Mit ‘VfB’ getaggte Artikel

24. November 2010

Stadiondreh

von Martin Elbert

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Ohjeohje, der VfB. Dieser Satz ist nicht nur im Sprachgebrauch meines Vaters fest verankert, wenn es Sonntagmittags, meist zu Spätsommer-Herbst-Zeiten, um die Leistung der Roten geht. Aber dafür war er neulich auch beim 6:0 gegen Bremen im Stadion, Karte hat ihm sein Sohnemann geschenkt. Bin ich ein toller Sohn oder bin ich ein toller Sohn?

Trotzdem bleibt die Lage ohjeohje, gerade nach dem hochrassigen Spiel gegen Köln oder dem seltsamen 3:3 gegen den FCK – das müssen eigentlich sechs Punkte sein!

Egal, holen wir uns lieber für einen Moment den Sommer zurück, als die Welt noch in Ordnung war und alle dachten, dass der VfB gerade nach abartigen Rückrunde der letzten Saison nun Meister wird.

Die Stuttgarter Band Bubeck nutzte die leeren Stadionränge (und Baustelle) für den Videodreh ihre fluffigen Single “Future”, die am 1. November erschienen ist. Frontmann und Sänger Christoph Bubeck hat sich damit laut eigener Aussage einen kleinen Traum erfüllt, denn schon als kloi Bub war er bei jedem Heimspiel im Neckarstadion, wie wir Ewiggestrigen gerne immer noch sagen.

Sauberle und wir hoffen, dass dieser Song für den Vaueffbeh nen kleiner Motivationsschub ist. Oben bleiben!

www.stuttgartist.de

15. Juli 2010

Degerlocher Wetterleuchten

von Ingmar Volkmann

Junger Spitz, war das ein Kracher gestern Abend. 1:1 endete das Stadtderby Kickers gegen VfB, ein wunderbarer Anlass, um zu testen, wie viele Fußball-Phrasen man in elf Zeilen unterbringen kann: Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Tempofußball hüben wie drüben – um es mit meinem großen Idol Heribert Faßbender zu sagen. Ein frühes Tor hätte dem Spiel gut getan, Enzo Marchese erzielte die Führung der Kickers mit einem fulminanten Sonntagsschuss (an einem Mittwochabend!) in der 37. Spielminute, im direkten Gegenzug erzielte Patrik Funck mit einem abgefälschten Schuss den Ausgleich. Für kurze Zeit verwandelte sich das Schafskäse-Stadion in einen Hexenkessel. Die Zuschauer sahen anschließend viel Leerlauf im Spiel des VfB, die Spieler hatten wohl Felix-Magath-Gedächtnis-Beine, also bollenschwere Stampfer vom Trainingslager.

Einziger Höhepunkt in der zweiten Halbzeit war die Durchsage von Stadionsprecher Frank Pfauth, Polizei und Feuerwehr hätten Starkregen, Starkhagel, Starkwind und sonstige biblische Plagen angekündigt, man solle ich bitte gefälligst entsprechend verhalten. Und während wir auf der Gegengerade noch grübelten, wie entsprechend verhalten bei Hagel genau ausschaut (Hinter Joe Bauer verstecken? Einen VfB-Fan aufspannen? Mit Karl-Heinz Ratzer gemeinsam den Regen verlachen?), flüchtete die halbe Haupttribüne bereits. Selbstverständlich nicht, um Frauchen ins Trockene zu bringen, sondern um den Cayenne noch schnell in die Garage zu fahren.

Alles in allem war es ein herrlicher Abend voll Grasnarben-Fußi, Stadionwurst, ehrlichen Bieren und einem ordentlichen Gewitter. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr.

20. Mai 2010

WM-Einstimmung

von Ingmar Volkmann

Nachdem wir es hier heute bereits von Käse hatten, also dem VfB, möchte ich an dieser Stelle noch etwas Werbung machen für den sympathischeren Verein in Stuttgart, der mit Blau und Weiß auch farblich besser aufgestellt ist: die Stuttgarter Kickers.

Am quasi einzig fussballfreien Wochenende vor dem WM laden die Kickers zum letzten Spitzenspiel in dieser Saison, die Blauen haben es mit Nürnberg II zu tun. Der schlecht gelaunte Herr neben Ihnen im Fanblock schimpft übrigens nicht über Sie, der meint die Spieler auf dem Platz. Das ist Joe Bauer von den Stuttgarter Nachrichten, der sich kein Heimspiel entgehen lässt. Zurück ins Funkhaus.