Kaum hat der Guru mal nen freien Tag, bricht das Studio zusammen. Leider kippt die Wand nach hinten.
Ende Juli ging ein Aufschrei durch die Stadt, auch im schönen Digi-Brezel-Land, Stuttgart soll ein neues Logo bekommen, entworfen von der Berliner Agentur Embassy (siehe oben). Man lachte sich über den Farbklecks, die viele an Langnese-Eis erinnerte, schlapp und war entsetzt zu gleich. Hochrangige Werbefuzzis meldeten sich u.a. im Mutterblatt empört zu Wort. Das Blatt der Mutter berichtete übrigens erst gestern, dass man nun nach aller Kritik einen neuen Suchlauf starten möchte. Sehr gut.
Über die Suchphase sind unsere Kollegen von Kessel.TV schon hinaus. Die haben nämlich Ende Juli prompt einen Stuttgart-Logo-Contest ins Leben gerufen. Heute werden nun die eingesandten Logos präsentiert. Klar, haben sich da auch ein paar Hobby-Grafiker ausgetobt, aber es sind schon ein paar Exemplare dabei, die dem Embassy-Entwurf in nichts nach stehen – genauer gesagt, einfach besser sind.
Die Leser können nun bis Montagmittag ihr Lieblingslogo voten. Unseren Favoriten haben wir schon festgelegt. Was sagt ihr?
Brezel.me meldet sich aus den Betriebsferien zurück – mit einer absoluten Hammernachricht:
Brigitte Nielsen spielt in Folge 40 von Soko Stuttgart mit.
Wir erinnern uns: Brigitte Nielsen war mal mit Sylvester Stallone verheiratet, mit Arnold Schwarzenegger im Bett, hatte einige Hauptrollen in Arthaus-Filmen (Red Sonja, City-Cobra, Rocky IV) und war zuletzt vor allem deshalb im Gespräch, weil sie eine Komplettrenovierung ihres etwas heruntergewirtschafteten Bodys unter dem Titel “Aus Alt mach Neu” auf RTL übertragen ließ.
Serienjunkies.de – meine bevorzugte Informationsquelle in Sachen TV-Serien – vermeldet nun über die betreffende Soko-Stuttgart-Folge: “Die gebürtige Dänin ist darin als eine Architektin zu sehen, die in einem Mordfall zum Kreis der Verdächtigen zählt. Hauptkommissarin Seiffert (Astrid Fünderich) und ihr Team ermitteln wegen des Mords an einem Rechtsreferendar, der tagsüber als Jurist, nachts dagegen als Callboy tätig war.”
Ab 7. Oktober wird Soko Stuttgart wieder donnerstäglich um 18 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Wir freuen uns schon!
Neulich haben wir uns ein bisschen über eine Amerikanerin lustig gemacht, die doch tatsächlich in den legendären US-Frühlingsferien nach Stuttgart statt wie alle anderen Tennies nach Miama gereist ist.
Das haben – zugegeben – auch die beiden Jungs in unserem Video oben gemacht. Deren Trip in den Kessel verlief unter dem Motto “Deux Frenchies à Stuttgart – ça fait mal!” und zum Sound von “I’m a motherfucking French” allerdings hinreichend unkonventionell, um euch das mal vorzuspielen.
Ich habe hunderte von “Ein Tag in Stuttgart”-Tourivideos für die Brezel gesichtet – das ist definitiv eines der lustigeren.
Menschenskinder, geht das schnell. Neue Internet-Angebote rund um Stuttgart entstehen beinahe so schnell, wie es Hiobsbotschaften zu Stuttgart 21 gibt. Das neueste erwähnenswerte Projekt: Kesselfieber. Die Macher versuchen, den Weg durch den Ausgehdschungel im Kessel etwas durchsichtiger zu gestalten.
Der Fokus liegt auf der Gastronomie, das Angebot der Website konzentriert sich auf Restaurants, Clubs und Bars. Ziel der Kesselfieber-Macher: Die Locations sollen von den Usern bewertet werden, außerdem kann man neue Hotspots eintragen. Fleißiges Posten und Kommentieren wird dabei belohnt: Wer strebermässig viel bewertet oder Neueröffnungen petzt, bekommt in der so genannten Wechselstube Punkte, die man später in Prämien umwandeln kann. Hat man genügend Punkte gesammelt, wird man schließlich mit freiem Eintritt in einem Club o.ä. belohnt.
