Mit ‘Wetter’ getaggte Artikel

12. Februar 2010

Der Winter und ich (III)

von Tobias Köhler

Habe das Telefon auf Lautsprecher gestellt. Eine Minute lang düdelt irgendeine Porno-Hintergrundmusik, dann sagt eine sehr nette Frau: “Im Moment haben wir sehr viele Kundenanfragen. Wir bitten Sie deshalb um etwas Geduld. Wir verbinden Sie mit dem nächsten freien Kundenberater.”

Leider nimmt noch immer niemand bei meiner Kfz-Versicherung ab. Da habe ich ja noch ein bisschen Zeit, weiter zu erzählen.

Ihr erinnert euch: ich – Unfall – kein Auto – deshalb ÖPNV.

Habe heute Morgen vor der Arbeit noch einen Abstecher in der Innenstadt gemacht, um ein Ersatzteil fürs MacBook zu kaufen. Und hätte beinahe einen Schwächeanfall erlitten.

DER WEIHNACHTSMARKT IST ZURÜCKGEKEHRT!!!

Zumindest sieht die etwas jämmerliche Zusammenrottung von Jahrmarktbuden auf der Königstraße auf den ersten Blick schwer danach aus. Gute Güte! Mein Therapeut hat Wochen gebraucht, um mich vom Weihnachtstrauma zu befreien. Endlich habe ich den Zimtgeruch aus der Nase verdrängt, meine Ohren summen nicht mehr von Weihnachtsliedern und ich albträume nicht mehr vom Eislauf-”Wintertraum” am Schlossplatz.

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12. Februar 2010

Der Winter und ich (II)

von Tobias Köhler

Habe das Telefon auf Lautsprecher gestellt. Eine Minute lang düdelt irgendeine Porno-Hintergrundmusik, dann sagt eine sehr nette Frau: “Im Moment haben wir sehr viele Kundenanfragen. Wir bitten Sie deshalb um etwas Geduld.Wir verbinden Sie mit dem nächsten freien Kundenberater.”

Leider nimmt noch immer niemand bei meiner Kfz-Versicherung ab. Da habe ich ja noch ein bisschen Zeit, weiter zu erzählen.

Nach der traumatisierenden Erfahrung von gestern Abend habe ich mein Auto heute Morgen zu Hause stehen lassen. Und mich entschlossen, zum ersten Mal seit gefühlten 40 Jahren öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Natürlich musste mir erst einmal mein Zivi erklären, wie die Sache mit dem Fahrkartenautomaten funktioniert. Nach ein paarmal üben hat das aber ganz gut geklappt, so dass ich im fünften Versuch tatsächlich geschafft habe, ein Ticket ins Pressehaus zu lösen.

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12. Februar 2010

Der Winter und ich (I)

von Tobias Köhler

Habe das Telefon auf Lautsprecher gestellt. Eine Minute lang dudelt irgendeine Porno-Hintergrundmusik, dann sagt eine sehr nette Frau: “Im Moment haben wir sehr viele Kundenanfragen. Wir bitten Sie deshalb um etwas Geduld.Wir verbinden Sie mit dem nächsten freien Kundenberater.” Dann dudelt es wieder eine Minute lang.

Tja, was soll man sagen: Offenbar haben zahlreiche andere Trottel ebenso wie ich den Wintereinbruch genutzt, um einen kleinen Auffahrunfall zu verursachen. Kein Wunder, dass die Schadensaufnahme meiner Kfz-Versicherung kollabiert. Und wahrscheinlich die Mittagspause ausfallen lassen muss.

Dafür – und das ist auch was wert – habe ich gestern Abend einen unwahrscheinlich netten und gelassenen Manager eines örtlichen Konzerns kennengelernt. Indem ich mit meiner Smart-Plastikkugel hart an seiner nagelneuen E-Klasse entlanggeschrammt bin.

