Archiv für die Kategorie ‘Sportive Manöver’

29. November 2010

Schlichtungsspiel

von Dora Asemwald

Es wird ja die ganze Zeit gemunkelt, was Papa Geißler morgen zum Abschluss der Schlichtung so sagen wird. Die Brezel, das Leitmedium für Stuttgarter Nebensächlichkeiten, munkelt mit. Ein Blick in die Redaktionskristallkugel hat uns gezeigt, was passieren wird.

In Ermangelung eindeutiger Fakten verkündet Geißler morgen sein salomonisches Urteil: Unentschieden. Ein Fußballspiel soll darüber entscheiden ob oben bleiben oder oben ohne. Auf der einen Seite unter Trainer Gangolf Stocker die Gegner, Rüdiger Grube leitet die Proler.

Am Anfang gleich Aufruhr. Özdemir hat den Mannschaftsbus verpasst, wird schnell noch eingeflogen. Anpfiff, doch nichts geht: Puttenat von Flügel TV verwickelt die Spieler in eine Podiumsdiskussion. Schiedsrichter Geißler schickt ihn vom Feld, das Spiel geht los. Es steht 1:0 für die Proler, da das erste Tor schon seit 15 Jahren geplant und demokratisch legitimiert ist. In der 12 Minute geht’s gleich zur Sache: Um gegnerische Treffer zu verhindern lässt Trainer Grube das eigene Tor abbauen. Rockenbauch schreitet ein und besetzt das Tor. Am Spielfeldrand: Christian List läuft sich schon mal warm. Walter Sittler nutzt die Chance und macht eine Minute lang Lärm, der Gegner-Fanblock macht mit. In der 34. Minute will Von Hermann nicht mehr mitspielen und kettet sich am Torpfosten an. Die Balljungen machen aus Solidarität Sitzblockade im Strafraum. Stürmer Mappus kommt von rechts und vertreibt die Jungs mit dem Gartenschlauch. Hooligans vom schwarzen Block stürmen das Feld und helfen ihm dabei. Das gibt gelbe Karte, Elfmeter, Tor! Das Spiel ist wieder ausgeglichen. List läuft sich weiter warm, das Spiel geht weiter.

In der zweiten Halbzeit machen die Proler ordentlich Druck, doch in der 56 Minute versucht Nils Schmid das Spiel zu unterbrechen um das Publikum zu fragen, wer gewinnen soll. Die sind zu jedoch zu sehr damit beschäftigt zu streiten, wer mehr Leute im Stadion hat und wer das peinlichste Fan-Shirt trägt. Bräuchle fordert wegen dreckigem Rasen die gegnerischen Fans auf, das Stadion zu verlassen. Das Spiel geht weiter, doch unserer Kristallkugel geht der Saft aus. Mist! Jetzt wissen wir erst nicht, wie’s ausgeht.

29. November 2010

Statt Sport

von Ingmar Volkmann

Früher – die Älteren mögen sich vielleicht noch erinnern – hab ich an dieser Stelle immer mal wieder die innige Liebesbeziehung zu meinem Fitnessstudio thematisiert. In letzter Zeit hab ich um die Mucki-Bude aber einen Bogen machen müssen, weil ich zwecks Sicherung der persönlichen Grundbedürfnisse malochen musste – eine ganz neue Erfahrung in meinem Leben.

Wenig Sport geht in meinem Alter leider einher mit der fettesten Plautze nördlich von Heslach. „Das liegt am Bindegewebe“, versucht mich Mutti immer zu beruhigen. Könnte auch an zweimal Pasta täglich plus Hackepeterbrötchen und Schnäpschen zum Nachtisch liegen, aber sei’s drum, sieht unschön aus. Teste daher jetzt erstmal obiges Angebot, das ich im Parkhaus (!) von Rewe am Marienplatz an einem düsteren Eingang gefunden habe. Wenn’s zu sehr weh tut, geh ich vielleicht mal wieder ins Studio.

24. November 2010

Stadiondreh

von Martin Elbert

YouTube Preview Image

Ohjeohje, der VfB. Dieser Satz ist nicht nur im Sprachgebrauch meines Vaters fest verankert, wenn es Sonntagmittags, meist zu Spätsommer-Herbst-Zeiten, um die Leistung der Roten geht. Aber dafür war er neulich auch beim 6:0 gegen Bremen im Stadion, Karte hat ihm sein Sohnemann geschenkt. Bin ich ein toller Sohn oder bin ich ein toller Sohn?

Trotzdem bleibt die Lage ohjeohje, gerade nach dem hochrassigen Spiel gegen Köln oder dem seltsamen 3:3 gegen den FCK – das müssen eigentlich sechs Punkte sein!

