Mit ‘Vuvuzela’ getaggte Artikel

05. Juli 2010

Meine Vuvuzela

von Tobias Köhler

Brezel.me ist für mich ja auch so eine Art öffentliche Bekenntnisplattform. Deshalb, ohne lange herum zudrucksen, ohne es schönreden zu wollen:

Ich habe gestern für 2,99 Euro bei Shell in der Karl-Kloß-Straße eine Vuvuzela gekauft. Und ich schäme mich nicht dafür.

Jetzt zahl’ ich’s meinen Nachbarn heim.
Auf geht’s, Deutschlaaaaaaaaaaaaaaand!

16. Juni 2010

Trööööööööööööööööt

von Tobias Köhler

Keine Vuvuzela-Storys, -witze, -anekdoten mehr, war der heutige Befehl in der Redaktionskonferenz. Zu Recht! Uns dröhnen bei dem Thema schon die Ohren (har, har).

Und dann schneite die Pressemitteilung der Wilhelma rein – die wollen wir euch auf keinen Fall vorenthalten:

“Tierische Unterstützung für die Fußballmannschaft: Die Elefantendamen und ihre Pfleger in der Wilhelma sind der sehr engagierten Fußballfangemeinde zuzurechnen.

Die Diskussionen um das Verbot der Elefantentröten („Vuvuzelas“) hat die Tiere aber so verunsichert, dass sie ihre Rüssel nicht mehr zeigen mögen. Ein dezenter Schwenk mit der geschmückten Rückseite gilt hoffentlich als akustisch unbedenklich.”

Dem ist nichts hinzuzufügen…

14. Juni 2010

Rote Karte für Nörgler

von Dora Asemwald

Die WM hat angefangen und alle drehen hohl. Ich habe die Wahl: Nörgeln oder mithohldrehen. Ich dreh mit, auch wenn ich ansonsten dem Fußball indifferent gegenüber stehe. Das sehen viele so. Selbst Burschen die ansonsten ihre Gefühle im tiefsten inneren Keller vergraben halten gehen aus sich raus, jubeln und weinen, lassen alles raus, was sonst so gut unter Verschluss gehalten wurde. Fußball macht’s möglich. Gesellschaftspessimisten echauffieren sich, wittern typisch Deutsches, fordern man möge doch das ganze Jahr den Gefühlen freien Lauf lassen und so weiter und so fort. Stopp! Wenn ich mich schon echauffiere, dann doch bitte über den Schiri oder die Holländer oder so. Ich will weinende Männer sehen! Ich will kollektives Glück! Ich will mit wildfremden Menschen auf der Straße feiern und mich einfach nur freuen. Ich will NICHT jammern, echauffieren, nörgeln, den Untergang der Kultur anmahnen. Ich will aber auch nicht andauernd von Vuvuzelas vollgetrötet werden. Von mir aus können sie die elendigen Lärmtrichter verbieten. Da bin ich jetzt wohl wieder typisch deutsch, aber ich finde alles mal wieder typisch deutsch zu finden ist mal wieder typisch deutsch.