Archiv für die Kategorie ‘Sportive Manöver’

06. Dezember 2011

Verlosung: 4 Jahre Romy

von Martin Elbert

Probleme dieser Erde: In Rumänien ersticht ein Schwein einen Mann und eure Klamotten sind vom SEMF-Festival immer noch nicht getrocknet, wie z.B. das freshe WESC Shirt (fünf Euro) vom Köhli. Shit. Und am Samstag geht es schon wieder weiter mit guter elektronischer Musik, denn die elektronische Romy wird vier. Die Hausdisco von Yusuf, Janni und Patze ist zwar schon etwas älter, aber vor vier Jahren wagte man den mutige Wechsel von Mixed-HipHop-Oleole auf gerade elektronische Musik fernab vom Hauptstrom und David Guetta. Der Programmwechsel ganz gut funktioniert – sonst wäre man ja auch nicht vier geworden.

Zur Feier des Tages hat man den good old Tobi Neumann und Dorian Paic eingeladen und mit Waffel und Pfannkuchen unterstützt noch eines der angesagtesten jungen Local-Duos die Geburtstagsfete. Noch schöner: Brezel.me verlost dafür 3×2 Tickets! Müsst dafür auch gar nix tun, sondern einfach unten oder auf Facebook kommentieren. Ausgelost wird am Freitag.

21. November 2011

Krasse Moves und Snowboardhosen in der Suite

von Martin Elbert

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Vom ersten Big Air wissen die Besucher vor allem noch eines: Es war arschkalt, damals im Januar diesen Jahres. Es war so kalt, dass der Köhli seine Snowboardhose angezogen hat. Und mit der stand er dann abends nach dem Event in der Suite rum. Bin fast erschrocken. Ich meine, er hatte auch seine Snowboard-Boots an.

Der erste Big Air verwandelte Stuttgart in ein neues Snowboard-Mekka und lockte circa 10.000 Brettsport-Fans in den Neckarpark gegenüber der Schleyerhalle, die Zone verwandelte sich in eine Art Jahrmarkt für Snowboarder junge Kerle stürzten sich mutig über das 36-Meter hohe monströse Stahlrampengerüst. Das Finale gewann damals der Ami Chas Guldemond.

Der steht bei der zweite Ausgabe am 16. und 17. Dezember noch nicht auf der Riders-Liste, dafür jede Menge andere Brett-Ballerinas. Die Teilnehmerliste ist so stark, dass der Big Air zu einem Ticket To Ride 5 Star Event upgedradet wurde. Im Januar war man nur viersternig. Und Köhli ist bestimmt auch wieder da, dieses Mal mit Shorts und Flossen hat er versprochen.

Big Air, 16. und 17. Dezember, Neckarpark

27. Oktober 2011

Verkackter Flashmob

von Martin Elbert

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Machen wir ausnahmsweise einen Ausflug nach Mannheim, genauer gesagt an die Universität. Dort dachte sich der Ring christlich demokratischer Studenten (RCDS), laut diesem Artikel die völlig sympathische Stehkragen-Fraktion, lass uns doch mal einen total verrückten Flashmob machen. Die Boys haben natürlich Benehmen und den Flashmob zuvor bei ihrem Prof ordentlich angemeldet. Fehler. Oder Fail sagt man im Internet. Der hatte darauf nämlich überhaupt keinen Bock, dass seine Vorlesung durch irgendein Schwachsinn unterbrochen wird und bat das Blitzangreifen doch bitte zu unterlassen.

Die Studis entdeckten aber im tiefsten Inneren eine kleine versteckte rebellische Ader und legten trotzdem los (ab Sekunde 38) und prompt gibt es einen astreinen Anschiss vom Prof, der wiederum auf seinen völlig respektablen Verbalausbruch ordentlich Applaus im Hörsaal erntet. Failmob!

18. Oktober 2011

Materialien zur Mittagspause XI

von Martin Elbert

Reaktiver mal eine alte Brezel-Serie, “Materialien zur Mittagspause”. Fressen ist immer ein gutes Thema. Oder halt die neue Bibliothek im Matsch. Kann jeder was zu sagen. Voll gut, voll blöd, voll lecker, voll eklig. War heute ziemlich mutig mittags an der Uni, musste nämlich einen Unitipp vom LIFT holen, persönliches Belegexemplar. Bin durch dieses K1 oder K2 gedackelt, keine Ahnung welches was ist, Unitipp gesucht, sofort wieder gewusst, warum ich damals mein Studium geschmissen habe und diese Kleinstmensa entdeckt.

