Mit ‘VfB Stuttgart’ getaggte Artikel

21. Juli 2010

Wir wollen Textsicherheit!

von Tobias Köhler

Während sich die VfB-Spieler Miroslav Klose, Philipp Lahm und Thomas Müller noch ein bisschen von der WM erholen müssen, stecken die anderen Kollegen bereits im Trainingsendspurt: In vier Wochen startet die Bundesliga.

Da steht’s den Fans gut zu Gesichte, auch mal in die Saisonvorbereitung einzusteigen. Und die einschlägigen Fangesänge zu trainieren.

Die Kulturgemeinschaft Cannstatter Kurve macht sich um das VfB-Liedgut verdient – und bietet bei Youtube Videos einen eigenen Kanal zum Thema E-Learning an. Dort sind die Libretti so wunderbarer Fangesänge wie “Oooh alle vereint”, “VfB Stuttgart du bist unser stolz”, “Wollen wir Stuttgart siegen sehen” oder “Im Neckarstadion” abrufbar – als Hilfestellung gröhlt im Hintergrund ein Fanchor mit.

Schön, dass die Texte in der Regel von überschaubarer Länge und zudem voller Wiederholungen sind. So sollte es nicht weiter schwer fallen, schon in kurzer Zeit Textsicherheit zu gewinnen – die zumindest bis zum fünften Bier reicht.

Also, alle mitgröhlen:

“oooh alle vereint
für den Verein mit Tradition aus Cannstatt
oooh allez allez
allez allez
allez allez
Bad Cannstatt
wir sind überall
vertreten immer würdig
unsere Heimat”

Na dann.

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08. Juli 2010

Nach der WM ist vor den Kickers…

von Ingmar Volkmann

… so oder so ähnlich lautet eine alte Fußballweisheit von Sepp Herberger, dem Jogi Löw des 20. Jahrhunderts. Bevor wir alle nach dem Wochenende in ein Loch fallen so tief wie das Angriffsspiel der Spanier, schlagen wir statt dessen allerfeinsten Live-Fußball zur Vorbereitung auf die nächste Buli-Saison vor.

Nächste Woche Mittwoch stellt sich nämlich live die Gewissensfrage: Biste blau oder rot? Immer noch blau nach vier Wochen WM, werden die einen antworten, rot vor Neid auf dieses schöne kleine Stadion auf der Waldau antworten dagegen alle Bad Cannstatter. Guido „Diego“ Buchwald, der Arne Friedrich der Neunziger, kann sich auf dem Plakat auch nicht so recht entscheiden und bemüht, wie das der gewöhnliche Fußballer eben gerne so vor der Ecke im Strafraum macht, den größten deutschen Vorstopper aller Zeiten, Johann Wolfgang von Goethe (Eintracht Frankfurt): „Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust, eine blaue und eine rote, weil beide Vereine ich so stark finde in diesem Stutengarten.“ (Faust, Nachspielzeit).

Wer sich auch nicht so recht entscheiden kann oder einfach nur nach einem guten Vorwand für eine gescheite Stadionwurst sucht, schreibt einfach eine Mail an brezel.me, Stichwort blauoderrot. Wir verlosen zweimal zwei Stehplatzkarten.

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23. Mai 2010

Genial, aber etwas lauffaul

von Tobias Köhler

Er haut den Ball mit 140 Sachen in Richtung Torwart, trifft auch aus großer Entfernung maximal 20 Zentimeter neben sein Ziel – und kostet mit 50.000 Euro weniger als ein Landesliga-Kicker: der neue  Stuttgarter Stürmerstar David (Fotos: dpa).

Die Universtät Stuttgart hat den Fußball-Roboter mit dem Killerinstinkt entwickelt – der nicht nur den VfB so vieler Probleme entledigen könnte. Ein menschlicher Torwart hätte kaum Chancen gegen das Gerät.

Ein paar Probleme gibt’s allerdings noch: David sieht aus wie die Mischung aus einem überdimensionalen Fußballschuh und dem Space Shuttle, und macht vor dem Torschuss ähnlichen Lärm wie letzteres. Vor allem ist David ein wenig lauffaul. Genaugenommen bewegungsunfähig: Man muss ihn praktisch vors gegnerische Tor tragen.

