Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

02. Mai 2011

Verfolgungswahn

von Marc Hippler

Leute, irgendetwas stimmt hier nicht. Wir fühlen uns beobachtet. Jemand ist hinter uns her. Zwielichtige Gestalten lungern vor dem Brezel-Tower herum. Das Licht flackert. Steckt etwa Grace van Cutsem dahinter?

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Wir haben Angst.

Solltet Ihr nichts mehr von uns hören: Es war toll mit Euch!

15. April 2011

Wiedervereint

von Dora Asemwald

Am Straßenrand findet man ja so einige herren- oder damenlose Gegenstände. Vor ein paar Tagen ist mir dieses schöne Paar, welches sich in einer Nische eines Altbaus in der Mozartstraße versteckte, aufgefallen. Wurden sie gemeinsam verloren, oder sind sie entlaufen? Sind sie Geschwister? Sie sehen sich ja ähnlich, sind aber ganz unterschiedliche Wege gegangen. Das eine Leben auf der Straße, das andere in der Küche. Hier haben sie wieder zusammen gefunden und schwelgen in den guten, alten Zeiten.

12. April 2011

Gut betuchte Bessermenschen

von Dora Asemwald

Stuttgart ist nicht Monaco. Nichtmal am Waranga. Da hilft auch keine globale Erwärmung. Hanglage und teure Autos haben wir zwar auch, aber der Neckar ist nicht die Côte d’Azur. Um einen Hauch monegassischer Mondänität bemühen sich die Stuttgarter Kristian Taraba und Michael Nüssler, die das Modelabel „best life“ gegründet haben. Hochtrabende Werte wie „Jugend, Lebensfreude und Partys“, kurz, das „Leben auf der Gewinnerseite“, stehen laut Eigenauskunft Pate für die Gestaltung, die fürstliche Steueroase inspirierte zur ersten Kollektion.

„I’m not arrogant, I am better than you“ behauptet eines der Motive, die Lohas-konform auf Fair-Trade-Shirts gedruckt werden. Genau das richtige für RTL 2-Promis, Fussballer, Nachwuchs-DJs und echte Bessermenschen, denen Gutmensch nicht gut genug ist.

Weniger Lohas-Konform: Best-Life-Trägerin Carmen Geissen aus Monaco, berüchtigt für ihre Sammlung an CO2-Schleudern (Bentley, Hummer, Rolls Royce).

06. April 2011

Schöner Leben als Lebenslügnerin

von Dora Asemwald

Wo ist die Wahrheit? Gibt’s die überhaupt? Oder lügen wir uns selbst das Leben in die Tasche? Ganz ehrlich glaub ich, dass unser Leben ein großes Mosaik aus vielen, bunten, kleinen Lügen und Halbwahrheiten ist. Wenn man das erst mal erkannt hat, lebt es sich besser. Jeder ist für seine eigene Lebenslüge verantwortlich und entscheidet so, ob das Leben schön scheint oder nicht. Meine Lebenslüge ist nicht makellos, aber ich bin ganz zu Frieden damit. Diesen Freitag werd ich mal einen Einblick in meinen Kopf geben. In der neuen xsGallery hab ich 16 Quadratmeter Platz, mein Ego aufzublasen und zugänglich zu machen. Wer will, darf seine eigenen Gedanken mitbringen und gegen meine Tauschen. Am Samstag gibt’s noch eine Diskussionsrunde und danach mach ich meinen Kopf wieder zu.

Vernissage: Freitag, 8. April 2011 ab 19 Uhr
Finissage: 9. April ab 19 Uhr
xsGalery
Rotebühlstraße 109a (ehemalige Sandwichbar neben der Rosenau)

09. März 2011

Aschermittwoch, Alter!

von Ingmar Volkmann

Foto: www.e-karnevalskleidung.de

Heut ist der schönste Tag des Jahres. Nein, nicht weil der Internationale Frauentag von gestern schon wieder Geschichte ist und man die Kollegin wieder ungestraft herbeleidigen kann. Nein, heute ist Aschermittwoch, mein persönlicher Feiertag. Alle Jecken haben heute ihren verdienten Kater, alle Hästräger mussten heute bei einem Heringsfrühstück Buße tun und das komplette Rheinland liegt unproduktiv danieder.