Gab es halt so Kleinkrust eben, siehe oben, wollte eigentlich nur einen Schokoriegel besorgen, mein Hirn war unterzuckert, griff dann aber zum guten alten LKW für 1,50 Euro, schmotzte ordentlich Senf drauf, dazu gab es einen von diesen Industriekaffeeprodukten, mega chic, mega teuer. Anschließend kurz schwitzen an der Kasse, vielleicht wollte die meinen Studentenausweis sehen, aber der wurde schon vor 10 Jahren eingezogen. Wäre bisschen peinlich gewesen: “Wollen sie hier zu Studentenpreisen essen, was erlauben sie sich!”

Wollte die Kassiererin doch nicht sehen, sah wohl aus wie ein Student oder vielleicht sogar Dozent (yeah!) und ich setzte mich unauffällig zwischen die Studenten. War alles dabei, von Emo bis Modebloggerin. Und ich der Fremdkörper. Fremdeln macht keinen Spass, deswegen bin ich bald wieder abgehauen. Für eine LKW-Länge war es okay, morgen dann wieder ins, äh, Oggi? Shit, nix zum Anziehen.

04. August 2011

Es geht schon wieder los

von Ingmar Volkmann

Die neue Mittelstürmerin der Stuttgarter Kickers: Anja Binder. Foto Peter Franck

Endlich. Die traurigste Zeit des Jahres hat ein Ende: Sommerpause. Dieses Jahr noch schlimmer wegen der Frauen-WM. Halleluja, bin ich hungrig nach Fußball. Morgen Abend Ruhrpott gegen Fischköpfe, Samstag Gazi gegen Gazprom in der aufgehübschten Fußballbude in Bad Cannstatt.

Samstagabend dann passend zum ersten Spieltag in der Bundesliga eine ganz feine Kiste für Fußballconnaisseure: Bereits zum dritten Mal findet im Theaterhaus um 20 Uhr die ganz starke Fußball-Show „Hurra, wir kicken noch“ statt.

Veranstaltet von Joe Bauer, dem emotionalen Ehrenpräsident der Stuttgarter Kickers, ist die Fußballkultur-Party eine Benefizveranstaltung für die Stuttgarter Kickers. Bei der Unterstützer-Show treten unter anderem Joe selbst, die Rockabilly- und Blues-Band Triple Espresso, Sängerin Anja Binder mit Band Anjabelle sowie Comedy-Zauberer Bastian Fischer auf.

Trainer und Team sind anwesend, der Eintrittspreis orientiert sich an den Stehplatzpreisen auf der Waldau. Eine bessere Einstimmung auf die neue Saison gibt es nicht.

Noch mehr Infos: www.theaterhaus.com.


24. Juni 2011

Sommermädchen-App

von Ingmar Volkmann

Der ein oder andere mag es schon mitbekommen haben: Am Sonntag geht eine Randgruppenweltmeisterschaft im eigenen Land los. Frauenfußball. Frauenfußballweltmeisterschaft. Was soll ich sagen? Eigentlich bin ich für Fortschritt, für E-Autos, Döner mit Putenfleisch und Sperrzeitverlängerung. Frauenfußball find ich aber ehrlich gesagt eher so mittel. Da kommt wohl der Gerhard Mayer-Vorfelder in mir zum Vorschein.

Die für gewöhnlich gut unterrichteten Kreise, mit denen ich zusammenarbeite, meine Kollegen also, finden Frauenfußi aber allesamt dufte. Das mag daran liegen, dass die lieben Kollegen hauptsächlich weiblich sind, vielleicht aber auch daran, dass sie sehr oft bis meistens einfach mehr Ahnung haben als ich.

Deshalb machen wir an dieser Stelle kurz mit beim Frauenfußball-WM-Hype und stellen die feine App WM-Spickerin vor. Über das männliche Pendant hatten wir im vergangenen Jahr berichtet. Das Schwesterchen-App, wiederum programmiert von ein paar findigen Stuttgarter Jungs, liefert jede Menge feine Fakten, unschätzbares Halbwissen für die Halbzeitpause, einen Live-Ticker und natürlich das abartigste Feature seit Erfindung des Frauenfußballs: den Jubel-BH.

Wir zitieren aus der Pressemitteilung: „Spätestens seit Simone Laudehrs Siegtor im Finale der WM 2007 ist der Jubel-BH zum Symbol des sportlichen Erfolgs der Fußballdamen geworden. Was liegt also näher, als ihn 2011 zum Jubelinstrument des Sommers zu machen. Die WM-Spickerin bietet deshalb einen konfigurierbaren Jubel-BH für alle Nationen.“ Jetzt haben wir zwar ein bisschen Angst, aber auch ein Tool mehr, mit dem wir die lieben Kolleginnen nerven können.

