Mit ‘Urlaub’ getaggte Artikel

29. September 2011

Happy New Year

von Martin Elbert

War eine Woche weg. Urlaub heißt das oder auch “den Köhler machen”. Der war wohl auch in der Türkei. Hab ihn Gott sei Dank leider nicht getroffen. Bin sehr bedacht darauf, im Urlaub niemanden über den Weg zu laufen den ich nicht kenne. Weiterhin bin ich sehr bedacht darauf, Touri-Hochburgen zu vermeiden, bin aber mehr oder weniger unerwartet in einer gelandet namens Marmaris. “Yes, yes my friend, yes please”, animierten mich die Klonproduktverkäufer und Gastronomen ihren Laden zu betreten. Circa 100 Mal wurde mir ein “need Haircut?” angedreht.

Hatte aber auch sehr schöne Seiten, wie z.B. ein kleines Cafe in der Altstadt über den Dächern von dem Touri-Dorf mit super Ausblick und so. Die Treppen waren sehr steil und erst beim Verlassen fiel mir dieses sympathische Schild auf. Gute Idee muss ich sagen. Könnte man auch hier als Dauerpost einrichten. Oder ich sags mal so: Wünsch euch frohe Weihnachten und eine gutes neues Jahr!

21. April 2011

Out of Office: Osterhase und Co.

von Ingmar Volkmann

Sotele, das Brezel-Geschwader meldet sich ordentlich in den Urlaub ab. Wir wünschen feine Feiertage, ordentliche Ostern und unstressigen Urlaub. Mehr Alliterationen fallen uns jetzt auch nicht mehr ein. Also sagen wir’s mit Eiern:

06. Oktober 2010

Ein Herz für Tiere (1)

von Tobias Köhler

In Stuttgart leben zwei wirklich großartige Autoren (okay, wenn man Peter O. Chotjewitz zu den Lebenden zählt, vielleicht auch drei. Nicht zu vergessen Anna Katharina Hahn, die definitiv noch unter uns ist ;-) ). Aber das ist ja Geschmackssache.

Jedenfalls rede ich von Heinrich Steinfest und Wolfgang Schorlau. Beide schreiben sie irgendwie Krimis. Aber völlig unterschiedliche. Während der Schorlau durchweg politisch brisante Themen aufgreift, sich einen abrecherchiert und knallhart an der Realitität dran ist, nimmt’s Heinrich Steinfest nicht so genau mit der Welt, den Fakten und den Naturgesetzen. Weshalb in seinem neuesten Buch “Batmans Schönheit” auch ein paar echte böse Engel auftauchen.

Um das als Vater zweier Kinder und begeisterter Verschenker mal in einen Geburstagsgeschenksvergleich zu packen: So ein Schorlau-Buch ist wie ein bockstarkes Geschenk – vielleicht ein Kosmos-Chemieexperiementierkasten, mit dem man potenziell die Wohnung in die Luft jagen kann -, das man sich von der Verkäuferin bei Spielwaren-Kurtz brav in einfarbiges Papier einschlagen lässt. Ein halbwegs schlaues Kind erkennt schon von Ferne, was drin ist. Spaß macht es trotzdem.

So ein Steinfest-Roman dagegen ist wie eine Ansammlung fieser, individuell ausgesuchter Kleinigkeiten, alle einzeln in Zeitungspapier oder sonstwas Inoffizielles eingepackt und mit einem roten Faden verbunden. Nicht rauszukriegen, was da drin sein könnte. Oft nicht mal dann, wenn man’s ausgepackt hat. Ein irres Vergnügen.

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29. September 2010

Die Neue auf Weltreise, Teil II – Färöer Inseln

von Ingmar Volkmann

Trommelwirbel, Tusch, Applaus, Ekstase: Wir Brezel-Heinis haben weder Kosten noch Mühen gescheut, eine neue Schreiberin zu verpflichten. Franziska Schuppert kommt zwar aus Baden und fiebert für den KSC, ist aber dennoch ein sehr umgänglicher Mensch. Franzi hat beim Stadtmagazin LIFT volontiert und belohnt sich nach ihrer journalistischen Ausbildung jetzt mit einer sechsmonatigen Weltreise – was man halt so macht als junges, unverheiratetes Ding ohne Verpflichtungen und Angst vor S21. Für brezel.me bloggt sie künftig aus der ganzen Welt. Teil 2: Färöer Inseln.

Nach zwei Tagen Renterdampfer von Dänemark nach Island mit ausschließlich hochprozentiger Verpflegung aus der selbst mitgebrachten Plastiktüte (Essen ist einfach zu teuer und der Schwabe mit badischem Migrationshintergrund sparsam) haben wir mittlerweile festen Boden unter den Füßen: Tórshavn, die Hauptstadt der Färöer Inseln. 12.000 Einwohner und eine Brezel.

