Archiv für die Kategorie ‘Mein digitales Leben’

08. April 2011

Ein Schild in Berlin

von Ingmar Volkmann

Liebe Berliner, dieser lustige Aushang im Prenzlauer Berg ist so witzig, dass uns vor lauter Lachen der Kehrwochen-Besen aus der Hand gefallen ist. Zur Strafe schicken wir euch einige Vorzeige-Schwaben, mit denen ihr jede Menge Spaß haben werdet. Der holländische Schwabe Khalid Boulahrouz darf in der kommenden Saison eure Hertha-Abwehr in seiner gedanklichen Zeitlupe verteidigen, Christoph Sonntag gründet mit Mario Barth ein neues Tandem des gepflegten Altherrenwitz und Stefan Mappus geht mit dem Wasserwerfer mal ordentlich in Kreuzberg in alle Ecken, da sieht es nämlich ganz schön schmuddelig aus. Dann sprechen wir noch mal über lustige Aushänge der Heimleitung.

29. März 2011

Gelebte Demokratie

von Tobias Köhler

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Unsere Lieblingsvideofilmer haben am Wochenende wieder fett zugelangt: Jens und Georg von den Kniffs haben feine Spots zur Landtagswahl fürs Mutterblatt angefertigt.

Ein Statement hat leider nicht den Weg in ihre Beiträge gefunden. Das gibt’s weltexklusiv auf Brezel.me.

09. März 2011

Happy Birthday, Dora!

von Ingmar Volkmann

Die schönste Frau der Stadt wurde heute endlich in epischer Breite in der Stuttgarter Zeitung gewürdigt. Sie sieht nicht nur am besten aus, sondern fabriziert auch noch die besten Beiträge auf dem Brezel-Blog. Zum endgültigen medialen Durchbruch anlässlich ihres 36. Geburtstags gratulieren wir aufs Herzlichste!

15. Februar 2011

Böses Internet

von Martin Elbert

Mal ehrlich, wann habt ihr zu letzt folgendes Gespräch geführt?

“Und, was ging am Wochenende?”

“Du, easy, musste die 25 Promille von der Betriebsfeier am Donnerstag abbauen. Haben uns ein paar DVDs ausgeliehen und nen G´mütlichen g´macht.”

Also den Satz mit DVDs habe ich glaub seit 300 Jahren nicht mehr gehört. Ich selbst war eh noch nie so der DVD-Ausleiher, kommt ja irgendwann doch alles in der Glotze. Hingehen, gucken, gewünschter Film nicht da, am Montag wieder zurückbringen, das war mir schon immer etwas zu viel Stress. Aber geht ja einfacher heute.

Erst hat die DVD die Videokassette gefressen, jetzt frisst sie das Internet. Wie war das? Je neuer der Datenträger, desto kürzer seine Halbwertszeit? Und die Schallplatte lebt noch!

Gut, wissen wir natürlich alle, dass es DVD-Ausleihfabriken heutzutage schwer haben. Und auch, dass das Internet sowieso an allem schuld ist. Bloss wenn man das vermeintliche Elend so “in echt” sieht und man anstatt auf irgendwelche Automaten auf ein BILD-Zeitungs-Puzzle schaut, dann weiß man, yep, das ist also das böse Internet.

Lag in dem Fall aber vielleicht auch an dieser eher schäbigen Cinebank in der Hasenbergstraße, West. Schätze mal ein hochqualitatives Haus wie die 451 kann auch kein Download oder Stream der Welt vernichten.

Ach, wie geht´s eigentlich der Pornoindustrie?

28. Januar 2011

Das Leihgerät

von Ingmar Volkmann

Fettes iBooth-Foto: Volkmann

Im Urlaub ist mein hammerscharfes Cleverle-Fon kaputt gegangen. War eigentlich klar: Zu viel Entspannung verträgt ein Blackberry nicht, da kriegt es technische Schnappatmung. Seit dem Ableben meiner multifunktionalen Kommunikationsstation habe ich ein Leihgerät von meinem Handy-Dealer, ein Handy von 1942.

Seitdem hat sich mein Leben verändert: Da ich meine Daten nicht aufs Telefon kopieren wollte, weiß ich nicht mehr, wer mich anruft. Gehe jetzt auf Verdacht bei jeder Nummer dran, das ist mehr Nervenkitzel als ein Bodensee-Tatort in 90 Minuten liefern kann. Außerdem kann ich mit dem Relikt aus der Wirtschaftswunder-Zeit keine Mails empfangen – das ist unglaublich entspannend.