Als eingefleischter Faschings-Hasser kann man endlich wieder vor die Türe gehen, ohne wie gestern in der Stuttgarter Innenstadt viel zu oft überlegen zu müssen, ob das Gegenüber jetzt gerade verkleidet oder die Frisur tatsächlich Normalzustand ist. Als ich gestern noch schnell in der Marienstraße etwas einkaufen musste, dröhnte lustigster Faschings-Folk aus Sophies Braustüble. Die acht Promille pro Kopf konnte man bis an die Kreuzung zur Sophienstraße riechen.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Gegen einen gepflegten Absturz habe ich rein gar nichts, mich stört nur dieser konditionierte „jetzt sind wir alle mal lustig und verkleiden uns einige Wochen lang“-Zwang. Ich hab’s da aber vielleicht auch leichter, da ich unter Gehirnfasching leide und das ganze Jahr über einen Zwang zum unverkleideten Kalauer pflegen muss.

Mit Fasching verbinde ich dagegen nur grausame Erinnerungen. Einmal musste ich mit einem Ex-Kollegen an Karneval zum Rheinischen Stammtisch. Das war die Höchststrafe. Ich bin ja wirklich kein Rassist – als Badener bin ich in Stuttgart ja selbst oft genug hässlichem Fremdenhass ausgesetzt. Rheinländer sind mir aber per se meist zu laut und lustig. Beim rheinischen Stammtisch in Stuttgart habe ich Bilder gesehen, die ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen werde.

Richtig grausam sind auch die Termine, zu denen man als junger freier Mitarbeiter einer Tageszeitung in der närrischen Jahreszeit geschickt wird. Ich will einfach nicht mitschunkeln müssen und zu Büttenreden applaudieren – schon gar nicht, wenn ich im Dienst bin.

Das einzige witzige Erlebnis in Bezug auf eine Verkleidung hatte ich vor Jahren in den USA. Dort geriet ich nichts ahnend unter lauter Voll-Verkleidete, die alle tierisch genervt haben. Nur einer sah ein bisschen lustig aus. Der steckte in einem rosa Ganzkörper-Anzug aus Latex und hatte einen Stuhl auf seinem rosa Bauarbeiterhelm auf dem Kopf. Wir wollten wissen, was er denn so darstellen sollte: „I’m a bubblegum under a chair!“, lautete die vernünftige Antwort.

Mann, freu ich mich was, dass heute Aschermittwoch ist.

08. November 2010

Bei Freunden abhängen und Bude leer saufen leicht gemacht.

von Dora Asemwald

Fast 2000 Leuten gefällt brezel.me bei Facebook. Das gefällt uns auch. Und damit es unseren neuen Freunden gefällt, verlosen wir unter Fan 1900 bis Fan 2000 einen Sitzsack von Fatboy. Also: Ladet eure Freunde in die Gruppe ein. Wenn sie gewinnen könnt ihr bei ihnen im Wohnzimmer rumlungern und die Vorräte wegsaufen.

http://www.facebook.com/brezel.me

http://shop.fatboy.com/

07. November 2010

Rot-grüne Kapuzen

von Christiane Wild

Mal eines vorweg: diese Brezeln sehen nicht gut aus. Dass sie trotzdem immer noch knuspriger aussehen, als Cem und Claudi macht es auch nicht besser.

Irgendwie traurig, wie sie da aus ihren grünen Kapuzensweatern schauen. Gar nicht einfach dieser Protest. Stuttgart, Wendland – was kommt als nächstes? Wie hält man das durch? Und wo ist Heiner Geißler?

Fragen über Fragen, nich wahr.

28. Juni 2010

Frust an der Mediatheke

von Dora Asemwald

Die WM holt sogar den letzten Fernsehmuffel und Medienpessimist an den Bildschirm. Wer sich ansonsten genügsam auf seinem Rechner an der Arte-Mediathek bedient klickt sich dann schon mal in den Livestream der ARD um zu schauen wie Podolski Schach ohne Würfel spielt. Guter Trick. Wären da nicht die Nachbarn, denn die haben garantiert Kabel. Während in der Mediathek noch im Mittelfeld ein Angriff angebahnt wird vuvuzeliert’s schon von nebenan. Kurz danach merkt man warum: Das Internet schickt die Bilder erst drei mal um die Welt bevor es sie dann irgendwann auf den Rechner schiebt. Das ist eigentlich nicht schlimm. Wenn man keine Nachbarn hat.

04. Mai 2010

Brezel.me gefällt das.

von Dora Asemwald

Brezel.me gibt’s bekanntlich auch bei Facebook und 985 Personen gefällt das. Mit ein bisschen Überzeugungsarbeit werden wir wohl noch 15 weitere Freunde finden. Das gefällt uns. Am Freitag den 7. Mai um 23 Uhr werden wir uns in die geheime Zentrale zurückziehen und unsere Lottofee wird aus allen Facebookbrezlern einen Gewinner ermitteln. Neben Ruhm und Ehre wird er oder sie mit einem iPod Nano (8 GB) beschenkt.
Ladet all eure Freunde ein!

30. April 2010

Echt hardy!

von Ariane Holzhausen

(ohne Worte)