Archiv für die Kategorie ‘Sportive Manöver’

31. August 2010

Limo-Rekord

von Martin Elbert

Okay, wir sind bissle witzig nachm Urlaub. In diesem Post geht es nicht darum, wie viel Liter Limo Tobias K. in zwei Minuten trinken kann, sondern Stuttgart soll Startort eines wahnsinnig geilen Weltrekords werden, der sicherlich sämtliche Bankiers-Lehrlinge und junge Damen mit Paris-Hilton-Affinitäten den Stengel verbiegt und wuschig macht. Am 15. Oktober wollen zwei findige Männer den Stretchlimousinenkonvoiweltrekord aufstellen und von Stuttgart nach Prag fahren.

Stretchlimousinen sind Autos, die mich persönlich nur begrenzt berühren bzw. ich kann die Geilheit nicht spüren, sondern seh die Dinger im engen Stuttgart immer beängstigend nahe an Häusern und anderen Autos vorbeischrammen. Kann man ja auch buchen und sich mal nen schönen Abend machen und zwei Stunden reich fühlen. Okay, bessere Alternative als das Bierbike ist es allemal.

Bei Sportwagen, obwohl ein Kind aus Porsche-City, stellt sich bei mir übrigens ebenfalls keine Erregung ein. “Ui, guck mal nen Lambo!” “What?” Juckt mich nicht. Man könnte jetzt meinen, bisch ja nur neidisch weil du sowas net hasch. Stimmt aber nicht, ich stehe sehr wohl auf dicke Karren. Call it Halbhöhenlagenpanzer. Das ist mein Ding und mein Traum. Ökologisch ebenfalls sehr grenzwertig, ich weiß. Aber so sind wir Jungs eben.

Die phantastische Pressemitteilung zum Weltrekord nachm Sprung.

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09. August 2010

Das Brezel.me-Montagsrätsel

von Tobias Köhler

Seit Jahren jogge ich regelmäßig durch diese idyllische Unterführung, die meine Bärenseen-Hood mit dem Stuttgarter Westen verbindet.

Und seit Jahren lesen ich jedes Mal diese Botschaft:

“Sti cât de mult te iubesc?”

Und seit Jahren frage ich mich jedes Mal: Was, zum Teufel, bedeutet das?

Ist das vielleicht…

  • …der Aufruf zum Schwaben-Dschihad?
  • …eine Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft?
  • …einer dieser biblischen Sinnsprüche?
  • …die Botschaft von netten Außerirdischen?
  • …die Antwort auf die letzten Fragen des Lebens?
  • …der Spruch, mit dem man Rumpelstilzchen fertig macht?
  • …ein Aufruf zur Rettung des Stuttgarter Hauptbahnhofs?

Nein, isses nicht. Habe lange daran herumgetüftelt – und weiß jetzt Bescheid.

Wer kriegt’s noch raus? Bitte kommentieren?

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06. August 2010

DAS IST EIN BEFEHL!

von Ingmar Volkmann

Huch, so eine Überschrift in Versalien macht doch gleich jede Menge Eindruck. Das sollte es in diesem Fall auch, denn heute sprechen wir keine höflichen Einladungen aus, heute BEFEHLEN WIR DIE TEILNAHME AN DER MORGIGEN KICKERS-BENEFIZ-VERANSTALTUNG „Hurra, wir kicken noch!“ im Theaterhaus. Denn, Ihr ahnt es vielleicht, Benefiz ist nicht der Name des neuen Kickers-Stürmers, hier geht es viel mehr um einen guten Zweck. Das Eintrittsgeld kommt nämlich den finanziell immer noch darbenden Blauen zu Gute.

Fürs liebe Geld bekommt man im Theaterhaus morgen Abend ab 20:15 Uhr jede Menge geboten. Anja Binder singt ähnlich bezaubernd wie auf obigem Foto, Nils Heinrich macht Comedy, die Band Wild Country tritt als musikalische Cowboy-Gang für die Kickers ein, René Mathussek stellt wunderliche Sachen mit einem Ball an und Initiator Joe Bauer trägt in gewohnt lebensbejahender Manier schlecht gelaunt seine Texte vor.

Der Doppelpass zwischen Kickers und Kultur geht bereits in seine zweite Runde, die Premiere der Show „Hurra, wir kicken noch“ im vergangenen Jahr war ausverkauft und fand deutlich größeren Anklang als die durchschnittliche Qualität eines Kickers-Heimspiel.

