Archiv für die Kategorie ‘Mord und Totschlag’

31. August 2010

Verarscht!

von Tobias Köhler

Balingen ist normalerweise ja für seine… hm, tja, für was eigentlich bekannt? Stimmt, eines fällt mir zu Balingen ein: Mein Fahrlehrer hat mich schon vor ziemlich genau 20 Jahren vor Autos mit dem Kennzeichen BL gewarnt.

Tatsächlich scheint es im Zollernalbkreis ziemlich brutal zur Sache zu gehen, wie die Kollegen vom Schwarzwälder Boten vermelden: In Balingen wurden mehrere Zirkusplakate gemeinstens, aber überaus fantasievoll zerstückelt. Kicher.

Nur am Rande: jemand ne Idee, wie der verarschte Zirkus mit vollem Namen heißt?

Thanx an Tina Mauthe :-)

  • Share/Bookmark

31. August 2010

Architektin, frisch renoviert

von Tobias Köhler

Brezel.me meldet sich aus den Betriebsferien zurück – mit einer absoluten Hammernachricht:

Brigitte Nielsen spielt in Folge 40 von Soko Stuttgart mit.

Wir erinnern uns: Brigitte Nielsen war mal mit Sylvester Stallone verheiratet, mit Arnold Schwarzenegger im Bett, hatte einige Hauptrollen in Arthaus-Filmen (Red Sonja, City-Cobra, Rocky IV) und war zuletzt vor allem deshalb im Gespräch, weil sie eine Komplettrenovierung ihres etwas heruntergewirtschafteten Bodys unter dem Titel “Aus Alt mach Neu” auf RTL übertragen ließ.

Serienjunkies.de – meine bevorzugte Informationsquelle in Sachen TV-Serien – vermeldet nun über die betreffende Soko-Stuttgart-Folge: “Die gebürtige Dänin ist darin als eine Architektin zu sehen, die in einem Mordfall zum Kreis der Verdächtigen zählt. Hauptkommissarin Seiffert (Astrid Fünderich) und ihr Team ermitteln wegen des Mords an einem Rechtsreferendar, der tagsüber als Jurist, nachts dagegen als Callboy tätig war.”

Ab 7. Oktober wird Soko Stuttgart wieder donnerstäglich um 18 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Wir freuen uns schon!

  • Share/Bookmark

23. August 2010

Brezel am Zaun

von Christiane Wild

Da kann der Tobias noch so viel von Betriebsferien faseln, es täuscht halt nicht darüber hinweg, dass keinesfalls wir ALLE Urlaub haben. Klar, der Tobias hat Urlaub – wie so oft, möchte man sagen, aber er hat ihn sich ja auch irgendwie verdient und so. Behauptet er jedenfalls.

Manche Brezeln sind aber trotzdem da. Und die trifft man an den denkwürdigsten Orten. Da wo was los ist. Im Herzen der Stadt. Am Zaun. Mittendrin.

Oben bleiben, kleine Brezel und lass dich nicht anknabbern!

  • Share/Bookmark

30. Juli 2010

Das Sitzen von Lebensmitteln

von Ingmar Volkmann

Erschreckende Zustände vor der Creditplus-Bank in der Innenstadt. Der oder die Täter tummeln sich auf den Stufen, um vor der Bank gezielt „das Sitzen von Lebensmitteln“ zu üben. Wir haben dort kürzlich beobachtet: Zwei Jugendliche auf einem Whopper, einen älteren Herrn im Schneidersitz auf einem Butterbrot und – grausames Stuttgart – eine junge Schülerin, die es sich mit Absicht auf einer Brezel bequem gemacht hatte. O tempora, o mores!

  • Share/Bookmark

29. Juli 2010

Tatort Stuttgart

von Ingmar Volkmann

Beschämend, grausam, widerwärtig: Im Heusteigviertel werden Geranien geklaut. Richy Müller, übernehmen Sie. Da muss Minimum eine Rasterfahndung her. Sachdienliche Hinweise bitte an die brezel.me-Redaktion. Oder Aktenzeichen XY.

  • Share/Bookmark

12. Juli 2010

Death & Crime

von Tobias Köhler

Von wegen letzte Ruhe und so. Nicht mal auf dem Friedhof ist man mehr sicher vor Diebstählen.

