Archiv für die Kategorie ‘Kurz kluggeschissen’

01. Dezember 2010

Bindestrich und scharfes S

von Ingmar Volkmann

Obi-Foto: Volkmann

Passend zur Facebook-Meldung, wonach VfB-Spieler Mauro Camoranesi angeblich am Wochenende beim vorweihnachtlichen Shopping bei Obi in Feuerbach gesichtet wurde, ein kleines Klugscheißerle-Bild aus meinem liebsten Heimwerker-Markt. Der Azubi hat es genauso wenig mit Bindestrichen wie ich, außerdem waren bei Obi gerade die S so scharf wie Tanja Gönner ausgegangen. Beim Wandschiessen wäre ich aber dennoch gerne dabei gewesen, klingt gemütlich.

26. November 2010

Schnee – WTF* oder FTW?**

von Martin Elbert

Ein Blog lebt davon, dass auch die Autoren intern nicht immer einer Meinung sind. Das ist gut, denn so bleibt Leben in der Bude. Jeder wurschtelt halt so ein bisschen vor sich hin und denkt er macht das schon richtig. Kann aber vorkommen, dass der andere sagt, hör mal das fand ich jetzt voll doof. Bei der Tageszeitung sagt man sich bestimmt gegenseitig nie, dass man einen Text bzw. ein Thema vom anderen voll doof fand. Oder etwa doch?

Na egal. Heute hat es zum ersten Mal in diesem Jahr 0,002 Millimeter geschneit, und wie das halt so ist, dreht die Menschheit gleich komplett hohle und motzt sich den Dickdarm voll, kann man bestens natürlich auf Facebook beobachten.

Ich gehöre zwar auch eher zu den Schneehassern, gerade eben weil es für den Laufsport eher suboptimal ist, aber ey, wir leben nun mal in Deutschland, da schneit es ab und zu. Kann niemand was dafür, nicht mal das Mutterblatt, die Dora oder der Köhli. Maximal vielleicht der Erik! Und natürlich der Bahnhof!

Letzten Winter, der bekanntlich sehr sehr streng war, wurde jedenfalls das Schnee-Thema auf Brezel derartig überstrapaziert, dass es mir selbst als Mitautor brutalstmöglich auf den Sack ging.

Jetzt kommt gerade der Köhli um die Ecke geschissen, und postet auf unsere interne FB-Brezel-Gruppe: “Ey, lass ma was über Schnee machen, damit sind wir doch voll berühmt geworden.” Ich antwortete nur: “Ja, traurig-berühmt”, und Schneeschaufelmarsch war der Tag vom Köhli versaut und meine Laune wieder besser.

Deswegen markiere ich mit obigen Bild hoffentlich gleich den Anfang vom Ende und wünsche mir in diesem Winter eine absolut schneefreie Brezel! So!

*WTF – What the fuck?

**FTW – For the win!

(Nur so, für unsere zahlreichen Leser über 20)

26. November 2010

Warnung zum Wochenende

von Ingmar Volkmann

Pflichtlektüre Amtsblatt: In meiner Lieblingszeitung gab es gestern eine Warnung an alle Schnapstrinker: Bitte am Wochenende zurückhalten, bei der freitags und samstags am stärksten ausgeprägten 15-Promille-Neigung gibt es Bedenken. Schönes Wochenende!

19. November 2010

Käfer des Jahres

von Erik Raidt

Auch heute saß Brezel.me wieder bei der Schlichtungstombola im Rasthaus herum und hat wie immer eine Menge Bahnhof verstanden. Diesmal ging es unter anderem um das Thema Ökologie. Die Bahn bot dabei ihren Experten Volker Juchtenkäfer auf (Bild rechts von Meister Yoda).

Volker Juchtenkäfer gelang es dabei glaubhaft, zu versichern, dass der Konzern jede einzelne Zauneidechse, jede Hohltaube und jede Krummhornschnecke mit äußerster Sorgfalt anfassen werde. Notfalls würden die Baggerschaufeln mit Samt ausgepolstert. Meister Yoda hakte im Laufe der Sitzung mehrfach nach. “Ist das dann wie bei der Arche Noah? Erst kommt der Regen und dann steigen die Tierchen alle paarweise ins Boot?”

Juchtenkäfer verwies darauf, dass die Bahn bereits an Schwimmwestchen arbeite. “Wir sind da dran”, sagte Juchtenkäfer und bat den Schlichter dann, mal seinen Panzer zu kratzen. Er verspüre da so ein leichtes Jucken. “Nicht schlimm, aber es nervt schon.”

02. November 2010

Halloween Überreste

von Martin Elbert

Halloween hat seine obskuren Spuren hinterlassen, zumindest im Stuttgarter Westen. Man vermutet, dieser süsse Kürbis-Helm ist ein Teil von Tobias K´s Kostüm, der sich am Sonntag als Sigmund Freud verkleidet hat.

Das passende Sakko hat er sich schon zum 65jährigen des Mutterblatts zugelegt, remember se Oscar-preiswürdigen Film, die Stylo-Bloggerbrille, Modell Siggi, folgte einige Wochen später in einem angesagten Brillengeschäft (Fielmann).