Also: Fragt euch nicht, was euer Verein für euch tun kann sondern fragt euch mal schön, was Ihr für euren Verein tun könnt. Ab ins Theaterhaus. SONST FANGEN WIR WIEDER MIT DIESEN AGGRESSIVEN GROßBUCHSTABEN AN. ODER SCHICKEN EUCH ZUM NÄCHSTEN EURO-LEAGUE-QUALI-SPIEL DER ROTEN. Dann doch lieber Theaterhaus statt ein neuerliches Molde, oder?

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03. August 2010

Winterspiele in Stuttgart

von Tobias Köhler

Normalerweise sind wir Stuttgarts Plattform Nummer eins für den gepflegten Nonsense. Weshalb ich mal ausdrücklich dazu sage: Was jetzt folgt, ist ernst gemeint. Wirklich.

Stuttgart soll nämlich eine Wintersporthochburg werden. Naja, genau genommen gibt im Kessel am 4./5. Januar 2010 2011 das größte Snowboardevent in ganz Deutschland. Cool Sache, finden wir.

Um einfach mal das Mutterblatt zu zitieren: “Unter dem Titel “Big Air Stuttgart” präsentiert sich die Weltelite mit dem Österreicher Marc Swoboda an der Spitze bei einem Sprungwettbewerb, in Fachkreisen “Straight Jump” genannt. Diese Informationen der Stuttgarter Zeitung bestätigte Michael Benz von der Echterdinger Agentur MPS, die als lokaler Veranstalter auftritt. “Wir wollen Stuttgart als größten deutschen Snowboard-Veranstaltungsort weltweit etablieren”, nennt der Projektleiter schon die weiteren ehrgeizigen Ziele. Dieses für die Stadt einmalige Projekt soll also unbedingt seine Fortsetzung finden.”

Ich geh schon mal mein altes Burton-Board wachsen, 50.000 Dollar Preisgeld könnten wir ganz gut brauchen, um Brezel.me ein bisschen zu pimpen.

Ein Snowboard-Contest, da sind wir uns ja wohl alle einig, kann nur der Anfang sein. Vergesst die peinlich verpatzte Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2012. Wir holen die Winterspiele 2022 nach Stuggi-Town.

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26. Juli 2010

Kill Bambi

von Tobias Köhler

Weil’s in letzter Zeit tagsüber zu heiß zum Joggen war, habe ich meine Rundläufe in die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden verlegt. Und festgestellt: Wenn’s dämmert, ist es ein bisschen gruselig im Wald.

Das liegt zum einen am herumstrolchenden Getier (dazu mehr later that day), zum anderen an den zahlreichen mitten im Wald parkenden Kombis oder SUVs. Zumindest in der Mehrzahl handelt es sich nicht um die Liebesmobile früh vögelnder Paare (sonst wären die Scheiben beschlagen), sondern um die Gefährte von Menschen mit Jagdtrieb (an “Teckel-Club Iserlohn”-Aufklebern zu erkennen).

Offenbar ist Jagdzeit. Neulich ist mir beim Laufen ein ganz in Khaki gekleideter Zeitgenosse begegnet, der – mit dem Gewehr auf dem Rücken – aus dem Unterholz heraus zu seinem Volvo-Kombi stapfte. Sah so ein bisschen nach Wehrsportgruppe Titisee-Neustadt aus. Die nächsten 500 Meter habe ich mich regelmäßig umgedreht, um sicherzustellen, dass der Mensch auch ganz sicher nicht seinen Ballermann auf mich anlegt.

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21. Juli 2010

Wir wollen Textsicherheit!

von Tobias Köhler

Während sich die VfB-Spieler Miroslav Klose, Philipp Lahm und Thomas Müller noch ein bisschen von der WM erholen müssen, stecken die anderen Kollegen bereits im Trainingsendspurt: In vier Wochen startet die Bundesliga.

Da steht’s den Fans gut zu Gesichte, auch mal in die Saisonvorbereitung einzusteigen. Und die einschlägigen Fangesänge zu trainieren.