Die WM-Spickerin mit Jubel-BH: seit 11.06. kostenlos im iTunes App-Store.

20. Juni 2011

Ökoautos unerwünscht

von Dora Asemwald

Als bekennende Naherholerin hab ich mich mal wieder auf mein fahrbaren Untersatz geschwungen und bin losgezogen. Mein Ziel: Der Katzenbacher Hof, ein beliebter Biergarten unweit des Bärensees, um den sich Kollege Köhler so gerne quält. Kurz vor dem Ziel – der Duft der Roten Wurst lag schon in der Luft – kam der jähe Stopper: Mein Fahrzeug war nicht erwünscht! Jetzt bin in extra wegen der berüchtigten Parkplatzsituation in meiner Heimat, dem Stuttgarter Süden, auf das beliebte rote Ökomobil (kein CO2, kein Atomstrom, nachhaltiges Mobilitätskonzept, usw.) umgestiegen und sollte das jetzt dort einfach stehen lassen. Nicht mal einen entsprechenden Parkplatz haben sie geboten. Dann bin ich halt doch zum Bärenschlössle gefahren, wo mein Fahrzeug und ich noch willkommen waren.

06. Juni 2011

Tanga Tanga!

von Martin Elbert

Sonntagmorgen, kurz vor 6 Uhr, Ecke Theo-Heuss, Lange Straße. Die Sonne brennt dir in die Augen, wenn die sieben Stunden zuvor im dunklen Club verbracht hast. Und dann sehen wir den Zebrastreifen, halb bedeckt mit mehreren Tangas und BHs. Haben wir so schlimm aufgelegt, dass sich die Damen vor der Türe schon entkleiden mussten? Sind das die Überreste von weiblichen Fans von Halbmarathon-Star Köhli? Oder fanden die Ladys Eriks Feuersee-Text so grandios geilo?

Ach nee, Quatsch, ist ja Sommer. Im Sommer wird geheiratet. Junggesellinnenabschied galore. Voll verdrängt. Dachte bis zu dem Wochenende, die Seuche wäre endlich vorbei. Aber sie sind wieder da und penetrieren die Stadt mit ihren Krönchens, Bauchladen, dämlichen Spielen und schrecklichen T-Shirts. Beim Junggesellen-Abschied schenken sich die Geschlechter übrigens nix: Sind beide fürchterlich. Die Frauen haben nicht mal schönere T-Shirts an.

29. März 2011

Patzematraze feiert

von Martin Elbert

Seine Waffen heißen Smart und Paketbandabroller und seine Munition sind Plakate, die er wiederum bis zum letzten Quadratzentimeter in seinen Smart stopft. Morgen Stuttgarts irrwitzigste Promotionmaschine Patrice Grad Geburtstag, man munkelt er wird 23, und am Samstag feiert er das groß in dem Laden, für den er jeden Tag bei jedem Wind und Wetter gewissenhaft auf die Straße geht und vor rund drei Jahren mit elektronischer Musik neues Leben eingehaucht hat.

Für seine Fete hat er drei Berliner eingeladen, die landauf landab Clubs und Festivals schwer im Griff haben und ihr DJ-Können schon einige Male auch in der Romy demonstrierten. Oliver Koletzki ist seit seiner Nummer “Mückenschwarm” oder dem Band-Projekt “The Koletzkis” eine echte Nummer in der deutschen Musiklandschaft. Pan-Pot sind das auch, aber agieren mehr im druckvollen Minimal-Techno-Bereich.

Die Brezel verlost für dieses Spektakel 2×2 Tickets, einfach unten oder auf Facebook kommentieren.

28. Februar 2011

Zwei Pünktchen

von Martin Elbert

Auf die Eintracht ist halt momentan noch mehr Verlass als auf den VfB. Und das war gestern gut so. Denn Gekas, Amanatadis oder Altintop sind einfach noch schlechtere Knipser als der VfB-Sturm. Außerdem haben wir den Ulrich, äh, Ulreich im Tor, der spätestens 2016 zum Welttorhüter gekürt wird, wenn der Bruno dann den VfL Pfullingen trainiert. Manche Fans haben nach dem 2:0 gestern gefeiert als wäre man Meister geworden und nicht wenige träumen jetzt schon wieder von einem  wieder von einem internationalen Plätzchen. Rechnerisch ist ja noch alles drin… öhm.

