Archiv für die Kategorie ‘Stuttgarts Sound’

10. Januar 2012

HipHop Open 2012

von Martin Elbert

Kurz vor Weihnachten machte die Nachricht die Runde: Am 14. Juli 2012 findet nach ein paar Jahren Auszeit wieder ein HipHop Open im Reitstadion statt. Bombe. Wenn man jung ist, Rap und Festivals. Wahrscheinlich. Ich hingegen bekomm immer Rücken bei Konzerten. Nein Spass, freu mich. Gut für Stuttgart. Sehr gut, dass das HHO wieder da ist. Bin schon immer sehr gerne hingegangen, war sogar beim ersten 2000 auf dem Pragsattel dabei.

Die Veranstalter haben bereits die ersten Acts angekündigt, mit dem Hinweis, dass das Line Up noch üppig ergänzt wird. Mussten aber wieder gleich ein paar Leute buhmuh und voll lame ey schreien.

Naja so ist das halt, wie bei einem Techno-Rave. Jeder will seine Stars sehen. Und jeder hat andere, von Samy Deluxe bis Oddfuture. Allen Recht machen kann man es sowieso nicht. Mal gucken wen die Veranstalter die nächsten Wochen noch aus den Ärmel schütteln.

HipHop Open, 14. Juli, Reitstadion

Das Frühbucher-Ticket für 56 Euro ist bereits erhältlich.

02. Dezember 2011

Neuer Stern aufm Benz: Cro

von Martin Elbert

Ein Lied geht um die Welt. Okay, sagen wir durch Deutschland. Nach den ersten Blogposts letzte Woche hat die Nummer “Easy” von Cro innerhalb sieben Tagen 350.000 Views, oder Fjuuhs wieder Pate sagt, gesammelt. Kein Wunder, Track isch cool, Video auch.

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Habs letzte Woche gleich zweimal aufgelegt und ich sag euch, wenn es schon ein Tag nach Videorelease schon die ersten kleinen Jauchzer gibt wird jetzt erst recht noch der Hit zum Jahresende. Für die Video-Produktion zeigt sich übrigens my man Bizz Harris (so nannten wir ihn früher bei Sub Culture, weil er halt immer Business macht) mit seiner Firma Weare8.com verantwortlich.

Cro ist ein junger Bengel, ursprünglich aus Gmünd, tritt wohl nur mit Panda (?)-Maske auf und macht bisschen ein auf geheimnisvoll. Außerdem ist er das neueste Signing auf dem Stuttgarter Independent-Label Chimperator. Die machen seit über 10 Jahren gutes und gewissenhaftes Business wie der Harris und haben mit den Orsons fast schon Superstars hochgezogen. Okay fast. Das Quartett geht nächstes Jahr zuerst mi Kool Savas auf Tour (aktuelle Nummer 1 in Deutschland) und dann mit Herbert – OMG – Grönemeyer. Letzterem konnte ich zwar noch nie was abgewinnen, aber ey, Reschpeggt.

Und jetzt noch mehr echte Musik: Wer Cro und vor allem “Easy” auf seinem Pott haben will, kann sich das heute erschienene for free Mixtape laden. Ui, das waren aber viele Anglizismen. Damn! (Noch einer.)

16. November 2011

Schräge Gesänge

von Martin Elbert

Egal wie die Volksabstimmung ausgeht, eines ist klar: Als große Sänger hat sich in den letzten Jahren keine der beiden Seiten hervorgetan. Aktuelles Beispiel, Fans nennen ihn schon “Bahn Jovi”:

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Ich bin dafür, dass er mit dieser Dame, ein Klassiker aus dem vorletzten Sommer, auf Welttournee geht:

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Oleole!

07. November 2011

SEMF 2011

von Martin Elbert

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Jesses! Stephan Kaufmann, “unser” Mann in Berlin, mit dem Hang zu einem etwas hartspitzen Twitter-Ton zwitschert gerade: “Bei der Pressekonferenz zum Stuttgart Electronic Music Festival auf der Landesmesse. Unterstütze das Projekt gerne. Beitrag zur Jugendkultur.”