Die Kulturgemeinschaft Cannstatter Kurve macht sich um das VfB-Liedgut verdient – und bietet bei Youtube Videos einen eigenen Kanal zum Thema E-Learning an. Dort sind die Libretti so wunderbarer Fangesänge wie “Oooh alle vereint”, “VfB Stuttgart du bist unser stolz”, “Wollen wir Stuttgart siegen sehen” oder “Im Neckarstadion” abrufbar – als Hilfestellung gröhlt im Hintergrund ein Fanchor mit.

Schön, dass die Texte in der Regel von überschaubarer Länge und zudem voller Wiederholungen sind. So sollte es nicht weiter schwer fallen, schon in kurzer Zeit Textsicherheit zu gewinnen – die zumindest bis zum fünften Bier reicht.

Also, alle mitgröhlen:

“oooh alle vereint
für den Verein mit Tradition aus Cannstatt
oooh allez allez
allez allez
allez allez
Bad Cannstatt
wir sind überall
vertreten immer würdig
unsere Heimat”

Na dann.

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19. Juli 2010

Der Siggi und der Hagen

von Tobias Köhler

Eigentlich schreibe ich diese kleine Geschichte nur deshalb auf, um mit dem folgenden Satz beginnen zu können:

Gestern habe ich in meinem alten, schlabbrigen Joggingsklamotten einen ziemlich schnellen, voll in Markenware gehüllten Edeltraber – oder wie man diese Designläufer nennen mag – überholt. Ich war einfach brutal gut drauf.

Jederfalls ist mir – trotz meiner irrsinniger Geschwindigkeit, muss man dazu sagen – aufgefallen, dass der Kerl wieder mal das Logo seines T-Shirts hinten rechts über dem Schulterblatt trug.

Bar jeder Recherche behaupte ich einfach mal, dass North Face diese Unsitte vor Jahrzehnten eingeführt hat. Als ich zum ersten Mal eines Menschen gewahr wurde, dessen scheißteures Funktionsshirt hinten rechts “The North Face” aufgedruckt hatte, war ich schon dabei, ihm ordentlich polternd auf die Schultern zu patschen und zu sagen: “Kerle, du hasch dei Hemmetle verkehrtrum an.” Ein ebenso unvermuteter wie seltener Anfall von verbaler Verschlossenheit rettete mich vor einer schrecklichen Peinlichkeit. Denn schnell begriff ich: Des g’hört so.

Warum das so gehört, begreife ich bis heute nicht. Ob Steinzeitmensch, Luftwaffengeneral oder Nike-Kunde – seine erjagten Knöchelein, Orden oder Firmenlogos trägt man seit Jahrtausenden auf Höhe der Brustwarze. Vorne also.

Einzige bekannte Ausnahmen: der Siggi und der Hagen. Nämlicher Siegfried, der alte Nibelunge, war nach einem Bad im Drachenblut praktisch unverwüstlich – abgesehen von einer kleinen Stelle an der Schulter. Die markierte des Helden Holde mittels einen kleinen, eingehäkelten Kreuzes. Was der scheinheilige Hagen wiederum nutzte, um den Siegfried…aber das wissen ja noch alle aus der Schule.

Jedenfalls: nicht unbedingt ein richtig guter Grund, das Firmenlogo als “Auf ihn mit Gebrüll”-Markierung hinten ran zu nähen. Finde ich jedenfalls.

Aber vielleicht kann mir ja einer von euch erklären, warum man das heute so macht.

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18. Juli 2010

Witze auf Forat

von Tobias Köhler

Habe gestern einem sehr guten, sehr alten Freund beim Umzug geholfen. Gelernter Ingenieur. Hoffe stark, dass es ein Karton aus zweiter Hand war, den er mir da in dieselbe gedrückt hat ;-)

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15. Juli 2010

Degerlocher Wetterleuchten

von Ingmar Volkmann

Junger Spitz, war das ein Kracher gestern Abend. 1:1 endete das Stadtderby Kickers gegen VfB, ein wunderbarer Anlass, um zu testen, wie viele Fußball-Phrasen man in elf Zeilen unterbringen kann: Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Tempofußball hüben wie drüben – um es mit meinem großen Idol Heribert Faßbender zu sagen. Ein frühes Tor hätte dem Spiel gut getan, Enzo Marchese erzielte die Führung der Kickers mit einem fulminanten Sonntagsschuss (an einem Mittwochabend!) in der 37. Spielminute, im direkten Gegenzug erzielte Patrik Funck mit einem abgefälschten Schuss den Ausgleich. Für kurze Zeit verwandelte sich das Schafskäse-Stadion in einen Hexenkessel. Die Zuschauer sahen anschließend viel Leerlauf im Spiel des VfB, die Spieler hatten wohl Felix-Magath-Gedächtnis-Beine, also bollenschwere Stampfer vom Trainingslager.