Egal, holen wir uns lieber für einen Moment den Sommer zurück, als die Welt noch in Ordnung war und alle dachten, dass der VfB gerade nach abartigen Rückrunde der letzten Saison nun Meister wird.

Die Stuttgarter Band Bubeck nutzte die leeren Stadionränge (und Baustelle) für den Videodreh ihre fluffigen Single “Future”, die am 1. November erschienen ist. Frontmann und Sänger Christoph Bubeck hat sich damit laut eigener Aussage einen kleinen Traum erfüllt, denn schon als kloi Bub war er bei jedem Heimspiel im Neckarstadion, wie wir Ewiggestrigen gerne immer noch sagen.

Sauberle und wir hoffen, dass dieser Song für den Vaueffbeh nen kleiner Motivationsschub ist. Oben bleiben!

www.stuttgartist.de

11. November 2010

Was Köln das Herz bricht

von Erik Raidt

An diesem Tag bedarf es nicht vieler Worte. Bilder sagen weitaus mehr.

Deshalb nur dies: Es ist der 11.11. 2010. Sie sind immer noch unter uns, sie sind zurück, und im nächsten Jahr werden sie ihre Bonbons wieder einzeln abzählen, bevor sie sie ins Volk werfen.

03. November 2010

Love it or hate it

von Erik Raidt

Draußen 17 Grad, Mädchen bauchfrei auf der Königstraße, die italienische Eisbude verlängert noch einmal um zwei Monate: ganz genau, der Winter hat begonnen.

Dafür gibt es in Stuttgart ein untrügliches Anzeichen: Auf dem Schlossplatz wird der Wintertraum aufgebaut. Mit der Eisbahn ist es wie mit diesem Bahnhofsdingsbums: love it or hate it. Es gibt kein dazwischen.

Für die einen ist es das schwäbische Pendant zum Kufenpalast im Central Park. Für die anderen ist es nur die nervigste Glühweinabfüllstelle der Stadt, die Schlittschuhnummer ist bloß eine Alibiveranstaltung.

Wie denkt ihr darüber? Mitfahren oder einschmelzen?

Der Königstraßen-Schneemann hat sich noch nicht entschieden…

23. Oktober 2010

Oben ohne im Leuze 21

von Dora Asemwald

Was tun, wenn der neue Bahnhof fertig unter die Erde gebracht ist, aber die bis dahin neuen Magnetschwebebahnen partout nicht unter die Erde wollen? Bauruine 21? Nein! Wir bauen endlich ein mit Bundesmittel finanziertes Spaßbad im Westen der Republik. Mineralwasser gibt es zur Genüge. Die zusammengerechnet 17 gefühlten oberirdischen Bahnen des alten Leuzes wird keiner vermissen, denn die acht neuen Durchgangsbahnen im Leuze 21 lassen ein Drittel mehr Schwimmer zu! Dank sechs Meter Höhenunterschied ist die Gegenstromanlage gleich eingebaut. Das schummrige unterirdische Licht sorgt für angenehme Grottenstimmung: Wellness pur! Im Kinderbereich “Aqua Fun” sorgen Wasserwerfer für knüppeldick Spaß. Im hinteren Teil bekommt das alte Motto “oben ohne” gleich eine ganz neue Bedeutung. Ich pack schon mal die Badehose ein.

Bild gefunden bei facebook, veröffentlicht von Fridunanth Nocnarat

13. Oktober 2010

Chaosherbst

von Martin Elbert

Bumsdiekuh, das ging schnell: Heute früh stand noch im Blatt der Mutter, dass der Vorstand recht pissy auf Grossi wäre. Nun isser schon weg, wie der Kicker gerade meldet (oder jetzt auch se Motherspaper). Im Fußball heißt das ja nicht weg, sondern “beurlaubt”. Also doch weg. In der Länderspielpause. Drei Tage vor dem Spitzenspiel. Also dreht im Kopf die Tabelle um.

In dem Moment tritt auf Facebook ein Sturm der Entrüstung los. Was das denn soll? Was das für ein dämlicher Zeitpunkt ist? Und überhaupt war doch CG derjenige, der die Roten letzte Saison oben bleiben ließ und auch darüber hinaus ins internationale Geschäft brachte. Ich tippe auf eine Mischung aus Panik und bei-Babbel-waren-wir-zu-spät-Einsicht. Und wir, die oben, können sowieso nix dafür. Aber weiß das mittlerweile beim VfB schon so genau, wer was wofür kann. Stuttgart im Herbst 2010 – ein einziges Chaos wohin man blickt.

