Mit ‘Vesper’ getaggte Artikel

04. April 2011

Von Männern und Brezeln

von Christiane Wild

Stuttgart ist um einen schönen Mann ärmer: Matthias (zweiter von links), der seither für die Hitboutique (was? Ihr kennt die Hitboutique nicht?? Die haben eine Homepage) dem Kontrabass mal sanfte, mal energische aber immer äußerst wohlklingende Töne entlockte, verlässt den Kessel. Aus. Schluss. Vorbei. Am Freitagabend nun gab die Band ein Abschiedskonzert für den Bassisten, den Frontfrau Lea immer den “schönen Matthias” nannte.

Schöne Männer kann Stuttgart bekanntlich ebenso wenig zu viele haben wie frische Brezeln – und deshalb weinen wir dem schönen Matthias mit dem einen Auge eine Träne nach. Mit dem anderen spähen wir in die Zukunft: die Band hat nämlich schon einen Neuen, am Donnerstag wird er im Bix zum ersten Mal mit auf der Bühne stehen.

Wir sind gespannt und vespern derweil eine Brezel.

18. Juni 2010

Materialien zur Mittagspause – WM-Ausgabe

von Ingmar Volkmann

Unser Menü für heute passend zum Spiel Deutschland gegen Serbien: Cevapcici vom Metzger Ergenzinger. Klose verspert Subotic, Kuzmanovic zeigt mal wieder im eigenen Strafraum ein gutes Händchen für die torreiche Mahlzeit und Müller kostet den Rest der serbischen Abwehrreihe zum Nachtisch. Wir wünschen guten Appetit allerseits!

19. März 2010

Materialien zur Mittagspause VIII

von Ingmar Volkmann

Grundsätzlich essen wir ja alles: Nr. 45 scharf in der Sonne, Currywurst, sogar Italienisch, wenn zwischen zwei Rügen vor dem Presserat genügend Zeit bleibt. Blei mit Bratkartoffeln haben wir uns dann aber doch nicht getraut. War nämlich gar nicht in Stuttgart, sondern in unserem letzten Urlaub an der Ostsee, Achtung, Wortspiel, in der Nähe von Rügen. Und mit Ossis ist so gar nicht zu spaßen – nicht nur kulinarisch.

25. Februar 2010

Materialien zur Mittagspause V

von Ingmar Volkmann

Passend zur späten Mittagspause mal wieder eine fröhliche Portion Zwangsironie. Weil ich Fan von exotischen Fasten-Kuren bin, experimentiere ich derzeit mit Eiern: Wie viel Eier kann man über den Tag verteilt essen? Minimum sieben. Ab wann haben in Stuttgart Ostereier Saison? Bereits seit kurz nach Weihnachten. In welcher Form führt man sich seine Mittagspausen-Eier am besten zu, wenn man bereits zum Frühstück derbe viel Rührei verputzt hat? Im Glas, so wie hier im bezaubernden Café Herbertz in der Immenhofer Straße zu sehen.

Man beachte auch die wie zufällig hindrapierte Stuttgarter Zeitung. Im Herbertz findet sich übrigens neben diversen Tageszeitungen und Monatsmagazinen noch mehr Lesestoff: Passend zu einer Eier-Kur kann man sich hier etwa hervorragend folgendem Standardwerk widmen. Liest sich weg wie nichts, der literarische Eiertanz!

18. Februar 2010

Materialien zur Mittagspause IV

von Ingmar Volkmann

Die Mittagspause ist bekanntlich die schönste Zeit des Arbeitstages. Sitzt man nicht gerade in Möhringen, sondern wie ich als Brezel-Außenstelle im hippen Heusteigviertel, hat man die Qual der Wahl zwischen Pasta vom Tortellino (Backstein-im-Bauch-Gefühl um spätestens 14:15 Uhr), beste Döner von Stadt beim Alaturka (schlecht für den Termin zum Hintergrundgespräch im Rathaus um 14 Uhr), einem bezauberndem Vorspeisenteller in der Zauberküche (schlecht für den Termin zum Hintergrundgespräch im Rathaus um 14 Uhr, Teil II – „Achtung, da kommt wieder der Schmierfink mit der Knoblauchfahne“) oder einer herzhaften Metzger-Mahlzeit, nach der man eine Woche Urlaub zum Verdauen nehmen muss.

Wichtig in einem sensiblen Bürogefüge: das korrekte Abmelden zum Mittagsmahl. Man sollte den Kollegen immer Bescheid geben, dass Westerwelle wegen des neuesten Hartz-IV-Bashings bitte auf dem goldenen iPhone durch klingeln möge – man speise die nächsten vier Stunden wie immer zu Mittag bei Vincent Klink.

Unsereins meldet sich also per Mail oder Telefon ab. Wenn der eigene Arbeitsplatz aber ein fetter Gelenkbus ist, kann man das Päuschen auch schon mal über die Anzeigentafel kommunizieren. Mach ich ab jetzt auch. Zwischen 12 und 14 Uhr trage ich immer eine Leuchtschrift mit mir herum. „Pause! Nicht ansprechen: Schreiberling verdaut gerade Schnitzelchen.“