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10. Februar 2010

Kippt Stuttgart 21?

von Tobias Köhler

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schickt heute eine erschütternde Meldung über die Ticker:

“Bahnchef friert im Berliner Hauptbahnhof  (Mit Bild) = Berlin (dpa) – Bahnchef Rüdiger Grube (58) friert derzeit wie viele seiner Fahrgäste im Berliner Hauptbahnhof. „Ich laufe ja gern. Neulich bin ich morgens mit dem Trainingsanzug in den Hauptbahnhof reingelaufen, da war es arschkalt“, sagte Grube am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer in Berlin. Einen beheizten Wartesaal für Fahrgäste gibt es in der 2006 eröffneten Station nicht, aber eine Lounge für Vielfahrer und für Reisende der 1. Klasse, außerdem zahlreiche Restaurant-Zonen und Geschäfte auf mehreren Ebenen. Grube versprach, das Thema an seinen zuständigen Kollegen weiterzuleiten. ”

Wir fragen uns:

  • Was bedeutet das für Stuttgart 21? Droht das Projekt zu kippen?
  • Was bedeutet das für das Weltklima? Droht eine neue Eiszeit?
  • Was bedeutet das für den Arsch von Rüdiger Grube? Wird er abfallen?
  • Was bedeutet das für den zuständigen Kollegen? Und wer ist überhaupt zuständig?
  • Was bedeutet es, dass die Agentur ein Bild ankündigt, aber keines schickt? Wir mussten deshalb ein Archivfoto (auch dpa) raussuchen.
  • Und: Sind die Jungs bei dpa jetzt eigentlich vollends durchgeknallt, so seinen Scheiß zu vermelden?

Nichts als Fragen…

08. Februar 2010

Das hässliche Entlein

von Tobias Köhler

Schon im wirklichen Leben ist der Marienplatz das hässliche Entlein unter den Stuttgarter Locations. Aber in “Second Life”, wo jemand das Ding liebevoll nachgebaut hat, ist es noch ungleich scheußlicher.

Einziger Vorteil gegenüber dem Real Life: Stuttgart-Süd liegt am Meer. Das hat durchaus seinen Reiz. Allerdings müsste man dafür Heslach fluten. Das realisieren wir dann einfach nach Stuttgart 21.

03. Februar 2010

Kleines Bilderrätsel

von Tobias Köhler

Manche Bilder sagen mehr als Worte. Man weiß nur nicht genau was. Das hier ist so eines. Deshalb zum Aufwärmen am Mittwochmorgen: unser kleines, aktuelles Bilderrätsel:

Was ist auf unserem dpa-Foto zu sehen?

  • die Ernst-Barlach-Skulptur “Stapelnde Hände” fürs Stuttgarter Kunstmuseum
  • die neue Hartz-IV-Kampagne des Arbeitministeriums “Kein Geld? Dann wärmt einander!”
  • der Knopfdruck für die Sprengung des Stuttgarter Rathauses
  • sechs Anzugträger spielen Butterstampfer.
  • unter dem Stapel liegt ein Ein-Euro-Stück – und alle wollen es haben.
  • ein paar Blödmänner sind auf einen besonders billigen “Verstehen Sie Spaß?”-Scherz reingefallen.
  • das Werbeplakat für eine Handcreme

Weitere Vorschläge? Bitte kommentieren. Oder die Lösung angucken.

31. Januar 2010

Still ruht der See

von Tobias Köhler

So sieht es aus, wenn in Hamburg die BinnenAußenalster (Foto dpa) mitten in der City zugefroren ist.

So sieht es aus, wenn in Stuttgart der Feuersee im Westen zugefroren ist. Na, merkt jemand den Unterschied?

Genau. Die Kirche auf dem unteren Bild ist viel schicker.

29. Januar 2010

Das andere Stuttgart (III)

von Tobias Köhler

In Stuttgart, BW, hatten wir im Jahr 2003 mal einen richtigen Tornado. Naja, einen winzig kleinen. Dabei hat es in Heslach ein paar Ziegel von den Dächern gepustet – und sofort rückten OB Wolfgang Schuster und der damalige Polizeipräsident Martin Schairer an, um vor laufenden Kameras warme Decken und Suppe an die notleidende Bevölkerung auszugeben (Achim Zweygarth hatte das für uns fotografiert, das Ausmaß der Krise lässt sich in den Gesichtern der Beteiligten ablesen…).