Und wer ist eigentlich dieser Jens Keller?

Egal. Oben bleiben!

08. Oktober 2010

111Elf

von Ingmar Volkmann

Als inoffizielles Sprachrohr der Stuttgarter Kickers im Internet vermelden wir hiermit das Highlight fürs Wochenende. Der beste Verein der Welt aus Stuttgart lädt morgen zu einem Festakt auf die Waldau: Anlässlich des 111-jährigen Geburtstags der Blauen spielt die Kickers-111Elf um 15:30 Uhr gegen Viktoria 98 Berlin. Das Spiel ist die Revanche für das verlorene Endspiel um die Deutsche Fußball-Meisterschaft aus dem Jahre 1908. Seinerzeit waren die Blauen mit 0:3 in Berlin unterlegen – natürlich völlig unverdient, wie sich der Redaktions-Älteste Tobias Köhler erinnert, der damals live im Stadion war.

Die Aufstellung der Kickers-111Elf ist ein feuchter Traum der Fußballgeschichte, auf dem Platz stehen unter anderem Claus Reitmaier, der auch mit seinen 88 Jahren noch locker in jeder zweiten Buli-Mannschaft den Kasten sauber halten könnte, Frauenfußball-Experte Guido Buchwald (Foto), Karl Allgöwer, mit dessen Namen die Sportredakteure immer lustige Wortspiele getrieben haben („Knallgöwer“, Wasen-Karle usw.) sowie der unvergleichliche Joe Bauer im Sturm.

Alles in allem also ein wahrer Fußball-Leckerbissen, wie wir Experten gerne zu sagen pflegen, und in Zeiten von Stuttgart 18 in Bad Cannstatt auch endlich mal wieder Grund zum Lachen für alle Freunde des gepflegten Hochgeschwindigkeitsfußballs im Kessel. Heute Abend bestreitet die Deutsche Nationalmannschaft übrigens das offizielle Vorspiel zum Kickers-Jubiläum in einem Auswärtsspiel in Berlin gegen ein Fußball-Entwicklungsland. Unsere Prognose: 6:1 für Deutschland, drei Tore durch Toni Kroos.

www.111elf.de

06. Oktober 2010

Haltet den Dieb!

von Dora Asemwald


Mal was in eigener Sache und voller Empörung! Letzte Woche wurde aus meiner Galerie/Büro in der Heusteigstraße ein Fahrrad geklaut. Falsch. Nicht irgendein Fahrrad. Ein ganz besonderes. Dazu muss ich ausholen. Eine meiner Kollegen die mit mir da so rumsitzen hat von seinem Vater nur wenig geerbt: Die Bergstiefel und ein Fahrrad, ein wunderschöne original Tour de France Rad von 1978. Er hat das Rad in Italien beim Hersteller restaurieren lassen, sodass es wie neu aussah. Es war so schön, dass er es an einem der Fleischerhaken an der Wand, die an die vorherige Nutzung des Büros erinnern, gehängt hat. Das fand wahrscheinlich auch ein anderer schön, weshalb er oder sie in einem unbeobachteten Moment das Rad flux entwendete. Die Chancen auf ein Wiedersehen sind bekanntlich gering, aber vielleicht hat jemand Glück und findet es. Den großen dorischen Dank und Finderlohn kann ich hier mal versprechen. Schön wär’s, wenn die Brezel hilft, Erbstücke zurück zu bringen.

Vicini bjm 1978, tour de france. Die Beschriftung ist lackiert, nicht aufgeklebt.

24. September 2010

Achtung Werbung: Eröffnung Schwabylon

von Martin Elbert

Jaja, ich weiß, das ist hier nicht so gerne gesehen, aber dieses brandneue Nachtleben-Projekt dürfte auch avantgardistische Brezel-Nachteulen interessieren, die sich noch fit genug fühlen um das Tanzbein zu schwingen: Morgenabend eröffnet das Schwabylon in ehemaligen Mercedes-Benz-Niederlassung in der Türlenstraße.

“Der Klub im Ausweichquartier des Schauspiels Stuttgart” sagt schon recht viel um was es geht: Das Staatstheater im Schlossgarten wird saniert und die Vorführungen finden deswegen ein Jahr lang in dem ehemaligen Autohaus statt.

Während man die ehemalige Kathedrale des Sterns Theatergerecht gepimpt hat, tat sich noch ein “Multifuntionsraum” auf, kurzerhand Box getauft, der am Wochenende für Klubzwecke abseits des Innenstadtmainstreams genutzt wird. So ist sind hier jeden Freitag und Samstag exquisite Sounds von Soul bis Elektronik geboten, stets sondern gewissenhaft ausgesuchte Perlen für die Seele und den Groove ganz ohne Karneval-Faktor.