Ein Phänomen, das man durchaus auch von so manchem VfB-Stürmer kennt. Dort lässt es sich allerdings leichter cachieren…

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20. Mai 2010

Schafskäse Alter!

von Martin Elbert

(Bild von Gazi)

Wer kann bei diesen (Achtung Mega-Macho-Alarm auf unterstem Niveau) drei Stückchen Schafskäse nein sagen? Das dachte sich wohl auch unser VfB, als er auf der Homepage von Gazi war. Mensch, die Käsefabrik wäre doch eigentlich ein dufter neuer Hauptsponsor für unseren Kojak-Gedächtnis-Club, wie Mami heute schon berichtete.

Die Chefs knallten “Joghurt” in die Überschrift, ich muss bei Gazi (genau genommen ist es die Garmo AG) aber immer an Schafskäse denken. Es gibt zwar nur 5 Mios im Jahr (anstatt zuvor 7,5 von der ENBW), aber ey, mal ganz ehrlich: Ich hab nen VfB-Trikot, ziehe ich gerne zu Laufveranstaltungen an, aber für die ollen Abzocker auf der Brust habe ich mich dabei immer leicht geschämt.

Mit GAZI on se Front und lecker Schafskäs´im Kopf rennt es sich vielleicht gleich nochmals mit einem besserem Gewissen. Obwohl, nachher ist das genauso ein dubioser Verein wie der Herr Alois Müller...

Aber ich denke nicht.”Qualität mit Tradition: Seit 35 Jahren von Stuttgart aus nach ganz Europa” klingt genau nach Brezel-Geschmack. Verwurzelt in der Heimat, mit weißen iPhones in der Welt zu Hause. Oder so ähnlich.

GAZI sponsert bekanntlich ebenfalls die Kickers und die Einstellung von Firmenchef Eduardo Garcia dürfte manchen Hardliner gazisch, äh, spanisch vorkommen. ”Mein Herz hängt an beiden Stuttgarter Vereinen.” Aber solange er nicht auf den KSC abfährt, ist alles gut würden wir sagen.

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17. Mai 2010

Jens, du wirst uns fehlen

von Tobias Köhler

Mööönsch, Jens, was werden wir nur ohne dich machen. Du warst uns immer der Liebste beim VfB. Nicht so brav und langweilig wie die anderen drahtgebürsteten Typen.

Hast anderen die Brille von der Nase geklaut.

Hast hinter die Band gepinkelt.

Hast dich dafür bei Johannes B. Kerner in den Staub geworfen.

Und einmal haste dich sogar von einem Balljungen verarschen lassen.

Du warst ziemlich oft beleidigt. Und du hast die anderen ziemlich oft beleidigt – erst diese Woche hat’s Mario Gomez erwischt. Aber Grandseigneur, der du bist, hast du natürlich gleich nachgeschoben, dass es nur ein Späßle war.

Du wirst uns fehlen. Nicht so sehr als Elfmeterschütze (letzte Woche beim 10:1 gegen Ebersbach hast du fett übers Tor gebrettert) wie als größter Entertainer beim VfB Stuttgart.

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07. April 2010

Bereit für die WM

von Ingmar Volkmann

Endlich. Gestern war es wieder soweit. Habe das erste Mal beim Dienstags-Kick im Theaterhaus gewonnen. Seit Januar.

Wie grausam waren sie, die vergangenen Wochen. Immer wieder dienstags kam die Ernüchterung. Meine ganz persönliche Hertha-BSC-Phase.

Egal welcher Mannschaft mich Spielertrainer Werner Schretzmeier zugeteilt hatte, ich ging als Verlierer vom Platz. Dabei nimmt das Theaterhaus-Team die Mannschafts-Aufstellung durchaus ernst. Mindestens ein Azubi ist zum Wochenbeginn damit beschäftigt, potentielle Mitspieler anzurufen und deren Fitnessstand abzuklopfen. Schretzmeier selbst macht dann in einer geheimen Zeremonie kurz vor Spielbeginn die Aufstellung.

