Um das gleich vorweg zu nehmen: ich bin kein gewalttätiger Mensch. Spinnen trage ich lieber aus meiner Wohnung, als sie zu töten und verirrten Bienen zeige ich den Weg zum geöffneten Fenster.
Und jetzt hat ausgerechnet mir ein Marder den Krieg erklärt. Nacht für Nacht macht er aus meinem Auto seinen Spielplatz. Schläuche nagt er an, in die Antenne verbeißt er sich, auf dem Dach hinterlässt er seine tapsigen Spuren. Jeden Morgen steige ich mit Herzklopfen und schweißnassen Händen ins Auto: Welche Warnlampe leuchtet diesmal, wird der Kühler qualmen oder das Auto gar nicht erst anspringen??
Der Marder lacht sich wahrscheinlich ins haarige Fäustchen. „Wenn der einmal da war, kommt der immer wieder“, sagt der Mann in der Werkstatt, so als könnte man da gar nix dagegen machen.
Ich kaufe mir jetzt eine Schrotflinte und lege ich mich auf die Lauer. Und dann schauen wir mal, wie’s weitergeht.










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