Ab und zu findetin der Box unter der Woche auch mal ein Live-Konzert oder Kinovorführungen statt. Alles in allem eine spannende neue Sache, für die man sich gerne mal aus der Innenstadt rausbewegen darf. Sind ja nur ein paar Meter.

Schwabylon, ehemalige Mercedes-Benz-Niederlassung, Türlenstraße 2

Facebook-Seite

Opening am Samstag, 25. September 2010

13. September 2010

Blaues Auge in Mexiko, Teil II

von Ingmar Volkmann

Ob es daran lag, dass zu wenig Brezeln im Publikum saßen, oder an der langen Kampf-Pause der Tigerin oder an der Höhenluft, der ungewohnten? Stuttgarts stärkste Frau, Alesia Graf, hat ihren WM-Kampf in Mexiko Samstagnacht verloren. Wir zitieren:

„Alesia Graf hat den leidenschaftlich geführten Kampf eindeutig nach Punkten verloren. Die einjährige Box-Pause hatte bei der doppelten Weltmeisterin eindeutig Spuren hinterlassen. Der Kampf wurde bereits in den ersten Runden entschieden. In der 1. und 2. Runde musste sie Niederschläge einstecken. Alesia hat sich wieder in den Kampf zurückgekämpft, konnte aber die bärenstarke Mexikanerin nicht entscheidend treffen. „Für mich war dieser Kampf ein großes Erlebnis. In der weltgrößten Stierkampf-Arena gegen die stärkste Boxerin in meiner Gewichtsklasse anzutreten, war eines der beeindruckendsten Erlebnisse in meiner Box-Karriere”, sagte die Boxerin gleich nach dem Kampf. Die stark emotionale Stimmung und die Atmosphäre in der Arena machten deutlich, welchen Stellenwert der Box-Sport bei dem mexikanischen Publikum einnimmt. Der Kampf wurde in 90 Ländern live übertragen, Deutschland hatte kein Interesse.“

Direkt nach ihrer Rückkehr tritt Graf übrigens einen neuen Job an: Künftig moderiert sie die Kommentare im Brezel-Forum. Wer Mist postet, bekommt es mit ihrer linken Geraden zu tun.

10. September 2010

Blaues Auge in Mexiko

von Ingmar Volkmann

Die stärkste Frau der Stadt ist eindeutig Alesia Graf (im Bild re.). Ich hab ja ein bissle Angst vor der Tigerin, weil sie so hart zuschlagen kann. Wenn die richtig sauer ist, kann die bestimmt einen ganzen Bahnhof kaputt hauen. Macht sie aber zum Glück nicht.
Stattdessen kloppt sie sich morgen in Mexiko. Vor angeblich 50.000 Menschlein. Das ist ziemlicher Wahnsinn, denn ihr Boxstall Universum ist so pleite wie Sindelfingen und hat in letzter Zeit keinen Kampf mehr für die Wahlstuttgarterin organisiert. Dann organisiert man halt mal eben was auf eigene Rechnung in Mexiko City. Das Graf-Lager ist dementsprechend nervös wie Schuster bei ner Montagsdemo, die Fakten im Schnelldurchlauf, wir zitieren:
„Alesia ist von viele Fans in Mexiko herzlichst empfangen, so viele Autogramme verteilt sie in Deutschland nicht / Anna-Maria Torres ist eine sehr starke und die beste Boxerin in Mexiko, der Kampf wird hart! / der Boxkampf wird in 90 Ländern übertragen, Deutschland hatte kein Interesse, kam wohl auch kurzfristig, die Deutschen brauchen eine lange Planungsphase, das geht in vielen anderen Ländern anders / Anna-Maria Torres hat gestern im TV-Sender FOX ausgesagt, dass für sie Alesia die viel bessere Boxerin ist, als Regina Halmich war“
Was man halt so sagt vor dem wichtigsten Kampf der Karriere. Wäre ja gerne als Brezel-Sonderkorrespondent nach Mexiko geflogen, leider zeigte sich die StZ wie immer knausrig bei der Spesenabrechnung. Der heimliche Box-Blog-brezel.me berichtet Montag aber dennoch davon, wie viel blaue Augen Alesia ihrer Gegnerin verpasst hat.