Resümee nach einer Woche Weltreise:

Nicht funktionierende Kreditkarte    1

Spinnender Foto-Apparat                1

Abgerissener Taschengurt             1

Deutsche Rentner auf dem Schiff      50

Sonnentage                           5

Wahnsinniger Ausblick                1

Hausgemachte Spätzle                 0

Ach ja, von den Färöer Inseln ging es dann ziemlich schnell nach Island, siehe Foto. Mensch, sind die hier weit mit der Technik…

24. September 2010

Die Neue auf Weltreise

von Ingmar Volkmann

Trommelwirbel, Tusch, Applaus, Ekstase: Wir Brezel-Heinis haben weder Kosten noch Mühen gescheut, eine neue Schreiberin zu verpflichten. Franziska Schuppert kommt zwar aus Baden und fiebert für den KSC, ist aber dennoch ein sehr umgänglicher Mensch. Franzi hat beim Stadtmagazin LIFT volontiert und belohnt sich nach ihrer journalistischen Ausbildung jetzt mit einer sechsmonatigen Weltreise – was man halt so macht als junges, unverheiratetes Ding ohne Verpflichtungen und Angst vor S21. Für brezel.me bloggt sie künftig aus der ganzen Welt, egal ob Dänemark, USA oder Singapur. Folge 1: die Abreise.

Die letzte Impfung ist überstanden, der Rucksack gepackt, die Tränen weggewischt und der ganze Mut zusammengenommen: Jetzt kann’s losgehen! Mehr als 20 Länder stehen in den nächsten sieben Monaten auf dem Programm, inklusive leckerer Magenverstimmungen, fröhlicher Krabbelviehcher, herzerwärmender Tropenstürme und freundlicher Taschendiebe. Zur Entschädigung gibt es aber hoffentlich auch die ein oder andere kulinarische Köstlichkeit (gegrillte Schaben!), exotische Tierarten (Schlangen!), unverhoffte Wetterumschwünge („gestern war doch noch Sommer, wo kommt jetzt der ganze Schnee her in diesem Land, dessen Namen ich gerade vergessen habe?“) und nette Menschen („wirklich, Herr Zöllner, ich habe keine Ahnung, wie das in mein Gepäck kam“).

Die weltweite Suche nach hausgemachten schwäbischen Spätzle kann beginnen!

20. August 2010

Betriebsferien

von Tobias Köhler

Donnerstagabend hat die Brezel.me-Redaktion ein epochales Jubiläumsfest gefeiert: am 19. August 2009 nämlich, also just vor einem Jahr, hatte sich ein Fähnlein aufrechter Stuttgarter Schreiberlinge im Waldheim Heslach getroffen, um über ein neues Stuttgart-Blog zu hirnen. Das Ergebnis war gar nicht so schlecht: am Ende ging man mit einem Konzept und einem Namen auseinander (hier nachzulesen).

Bis B.me an den Start ging, hat es dann noch bis Januar 2010 gedauert. Was den Vorteil hat, dass wir fürderhin zweimal im Jahr Geburtstag feiern können.

Jedenfalls saßen wir am Donnerstagabend im Platzhirsch, um zu feiern – und stellten beim Quatschen plötzlich fest: Die Dora ist ab nächster Woche im Urlaub. Der Ingmar ist ab nächster Woche im Urlaub. Die Ariane ist ab nächster Woche im Urlaub. Der Tobias ist ab nächster Woche im Urlaub. Der Martin ist schon im Urlaub.

Als Alterpräsident dieser Veranstaltung habe ich nun der Einfachheit halber beschlossen, das zu einem umsichtig und von langer Hand geplanten Ereignis zu erklären – und eröffne hiermit die ersten offiziellen Brezel.me-Betriebsferien.

Das heißt: die nächsten Tage wird’s ein bisschen ruhiger hier. Vielleicht tauchen aber ein paar Posts von den Malediven, aus Island, Italien, Frankreich oder vom Bauernhof in Bayern auf. Schaumermal.

P.S. Selbstverständlich lohnt es nicht, während unserer Ferien in unsere Villen einzusteigen. Die werden von afghanistan-erprobten Nahkampfeinheiten und/oder seit mehreren Wochen nicht mehr gefütterten, pferdegroßen Mastinos und/oder katholischen Priester (zur Abschreckung diebischer Kinder) bewacht.