Einziger Höhepunkt in der zweiten Halbzeit war die Durchsage von Stadionsprecher Frank Pfauth, Polizei und Feuerwehr hätten Starkregen, Starkhagel, Starkwind und sonstige biblische Plagen angekündigt, man solle ich bitte gefälligst entsprechend verhalten. Und während wir auf der Gegengerade noch grübelten, wie entsprechend verhalten bei Hagel genau ausschaut (Hinter Joe Bauer verstecken? Einen VfB-Fan aufspannen? Mit Karl-Heinz Ratzer gemeinsam den Regen verlachen?), flüchtete die halbe Haupttribüne bereits. Selbstverständlich nicht, um Frauchen ins Trockene zu bringen, sondern um den Cayenne noch schnell in die Garage zu fahren.

Alles in allem war es ein herrlicher Abend voll Grasnarben-Fußi, Stadionwurst, ehrlichen Bieren und einem ordentlichen Gewitter. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr.

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14. Juli 2010

Alles vorbei!

von Tobias Köhler

Was für eine elende WM. Gefühlte zwei Monatsgehälter in Panini-Tütchen investiert. Gefeilscht, getäuscht, getauscht.

Und es fehlen, drei Tage nach dem Abpfiff, immer noch mehr als 50 Bildchen. Selbst das deutsche Team ist nicht komplett. Heiko Westermann fehlt. Naja, der fehlte bei der WM auch.

Keine Ahnung, was jetzt zu tun ist. Vielleicht gründe ich ne Selbsthilfegruppe. Die Ariane, der Erik und die Christiane – so viel ist sicher – sind auch mit dabei.

Wetten, dass auch daran dieser blöde Krake schuld ist? ;-)

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09. Juli 2010

Paulchen, reim dich!

von Tobias Köhler

Pulpo-Paulchen aus Oberhausen entwickelt sich zum Publikumsliebling auf Brezel.me. Die Brezel.me-Fans auf Facebook reimen wie die Wilden – durch die Bank liebevolle – Morddrohungen gegen den Kraken, der eigentlich nur den Fehler gemacht hat, die Niederlage von Jogis Jungs korrekt vorherzusagen. Wir haben die besten Pulpo-Poeme zusammengestellt.
  • Kraken im Magen beantworten keine Zukunftsfragen. (Martin)
  • Bei Kraken aufm Teller geht’s auch nicht viel schneller. (Klaus)
  • Hängt der Kraken erst am Haken, ist Schluss mit Vorhersaken. (Mathias)
  • Fliegen tief die Schnaken, gibt’s frittierte Kraken. (Sabine)
  • Es duftet schon – vom Essenstisch – verführerisch – der Tintenfisch. (Tobias)
  • Oktopusse gibts wie Sand am Meer – aber leider keine deutschen Weltmeister meehr. (Heike)
  • Tintenfisch zum Mittagessen – Krake gibt es zum Dessert – Pulpo wird danach gegessen – Oktopus noch hinterher. (Tobias)
  • Tintenfisch und Krakentier sind nun nicht mehr sicher hier. (Klaus)

Wer setzt noch einen drauf?

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09. Juli 2010

Don’t hassel the Hoff!

von Tobias Köhler

Stuttgart gerät in Ekstase! Über Facebook verbreitet sich die gute Nachricht wie ein Lauffeuer: nächsten Dienstag (16 Uhr) kommt David “The Hoff” Hasselhoff zur Signierstunde zu Hugendubel in die Königstraße.

Selbstverständlich wird Brezel.me mit einem Großaufgebot an Reporter vor Ort sein, um auf allen Kanälen vom Auftritt des großartigsten Bademeisters aller Zeiten zu berichten.

Zur Vorbereitung empfehlen wir den Konsum aller “Baywatch”- und “Knight Rider”-Staffel. Und die Lektüre von Samy Molchos Standardwerk “Körpersprache” – um die Handzeichen des Meisters richtig deuten zu können.