Also, Leute, nehmt euch in Acht! Vor räuberischen Rollatorenpilotinnen, stehlenden Stockträgerinnen, diebischen Damenkränzchen, heimlich agiernde Banden von Heimbewohnern. Hinter jeder freundlich lächelnden älteren Lady, hinter jedem hilfslos wirkenden älteren Herrn kann sich in Wirklichkeit ein gemeiner Grabräuber verbergen.

Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen (und die liebevoll gepflanzte Primel geklaut) ist: im Internet gibt es tatsächlich 24-Stunden-Lieferservices wie Trauerfloristig.org, die im Krisenfall schnell nachpflanzen. Und viele – äh – Lebensweisheiten auf Lager haben, etwa: “Urnenschmuck richtet sich nach der Urne” oder “eine Trauerfeier ohne Trauerfloristik ist kaum vorstellbar!”

Wir bitten jedenfalls den freundlichen Zombie von nebenan, mal ein Auge auf die Sache zu haben.

  • Share/Bookmark

09. Juli 2010

Paulchen, reim dich!

von Tobias Köhler

Pulpo-Paulchen aus Oberhausen entwickelt sich zum Publikumsliebling auf Brezel.me. Die Brezel.me-Fans auf Facebook reimen wie die Wilden – durch die Bank liebevolle – Morddrohungen gegen den Kraken, der eigentlich nur den Fehler gemacht hat, die Niederlage von Jogis Jungs korrekt vorherzusagen. Wir haben die besten Pulpo-Poeme zusammengestellt.
  • Kraken im Magen beantworten keine Zukunftsfragen. (Martin)
  • Bei Kraken aufm Teller geht’s auch nicht viel schneller. (Klaus)
  • Hängt der Kraken erst am Haken, ist Schluss mit Vorhersaken. (Mathias)
  • Fliegen tief die Schnaken, gibt’s frittierte Kraken. (Sabine)
  • Es duftet schon – vom Essenstisch – verführerisch – der Tintenfisch. (Tobias)
  • Oktopusse gibts wie Sand am Meer – aber leider keine deutschen Weltmeister meehr. (Heike)
  • Tintenfisch zum Mittagessen – Krake gibt es zum Dessert – Pulpo wird danach gegessen – Oktopus noch hinterher. (Tobias)
  • Tintenfisch und Krakentier sind nun nicht mehr sicher hier. (Klaus)

Wer setzt noch einen drauf?

  • Share/Bookmark

08. Juli 2010

Teen-Movie

von Martin Elbert

Einmal mehr eine super Pressemitteilung der Grünen, die sich wie ein Drehbuch für einen fünftklassigen Teen-Movie liest.

Minderjährige mit gestohlenem Auto vor der Polizei geflüchtet

Feuerbach: Jugendliche sind am Dienstagmorgen (06.07.2010) in einem gestohlenen Pkw VW Polo rund zwei Stunden lang in Feuerbach herumgefahren. Als eine Streifenwagenbesatzung gegen 09.15 Uhr in der Klagenfurter Straße auf die vier jungen Autoinsassen aufmerksam wurde, versuchte der Junge am Steuer, den Beamten zu entkommen und gab Gas. (Wie im Film, wie im Film!)

An zwei Kreuzungen missachtete er die Vorfahrt und hatte Glück, dass von rechts kein Verkehr kam. (Nicht wie im Film.) Mit weit überhöhter Geschwindigkeit fuhr er bis in die Linzer Straße, wo er wegen parkender Fahrzeuge auf der einen Seite der Fahrbahn sowie Gegenverkehrs stoppen musste. Der Streifenwagen hielt hinter ihm. Am Steuer des dunkelblauen VW Polo älteren Baujahrs saß ein 15-Jähriger. (Ich konnte mit 15 definitiv kein Auto bewegen. Woher kann der das?)

Der hatte am frühen Morgen gegen 06.00 Uhr entdeckt, dass in dem an der Leobener Straße geparkten VW Polo der Fahrzeugschlüssel vergessen worden war. Angeblich soll der Schlüssel auf dem Armaturenbrett gelegen haben. (Ähhhh….)