Beitrag zur Jugendkultur! Oleole! Wir wollen auch zur Jugendkultur beitragen und ganz freizügig und sehr werblich auf das größte Clubevent des Jahres 2011 hinweisen: Am 3.12. steigt zum dritten Mal das SEMF-Festival, heuer in der Neuen Messe, zum ersten Mal eine Indoor-Geschichte.

2008 debütierte man super schön in der Killesberger Freilichtbühne, fanden alle dufte bis halt die eingeborenen Killesberger, die ab mittags penetrant die Freunde und Helfer alarmierten. 2009 fiel das SEMF aufgrund mangelnder Location aus, letztes Jahr beschlagnahmte man das Esslinger Eisstadion, gutes Ding, generalstabsmässig organisiert. Nur einige Esslinger fanden es wieder nicht so dolle. Nun ja. Samstagmittag muss es halt ruhig sein, bis auf den Rasenmäher und die Heckenschere natürlich.

Jut, dieses Jahr Occupy Messe, drei Floors, in denen Dank Visuals, Rollrasen, Wasserfällen und so echtes Outdoorfeeling suggeriert wird. Das Line-Up würde ich als bis dato das beste und vielseitigste (von zart bis hart) einer SEMF bezeichnen: Miss Kittin, Modeselektor, Booka Shade, Moonbootica, Henrik Schwarz, Seth Troxler, Hell, Steve Bug, Matthias Tanzmann und jede Menge Locals. Tickets gibts für 44 Euro im VVK.

Übrigens: Vom 17. bis 20.11. findet im Rahmen der Hobby & Elektronik die SEMM statt – Stuttgart Electronic Music Market. Auf einem 400 Quadratmeter großen Bereich wird allerhand Musik- und DJ-Technik gezeigt und Workshops angeboten.

www.semf.net

25. Oktober 2011

STGT = 1ste Liebe

von Martin Elbert

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Stuttgarts finest Dancehall-Squad Sentinel ist mit Max Herre in Studio gegangen und haben dessen Klassiker “1ste Liebe” (zumindest Klassiker für alle Stuttgarter) mit Reggae Riddim und neuen Text eingespielt. Erst am Wochenende bin ich wieder nach dem Original gefragt worden. Solche Wünsche erfüllt man natürlich gerne.

Zur Erinnerung hier nochmals das Original mit ganz viel Stuttgart.

12. September 2011

Passet se uff, wenn se die Schatulle öffne

von Ingmar Volkmann

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Sotele, zrück ausm Urlaub wollet mir euch diese kloine schwäbische Köschtlichkeit net vorenthalte. Eine Saftschubse von Air Berlin hat einen schwäbischen Clown gevespert und begrüßt die Fluggäste in Stuttgart in Mundart: „Passet se uff, wenn se die Schatulle öffne, dass Ihne der Kladderadatsch da obbe net auf de Detz fliegt.“ Nur fliegen ist schöner.

29. August 2011

Pflichtkurs für Rocker

von Dora Asemwald

Schon The Who haben erkannt: Nach dem Konzert wird demoliert. Richtige Rockstars machen Kleinholz aus ihren Gitarren. Um auch als Anfänger auf der Bühne verwegen rüberzukommen sollte man besser einen ordentlichen Gitarren-Crash-Kurs besuchen. Nach ein paar Basisübungen an der Luftgitarre darf man dann auch mal echtes Holz auf die Bretter hauen!

18. Juli 2011

Urschreitherapie für Marienplatz-Lohas

von Dora Asemwald


Was ein ordentlicher Stadtteil Stuttgarts sein will, feiert im Sommer. Altgediente Stadtteilfeste wie das Bohnenviertelfest vermitteln mittlerweile das Lebensgefühl eingedoster Sardinen. Da lob ich mir jene Feste, deren Existenz außerhalb des Kessels noch nicht bekannt ist. So das „Süd-Seh-Perlen“-Fest, dass mittels Wortspiel dazu einlädt, den Süden – genauer Heslach – zu sehen. Und zu hören, wie auf dem Marienplatz. Den ganzen Tag hör ich schon das wummern entfernter Musik und beschließe, dem auf den Grund zu gehen. Doch an Stelle von Stadtfest-tauglichen JazzRockFunkSoul-Coverversionen dringt Geschredder und Gegrunze in mein Ohr! Kralle, Heinze und Sevi (v.l.n.r.) stehen auf der Bühne und spielen waschechten Todesmetall. Etwas unüblich für das Genre: Man kann den Bandnamen auf dem Banner hinter dem Schlagzeug entziffern. Exitus nennt sich die Stuttgarter Band.

