, was isch des Alta?” “Weiss net Malaga, Typ war da und meinte in London isch deswegen schon Red Bull weg.” Äh hä, genau. Die Stuttgarter Facebook-Fanseite hat halt auch nur 9 Freunde, bleibt auch hoffentlich so.

Aber das mit London war nicht ganz gelogen. Kommt tatsächlich von da und auf der Homepage steht auch was von “fest in der Londoner Szenegastronomie etabliert” und so blablabla. Was hat halt so steht auf so Produktseiten. Geil, geiler, Köhler.  Dann noch ganz starkes Textkonzept:

“Pussy ist optimistisch, unterhaltsam, spontan, frech und einfach Spass. Pussy ist ein Startpunkt. Ein Moment in dem Dinge passieren, in dem Ereignisse beginnen. Pussy leitet Konversationen ein. Pussy glaubt, man sollte so oft wie möglich eine gute Zeit haben.”

Sprich, Dorfdisco in Sulzbach: “Ey, du geile Pussy!” “Hey du Arsch, ich bin keine Pussy!” “Ich hab doch nur meinen Energydrink geredet!” “Ach so! Sollen wir jetzt miteinander ficken?” “Ja, Schluck du Luder!”

Wie gesagt, immer wenn man denkt…

20. Juni 2011

Döner 3.0

von Tobias Köhler

Meine ganz großen Dönerzeiten sind ja rum. Früher habe ich locker drei Stück in der Woche in mich reingestopft. Das war so in der zwölften, dreizehnten Klasse.

Inzwischen steht bald das 20-jährige Abitreffen an und ich komme allenfalls auf einen Döner pro Monat, auch meine Experimentierfreude in Sachen Dönerbudenhopping hat deutlich nachgelassen. Ich bin meinem Innenstadtdöner ziemlich treu.

Brutalstmögliche Überraschung also, als ich in meiner Heimatstadt Fellbach auf diese unfassbare modische Weiterentwicklung des klassischen Dönerkonsums gestoßen bin:

Die “Neue Generation” des Döners! Next Generation quasi!
Sie kommt als so ne Art Chicken McDöner daher, als Döner 3.0, als Traum in Tüten bzw. in der Box.

Der Fortschrifft macht vor nichts halt.

23. Mai 2011

Präsident auf Brezel-Tour

von Peter Meuer

Natürlich, wenn Fernando Armindo Lugo Méndez nach Baden-Württemberg kommt, dann besichtigt er auch das neue Schloss und schüttelt Winni Kretschmann die Pfote. Kann man ja mal machen.

Doch brezel.me hat nun den Fotobeweis für die wahren Gründe seines Besuchs: Das Staatsoberhaupt von Paraguay wollte einfach einmal wieder eine richtige, echte und total leckere schwäbische Brezel genießen. Die servierte ihm am Donnerstag sein alter Kumpel Franz Pitzal, der katholische Pfarrer von Renningen (links neben ihm).

Er ist eben ein Genussmensch, der Fernando  – so ein richtiger katholischer Lebemann.

Thanx an Stefan Bolz

20. Mai 2011

Wie in der DDR

von Ingmar Volkmann

Sotele, endlich wieder Freitag, der schlimmste Teil der Woche liegt hinter uns. Wie immer erfolgreich von Montag bis Donnerstag vor dem Chef versteckt, die Kollegen ignoriert und in der Kantine vorgedrängelt. Bald neigt sich auch heute wieder ein langer Arbeitstag dem Ende zu, um 11 Uhr mach ich wie immer freitags Schluss, sitze schließlich auch schon wieder seit einer halben Stunde am Rechner.

Dann beginnt der angenehme Teil des Lebens, Hobby-Pflege, Gartenarbeit, Brettspielabend mit Freunden, vielleicht noch auf ein alkoholfreies Bierchen in die angesagte Kneipe, was man halt so Fetziges treibt am Wochenende.

Am meisten freue ich mich aber wie immer auf meine Samstagsbrezel vom Bäcker Frank. Zwischen 8 und 10 Uhr geht es bei der Filiale im Stuttgarter Süden zu wie in der DDR: Schlange stehen für Fortgeschrittene. Und wo steht Ihr so an? Welche Brezelschlange ist die längste der Stadt?

13. April 2011

Das Ende der Solidarität

von Marc Hippler

Dreiste Abwerbeversuche. Screenshot: Brezel.me

Okay, Jungs, jetzt reicht’s. Wir waren immer dafür, dass eine Brezel mehr Fans hat als Tokio Hotel. Obwohl es natürlich die Brezel und nicht das Brezel heißt, das habe ich auch erst lernen müssen weiß doch jeder! Aber na gut. Wir im Brezel-Tower haben mitgefiebert, als Ihr zum Facebook-Phänomen wurdet, Euch unterstützt, Millionen Brezel-Fans mobilisiert, und zwar gern. Weil es einer guten Sache diente!