Zwischendrin hatte ich sogar die ein oder andere Bude erzielt. Allein, es half nichts. Am schlimmsten dann die Nacht nach einer neuerlichen Niederlage: Hätte man nicht doch quer spielen sollen auf David? War man im Zweikampf gegen Jakob hart genug rangegangen? Nach einer besonders schlechten Leistung konnte man die Restwoche direkt in die Tonne kicken wie einst Klinsmann.

Gestern dann das Christian-Gross-artige Wunder: gewonnen, und zwar haushoch. Die eigene Leistung zwar mehr als bescheiden, dafür brillierten David und Tom als magisches Dreieck, Pardon, Duett.

Heute Nacht endlich mal wieder durchgeschlafen. Rechne jetzt fest mit einer Nominierung für Südafrika. Jogi braucht noch einen Mann für die Innenverteidigung. Sorry Serdar, aber am 6.5. wird bei der Bekanntgabe des WM-Kaders mindestens einer aus der Theaterhaus-Truppe an dir vorbeiziehen.

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17. März 2010

Beflaggen

von Martin Elbert

Das Hinspiel war zwar stark, aber die Chancen sind in der Tat trotzdem gering, deswegen braucht der VfB an diesem schweren Tag alle erdenkliche Unterstützung und deshalb zeigen wir Flagge. Vorwärts ihr Roten, Camp Nou ist auch nur ein Stadion.

Darauf zwei Schnaps und eine Brezel. Wir drücken die Daumen. Heute Abend ab 20.45 Uhr auf Sat1.

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14. März 2010

Das andere Stuttgart (IX)

von Tobias Köhler

Stuttgart, BW, hat seinen VfB und zum Beispiel den Stuttgarter-Zeitung-Lauf. Und Stuttgart, Arkansas, hat… ja, was eigentlich???

Wir haben knallhart recherchiert und sind auf einige sportliche Höhepunkt im Jahreslauf gestoßen. Da wäre zum Beispiel das “Duck Race” (wo nicht etwa Enten, sondern alle ambitionierten Stuttgarter mitlaufen).

Oder das große Bowling-Turnier, das dort ähnliche Zuschauermassen anzieht wie auf unserem Kontinent das Champions-League-Finale.

Ganz klar also, Stuttgart, Arkansas, ist fällig als nächste “Hauptstadt des Sports”.

Tipps gibt’s bei OB Wolfgang Schuster. (Bitte direkt anrufen, seine Pressesprecherin hat er gerade mal wieder rausgeekelt).

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23. Februar 2010

Exklusiv: das Ergebnis VfB gg. Barcelona vorab

von Ingmar Volkmann

Liebe Sportkameraden und Sportkameradinnen,

Fußball-Volkes-Seele kocht hoch, der Messi-Adrenalin-Pegel steigt, die Barcelona-Vorfreude kennt keine Grenzen. Den Fußball-Feiertag zum Anlass nimmt die Sportredaktion von brezel.me (Foto v. links nach rechts Tobias Köhler, Ingmar Volkmann, Martin Elbert, Erik Raidt) und liefert das Ergebnis des Duells von heute Abend vorab. Der VfB schickt den FC Barcelona nach einer durchschnittlichen Leistung mit 8:1 nach Hause. Tore: sechsmal Hleb, zweimal Lehmann durch Elfmeter bei einem Eigentor durch das VfB-Maskottchen Fritzle.

Die Gründe für den auch in dieser Höhe verdienten Heimsieg sind schnell erzählt: Barca-Trainer Josep Guardiola hatte sich bei der abschließenden Presse-Konferenz durch die polierte Glatze von VfB-Trainer und Alpen Kojak Christian Gross so beeindruckt gezeigt, dass er sich umgehend ebenfalls die Haare abrasieren ließ – beim Spitzen-Friseur Top Ten in der Neckarstraße im Stuttgarter Osten.

Die Spieler waren bei der finalen Taktikbesprechung von Guardiolas neuer Friese so entsetzt, dass sie mit einer 1-1-9-Formation ins Spiel gingen: Neun Spieler im gegnerischen Strafraum bei gleichzeitiger Vernachlässigung der eigenen Defensive wird in der Champions League brutal bestraft – selbst wenn die gegnerischen Spieler Hilbert oder Marica heißen.