Das bisherige Leckermaul- und Partytier-Angebot soll bald um Kinos, Fitnessstudios und andere Angebote erweitert werden. Vielleicht fällt den Fieberjungs dann auch eine bessere Unterzeile ein: „Stuttgart, einzigartig vielseitig“ klingt ein wenig nach Slogan gewordenem Fiebertraum.
Sorry, wir haben ihn ein bissle vernachlässigt in letzter Zeit. Dafür lassen wir Thomas Hornauer an dieser Stelle eine neue Stufe des Wahnsinns erklimmen – und das Heilige deutsche Königreich ausrufen. Wohl bekomm’s.
Seit 2007 steht das Mercedes-Museum im Guiness-Buch der Rekorde. Nicht wegen seiner bemerkenswerten Autos. Nicht wegen seiner bemerkenswerten Architektur – sondern wegen seiner Abluftanlage.
Dieser Tage haben zum ersten Mal auch Besucher das Wunderwerk zu sehen bekommen. Ganz schön cool.
Thanx an Dirk Baranek für den Tipp/World’s highest artificial Tornado from stophel on Vimeo.
Oh no! Das Land wird die großartige Kampagne “Wir können alles. Außer Hochdeutsch”, die den latenten schwäbischen Größenwahn über Jahre in die Welt hinaus posaunt und uns bis Papua-Neuguinea zum Spott des Planeten gemacht hat, absetzen. Haben wir gerade in der Agentur gelesen:
“Stuttgart (ddp). Baden-Württemberg schreibt eine neue Werbekampagne aus. Die Sympathie-Kampagne „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ sei nachweislich die erfolgreichste Länderwerbung in ganz Deutschland, sagte Staatsminister Helmut Rau (CDU) am Freitag in Stuttgart. Diese Erfolgsgeschichte gelte es fortzusetzen.
Da der bisherige Vertrag mit der Agentur „Scholz & Friends Berlin“ zum Jahresende auslaufe, werde mit der europaweiten Ausschreibung eine Werbeagentur gesucht, die gemeinsam mit dem Staatsministerium Ideen entwickle und die Kampagne in den nächsten zwei Jahren strategisch betreue.
Die Zielrichtung der Werbe- und Sympathiekampagne bleibe, berufliche Führungs- und Fachkräfte außerhalb des Landes sowie qualifizierte Studenten und Absolventen für Baden-Württemberg zu begeistern. „Die Kampagne soll diese Zielgruppe darüber informieren, dass Baden-Württemberg ein Standort ist, an dem sich hervorragend arbeiten und leben lässt“, sagte Rau.
Aus den Bewerbungen sollen die sechs besten Agenturen ausgesucht und voraussichtlich im November zu einer Wettbewerbspräsentation nach Stuttgart eingeladen werden.”
Da bei solchen Aufträgen erfahrungsgemäß absurd hohe und in keinster Weise angemessene Honorare abzuzocken sind, will Brezel.me natürlich mitmischen.
Unser Vorschlag:
Vielleicht kommt ihr aber auf noch bessere Idee. Deshalb: helft uns! Dann hat auch diese elende Pay-per-View-Abzocke, die wir neulich eingeführt haben, wieder ein Ende.
Update: Nee, wir machen das anders: Für die beste Idee gibt’s ne Ladung Brezeln zum Frühstück – geliefert von Brezel.me persönlich (zumindest, wenn der Gewinner aus Stuttgart und Umgebung kommt
.
“Stuttgart ist meine liebste deutsche Stadt”, schreibt uns Lucyna Kimelska aus Lodz. Das allein wäre schon ein Grund, ihren Brief hier zu veröffentlichen. Aber Lucyna Kimelska bittet uns zudem um Hilfe: Sie sucht Marco, einen Stuttgarter Mexikaner (?), den sie vor einiger Zeit in Krakau (??) getroffen hat. Weil wir von Brezel.me das Herz am richtigen Fleck haben und uns Völkerfreundschaft ebenso wie Liebe, Sex und Zärtlichkeit brutal am Herzen liegen (über Lucynas Motive können wir nur mutmaßen), helfen wir natürlich.
Und hier ist ihr Brief:
“Mein Name ist Lucyna Kimelska. Ich komme aus Polen. Ich habe einmal am Deutschkurs in Stuttgart teilgenommen. Stuttgart ist meine liebste deutsche Stadt.
Ich habe eine grosse Bitte. Ich suche einen Mann aus Mexiko, der in Stuttgart wohnt. Ich und meine Zwillingsschwester Anna waren am 24. November 2009 in Krakau, im Suden von Polen.