Auch Euren neuesten Coup haben wir mit einer Extra-Portion Wohlwollen betrachtet: den McBrezel! Mal abgesehen davon, dass da gar keine Brezel zwischen zwei weichen Brötchenhälften für die Kampagne des Restaurants zum goldenen M geklemmt wurde, sondern nur irgendwas aus Bayern und Österreich, fanden wie die Idee, doch ja, ziemlich sexy.

Screenhot: Brezel.me

Über Wochen schien auch das wieder so eine Erfolgsgeschichte zu werden. Erst wart Ihr bei “Mein Burger” in den Top 10, dann sogar in den Top 5. Morgen fällt die Entscheidung. Dann werden wir wissen, ob aus tiefer gelegten BMWs demnächst “N’ McBrezel, zwei Cheeseburger und ein Milchshake” an den McDrives der Republik geordert werden. Schlecht fänden wir das ja nicht und erinnern uns an diesen, äh nein: an diesen unzufriedenen Fast-Food-Kunden:

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Doch jetzt habt Ihr etwas getan, das unsere Solidarität auf eine harte Probe stellt: Ihr habt ein Brezel-Blog gegründet! Und sucht dafür Autoren! Wir sind es zwar gewohnt, Headhunter abzuwimmeln, die gerade neue Blogger suchen, weil alle anderen gerade auf der re:publica abhängen.  Aber so einen dreisten Abwerbeversuch haben wir echt noch nie erlebt.

Lasst es uns so sagen: Das ist Euer Tanzbereich, das ist unser Tanzbereich.

Für den McBrezel wünschen wir Euch viel Erfolg! Fürs Brezelbloggen gilt aber: Es kann nur eines geben!

Oder sieht das hier irgendjemand anders? ;-)

P. S. In Euerm Aufruf heißt es plötzlich die Brezel. Ihr habt gelernt. Chapeau.

10. Januar 2011

Seniorenteller süß-sauer

von Christiane Wild

Einfach zu süß, was sich der Schokoladenfabrikant da hat einfallen lassen. Gebiss, Brille und Hörgerät in Schokolade gegossen. Bloß – wer freut sich über diese klebrigen Alterserscheinungen? Opa darf nicht naschen, Oma kriegt die Packung nicht auf.

Egal. Muss sich halt der Enkel die Schokolade auf die Hüften futtern. Das Leben ist ja kein Ponyhof.

23. Dezember 2010

Soko Weihnachtswichtel, übernehmen Sie!

von Tobias Köhler

Morgen ist Weihnachten, und im Mutterblatt herrscht Krisenstimmung. Und das hat ausnahmsweise nix mit der Medienkrise, dem Kantinenessen oder der Tagesschau-App zu tun.

Die Kolleginnen aus unserer Lieblingsredaktion “Aus aller Welt” – zuständig für Hochzeiten der Royals, Naturkatastrophen und die Sündenfälle aller Promis – sind völlig runter mit den Nerven. Da hatte die nette Praktikantin einen sauteuren Lindt-Adventskalender spendiert, der jeden Morgen mit einem Ritual (Kerzen anzünden, Weihnachtslieder absingen, etc.) gemeinsam geöffnet wurde. Also ein selten gewordenes Stückchen heile Welt in einer Zeit, in der Stress, Hektik und menschliche Kälte vorherrschen.

Und was mussten die Kolleginnen am Dienstagmorgen feststellen? Irgendwer hatte über Nacht alle restlichen Türchen geöffnet – und die Schoki weggefressen! “Auch das Türchen vom 24. stand sperrangelweit offen”, sagt Carolin L. immer noch schockiert, “von der Schokolade keine Spur. Und dabei wäre da ein ein ganz besonders großes Schokoteil drin gewesen. Mindestens 50 Gramm!”

Die Brezel.me-Redaktion hat sofort die Soko “Weihnachtswichtel” eingerichtet und die Ermittlungen aufgenommen. Nachdem wir mehrere Kollegen unter Folter vernommen haben, wissen wir zwar, wer neulich das Wulle aus dem Kühlschrank weggesoffen, der Kollegin ein Herz in den Autolack gekratzt und einem missliebigen Redakteur das Wort “Ficken” in den Leitartikel reinredigiert hat – aber von dem Schokoladendieb fehlt jede Spur.

Deshalb bitte wir um eure Mithilfe. Helft uns, der/die/das Schuft zu schnappen. Damit es morgen wirklich Weihnachten werden kann!

Ach ja: sachdienliche Hinweise nimmt die Redaktion per E-Mail entgegen.