Das Witzigste an dem Teil ist aber, dass mir alle Vorbesitzer ihre Fotos und SMS hinterlassen haben. Die schönsten Fotos hat ein Spätpubertierender letzten Herbst auf dem Wasen fotografiert, 40 Promille im Bild und auf jedem Foto ein anderes Mädchen. Dazu gibt es noch Aufnahmen von lustigen Spieleabenden, verschlafenen Partnern und jede Menge mehr Fotopreis verdächtiges Zeugs.

Bevor ich wieder Sklave der Moderne werde mit einem neuen Angeberhandy, werde ich definitiv auch noch ein paar ulkige Fotos auf dem Teil hinterlassen. Und spätestens in einem halben Jahr mach ich mein neues Telefon dann wieder kaputt. Muss doch wissen, was es Neues auf dem Leihgerät gibt.

11. Januar 2011

Zweiundeinzig

von Ingmar Volkmann

Bei unserem liebsten Bahnhofsthema darf man ja eigentlich nicht witzig sein, sonst schimpfen immer alle gleich. Spass 21 ist streng verboten und so verpönt wie die Eröffnung eines neuen Fußballstadions in der Zweiten Liga. Jetzt hat aber die Stuttgarter Film- und Medienproduktionsfirma Emenes ein sehr lustiges Spiel mit Namen Zweiundeinzig vorgelegt, bei dem man mal so richtig seine aufgestauten Mappus- und/oder Rech-Aggressionen loswerden kann.

In allerbester Moorhuhn-Gedächtnis-Manier kann man entweder politisch korrekt auf Fieslinge mit Hackebeil schießen, die unseren Bäumen an den Kragen wollen. Dabei aber Vorsicht, dann und wann wird zurückgeschossen in Form eines Sägeblatts. Oder aber man ist gleich richtig hart drauf und schießt mit dem Wasserwerfer auf Demonstranten, die sich wiederum mit Stuttgarter Pflastersteinen (=Kastanien) wehren.

Feuer frei: www.zweiundeinzig.de

26. Dezember 2010

Frohe Ostern, alle miteinander

von Tobias Köhler

Schöne und herzerwärmende Geschichte in der Heilig-Abend-Ausgabe der “Esslinger Zeitung”.

So funktioniert guter Journalismus im Jahr 2010 (bzw. 2011):

  • Exklusiv
  • Optimistisch
  • Zukunftsorientiert

Schade, dass die Kollegen wenig später auf ihrer Homepage einen Rückzieher gemacht haben.

P.S. Wenn wir uns was wünschen dürfen, dann dass der Kollege, der den “schlimmen persönlichen Fehler” (s.u.) zu verantworten hat, mit weihnachtlicher Nachsicht behandelt wird. Niemand weiß besser als die Brezel.me-Redaktion, wie menschlich Fehler sind.

Thanx an den Kollegen Eberhard R. für den Tipp.

23. November 2010

iStreet View

von Ingmar Volkmann

Alle Pixel-Fotos: Google Street View

Die vergangenen Tage waren die unproduktivsten in der Kreativbranche seit Erfindung des Internets. Schuld daran wie immer: Google oder Goggl, wie es meine Mami gerne ausspricht. Alle Agentur-Fuzzis und Ich-mach-irgendwas-mit-Medien-Freunde von mir haben seit Donnerstag Kunden und Auftraggeber vertröstet. Grund: Google Street View.

Mein Grafiker-Freund Uli hat jeden Tag gefühlte acht Stunden Autos verfolgen gespielt. Ziel des Spiels: Zu beweisen, dass man einen roten Volvo bis nach Hause ins Reihenhäuschen nach Degerloch verfolgen kann. Hat anscheinend nie so ganz geklappt, ein feiner Zeitvertreib wars aber allemal.

Meine Kollegin Norah wusste dagegen ganz genau, wo sie vom Goggl-Autole einst abgelichtet wurde – im Stuttgarter Westen. Hat sich dann tatsächlich gefunden im wilden Westen. Istn super Bild geworden. Ihr Bruder kannte das Auto schon und hat sich angsterfüllt die Hände vors Gesicht geschlagen. Ihr Gesichtsausdruck zeigt dagegen ein sympathisches „Hä?!“. Wieso Google ihren Coffee to go gepixelt hat, hab ich allerdings nicht so ganz kapiert.