Wahrscheinlich hat er auf dem Nachhauseweg die Augustenstraße mit der Schwabstraße verwechselt und vergeblich nach dem Pizzautomaten gesucht, den er im Vollrausch (nach einem halben alkoholfreien Bier) endlich ausprobieren wollte. Aus lauter Frust vor seiner Desorientierung donnerte er seine selbstgebastelte Kopfbedeckung auf den armen Mittelklassewagen, der absolut nix dafür kann, dass der Pizzaautomat nicht in der Augustenstraße steht.

Andererseits könnte auch auch Erik R. der Übeltäter gewesen sein. Die Mütze erinnert schwer an seinen neuen fluffigen, peppigen Haarschnitt (siehe seine StZ-Kolumne), der ihn glatt 10 Jahre jünger macht und er sowieso der personifizierte Traumdeuter zwischen Birkenkopf und Rotenberg ist. Sein Motiv: Köhli hat ihn nicht mit auf die Halloween-Party in die Schräglage genommen (zu sexy) und so hat R. seinen Frust nach dem Besuch bei der neuen Winzersauna an diesem Auto ausgelassen.

SOKO Asemwald ermittelt, die Fahndung nach den Flüchtigen läuft.

29. Oktober 2010

Love is in the air

von Erik Raidt

In Stuttgart tagt heute wieder die Richterin Barbara Salesch im Rathaus. Erneut treffen sich jeweils sieben Ritter der Tafelrunde, das Catering hat Brezel.me persönlich übernommen. Wirtschaftsminister Ernst Pfister vertilgte schon vor dem Beginn der Liveübertragung heimlich drei Butterbrezeln, Tübingens OB Boris Palmer filmte mit seinem Smartphone. Das Video soll in die Beweismittel eingehen.

Vor dem Rathaus hat unterdessen eine ganze Kolonne von TV-Übertragungswagen Aufstellung genommen. Am Haupteingang kontrollieren Polizisten Passanten mit verdächtigen Jutetaschen. Da heute jedoch kein Markttag ist, gilt es derzeit als unwahrscheinlich, dass Kopfsalate als Wurfware in die Gerichtsshow eingeschmuggelt werden können.

13. Oktober 2010

Wer hat’s erfunden?

von Ingmar Volkmann

Meine liebe Kollegin Martina N. befindet sich derzeit auf Fortbildung bei einer bayerischen Wald- und Wiesen-Zeitung. Dabei hat sie Erschreckendes recherchiert, das wir euch nicht vorenthalten wollen:

Dass die Bayern ein seltsames Völkchen sind, war uns Schwaben ja schon immer klar. Auch ihre seltsame Folklore (Dirndl, Lederhose, rot-blaues Fankostüm) gönnen wir den Freistaatlern, weltoffen wie wir sind. Dass ich während meines beruflichen Kurzzeitaufenthalts in der Redaktion einer überregionalen Münchner Tageszeitung die FC-Bayern-Fan-Tasse in der Teeküche beim Ausräumen des Geschirrspülers noch nicht ZUFÄLLIG habe fallen lassen, rechne ich mir selbst als fast schon übermenschliche Toleranzleistung an.

Aber bei der Brezel hört der Spaß auf: Die Bayern nennen des Schwaben liebstes Gebäck im Ernst „Breze“ und gerieren sich – auch ganz protzig mit Häuserdeko im Reichenreservat am Starnberger See (Foto) – als deren Erfinder. Neulich beim Bäcker um die Ecke musste ich lernen, dass „Laugenbrötchen“ hier „Laugenkastanie“ heißt. Kenner sprechen bereits vom Stuttgarter Pflasterstein.

Aber wer hat sie eigentlich erfunden, die BrezeL(!)? Doch nicht die Bazis, zefix nomol? Was meint ihr, liebe Schwestern und Brüder im schwäbischen Brezelglauben?

19. September 2010

Wir können alles…

von Erik Raidt

Baden-Württemberg hat ein neues magisches Dreieck. Beim Tag der offenen Tür in der Villa Reitzenstein präsentierte sich dieses Dream Team des frischen Humors und der zeitlosen Optik.

Wir können alles – auch Maskottchen.

16. September 2010

Fahrstuhltoilette

von Martin Elbert

(Gefunden im Parkhaus Rotebühlplatz von Leser Sascha)

Da kann man sagen was man will, die schwäbische Ingenieurskunst sucht seinesgleichen. Jetzt haben die findigen Schwaben, vielleicht die Toiletten-AG beim Porsche, fleißige Mitarbeiter, die sich zum Wohle der Gesellschaft nach Feierabend treffen, die Fahrstuhltoilette entwickelt.

Prima Sache, beglückt man speziell die Randgruppe der Konfirmandenbläsles. Nachteil: Klaustrophobiker fühlen sich in der Fahrstuhltoilette noch beengter. Aber man kann es auch nicht allen Leuten recht machen. Wie die Kabine im Detail aussieht, muss die Brezel noch erforschen.

Finder Sascha hat hingegen eine andere Theorie, warum die Fahrstuhltoilette erfunden wurde.