06. November 2010

Der Mann, der uns die gelbe Nudel schenkte

von Erik Raidt

Es gibt Tage, an denen wird man als Journalist reich beschenkt, obwohl man nichts geleistet hat.

Heute ist so ein Tag. Die folgende Meldung der Uni Hohenheim will ich euch keinesfalls vorenthalten. Brezel.me druckt das historische Dokument in Auszügen.

Der Pasta-Revolutionär:
Staatsmedaille in Gold für Dr. Christof Kling

Langjähriger stellvertretender Leiter der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim erhielt Auszeichnung für seine Arbeit als regionaler Züchtungspionier

Das Revival des Durum- und Dinkel-Anbaus auf heimischen Feldern ist ohne ihn nicht denkbar: Dr. Christof I. Kling züchtete krankheitsresistente Durum- und Dinkelsorten mit hohem Ertrag. Aber damit nicht genug: Herr Kling gelang es hierbei , den Geschmack nicht zu vernachlässigen, eine der Grundvoraussetzungen, dass heimischer Durum und Dinkel in deutschen Mühlen und Kochtöpfen landet. Er verlieh dem Durum-Weizen seinen Gelbton und sorgte so dafür, dass deutsche Spaghetti auch ohne Ei mit Spätzle farblich konkurrieren können. Von Agrarminister Rudolf Köberle erhielt er für sein Lebenswerk die Staatsmedaille in Gold überreicht.

Gelb und leicht glasig ist er und lässt sich gut kochen: der Durum-Hartweizen, den Christof Kling gezüchtet hat und damit den Rohstoff für deutsche Pasta schuf. Der Forscher engagierte sich bereits seit Ende der 70er Jahre, um den Anbau von Durum in Baden-Württemberg und in Deutschland wieder heimisch zu machen.

„Für diese Kulturart war er regionaler Züchtungspionier“, lobt ihn Dr. Jochen Reif, der Leiter der Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim. „Herrn Klings Methode würde ich als eine Kombination aus Enthusiasmus, guter Züchtungsmethodik und einer gehörigen Portion Intuition bezeichnen. Mit seinem wissenschaftlichen grünen Daumen war er an der Pastarevolution in Deutschland wesentlich beteiligt.“

Kling leistete auch einen Beitrag zur Völkerverständigung: Die von ihm entwickelten Dinkelsorten wurden nach den Regionen Baden-Württembergs benannt: Schwabenspelz, Badengold, Zollernspelz und Black Forest. „Mit Herrn Kling verließ ein Mann die Landessaatzuchtanstalt, der wie kein anderer die Landwirtschaft in Baden-Württemberg direkt beeinflusst hat“, so Agrarminister Köberle. „Es ist sein Verdienst, dass Dinkel im Land aus dem Nischendasein herausgekommen ist. 

Die ganze Redaktion von Brezel.me schließt sich den Glückwünschen an. Sie, lieber Herr Kling, sind der Mann, der uns die gelbe Nudel schenkte. Sie sind der Che Guevara der Tütenpasta.

Thanx to Uni Hohenheim (Foto, links im Bild Kling, rechts Köberle)

02. November 2010

Internationales Brezeltum (1): Peking

von Dora Asemwald

Brezeln sind eine großartige Erfindung, überall auf der Welt kopiert, aber  natürlich nur in ihrer Heimat richtig gebacken. Meistens sind die Arme dick und teigig und der Bauch zu dünn um ihn ordentlich zu buttern.  Als anerkanntes Brezelfachmagazin ist es natürlich unsere Pflicht, dem internationalen Brezeltum auf die Finger zu schauen.

Unser erster Brezeltest: Peking. Chinesen kopieren nicht nur Rolex und Louis Vuitton, sie versuchen sich auch an unserer Brezel. Ich setze mich also ins nächst beste Taxi und scheuche den Fahrer wild fuchtelnd durch die Stadt bis wir in der Lucky Street landen. Ein Albtraum nachempfundener Fachwerkromantik. Mitten drin: Die South German Bakery Café Konstanz.

Und dort gibt’s auch Brezeln. Die nette Verkäuferin präsentiert die Wahre, der optische Eindruck ist exzellent. Es gibt sie auch vorgebuttert, mit dem breitesten Grinsen dass ich seit langem gesehen hab. Chinesische Schneidekunst trifft auf deutschte Brezel.

Leider kommt die Brezel nicht frisch aus dem Ofen, sie befindet sich trotzdem auch in den Kategorien Geschmack und Haptik im oberen Mittelfeld der Brezelheimat. Ich bin erschrocken wie weit die Chinesen qualitativ sind, da können die Bayern mit ihren komischen Brezen nicht mehr mithalten.