Damit nicht genug: Beim Abschluss-Shopping der Mannschaft aus Barcelona in Stuttgarts bekanntester Fußball-Boutique Abseits auf dem kleinen Schloßplatz hielten die Betreiber den kompletten Barca-Sturm um Messi und Henry in den Umkleide-Kabinen bis nach Ladenschluss fest, so dass die Ausnahmespieler mit ihren vollen Ed-Hardy-Einkaufstüten erst nach Spielende in Stuttgart Bad-Cannstatt eintrafen.

Zu guter letzt lockten die Macher der Pena Real Madrid in der Immenhofer Straße im Stuttgarter Süden die Ausnahme-Kicker aus Katalonien kurz vor dem Spiel zu einem informellen Abschlusstraining, das sich bei näherem Hinsehen als Straftraining der fiesesten Sorte entpuppte: Die Spieler des FC Barcelona mussten die größten Real-Madrid-Triumphe auf Großbildleinwand goutieren – nachvertont durch Laienschauspieler des Heslacher Mundart-Theaters.

Aus Vereinskreisen des FC Barcelona wurde nach dem Spiel die Nachricht verbreitet, dass die Mannschaft zum Rückspiel im eigenen Stadion erst gar nicht mehr antreten wird. Gegen solch eine bockelharte Stadt wolle man nicht noch einmal spielen müssen, hieß es aus dem Umfeld des FC Barcelona.

Zurück ins Funkhaus.

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22. Februar 2010

Gullivers Reisen: Barca im Lande Liliput

von Erik Raidt

Heute morgen ist eine Gruppe von Touristen aus Barcelona auf dem Stuttgarter Flughafen (Foto Achim Zweygarth) angekommen. Weil man nicht in diesen dusseligen Pilotenstreik der Lufthansa verwickelt sein wollte, entschloss sich die bunte Truppe offensichtlich, in der hauseigenen Clubmaschine anzureisen.

Brezel.me-Informationen zufolge wird die Reisegruppe in den nächsten zwei Tagen ein straffes Programm in Stuttgart durchlaufen. Auf dem Programm steht eine Stippvisite in der Altstadt, eine Mannschaftsbesprechung im Cafe Weiß und ein Ausklang am nächsten Tag beim gemeinsamen Brunch in der Akademie der Schönsten Künste.

Möglicherweise wird die Reserve der Reisegruppe morgen Abend kurz in der Mercedes-Benz-Arena vorbeischauen, wo sie in einem kleinen Freundschaftsspiel mit einer Stuttgarter Lokalauswahl Katz-und-Maus spielen wird.

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08. Februar 2010

Kochen gefährdet Ihre Gesundheit

von Tobias Köhler

Daniel Küblböck (DSDS) und Erwin Staudt (VfB) singen auf der Stuttgarter Fressmesse Intergastra zusammen “Rote Lippen soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da.”

Das ist sooooo wahnsinnig. Da kann ich gar nix dazu schreiben.

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05. Februar 2010

Bluten für den HSV

von Ingmar Volkmann

Auch ein Brezelianer muss mal Gutes tun. Da ich nichts Gescheites gelernt habe, außer Essen keine Disziplin wirklich beherrsche und dazu arm wie eine Kirchenmaus bin, bleibt mir als einzige Option das Blut spenden. Mittwoch wollte ich in der Mittagspause mal wieder ein halbes Literchen lassen, bin allerdings rückwärts zurückgetaumelt, als ich die Schlange vor dem Katharinenhospital gesehen habe.

Die Leute standen bis auf die Straße. An den herrlichen Saiten mit Brötle, die man nach dem Abzapfen bekommt, kann’s nicht gelegen haben. Nachdem ich obiges Plakat entdeckt hatte, wurde mir aber einiges klar. Das waren alles Hanseaten in der Schlange, Exil-Fischköpfe, Mitbürger mit Waterkant-Migrationshintergrund, die mittlerweile so gut integriert sind, dass sie die schwäbische Kardinaltugend, das Sparen, mehr als verinnerlicht haben.