(weiterlesen…)

  • Share/Bookmark

24. Juni 2010

Hey! Döner oder was?

von Ariane Holzhausen

“Moskau (dpa): Drei Russen haben einem Gerichtsurteil zufolge in der Stadt Perm am Ural Menschenfleisch gegessen und Leichenteile an einen Döner-Imbiss verkauft. Der Richter sah es als erwiesen an, dass die Obdachlosen im Herbst 2009 einen 25-Jährigen mit mehreren Messerstichen und Hammerschlägen töteten. Das Menschenfleisch sei nach dem Mord an einen ahnungslosen Kiosk-Betreiber verkauft worden, der es für seine Kunden zu Fleischpiroggen und Dönern verarbeitete. Das Gericht verurteilte zwei der Männer zu 18 Jahren, den dritten zu 13 Jahren Straflager.

Die Ermittler kamen den Tätern auf die Spur, nachdem an einer Bushaltestelle in einem Industriegebiet Überreste des Opfers gefunden worden waren. Die vorbestraften Männer erklärten vor Gericht, dass sie den 25-Jährigen aus „persönlicher Abneigung“ getötet hätten.”

Ähm…, das kann in Stuttgart nie passieren, gell???!!!

  • Share/Bookmark

07. Juni 2010

Hitchcock im Freibad

von Ingmar Volkmann

Wer Sport treibt, lebt gefährlich. Das hat Tobis Hitchcock-Episode eindrucksvoll bewiesen. Hätte es also eigentlich wissen müssen, als ich am Freitag die Freibad-Saison in Möhringen eröffnen wollte.

Ich gehe gerne ins dortige Freibad, weil ich da unter Garantie niemanden kenne. Im Killesberger Freiluft-Tempel kann man schon mal einen entfernten Bekannten treffen. Und das will ich ganz bestimmt nicht, wenn ich meine Plautze spazieren führe. Im hintersten Winkel Möhringens droht hier absolut keine Gefahr. Es gibt astreine Tischtennis-Platten, Schüler und Rentner halten sich angenehm die Waage.

Meinem sommerlichen Fitness-Programm stand also nichts im Wege: Pommes Schranke, eiskaltes Radler und danach ein Schleckeis, das ganze gekonnt im Slalom bis zum eigenen Handtuch transportiert. Ich lag recht gut in der Zeit, die kichernden Pubertierenden hatte ich bereits passiert, am Babybecken hatten mich dieses Mal nur zwei Halbstarke nass gespritzt und die nervige Rentner-Gang, die sich gegenseitig über Metzger-Preise austauschte, hatte ich in Lance-Armstrong-Gedächtnis-Manier hinter mir gelassen.

Da passierte das Grausame. Während ich gierig bereits im Laufschritt die ersten Pommes kostete und mit isotonischem Radler nachspülte, wurde ich attackiert. Von einem Badeanzug in Tiger-Optik. Er hatte sich im Baum versteckt und nur auf diesen einen Moment gewartet. Das Biest war noch leicht klamm und patschte mir frech ins Gesicht.

Hab mich direkt beim Bademeister beschwert. Eine Warndurchsage wollte er aber dann doch nicht vornehmen. Vielleicht sollte ich mal die Lyriker von der Polizei-Pressestelle um Unterstützung bitten. Zum vogelwilden Tiger-Badeanzug hauen die locker 100 Zeilen aus der Hüfte.

  • Share/Bookmark

27. Mai 2010

Leben und Sterben in Stuttgart Süd (2)

von Dora Asemwald

Mausoleum der Innenarchitektur

Stuttgart Süd – Heimat der Grafitekten, Mekka der IMMs (irgendwas mit Medien). iPhones, Hornbrillen, MacBooks usw., kennt man ja. Warum tragen die immer schwarz? Ist jemand gestorben? Ich bin der Sache nachgegangen. In der Immenhofer Straße wurde ich fündig: Das Mausoleum der Innenarchitektur. Hier wurde sie zu Grabe getragen, schwere güldene Lettern künden davon. Auch ein Strauß wurde niedergelegt. Ich hab mal kurz pietätvoll geschwiegen, bin dann aber um eine nagende Frage erleichtert weiter gezogen.

  • Share/Bookmark

26. April 2010

Baller, Baller

von Tobias Köhler

Nach der ersten Viertelstunde stand ich kurz davor, selber zum Mörder zu werden. Wenn ich noch einen Stuggi-Tatort ertragen muss, in dem der gesamte Cast hochdeutsch quatscht (einzige Ausnahme: die dezent schwäbelnde Lisa Martinek) und dann schlappt so eine Type vor die Kamera, die sich für den brutalen Schwäbisch-Slang schier den Unterkiefer ausrenkt, dann kriege ich wirklich Gewaltfantasien. Aaaarrrggh!