Optik *****
Geschmack  ****
Konsistenz: ****
(Maximum: *****)
Preis: 4 RNB (ca. 40 Cent), gebuttert: 12 RNB (1,20 €)

www.germanbakery.com.cn

29. Oktober 2010

Love is in the air

von Erik Raidt

In Stuttgart tagt heute wieder die Richterin Barbara Salesch im Rathaus. Erneut treffen sich jeweils sieben Ritter der Tafelrunde, das Catering hat Brezel.me persönlich übernommen. Wirtschaftsminister Ernst Pfister vertilgte schon vor dem Beginn der Liveübertragung heimlich drei Butterbrezeln, Tübingens OB Boris Palmer filmte mit seinem Smartphone. Das Video soll in die Beweismittel eingehen.

Vor dem Rathaus hat unterdessen eine ganze Kolonne von TV-Übertragungswagen Aufstellung genommen. Am Haupteingang kontrollieren Polizisten Passanten mit verdächtigen Jutetaschen. Da heute jedoch kein Markttag ist, gilt es derzeit als unwahrscheinlich, dass Kopfsalate als Wurfware in die Gerichtsshow eingeschmuggelt werden können.

15. September 2010

World Wide Aramark

von Christiane Wild

Unsere Freunde von Aramark erfreuen uns in der StZ-Kantine jeden Tag mit einem warmen Essen. Klassiker wie die Bauernsülze mit Remouladesauce und exotische Highlights a la Fenchelcremesuppe mit Anis kitzeln den Gaumen. Schwäbisch und umweltbewusst in einem achtet das Kantinenregiment darauf, dass nichts verkommt und im Müll landet: die gekochten Eier vom Montag gibt’s am Freitag als Eiersalat, die Bolognese vom Vortag erlebt ihre Wiedergeburt als mexikanische Fleischsuppe.

Da war es eigentlich klar, dass dieser kulinarische Hochgenuss nicht uns allein vorbehalten bleiben konnte. Und jetzt haben wir den Beweis: Ein StZ-Freund der Brezeln war unlängst in New York unterwegs und konnte sich beim Anblick des Aramark-Lieferwagens (siehe oben) ein paar Tränen der Freude nicht verkneifen.

In Chile sorgt die Firma dafür, dass die verschütteten Minenarbeiter nicht vom Fleisch fallen. Belegte Brötchen gegen den Untertage-Blues. Die tröstende Botschaft: Egal wo du bist, Aramark sorgt für dich. Und wenn uns hier sonst schon nichts wärmt, dann doch wenigstens ein Spanferkelbraten in der Mittagspause.

10. September 2010

Frisch geduschtes Bier

von Dora Asemwald


Eine eigentlich nutzlose, aber boomende Branche: Geschenkküchengeräte. Die lebt vom Schenkzwang festlicher Anlässe. Man möchte ja nichts schenken, was der andere schon hat, es sollte aber trotzdem brauchbar sein. Essen muss jeder, also auch kochen. Ein gemeinsamer Nenner der Küchengeschenke so beliebt macht. Messer, Teller und Töpfe hat jeder schon, sind langweilig. Rettichschneider, Fritierlöffel, Fischgräten- und Gurkenzangen sind schon besser, aber höchstwahrscheinlich auch schon im Arsenal des zu Beschenkenden. Etwas wirklich Neues zu finden scheint da fast unmöglich zu sein.

Gestern Abend im Bahnhof auf dem Weg zum Spaziergang durch den bedrohten Teil des Stadtparks schaffte es der Bierdosenhändler meines Vertrauens mich eines Besseren zu belehren: Die Obstdusche. Schon wieder ein Trend, den ich verschlafen habe. Frisch geduschte Äpfel. Vielleicht mit Apfelshampoo gewaschen? Keine Ahnung. Ich hab mal meine Bierdose geduscht. Außer einem nassen Rock hat mir das nichts gebracht.

01. September 2010

Begrenzte Laufzeit

von Tobias Köhler

Bilderrätsel: Wann ist’s vorbei?

Thanx an Christian Orschmann

28. Juli 2010

Eva, wo bist du?

von Ingmar Volkmann

Ariane hatte es kürzlich an dieser Stelle vermeldet, ich heul noch immer heimlich in mein Bier, weil Eva ihren Römerhof im Stuttgarter Süden geschlossen hat. Im September soll gegenüber von der Markuskirche ein neues Restaurant aufmachen, kürzlich kam ich am Umzugslaster vorbei, der alle schweren Stühle, tollen Kelche und das übrige Inventar des Römerhofs wegkutschiert hat.

Laut Schaukasten macht Eva bald ein neues Restaurant auf der bekannten schwäbischen Party-Insel Ibiza auf. Weiß zufällig jemand, wohin es Eva und ihre Urquell-Kelche genau verschlagen hat?