In Krakau haben wir einen Mexikaner am diesen Tag getroffen, der in Stuttgart wohnt. Er heisst Marco. Er hat uns gesagt, dass er 7 Jahre in Stuttgart wohnt. Er arbeitet als Ingenieur. Er hat auch zwei Jahre eine Richtung in Deutschland studiert. Das war die Richtung, die mit Wasser verbunden war. Ich weiss es nicht genau. Wir haben ihn am Dienstag, am 24. November 2009, am Nachmittag um 17 Uhr oder 18 Uhr vor dem Nationalmuseum in der Kanoniczastr. 17 in Krakau getroffen.
Ob Springer, Gruner und Jahr oder Holtzbrink – alle Medienkonzerne diskutieren darüber: Wir können unsere wertvollen Texte, Bildle und so weiter nicht länger im Internet verschenken.
Das Problem ist uns von Brezel.me natürlich nur allzu gut bekannt: Irgendwie müssen wir unsere 300-köpfige Redaktion, die 1000 Hektar große Serverfarm und die Escort-Services für die Redaktionsleitung schließlich finanzieren.
Deshalb wird Brezel.me ab sofort kostenpflichtig. Nicht auf freiwilliger flattr-Basis, wie das die Kollegen von Kessel.tv machen, sondern so richtig.
Natürlich ist uns klar, dass kein Mensch bereit wäre, für die haarsträubenden Textfragmente und halbslustigen Denksportaufgaben, aus denen dieses Blog überwiegend besteht, auch nur einen Cent zu blechen.
Doch für eines sind wir von Brezel.me wirklich berühmt: für unsere Usernähe und Serviceorientierung. Ja, B.me bietet Lebenshilfe im besten und in jedem Sinne.
Und der kostet – ätsch! – ab sofort Geld.
Damit ihr’s checkt, fangen wir heute mit was ganz Exklusiven, Einzigartigen, Begehrenswerten an: einem Parkplatz im Stuttgarter Westen. Eine etwas verhuschte mittelalte Dame hat den halben Stadtteil mit den kleinen gelben Zetteln vollgekleistert. Unverständlicherweise hatte sie’s besonders auf Altglascontainer abgesehen.
Wir sind ihr gefolgt – und haben alle Kleber wieder runtergemacht und verbrannt. Bis auf einen. Den haben wir bei uns im Panzerschrank deponiert.
Das Brezel.me-Bezahlsystem funktioniert nun ganz einfach: ihr bringt uns einen Fünf-Euro-Schein in der Redaktion vorbei – und kriegt einen Ausdruck des Fotos mit der KOMPLETTEN NUMMER drauf. Wer als erster kommt, hat natürlich die besten Chancen, bei der Zettel-Lady erfolgreich zu sein. Fünf Euro für einen Parkplatz im Westen, der mehr Wert ist, als man in Euro, Dollar oder Yen ausdrücken kann. Wenn das mal nicht ein geiles Einstiegsangebot ist.
Also, wir von Brezel.me raten: Sofort zuschlagen!
Wir haben es gespürt, die Bloggererde hat gebebt, das Internet hat gewackelt, ist aus unseren Browsern geflogen, wir sind vor Ehrfurcht erstarrt: Gestern war “Blogstar” Sascha Lobo in Stuttgart. Oder zumindest mal am Flughafen.
Inge hatte trotzdem schon ganz schwitzige Hände, denn er hat vor längerem mal über den Internet-Don kräftig übers Leder gezogen und evt. befindet sich Lobi auf Rachefeldzug. Köhli und Dora hingegen sind gleich zum Flughafen gefahren, um den Guru zu skalpieren und sich den roten Iro brüderlich aufgeteilt auf die dünnen Härchen zu pflanzen. Dann klappts mit dem Bloggen noch besser, meinten sie.
Erik mit K Raidt wusste hingegen nicht mal wer das ist, Ariane sass wie immer vor der Glotze und icke hab derweil an meinem neuen Stuttgart Logo gemalt. Hatte irgendwie gerade nen Rotstift in der Hand. Feel the vibes, feel the Lobo!
P.S.: Bleibt natürlich die Frage, was die Gottheit im piefigen Stuttgart wollte. Wahrscheinlich nur ein Stop-Over. Oder was denkt ihr?
Diesen Eintrag gibt es nur, weil wir auf diesem Blog mehr Frauen brauchen. Zumindest mal Bilder von Frauen. Bin es als DJ gewohnt, dass ständig Frauen um mich herum sind, aber hier irgendwie nicht. Doof. Blöd. Kratzt am Ego. Muss man was gegen tun.