Hab dann natürlich auch ein bisschen gespielt mit dem neuen Super-Spielzeug. Bei meinem Arbeitgeber sind Google die Buchstaben ausgegangen. So macht man aus einem Stadt- mal eben ein Sadtmagazin. Ist vielleicht aber auch ein versteckter Hinweis auf die Rechtschreibfehler bei uns im Heft.

Bin dann von der Redaktion aus gedankenverloren die Immenhofer Straße runter geflogen. An der Ecke Schlosserstraße bin ich beinahe aus den Latschen gekippt. Das Spion-Auto hat mich tatsächlich auch erwischt (s.o.). Seitdem beraten meine Anwälte, wie die Millionen-Klage am ehesten zu begründen ist. Dass ich ausgerechnet mit einer Plastiktüte in der Hand abgelichtet wurde, musste ich mir die letzten Tage ständig anhören. Und warum ich denn das Fahrrad hinter mir zerstört hätte. Grafikerin B. war wie immer am härtesten.„Ha damals warste aber noch nicht so dick wie heute!“

Recht hat sie, das Bild ist mindestens zwei Jahre alt, der damals noch nicht ganz so dicke Bauch ist quasi mein umgekehrter Nordflügel. Den Pulli mag ich übrigens auch nicht mehr so gerne. Zu viele Street-View-Streifen.

18. November 2010

Straßenschluchten

von Martin Elbert

Hurra, hurra der Gehweg brennt und alle sind verpixelt, Google Streetview ist heute Nacht online gegangen, wie auch schon im Blatt der heiligen Maria steht. Einfach auf Google Maps reinzoomen bis zum gehtnichtmehr und dann erscheint links unten so ein gelbes Männchen und Maps springt auf Streetview um.

Erste Erkenntnisse sind, dass doch relativ viele ihr Recht nutzten und ihr Haus unkenntlich machen liessen, also mehr als man vermutet, und dass die Aufnahmen doch schon anderthalb bis zwei Jahre alt sind, wobei das gewiefte Menschen eh schon wussten. Und so findet man auf Streetview eben noch das Nordflügelchen.

Und nun such das Stöckchen!

04. November 2010

Galileo Fake Check bitte

von Martin Elbert

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Köhli hat den Pizzautomaten wieder verkauft, deswegen jetzt neu im Brezel-Newsroom, der iPhone Table! Ab sofort diskutieren wir rund um unsere neuen Hi-Tech-Tisch, welche Bilder für welche Einträge genommen werden, über welche Löcher in welchen Eisbahnen berichtet werden und was oben oder unten reinkommt. Unten in diesem jeden Fall ein iPhone. Ich kann es noch nicht ganz glauben und beantrage hiermit einen Galileo Fake Check.

iphonetable.blogspot.com

26. Oktober 2010

Geld verbrennen leicht gemacht

von Dora Asemwald

Schon mal davon geträumt im Säulengang des Königsbau zu stehen, mit Geld beregnet zu werden und dieses dann verbrennen zu müssen, bevor es auf dem Boden aufkommt? Nein? Hab ich auch noch nicht. Wem diese Phantasie jedoch zusagt , der kann das jetzt im „Stuttgart 21“-Spiel auf den iPhone virtuell erleben. Aber Obacht: Es regnet auch „… es stimmt aber auch“-Flyer, doch die muss man verschonen, sonst verliert man eines seiner drei neuen Herzen Europas. Hat man keines mehr, dann hat man den Anschluss an die Zukunft, äh ne, das Spiel verloren. Leider kann man keine Abkratzprämie kassieren oder das Geld anstelle zu verbrennen in die eigene Tasche schieben. Für Version 2 ist noch Entwicklungspotenzial.

http://www.stuttgart21-game.de/

P.S.: Inkonsequenterweise gibt es das Spiel für lau.

19. Oktober 2010

Guru-Fernsehen (X)

von Tobias Köhler

Wie geil ist das denn? Auf Bild.de haben wir’s heute Morgen gelesen: Nächstes Jahr kommt “Thomas G. Hornauer – Der Film” ins Kino. Naja, heißen tut er offiziell “Der Gründer”, aber es wird um unseren geliebten Fernsehguru gehen.