06. Mai 2010

Lonely Planet Stuttgart

von Tobias Köhler

Der “Lonely Planet” ist eine Legende. Damals, als wir noch Urlaub mit Rucksack – und nicht wie heute mit Kinderwagen – gemacht haben, gehörte das Ding zur Pflichtlektüre. In unserem Regal gammeln noch die Ausgaben für Neuseeland, Mexiko, Thailand, Indonesien und Kanada vor sich hin. Außerdem ein nahezu unberührtes Exemplar von Korea – denn niemand kann sich erinnern, jemals nach Korea gewollt zu haben, geschweige denn, dort gewesen zu sein.

Jedenfalls: der “Lonely Planet” ist zumindest unter Backpackern die Mutter aller Reiseführer.

Was für eine Freude also, als ich dieser Tage in Apples App-Store auf den “Lonely Planet Stuttgart” gestoßen bin. Bockstarker Teasertext: “Start your engines in Stuttgart!…Fantastisch ” (siehe Foto nach dem Break).

Neugierig, wie ich bin, habe ich die 2,39 Euro auf den Tisch gelegt, um mir das Ding mal anzuschauen.

Kurz zusammengefasst: ich kenne nordthailindische Provinzhauptstädte, über die der “Lonely Planet” mehr und kompetenter berichtet hat. Unter “Eating & Drinking” empfiehlt der neben Bohnenviertel, Hans-im-Glück-Brunnen noch die Theodor-Heuss-Straße (“lots of trendy Szenekneipen”) and “the city’s best beer garden in the Mittlerer Schlossgarten”. Namentlich werden acht Kneipen genannt – u.a. der Brunnenwirt, das Weinhaus Stetter, das persische Restaurant Nirvan und die Markthalle.

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20. März 2010

Herrliche Aussichten

von Tobias Köhler

Der Quick-and-Dirty-Videoschnipsel-Veriss zum Wochenende.

Begleittext auf Youtube: “Das Luxushotel liegt im grünen Herzen der Stadt. Von dort aus haben sie einen herrlichen Ausblick auf den schönen Schlossgarten.”

Nun ist das Le Meridien ein wirklich tolles Hotel, und viele reiche und berühmte Menschen steigen dort aus guten Gründen regelmäßig ab.

Aber irgendwie liegt es meiner Erinnerung nach nicht im grünen Herzen der Stadt, sondern direkt an einer ihrer größten Hauptstraßen (die, btw. auch für ihren europaweit unerreichten Feinstaubpegel berühmt ist).

Und der Ausblick geht zurzeit auch nicht auf den Schlossgarten, sondern auf eine riesige Baustelle, auf der neue Gebäude für Ministerien entstehen. Die Bauarbeiten für Stuttgart 21 werden es vermutlich nicht besser machen.

Aber dafür ist die Softpornomusik im Hintergrund des Spots ganz cool.

07. Februar 2010

Das andere Stuttgart (V)

von Tobias Köhler

Stuttgart, BW, hat – wie wir alle wissen – mehrere Jahrhunderte lang versucht, die Olympischen Spiele in den Kessel zu holen. Ist ziemlich jammervoll gescheitert. Stuttgart, Arkansas, kennt solche Probleme nicht: Dort finden jedes Jahr die Weltmeisterschaften im Duck Calling statt. Ein Ereignis von größter sportlicher Bedeutung.

Wir haben eine bockstarke Reportage bei Youtube gefunden. Und nach 1:43 Minuten ist uns endlich klar, dass Duck Calling mindestens so langweilig ist wie Ski Cross, Curling und Skeleton – nur, dass die letztgenannten Sportarten von Freitag an wohl live in ARD und ZDF aus Vancouver übertragen werden.

21. Januar 2010

CMT (4): Das Grauen in der Gotzenmühle

von Erik Raidt

Hier trifft die Wirtschaftskrise auf den semi-urbanen Lifestyle 2010. Das Ochsenschlachtfest im Landgasthof Gotzenmühle habe ich mir jedenfalls ganz fett in meinem persönlichen Urlaubskalender des Jahres angestrichen. Wichtig ist die Vorbereitung: eine Woche lang Gurkendiät und stilles Wasser, totale körperliche Enthaltsamkeit und dann nichts wie hin nach Lichtenau zum Ochsen schlachten!

Was ich noch auf der CMT für mich entdeckt habe: bockstarke Pauschalangebote wie das Herbstkonzert mit den Kastelruther Fratzen inklusive Dolomitenrundfahrt oder Evita – das Musical in Magdeburg (3 Tage nur 398 Euro, Sprachkurs nicht inbegriffen).

Vielleicht reicht’s aber auch nur zum Vaihinger Freibad. Leider haben die dort noch keinen Ochsengrill.

19. Januar 2010

CMT (2): Fremd und geheimnisvoll…

von Erik Raidt

 

Schön, wenn man liebe alte Bekannte wiedertrifft. Bei meiner kleinen Expedition an die äußersten Ränder des guten Geschmacks bin ich auf der CMT einem Wiedergänger von Leslie Mandoki begegnet. In seinem früheren Leben war Mandoki Vortänzer auf der MS Dschingis Khan, unterstützt von Dieter Thomas Heck.