Ich bin inzwischen fast sicher, dass irgendwer beim SWR – und ich habe da ganz konkret Sonja Schrecklein im Verdacht – sitzt, der für die Endabnahme der Stuttgart-Tatorte zuständig ist und vor der Freigabe immer befielt: Do muss oiner Schwäbisch schwätza, des sin mir onserm Publikum schuldig.

Auf in den Fröhlichen Weinberg!

Aber von vorne: Sonntagabend, Tatortzeit, Stuttgart ist mal wieder dran. “Blutgeld” heißt die Story. Frau und Tochter sind erschossen worden, alles deutet auf den Vater als Täter hin. Doch der hat ein Alibi.

Und dann entfaltet sich eine fiese Räuberpistole mit Mafiaanwalt, Ostblockkillern, Rumgeballere und ner Menge Toten. Ziemlich abgedreht. Aber viel Äktschen.

(weiterlesen…)

  • Share/Bookmark

19. April 2010

Er will es nicht anders

von Christiane Wild

Um das gleich vorweg zu nehmen: ich bin kein gewalttätiger Mensch. Spinnen trage ich lieber aus meiner Wohnung, als sie zu töten und verirrten Bienen zeige ich den Weg zum geöffneten Fenster.

Und jetzt hat ausgerechnet mir ein Marder den Krieg erklärt. Nacht für Nacht macht er aus meinem Auto seinen Spielplatz. Schläuche nagt er an, in die Antenne verbeißt er sich, auf dem Dach hinterlässt er seine tapsigen Spuren. Jeden Morgen steige ich mit Herzklopfen und schweißnassen Händen ins Auto: Welche Warnlampe leuchtet diesmal, wird der Kühler qualmen oder das Auto gar nicht erst anspringen??

Der Marder lacht sich wahrscheinlich ins haarige Fäustchen. „Wenn der einmal da war, kommt der immer wieder“, sagt der Mann in der Werkstatt, so als könnte man da gar nix dagegen machen.

Ich kaufe mir jetzt eine Schrotflinte und lege ich mich auf die Lauer. Und dann schauen wir mal, wie’s weitergeht.

  • Share/Bookmark

15. April 2010

“Scheiße bauen”

von Martin Elbert

Mal Hand aufs Herz: Wie oft sind wir früher losgezogen und haben uns gesagt: “Komm lass uns mal ne Runde Scheiße bauen gehen.” Erinnern Sie sich noch liebe Leser? Scheiße bauen? Ja?

Also hier mal nen Feuerle machen, dort ne Baustellenlampe oder nen Sack Zement klauen (was auch immer man damit danach anstellte), Steine auf Schienen legen, am Wochenende in leerstehende Laster eindringen und gucken ob da was zu holen ist (abgelaufener Sekt), hier was beschmotzen oder Parkbänke mit dem Skateboard zu malträtieren (okay, das ist immer noch cool).

Sprich ohne sich groß Gedanken zu machen öffentliches oder fremdes Eigentum zu missbrauchen und evt. sogar zu beschädigen. Im jugendlichen Leichtsinn ging das einem locker über die Hand und hat selten zwei Meter weiter gedacht.

Mittlerweile ist man (relativ) groß und man ertappt sich beim Kopfschütteln über folgende Polizeimeldungen aus G-Town Stuttgart:

(weiterlesen…)

  • Share/Bookmark

29. März 2010

Schnell erwachsen werden

von Christiane Wild

Die Stadt hat dem Eichenprozessionsspinner den Kampf angesagt. Mit einem Spritzmittel will sie der Raupe an den Pelz, weil sie Allergien verursacht. Wir finden das nicht fair. Was ist denn mit Birken, Haselnusssträuchern und Kastanien? Im unschuldigen grünen Mäntelchen stehen sie in der Stadt und verteilen völlig unbehelligt ihre Pollen. Und trotzdem holt keiner die Axt raus. Die Raupe hat keine Lobby. Sie hat nur eine Chance: Sie sollte ganz schnell ein Schmetterling werden.

  • Share/Bookmark