Weil es nicht einmal Brezel.me möglich ist, diesen Wahnsinn zu toppen, hier im O-Ton der Texttrailer:

Gerhard Hornbacher ist ein schmieriger Pornoproduzent, der sich im Schwulen- und Drogenmilieu bewegt. Eines Nachts konfrontiert er auf seinem Dach den Antorianer Torok, der dort mit seiner Fliegenden Untertasse gelandet ist. Hornbacher kann den Außerirdischen überwältigen und erlangt die Macht über dessen Beam- und Formwandler-Technologie, von der er sich einen enormen Reichtum erhofft.

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18. Oktober 2010

Pizza automatika

von Tobias Köhler

In der DVD-Automatenvideothek bei mir ums Eck gibt’ neuerdings den angeblich ersten Pizza-Automaten der Republik. Digital gemanagt – und garantiert ohne Analogkäse.

Der Hammer. Der Traum. Die Sensation.

Ausprobieren mag ich ihn aber nicht als erster. Ich fürchte mich ein bisschen vor Automaten, die Essen kochen. In der Brezel.me-Betriebskantine gibt es zum Beispiel ein Gerät, das selber Schweineschnitzel, Spaghetti bolognese oder Ratatouille herstellt.

Das macht mir Angst.

Mir ist dieses Automatenwesen nicht ganz geheuer. Neben den DVD- und Pizzaautomaten gibt’s in der Videothek auch Snack- und Getränkeautomaten.

Was kommt als nächstes? Ich bitte um Vorschläge!

04. Oktober 2010

Facebook Film

von Martin Elbert

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Darauf wartet Facebook-Junkie Erik schon das ganze Jahr: Diesen Donnerstag. 6. Oktober kommt “The Social Network”, im Volksmund bekannt als “der Facebook-Film”, in die Kinos. Da wird u.a. dem Ingmar endlich erklärt, was Facebook überhaupt ist und wie er die richtigen Freunde addet und dem Köhli wie man eine ordentliche Statusmeldung verfasst und nicht nur mit peinlichen Musikvorlieben negativ auffällt.

Quatsch mit Sosse, der Spielfilm von David Fincher, bekanntlich kein Schlechter unter den vielen Regisseuren, erzählt die Entstehungsgeschichte des sozialen Netzwerkes, das mittlerweile 550 Millionen Mitglieder hat, wovon sich – sagt man – die Hälfte jeden Tag einloggt. Is nen bissi mehr als hier, aber kann ja nicht jeder die größten Brezeln backen.

Ob man allerdings den Film, der FB-Chef Zuckerberg als übermotiviertes Milchbubi zeigt, der sich gerne vor Gericht streitet, im Kino sehen muss, weiß ich nicht. Ich glaube eher ein DVD-Thema.

29. September 2010

Die Neue auf Weltreise, Teil II – Färöer Inseln

von Ingmar Volkmann

Trommelwirbel, Tusch, Applaus, Ekstase: Wir Brezel-Heinis haben weder Kosten noch Mühen gescheut, eine neue Schreiberin zu verpflichten. Franziska Schuppert kommt zwar aus Baden und fiebert für den KSC, ist aber dennoch ein sehr umgänglicher Mensch. Franzi hat beim Stadtmagazin LIFT volontiert und belohnt sich nach ihrer journalistischen Ausbildung jetzt mit einer sechsmonatigen Weltreise – was man halt so macht als junges, unverheiratetes Ding ohne Verpflichtungen und Angst vor S21. Für brezel.me bloggt sie künftig aus der ganzen Welt. Teil 2: Färöer Inseln.

Nach zwei Tagen Renterdampfer von Dänemark nach Island mit ausschließlich hochprozentiger Verpflegung aus der selbst mitgebrachten Plastiktüte (Essen ist einfach zu teuer und der Schwabe mit badischem Migrationshintergrund sparsam) haben wir mittlerweile festen Boden unter den Füßen: Tórshavn, die Hauptstadt der Färöer Inseln. 12.000 Einwohner und eine Brezel.

Resümee nach einer Woche Weltreise:

Nicht funktionierende Kreditkarte    1

Spinnender Foto-Apparat                1

Abgerissener Taschengurt             1

Deutsche Rentner auf dem Schiff      50

Sonnentage                           5

Wahnsinniger Ausblick                1

Hausgemachte Spätzle                 0

Ach ja, von den Färöer Inseln ging es dann ziemlich schnell nach Island, siehe Foto. Mensch, sind die hier weit mit der Technik…