Nachdem er den Kalten Krieg beendet hat (“Mohoskauuu, fremd und geheimnisvoll, Türme aus rotem Gold, kalt wie das Eis”) widmet sich Mandoki nun offensichtlich der Wiederbelebung schöner Traditionen der österreichischen Volksmusik. I love it!

Und weil es unvergesslich bleibt, kommt hier noch ein wenig Tanzgymnastik aus dem Jahr 1979.

18. Januar 2010

CMT (1): Super parken im Ländle

von Erik Raidt

Mutti bricht unter der Last der Tüten zusammen, Vati ist in der Caravanabteilung verschollen, die Kinder plärren nach zehn Minuten: it`s showtime auf der CMT, der größten Folkloremesse des Landes.

War heute dort und habe Menschen getroffen, die den schwersten Job der Welt haben: Werbehostesse für Bad Säckingen. Soll mir nachher keiner sagen, er komme von dort und es gebe dort eine gaaanz zauberhafte Kirche und klasse Radwege. Die werben unter anderem mit einem “Bikini-Musical” als Highlight. So schaut wohl Verzweiflung aus.

Auch großartig: die Werbung für unser schönes Ländle unter dem Motto: “Naturparke Baden-Württemberg”.

Grammar rules! Werde gleich losfahren, um meinen Japaner neben dem Froschteich abzustellen, immer mittenrein in die Naturparke.

16. Januar 2010

Der Lach-Zwinker-Räusper-Huster

von Tobias Köhler

Heute hat die beste Tourismusmesse der Welt auf den Fildern begonnen: die CMT. Und da geht’s auch ums Caravaning – also um Urlaub in rollenden Einfamilienhäusern (gerne inkl. Garage für den Kleinwagen o.ä.). Dafür hat sich das Blog wir-lieben-caravaning.de etwas ganz Nettes ausgedacht. Es hat irgendwelche Leute zur Zukunft des Wohnmobilurlaubens befragt. Und alle Videos bei Youtube eingestellt.

Netterweise auch alle Entwürfe. Die heißen “bitte löschen 1″ (siehe oben) oder “bitte löschen 2″. Was aber offensichtlich niemand getan hat – macht ja nichts, im größten Videoportal des Planeten steht so mancher unfertige Krempel herum. Abgesehen davon ist auch in der fertigen Version (siehe unten) der Lach-Zwinker-Räusper-Huster am Anfang des Videos drin. Und deshalb ist es auch irgendwie egal.

UPDATE (17. Januar, 11:00 Uhr): Jetzt, gut 24 Stunden nachdem unser Artikel online gegangen ist, hat sich doch jemand die Mühe gemacht, das Video “Bitte löschen 1″ zu löschen. Vielleicht hat er vorher bei uns vorbeigeschaut ;-) Aber wie gesagt, der Lach-Zwinker-Räusper-Huster ist auch im unteren Video drin.

10. Januar 2010

Bombenwitz

von Ingmar Volkmann

wummen

Letztens wieder extrem gut draufgewesen. War mit der Familie auf dem Weg nach Ägypten. Wollte wie immer meiner Ollen bei der Sicherheitskontrolle imponieren. Ist son kleiner Scherz zwischen uns: Wenn sie mich loben will, sagt sie mir immer, dass ich Dynamit in der Hose hätte.

Daher ich so zum Grenzer, „Hab ne fette Bombe in der Hose, weißte“, und meiner Alten zugelächelt und an der Goldkette gezwirbelt. Uschi hat unter ihren falschen Wimpern kolossal zurückgezwinkert. Hab mich schon auf die Puffbrause im Flieger und zwei Wochen all inclusive im Club gefreut – mit Kinderanimation, damit Kevin und Jaqueline nachmittags aus dem Bungalow raus sind und wir ungestört, na Sie wissen schon.

Die Trachtengruppe am Stuttgarter Flughafen war aber voll humorlos und ist überhaupt nicht auf mein Späßken eingestiegen. Musste ich direkt kurz in den Bau, Flieger ham wer dann natürlich auch nicht mehr gekriegt.

Na ja, dann halt umgebucht. USA. Disney-Land gucken und so. Die Amis dann aber so richtig spassfrei. Auch alle Spielzeug-Wummen musste man durchleuchten lassen. Dabei hatten sich die Kleinen so darauf gefreut, mit Papa im Urlaub den Plastik-Panzer auszuprobieren, gekauft bei Ebay-Rumania.

Nächstes Mal fahren wir wieder mit dem Auto zum Camping nach Meck-Pomm.