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08. Juli 2010

Nach der WM ist vor den Kickers…

von Ingmar Volkmann

… so oder so ähnlich lautet eine alte Fußballweisheit von Sepp Herberger, dem Jogi Löw des 20. Jahrhunderts. Bevor wir alle nach dem Wochenende in ein Loch fallen so tief wie das Angriffsspiel der Spanier, schlagen wir statt dessen allerfeinsten Live-Fußball zur Vorbereitung auf die nächste Buli-Saison vor.

Nächste Woche Mittwoch stellt sich nämlich live die Gewissensfrage: Biste blau oder rot? Immer noch blau nach vier Wochen WM, werden die einen antworten, rot vor Neid auf dieses schöne kleine Stadion auf der Waldau antworten dagegen alle Bad Cannstatter. Guido „Diego“ Buchwald, der Arne Friedrich der Neunziger, kann sich auf dem Plakat auch nicht so recht entscheiden und bemüht, wie das der gewöhnliche Fußballer eben gerne so vor der Ecke im Strafraum macht, den größten deutschen Vorstopper aller Zeiten, Johann Wolfgang von Goethe (Eintracht Frankfurt): „Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust, eine blaue und eine rote, weil beide Vereine ich so stark finde in diesem Stutengarten.“ (Faust, Nachspielzeit).

Wer sich auch nicht so recht entscheiden kann oder einfach nur nach einem guten Vorwand für eine gescheite Stadionwurst sucht, schreibt einfach eine Mail an brezel.me, Stichwort blauoderrot. Wir verlosen zweimal zwei Stehplatzkarten.

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08. Juli 2010

Heute gibt’s Calamares
oder: Uns ist der Kraken geplatzt!

von Tobias Köhler

Was soll man sagen. Krake Paul, der fiese Tintenfisch aus Oberhausen, der die Niederlage der deutschen Nationalmannschaft prophezeite, hatte recht.

So ein blödes Vieh.

Manchmal fühlt man sich einfach besser, wenn man sich rächen kann. Weshalb die Brezel.me-SWAT kurz nach dem Abpfiff gen Oberhausen aufgebrochen ist – und dem Kraken den Garaus gemacht hat.

Also bitte nicht wundern: In der Kantine gibt’s heute Calamares.

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07. Juli 2010

Das Nilpferd gröhlt: “Joooooogiiiiii!”

von Tobias Köhler

Heute Abend geht’s um alles. Deshalb ist orakeln brutal in. Und, machen wir uns nichts vor, die Zeichen stehen schlecht.

Paul, das Tintenfisch-Orakel im Sealife Oberhausen, lag bei dieser WM noch nie falsch. Gestern hat der Krake – unter Beobachtung von 500 Kamerateams aus aller Welt – das Muschelfleisch mit der spanischen Flagge zum Mittag verspeist. Die Auguren sind seitdem sicher: Spanien gewinnt.

Verschärft wird die Krise durch die Prognose von Stachelschwein Leon aus dem Chemnitzer Zoo: Das Vieh hat zwar auf einen deutschen Sieg getippt – bisher lagen die Chemnitzer Zoobewohner bei der WM aber immer falsch. Flusspferd Petty zum Beispiel hatte auf einen Sieg gegen Serbien getippt…

Bei Brezel.me, dem Internetportal für die letzten Gewissheiten, belästigen wir euch nicht mit derlei Scharlatanerie.

Wir haben heute Morgen einen Rundgang durch die Wilhelma gemacht. Und können euch beruhigen:

DEUTSCHLAND GEWINNT,
da sind sich die Stuttgarter Zoologen einig.

Folgende Beobachtungen haben die Wilhelma-Experten in den letzten Tagen gemacht:

  • Die Leistenkrokodile haben mehrere spanische Touristen aufgefressen. Auf einen Happs.
  • Elefantenoma Molly hat mehrfach die deutsche Nationalhymne getrötet.
  • Die Affenbabys schwenken die Deutschlandfahne.
  • Alle Exemplare der Spanischen Fliege sind von der Hitze hinweggerafft worden.
  • Das Chamäleon trägt seit Tagen Schwarz-Rot-Gold.
  • Nilpferd Hannibal (Foto) gröhlt regelmäßig “Joooooogi, Joooooogi!”.
  • Die Robben hören nur noch auf die Namen Philipp, Bastian, Thomas, Mesut und Lukas. Dabei sind die meisten Mädchen…

Das Finale ist also gebongt. Oder was habt ihr für Beobachtungen in der Tierwelt gemacht?

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