31. August 2010

Limo-Rekord

von Martin Elbert

Okay, wir sind bissle witzig nachm Urlaub. In diesem Post geht es nicht darum, wie viel Liter Limo Tobias K. in zwei Minuten trinken kann, sondern Stuttgart soll Startort eines wahnsinnig geilen Weltrekords werden, der sicherlich sämtliche Bankiers-Lehrlinge und junge Damen mit Paris-Hilton-Affinitäten den Stengel verbiegt und wuschig macht. Am 15. Oktober wollen zwei findige Männer den Stretchlimousinenkonvoiweltrekord aufstellen und von Stuttgart nach Prag fahren.

Stretchlimousinen sind Autos, die mich persönlich nur begrenzt berühren bzw. ich kann die Geilheit nicht spüren, sondern seh die Dinger im engen Stuttgart immer beängstigend nahe an Häusern und anderen Autos vorbeischrammen. Kann man ja auch buchen und sich mal nen schönen Abend machen und zwei Stunden reich fühlen. Okay, bessere Alternative als das Bierbike ist es allemal.

Bei Sportwagen, obwohl ein Kind aus Porsche-City, stellt sich bei mir übrigens ebenfalls keine Erregung ein. “Ui, guck mal nen Lambo!” “What?” Juckt mich nicht. Man könnte jetzt meinen, bisch ja nur neidisch weil du sowas net hasch. Stimmt aber nicht, ich stehe sehr wohl auf dicke Karren. Call it Halbhöhenlagenpanzer. Das ist mein Ding und mein Traum. Ökologisch ebenfalls sehr grenzwertig, ich weiß. Aber so sind wir Jungs eben.

Die phantastische Pressemitteilung zum Weltrekord nachm Sprung.

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09. August 2010

Das Brezel.me-Montagsrätsel

von Tobias Köhler

Seit Jahren jogge ich regelmäßig durch diese idyllische Unterführung, die meine Bärenseen-Hood mit dem Stuttgarter Westen verbindet.

Und seit Jahren lesen ich jedes Mal diese Botschaft:

“Sti cât de mult te iubesc?”

Und seit Jahren frage ich mich jedes Mal: Was, zum Teufel, bedeutet das?

Ist das vielleicht…

  • …der Aufruf zum Schwaben-Dschihad?
  • …eine Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft?
  • …einer dieser biblischen Sinnsprüche?
  • …die Botschaft von netten Außerirdischen?
  • …die Antwort auf die letzten Fragen des Lebens?
  • …der Spruch, mit dem man Rumpelstilzchen fertig macht?
  • …ein Aufruf zur Rettung des Stuttgarter Hauptbahnhofs?

Nein, isses nicht. Habe lange daran herumgetüftelt – und weiß jetzt Bescheid.

Wer kriegt’s noch raus? Bitte kommentieren?

06. August 2010

DAS IST EIN BEFEHL!

von Ingmar Volkmann

Huch, so eine Überschrift in Versalien macht doch gleich jede Menge Eindruck. Das sollte es in diesem Fall auch, denn heute sprechen wir keine höflichen Einladungen aus, heute BEFEHLEN WIR DIE TEILNAHME AN DER MORGIGEN KICKERS-BENEFIZ-VERANSTALTUNG „Hurra, wir kicken noch!“ im Theaterhaus. Denn, Ihr ahnt es vielleicht, Benefiz ist nicht der Name des neuen Kickers-Stürmers, hier geht es viel mehr um einen guten Zweck. Das Eintrittsgeld kommt nämlich den finanziell immer noch darbenden Blauen zu Gute.

Fürs liebe Geld bekommt man im Theaterhaus morgen Abend ab 20:15 Uhr jede Menge geboten. Anja Binder singt ähnlich bezaubernd wie auf obigem Foto, Nils Heinrich macht Comedy, die Band Wild Country tritt als musikalische Cowboy-Gang für die Kickers ein, René Mathussek stellt wunderliche Sachen mit einem Ball an und Initiator Joe Bauer trägt in gewohnt lebensbejahender Manier schlecht gelaunt seine Texte vor.

Der Doppelpass zwischen Kickers und Kultur geht bereits in seine zweite Runde, die Premiere der Show „Hurra, wir kicken noch“ im vergangenen Jahr war ausverkauft und fand deutlich größeren Anklang als die durchschnittliche Qualität eines Kickers-Heimspiel.

Also: Fragt euch nicht, was euer Verein für euch tun kann sondern fragt euch mal schön, was Ihr für euren Verein tun könnt. Ab ins Theaterhaus. SONST FANGEN WIR WIEDER MIT DIESEN AGGRESSIVEN GROßBUCHSTABEN AN. ODER SCHICKEN EUCH ZUM NÄCHSTEN EURO-LEAGUE-QUALI-SPIEL DER ROTEN. Dann doch lieber Theaterhaus statt ein neuerliches Molde, oder?