Scherzchen, neulich stand in dem Ding, dass die Abteilung über uns macht – Köhli schreibt dazu immer Mutterblatt – dass IKEA wieder ins Stuttgarter Zentrum vorstossen will. Okay, Zentrum ist ne kleine Lüge, der Neckarpark ist als Niederlassungsareal anvisiert.
Nur die Älteren unter uns erinnern sich daran, dass es mal in der Nähe des Katharinenhospitals nen IKKE gab, wie wir jungen Leute sagen. Und als wir noch jung waren, fanden wir prinzipiell alles vom IKKE gut, heute zitieren wir Großverdiener lieber den allseits beliebten Spruch: “Möbel beim IKEA? Neee, lass ma, aus dem Alter bin ich raus! Aber woisch, für so Kloikruscht isser scho subbr!” Wer diesen Spruch nicht kennt, muss zwei Jahre lang beim Mutterblatt Polizeimeldungen eingeben.
Lange Rede kein Sinn, jedenfalls musste ich bei der IKEE-Comeback-Meldung sofort an den IKEA Hacker Blog denken, den ich neulich zufällig mal entdeckt habe. Gibts schon ewig (seit 2006) und kannte bestimmt jeder bis auf der Maddin halt. Aber mir grad bumms, denn die Seite ist knapp unterhalb der Weltklasse.

Nein, das ist keine Parade von Spielzeug-Krankenwagen für die Modelleisenbahn. Sondern der große “das Land hat 22 Millionen Euro in schicke neue Rettungsfahrzeuge investiert”-Reigen. Letzte Woche vor dem neuen Schloss. Wir danken dpa für die Fotos und dem Innenminister (der nette Mann unten in der Mitte) für die stylischen Er-Te-Wehs Ka-Te-Wehs (wie der Fachmann sagt).
Total cooles Projekt: Urban Audio nimmt in allen Landeshauptstädten die Bilder und Geräusche an Verkehrsknotenpunkten auf – und wandelt sie in Musik um.
Naja, sagen wir, in eine Geräuschkulisse.
Auch wenn ich das technisch nicht ganz begreife, hört es sich total stimmig an: “Ein Mercedes-Benz-Transporter mit acht, jeweils auf einen Ton der D-Dur Tonleiter gestimmten Instrumenten sowie einem mobilen Tonstudio dient als operative Basis”, erklärt die Website das Verfahren.
Doch während sich die Kreuzungen in Hannover und Erfurt zumindest einigermaßen interessant anhören, röhrt der Gebhard-Müller-Platz in Stuttgart brutal monoton vor sich hin. Da werden wieder alle Vorurteile gegenüber unserem geliebten Städtchen wach…
An das Thema muss dringend Stuttgart Marketing ran, sonst titeln die Kollegen von Bild.de demnächst: “Deutschlands langweiligste Kreuzung steht in Stuttgart!”
Im Namen von Christian „Dritte Wahl“ Wulff, Angie „wenigstens in Südafrika habe ich Spass“ Merkel und OB Dr. Wolfgang Schuster gratulieren wir an dieser Stelle dem Thomas Müller unter den Stuttgarter Blogs, www.kessel.tv, zum zweiten Geburtstag.
Wie Thomas Müller kam der Internet-Blog „for true Swabian Gangsters und Hustlers“ vor zwei Jahren aus dem Nichts, um der hiesigen, Achtung, grausames Wort, Blogosphäre, sehr schnell das Fürchten zu lehren.
Während man sich anfangs in Sachen Besucherzahlen an Wacker Burghausen orientieren konnte, wird der Turnschuh-, Gastro- und Philosophie-Blog heute beinahe täglich von den Spionen von Real Madrid beobachtet, weil längst Champions-League-Potential. Würde mich nicht wundern, wenn eines Tages ein Medienunternehmen aus der Steinzeit, also ein Verlag, der noch mit Printprodukten sein Geld verdient, den Internet-Blog für einen dreistelligen Millionenbetrag kaufen würde.
Brezel.me-Autor und Superstar-DJ Martin Elbert treibt mit einigen Mitstreitern ordentlich Schabernack, erklärt der Gemeinde, wie sie wochenends der Restrealität entfliehen kann und ist sich auch sonst für keinen Hirnfurz aus Heslach zu Schade. Äußerst spannend an Kessel.tv ist im Übrigen die Publikumsbeteiligung: Wo brezel.me maximal von drei Leuten öffentlich beschimpft wird, diskutieren bei kessel.tv mitunter 150 Leute über die wichtigen Dinge im Leben. Wir gratulieren.