“Der Begriff der Entschleunigung scheint sich in unserer großartigen Stadt noch nicht überall breit gemacht zu haben. Kombinationsangebote wohin man schaut: Nimm drei zahl zwei, ÖPNV meets Klassik am Stadtbahnhalt Stadtmitte, Kombiticket, Frisur & Massage… und so weiter. Der letzte Schrei ist mir heute begegnet. Toilette und Fahrstuhl in einem!

Darauf hat die Welt gewartet. Was sparen wir nun Zeit angesichts der Tatsache während der Beförderung nach Oben, direkt unsere Notdurft verrichten zu können.”

15. September 2010

Fröhliche Weihnachten

von Ingmar Volkmann

Der Sommer und ich sind dieses Jahr keine Freunde geworden. Kurz kam er im Kessel vorbei nach einem neunmonatigen Winter, um nach gefühlt zwei Nachmittagen über 20 Grad wieder zu verduften – gen Süden, wo es wärmer ist. In meinem tiefsten Inneren habe ich die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgegeben, dass es noch einmal Sonnenschein geben wird 2010 – zumal das Freibad in dem Stadtteil mit den meisten Optimisten, in Möhringen, erst am kommenden Wochenende schließt.

Nun versuchen mich aber seit vergangener Woche die ersten Promo-Tanten mürbe zu machen, indem sie mir Mails schicken mit dem bezaubernden Inhalt „Die besten Geschenktipps für ihr Weihnachtsspecial.“ Samstagabend wurde mir dann der erste Lebkuchen der Saison serviert. Daran hat man sich ja aber gewöhnt, dass es die Dinger mittlerweile ganzjährig gibt.

Soeben rief aber meine Promo-Freundin des Tages an, die es gaaaaaaaanz eilig hatte, um aber auch ja unsere redaktionelle Deadline nicht zu versäumen: Der Adventswald in Rudersberg sei dieses Jahr besonders schön, das Ambiente urgemütlich und überhaupt, wir zitieren spätsommerlich:

„Mächtige, funkelnde Tannen strecken sich zum Himmel, schaffen unter ausladenden Ästen stattlicher Nadelbäume einen schummrigen und vor allem vor Witterung geschützten Raum – willkommen im Rudersberger Adventswald. Das Ortsbild von Rudersberg verwandelt sich nun schon zum vierten Mal in einen schmucken Adventswald und lädt mit seiner ganz besonderen vorweihnachtlichen Stimmung und verzaubernden Kulisse zum Träumen und Genießen ein.“

In diesem Sinne schon mal vorab schummrige Weihnachten wünschen eure Zimt-Brezeln.

13. September 2010

Frischer Fisch

von Dora Asemwald

Ein Traum geht in Erfüllung: Eine Tafel, auf der Wolfsbarsch feil geboten wird. Schnell den Finger nass gemacht, gewischt und innerlich lachend am Boden gerollt. Jetzt wünsch ich mir nur noch eins: Gaisburger Marsch.

16. August 2010

Die letzten Geheimnisse der Männer

von Dora Asemwald


Steh- oder Sitzpinkler? Die große Fragen in mischgeschlechtlichen Toiletten. Hier hat die Emanzipation voll und ganz zugeschlagen, auch wenn mir der eine oder andere Mann noch ein „Stand up for your rights“ entgegenschmettert. Ich wollte mal schauen, wie weit der Wandel vorangeschritten ist und habe eine der letzten Männerdomänen infiltriert: Die Herrentoilette. Ich war schockiert. Sogar Pissoirs sind hier bestuhlt. Da fehlen mit jetzt die Worte.

05. August 2010

How much is the fish?

von Tobias Köhler

Gefunden auf: www.bei-abriss-aufstand.de

23. Juli 2010

Ein Leben ohne Hund …

von Dora Asemwald

Das Auto als Medium für Botschaften aller Art ist ja bekannt. Hier ist jemand auf den Hund gekommen: „Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum!“. 91,1% aller Haushalte in Deutschland leben ohne Hund, laufen also einem riesigen Irrtum auf! Vielleicht ist aber auch der innere Schweinehund in der Rechnung mit inbegriffen. Dann wär ich d’accord. Kaum auszumalen was wäre, wenn wirklich jeder einen äußeren Hund hätte. Ein Großteil der 9.638.000 Nichtirrenden lässt seinen Köter jetzt schon in jedes Eck kacken.

Loriot war übrigens in der Hundefrage etwas spezifischer: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“
Ich setzt noch einen drauf: „Ein Leben ohne Katz ist für die selbige!“

15. Juli 2010

Lebendig

von Martin Elbert

Ein “lebendes Buffet” oder auch ein “lebendes Früchte Buffet” ist freilich nix neues. Aber auf diesem Flyer ist mir zum ersten mal aufgefallen, dass man “lebendes Früchte Buffet” auch auf eklige Art und Weise umdeuten kann. Vielleicht lebt es ja wirklich? Kann ja sein, in der schwülen Hitze der Nacht bilden sich sicherlich schnell diverse Kleinstiere und machen die Früchte lebendig…