Vor der Bühne verlieren sich eine Hand voll Freizeitsatanisten, die besetzten Bierbänke stehen auf der weiten, kahlen Ebene des Marienplatzes etwas verloren in der Gegend rum. „Grunz, Grunz, Röööööar, Gruuunz!“ oder so ähnlich lauten die Texte, die durch das Trommelgewitter durchdringen und laden dazu ein, mit zu grunzen. Urschreitherapie für Marienplatz-Lohas. Kurz vor dem Ende künden sie noch ein Liebeslied an: Dominanz, so der Titel des Songs, der auch nicht lieblicher klingt als der Rest. Aber was weiß ich schon über Paarungsrituale von Todesmetallern. Wer sich ab und zu mal den inneren Satan mit dem Belzebub austreiben will, wird seine Freude an der Band haben. Das fachkundige Publikum schien angetan zu sein.

Noch ein bisschen Schlaugemeier:
Das ganze nennt sich „Bunker-Rock“, was daran liegt, dass die Bands, die auftreten, ihren Proberaum in Stuttgarter Bunkern haben oder hatten. Unter dem Marienplatz befindet sich ein Tiefbunker, der 1944 nach den schweren Bombenangriffen auf den damaligen Platz der SA 500 Menschen Schutz bot. Nach dem Krieg betrieb dort die Caritas ein Hospitz.

16. Juli 2011

Quellen (damit ich nicht meinen nichtgehabten Doktor zurückgeben muss):
Stuttgarter Schutzbauten e.V.
Geschichtsspuren.de
Forschungsgruppe Untertage e.V.

Exitus auf Facebook
Exitus auf Reverbnation

06. Juni 2011

Tanga Tanga!

von Martin Elbert

Sonntagmorgen, kurz vor 6 Uhr, Ecke Theo-Heuss, Lange Straße. Die Sonne brennt dir in die Augen, wenn die sieben Stunden zuvor im dunklen Club verbracht hast. Und dann sehen wir den Zebrastreifen, halb bedeckt mit mehreren Tangas und BHs. Haben wir so schlimm aufgelegt, dass sich die Damen vor der Türe schon entkleiden mussten? Sind das die Überreste von weiblichen Fans von Halbmarathon-Star Köhli? Oder fanden die Ladys Eriks Feuersee-Text so grandios geilo?

Ach nee, Quatsch, ist ja Sommer. Im Sommer wird geheiratet. Junggesellinnenabschied galore. Voll verdrängt. Dachte bis zu dem Wochenende, die Seuche wäre endlich vorbei. Aber sie sind wieder da und penetrieren die Stadt mit ihren Krönchens, Bauchladen, dämlichen Spielen und schrecklichen T-Shirts. Beim Junggesellen-Abschied schenken sich die Geschlechter übrigens nix: Sind beide fürchterlich. Die Frauen haben nicht mal schönere T-Shirts an.

04. Mai 2011

Benztown Freak

von Martin Elbert

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Mal etwas Mugge für die Musik-ausgetrocknete Brezel: Linda & Fidanskibeat haben zu ihrem Elektro-Tune “Benztown Freak” ein schickes und, ähm, sehr extrovertiertes und hedonistisches Video gedreht. So richtig professionell mit dem großen Besteck, aber imm kleinen Club vom Perkins Park. Nur geile Weiber, Brust-Ranzooming, alle Hände hoch und bissi Sex-Atmo und so. Einfach mal auf sich wirken lassen.