Dass die Realität anders aussieht wissen wir kühlen Mathe-LKler. 22 Punkte, noch 10 Spieltage, sagen wir fünf bis sechs Siege sollten – je nachdem was die Europa League, ähm, Abstiegs-Konkurrenz macht gerne auch mehr – drin sein, um in der nächsten Saison das vollendete Stadion nicht als Zweitligist einzuweihen.

Und da sich mit Krisen unser MP bestens auskennt – trug gestern übrigens ein extrem grasdackeliges Kostüm beim Baden-Pfalz-Fasching im TV – hat er prompt reagiert und obige Regierungserklärung abgegeben. Ein Mann der Tat! Das ist unkompliziertes Regieren wie es sich die Bevölkerung wünscht. Und der VfB ist damit nun punktgleich mit dem FCK und dank dem besseren Torverhältnis auf dem Relegationsplatz 16. Muss jetzt nur noch einer den Herren von der DFL mitteilen.

07. Februar 2011

Kreuzzug

von Dora Asemwald

Mal was in eigener Sache: Ich hab mit ein paar Kumpels ein Rallye-Team gegründet: Dora Asemwald Racing. Das Team startet bei der Allgäu-Orient-Rallye 2011. Wir fahren über 6.000 Kilometer mit 3 Youngtimern von Oberstaufen nach Amman, Jordanien und liefern dabei Hilfsgüter. Wenn sich Stuttgarter auf den Kreuzzug gen Orient in alten Daimlern begeben muss die Brezel natürlich dabei sein und berichten.

Zwei der drei Autos sind schon gekauft und werden gerade auf die lange Reise vorbereitet. Wer uns unterstützen will kann ein paar Kilometer unserer Fahrt sponsoren und kommt damit in die Verlosung zum Kilometerkönig oder gar Kilometerkönigin! Als solcher oder solche gibt’s ne Menge zu erleben. Genug der Werbung.

Ich halte euch auf dem Laufenden, was bei uns so passiert.

01. Februar 2011

Wenn die Golfzwerge Trauer tragen

von Erik Raidt

Es gibt Bilder, bei denen mir das Herz blutet. Diese hier, die Achim Zweygarth beim Kursaal in Bad Cannstatt geschossen hat, gehören definitiv dazu. Es zeigt die Minigolfanlage, die aussieht wie “Drei-Jahre-ohne-Kehrwoche” mit Einschlagkratern, die auf einen Angriff der Säure-Tauben mit schlimmem Durchfall hindeuten.

Dazu nur dies: ich liebe Minigolf, eine der am meisten unterschätzten Sportarten aller Zeiten. Nirgendwo sonst kann ich mich derart kolossal über mein Versagen aufregen, wie beim Zwergengolf, nirgendwo kann man schöner und sinnloser über das Regelwerk streiten (Wie weit darf der Ball vom Bahnrand entfernt werden? Ab wann gibt es einen Strafschlag? Was passiert mit Bällen, die jemand in die Platanen geschossen hat?).

Auf eben dieser Minigolfanlage in Cannstatt habe ich meine ersten Abschläge geübt. Meine ersten Wutausbrüche nach Niederlagen erlebt. Und nun sieht sie so aus. Tiefe Trauer.

11. Januar 2011

Zweiundeinzig

von Ingmar Volkmann

Bei unserem liebsten Bahnhofsthema darf man ja eigentlich nicht witzig sein, sonst schimpfen immer alle gleich. Spass 21 ist streng verboten und so verpönt wie die Eröffnung eines neuen Fußballstadions in der Zweiten Liga. Jetzt hat aber die Stuttgarter Film- und Medienproduktionsfirma Emenes ein sehr lustiges Spiel mit Namen Zweiundeinzig vorgelegt, bei dem man mal so richtig seine aufgestauten Mappus- und/oder Rech-Aggressionen loswerden kann.

In allerbester Moorhuhn-Gedächtnis-Manier kann man entweder politisch korrekt auf Fieslinge mit Hackebeil schießen, die unseren Bäumen an den Kragen wollen. Dabei aber Vorsicht, dann und wann wird zurückgeschossen in Form eines Sägeblatts. Oder aber man ist gleich richtig hart drauf und schießt mit dem Wasserwerfer auf Demonstranten, die sich wiederum mit Stuttgarter Pflastersteinen (=Kastanien) wehren.

Feuer frei: www.zweiundeinzig.de

13. Dezember 2010

Deutscher Meister!

von Martin Elbert

Geile Überschriftin in diesen Tagen oder? Deutscher Meister 2010! Nein, wir träumen nicht, denn es geht garantiert nicht um den VfB, der seit dem Wochenende die Haare schön hat, sondern um die Stuttgart Valley Rollergirls, die am Samstag die erste Deutsche Rollerderby Meisterschaft für sich entscheiden konnten!