In Stuttgart, Arkansas, ist am 10. Mai 2008 ein richtiger Tornado vorbeigekommen. So ein Ding wie aus dem Film “Twister”. Und genau wie im Kino haben ein paar lebensmüde Geeks den Tornado gejagt. Schaut euch das auf Video an…

28. Januar 2010

Noch 21 km: Es geht

von Martin Elbert

(Was die jüngeren Leser nicht wissen können: Auch im Jahr 2000 gab es schon strenge Winter in Stuttgart!)

Im “Eisschrank Deutschland” (wahlweise Gefriertruhe, wir brauchen unbedingt neue Wörter) stellen sich die Tage essentielle Fragen, wie man gestern z.B. auch auf BILD-Online lesen konnte. “Kann eigentlich auch mein Handy einfrieren? Und was ist mit dem besten Stück des Mannes…?”

Die letzte Frage kann ich fast beantworten: Mein Schniedel ist mir gestern Abend fast abgefallen. Denn ich war laufen. Zwar in einer etwas dickeren Lauftight, aber mein Zipfel fühlte sich schnell relativ leblos an.

Aber wie es sich für einen echten Läufer gehört, der langsam aber sicher sein Pensum steigern sollte, möchte er denn Ende April beim Hamburg Marathon starten und im Juni beim StZ-Lauf Pacemaker für Tobias K. (Zielzeit 2:00 h) spielen, muss man raus – bei jedem Wind und Wetter.

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18. Januar 2010

Das andere Stuttgart (I)

von Tobias Köhler

Ein Stuttgart ohne Kehrwoche. Ohne Kässpätzle und Brezeln. Ohne Wolfgang Schuster, den Streit um Stuttgart 21, den Fernsehturm, den Schlossplatz. Ohne den VfB, das Kunstmuseum, ohne Kessel und ohne Bärenschlössle. Ohne die Königstraße, den Vincent Klink, die Stäffele und Maultaschen. Ohne Friedrich Schiller, Werner Wölfle, die Fanta 4 und die “Stuttgarter Zeitung”. Ohne das Drei-Farben-Haus, Mercedes, Porsche und die Tatort-Kommissare Lannert und Bootz.

Unvorstellbar?

Mitnichten. Brezel.me nimmt euch mit auf einen Ausflug in das andere Stuttgart. Stuttgart, Arkansas (USA). The Duck Capital of the World. Frei übersetzt: Welthauptstadt im Ententotschießen. Der verzweifelte Wille dazu, Welthauptstadt in irgendwas sein zu wollen, scheint auch die einzige Ähnlichkeit mit Stuttgart, BW, zu sein.

Heute der erste Teil: Einführung – und die wundersamen Entenpfeifen. (Nächstes Mal: Pat Peacock, mehrfache Landesmeisterin im Entenpfeifen, stellt das örtliche Museum vor).

13. Januar 2010

Kopf einziehen, Leute

von Tobias Köhler

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Kurzes Quiz: Ihr sitzt auf dem Sofa im Wohnzimmer und draußen vor dem Fenster hört ihr ein dumpfes Platschen. Was war’s? Falsch, nicht der Selbstmordversuch von Nachbars Chiwawa.

Draußen taut’s. Und so gehen – zumindest hier im Stuttgart Westen – im Fünf-Minuten-Takt die Dachlawinen runter. Also: Köpfe einziehen, Leute!

11. Januar 2010

Drama, Daisy, Drama

von Tobias Köhler

Stuttgart versinkt im Schneechaos, nur noch die Spitze des Fernsehturms guckt aus dem Kessel raus. Die Brezel.me-Redaktion hat – dicht vor dem Lagerfeuer im Schneebruch geschützten Kartoffelkeller gedrängt – die dramatischsten Amateurvideos vom Ausnahmezustand zusammengetragen. Schlimmer kommt’s – wie immer – nur bei Emmerich und The Day after Tomorrow.