04. April 2011

Von Männern und Brezeln

von Christiane Wild

Stuttgart ist um einen schönen Mann ärmer: Matthias (zweiter von links), der seither für die Hitboutique (was? Ihr kennt die Hitboutique nicht?? Die haben eine Homepage) dem Kontrabass mal sanfte, mal energische aber immer äußerst wohlklingende Töne entlockte, verlässt den Kessel. Aus. Schluss. Vorbei. Am Freitagabend nun gab die Band ein Abschiedskonzert für den Bassisten, den Frontfrau Lea immer den “schönen Matthias” nannte.

Schöne Männer kann Stuttgart bekanntlich ebenso wenig zu viele haben wie frische Brezeln – und deshalb weinen wir dem schönen Matthias mit dem einen Auge eine Träne nach. Mit dem anderen spähen wir in die Zukunft: die Band hat nämlich schon einen Neuen, am Donnerstag wird er im Bix zum ersten Mal mit auf der Bühne stehen.

Wir sind gespannt und vespern derweil eine Brezel.

10. Februar 2011

Wasserschaden, Feierabend, Abriss

von Martin Elbert

Das ging schnell. Oder voll krass, wie nur noch wir Mitdreißiger sagen: Anfang Dezember wurde der Club Schräglage gegenüber vom Breuninger Opfer eines hektoliterreichen Wasserschadens. Und nicht nur die gerne besuchte Partylocation mit traumhafter Terrasse und noch traumhafteren Blick auf den Marktplatz war betroffen, sondern auch Winnie Klenks (Abseits) “günstiger” Zweitshop namens “Gib Alles” im EG. Schaden all over roundabout 100.000 Euro, meldete die Polizei.

Kurzzeitig waren die SL-Macher noch optimistisch und unter Stuttgarts Clubbern herrschte derweil eine panische Anspannung wie zu der Zeit als Papst Johannes Paul II starb, aber Mitte Dezember war endgültig klar: Die Schräglage wird, zumindest an dieser Stelle, nicht mehr aufmachen.

“Nicht die vielen feiernden Gäste, nicht die Polizei und auch nicht ein tobender Nachbar wurde uns zum Verhängnis, es war ein kleiner Schlauch, den die Hausverwaltung nicht richtig befestigt hatte und dessen Ventile man nicht zugedreht hatte, der das Ende der Schräglage bewirkte”, meldeten damals die Betreiber.

Da dem Vermieter der Club schon länger ein Dorn im Auge war, kursierten schnell Verschwörungstheorien im Kessel, welche durch den doch verblüffend schnellen Abriss weiter genährt werden. Bereits Mitte Januar ging es los, und aktuell sieht es so aus wie oben oder hier:

Also platt. Scheint jemand gute Connections zu haben. Aber Bagger machen uns krass Junge eh nix. Im Nightlife ging schon immer ein neues Törchen auf. Gerüchten zur Folgen stehen die Schräglage-Macher vor dem Abschluss eines neuen Mietvertrages. Und schon löst sich wieder die Anspannung.

29. Dezember 2010

Verlosung: Romy S. Silvestertickets

von Martin Elbert

Vorneweg ein persönlicher Tipp von mir: Man sollte an Silvester, das man auch dieses Jahr wieder mit i und nicht mit y schreibt, dahin gehen, wo man sich auch das ganze Jahr über sehr wohl fühlt. Also fühlt man sich das ganze Jahr daheim am Wohlsten, bleibt man eben daheim und geht nicht ins SI-Zentrum zu Gala für 3899 Euro, nur weil das die 20 besten Freunde wollen. Das wird dann scheiße, garantiert.

Diese Regel kann man auch locker überall anwenden: Steppt man das ganze Jahr auf Electro, geht man an Silvester eben auf ne Electro-Party und krampft nicht, um es allen Freunden recht machen zu wollen, auf einem HipHop-Fest herum. So bekommt man Silvester ziemlich gut gelaunt über die Bühne, habe ich früher festgestellt.

Die letzten Jahre war es mir eh egal, hatte immer ein Engagement als Erik R.-Double in der Reithalle, weil der leibhaftige Erik lieber im besagten SI-Zentrum Apfel-Martini süffelt. Muss ich auch dieses Jahr wieder machen, also den Double.