Wer die Damen bislang noch nicht kannte: 2006 gründeten sieben Frauen das erste deutsche Rollerderby Team und brachten damit eine uramerikanische Tradition aus den 1930er Jahren, die Anfang des Jahrtausends ihr Revival in den USA feierte, nach Deutschland.

Mittlerweile trainieren circa 50 Mädels vier Mal die Woche in phantasievollen Outfits und bereiten sich auf sogenannte Bouts gegen deutsche und internationale Teams vor. Dabei konnte man in den letzten Jahren schon zahlreiche Siege einrollern, aber am Samstag gelang den wilden Damen ihr bislang größte Coup in der Treptower Arena.

Bei einem Bout fahren zwei Mannschaften á fünf Personen in einem Kreis. Die Teams bestehen aus je vier Blocker und einem Jammer. Die Jammer müssen versuchen, das Pack (= alle Blockerinnen) zu überrunden. Pro überrundete gegnerische Spielerin gibt es einen Punkt. Die Blocker versuchen, den gegnerischen Jammer am Vorbeikommen zu hindern und dem eigenen Jammer dabei zu helfen.

Dabei geht es relativ ruppig zu, aber nach Regeln zu, Ellbogen z.B. sind verboten. Ein Spiel, also ein Bout, dauert 2×30 Minuten und in der Zeit werden “Jams” von maximal zwei Minuten gefahren. Soweit die groben Regeln.

Bei der ersten deutschen Meisterschaft konnten sich die Stuttgarterinnen in der Vorrunde locker gegen Ludwigsburg und Essen durchsetzen. Das Finale schließlich gegen Berlin hatte Krimi-Charakter und lange Zeit an Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Dank dem lauten Stuttgarter Fanblock und den nervenstärkeren Girls aus dem schönsten Tal Deutschlands ging das Endspiel schließlich 128:124 zu Gunsten der Stuttgarterinnen aus. Jubel, Trubel, Heiterkeit.

Die offizielle Meisterfeier findet am kommenden Samstag im Goldmarks statt. Wir gratulieren und holen jetzt unsere Rollschuhe und Netzstrümpfe raus. Trotz Schnee.

02. Dezember 2010

Live aus dem Studio – Teil 5: Kommunikation

von Ingmar Volkmann

Der Rücken schmerzt, die Plautze wächst, ich schinde mich im Studio. Hier stärkt man nicht nur Muckis, man kann auch wunderbare Studien betreiben. Folge 5: Kommunikation.

Nachdem die Fettabscheider-Nummer auch nichts gebracht hat, hab ich mich doch wieder ins Studio gequält. Hat sich auch direkt wieder gelohnt. Nicht unbedingt wegen des Trainingseffekts – mein Trainer hat mir die Rückenmaschine aus Mitleid gestrichen, stattdessen soll ich lieber ein paar popelige Übungen fürs Kreuz an der Bank machen – sondern eindeutig wegen der Vielfalt der Kommunikation.

Ich liebe die direkte Kommunikation im Studio. Am coolsten sind Jungs, die zu zweit zum Training kommen und sich maßvoll gegenseitig anfeuern. „Einer geht noch, komm Alter.“ – „Brennt aber jetzt schon geil, Mann.“ Cool finde ich auch die Grüßpflicht in der Umkleidekabine. Scheinbar ist die Umkleide ein so intimer Ort, dass man unbedingt „Hallöle“ und „Tschüssle“ sagen muss. Mach ich voll gerne und richtig begeistert mit.

Mehr Kommunikation von Unbekannt zu Unbekannt ist aber auch in der Kabine nicht erlaubt. Hab mich deshalb herrgottsmässig erschreckt, als mich ein stämmiger Studio-Mucker nach dem Training von der Seite anblaffte, ob ich auch grad auf dem Laufband war. Aufgrund meines angeborenen schlechten Gewissens sage ich in solch einer Situation grundsätzlich „Ich war’s nicht!“ Plötzlich wurde der Mucker aber total melancholisch und wollte wissen, ob mir die Fersen nach dem Laufen auch so brennen würden. Er bekäme vom Laufband immer Blasen. Haben uns dann ganz toll über Einlegesohlen unterhalten.

Mindestens genau so schön wie die Kommunikation zwischen den Sportlern ist die subtile Werbe-Ansprache der Studio-Betreiber. Mein aktueller Favorit ist der Flyer links oben auf dem Foto. „Look better naked“, zu deutsch etwa „guck besser nakisch“. Zur Werbestrategie im Studio in der nächsten Folge mehr. Fortsetzung folgt.