Was die können, kann ich schon längst. Also heute nochmals zur Bluttankstelle. Will schließlich auch live miterleben, wie Serdar Tasci Samstag in einer Woche Ruud van Nistelrooy seinen Einstand in der Bundesliga vermiest.

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31. Januar 2010

Haltet eure Brillen fest!

von Tobias Köhler

Noch ein paar Stunden, dann ist er wieder da. Der Riese, der Göttliche, der…Lehmann. Die Sache mit der Sperre dauerte für uns gefühlte drei Jahre. Und jetzt wissen wir: Wir von Brezel.me fürchten nichts mehr, als dass er seine Ankündigung wahrmacht und sich nach Ende dieser Saison ins Privatleben zurückzieht.

Wir fragen: Wer klaut dann Fans die Brillen? Wer schnorrt Reporter um fünf Euro an? Wer pinkelt hinters Tor? Wer fliegt mit dem Heli nach Hause? Wer tritt den Gegner um, wenn der Ball mal nicht da ist? Wer beleidigt seine Freunde und Feinde ohne Anlass? Wer legt seine Beichte bei “Kerner” ab?

Ohne Lehmann wird der VfB nicht mehr der gleiche sein. Schaut ihn euch an, so lange ihr noch könnt. Heute, 15.30 Uhr, in der Mercedes-Benz-Arena gegen Dortmund.

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30. Januar 2010

Horst, schmeiß’ deine Stürmer raus!

von Tobias Köhler

Kleiner Tipp für Horst Heldt und die anderen Vorstandsjungs vom VfB Stuttgart vor dem Spiel gegen Dortmund (So, 15.30 Uhr): Verkauft Cacau, Pogrebnyak, Schieber und die anderen Stürmer (und am besten auch gleich den ganzen Rest). Leiht euch ein paar Spieler vom 1. RFC Stuttgart aus.

Die haben schon deutlich mehr Titel geholt als der VfB Stuttgart. Abgesehen davon haben die Robotkicker von der Uni Stuttgart den VfB-Profis einiges voraus:

  • Sie sind weder launisch noch eitel
  • sie üben keine Kritik an Trainern/Mitspielern/Vorstand
  • sie klauen den Fans keine Brillen
  • sie pinkeln nicht hinters Tor
  • sie spielen immer fair
  • sie wollen kein Millionensalär
  • sie spannen einander niemals die Freundin aus
  • sie feiern die Nacht nicht in der Disco durch
  • sie fahren keine Sportwagen zu Schrott
  • sie fliegen nicht First Class, sondern im Gepäckraum zum Champions-League-Spiel
  • sie sehen besser aus.

Natürlich fallen uns noch mehrere tausend weitere Gründe ein, die echten VfB-Kicker durch Roboter zu ersetzen. Aber die heben wir uns für den nächsten Spieltag auf.

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22. Januar 2010

Das kleine Ba-Wü-Derby

von Ingmar Volkmann

Heute Abend ist es soweit: Derby-Time, VfB gegen SC, Stuttgart gegen Freiburg, Motor- gegen Studentenstadt, Württemberg gegen Baden, böse gegen gut, Trollinger gegen Riesling, Abstiegskandidat gegen, äh Abstiegskandidat.

Als Badener im Exil, Ausländer in einer mir gegenüber mitunter eiskalt eingestellten, fremden Großstadt drücke ich natürlich dem südbadischen Underdog die Daumen. Nützen wird es nichts – der VfB ist mit seinem Alpen-Kojak auf dem aufsteigenden Ast, während sich Freiburg seit einigen Spieltagen für die Zweite Liga bewirbt.

Die findigen Freiburger lassen aber nichts unversucht und haben kurz vor Ende der Transferperiode noch einmal zugeschlagen. Verpflichtet wurden die Schwarzwald Huzzlahzz (siehe Video), einige vollschlanke HipHopper, die das defensive Mittelfeld verstärken sollen.

Wenn der selbsternannte Kuckucks-Klan im Strafraum beim Eckball so rappt und schon in der Halbzeit Trikots tauschen möchte, dürften Khedira und Co. einigermassen verunsichert sein. Vielleicht reicht es ja zu einem wunderschön herausgespielten 0:0.

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