Blöd, denn an jeder Straßenecke sind ziemlich gute Partys gebacken, in der heiligen Maria gab es online gestern eine gelungene Übersicht, zusammengestellt von meinem Mann Air-Dahl, finde ich aber gerade nicht, eh-gahl, wir empfehlen jedenfalls auf jeden Fall obige Feier im Romy S. mit ausgewiesenen DJs aus Stuttgart und von weiters weg oder her (wie sagt der Schwabe nochmals?). Sind jedenfalls gute Jungs.

Wir verlosen dafür 2×2 Tickets, einfach hier kommentieren oder auf unserer Facebook-Seite eine Nachricht hinterlassen. Viel Glück!

24. November 2010

Stadiondreh

von Martin Elbert

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Ohjeohje, der VfB. Dieser Satz ist nicht nur im Sprachgebrauch meines Vaters fest verankert, wenn es Sonntagmittags, meist zu Spätsommer-Herbst-Zeiten, um die Leistung der Roten geht. Aber dafür war er neulich auch beim 6:0 gegen Bremen im Stadion, Karte hat ihm sein Sohnemann geschenkt. Bin ich ein toller Sohn oder bin ich ein toller Sohn?

Trotzdem bleibt die Lage ohjeohje, gerade nach dem hochrassigen Spiel gegen Köln oder dem seltsamen 3:3 gegen den FCK – das müssen eigentlich sechs Punkte sein!

Egal, holen wir uns lieber für einen Moment den Sommer zurück, als die Welt noch in Ordnung war und alle dachten, dass der VfB gerade nach abartigen Rückrunde der letzten Saison nun Meister wird.

Die Stuttgarter Band Bubeck nutzte die leeren Stadionränge (und Baustelle) für den Videodreh ihre fluffigen Single “Future”, die am 1. November erschienen ist. Frontmann und Sänger Christoph Bubeck hat sich damit laut eigener Aussage einen kleinen Traum erfüllt, denn schon als kloi Bub war er bei jedem Heimspiel im Neckarstadion, wie wir Ewiggestrigen gerne immer noch sagen.

Sauberle und wir hoffen, dass dieser Song für den Vaueffbeh nen kleiner Motivationsschub ist. Oben bleiben!

www.stuttgartist.de

23. November 2010

Stuttgarter Entensoße

von Martin Elbert

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Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass das Liedchen im Original der eine oder andere Brezel-Leser kennt. “Barbara Streisand” von Duck Sauce, wohinter sich unter anderem US-House-Legende Armand van Helden verbirgt, müsste theoretisch längst im Radio laufen – in den Clubs wird es sowieso seit Wochen hoch und runter genudelt. Innerhalb von ein paar Tagen wurde das Ding Ende September, Anfang um den Globus gespreadet und war trotz aller Cheesigkeit sofort Konsens unter vielen DJs.

Witzige Anekdote: Das Lied basiert auf deutscher Wertarbeit bzw. greift auf einen Song aus dem Jahr 1973 von, äh, dem famosen Hitschreiber Frank Farian zurück.

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Funny, hä? Schon in den 70ern stand Reproduktion auf dem Programm, denn paar Jahre später dachte sich Herr Farian, komm, das nehme ich nochmals für meine Retorten-Combo Boney M. und prompt war das Liedchen “Gotta Go Home” im Kasten.

Lange Rede kein Sinn: Das Ding ist der aktuelle Superhit und wurde innerhalb kurzerster Zeit 1000fach geremixed. Oben hört und sieht man die Stuttgarter Version von dem Duo Bass ILL Euro, wohinter sich wiederum Schowi (Massive Töne) und der unermüdliche Rackerer Passion verbergen. Ju, ebenfalls von den Massiven, droppt ein paar Zeilen drauf.

Noch spannender ist das Video: Stuttgart-Homie-Posse-Alarm vom Feinsten. Alle drin aus Musik, Medien, Party und Nightlife, sogar zwei Brezeln. Sprich fehlt eigentlich so gut wie keiner – gut, bis auf der Köhli natürlich, aber der muss halt noch wachsen. Neue coolere Brille hat er ja schon.