Warum wir den Stuttgarter Westen lieben?
Weil parken hier keine Alltagsbeschäftigung, sondern ebenso Leistungssport wie Leidenschaft ist.
Parken im Stuttgarter Westen, das lässt keinen kalt.
- Wildfremde fallen einander in die Arme, wenn sie ihr Auto unverhofft am Straßenrand untergebracht haben.
- Freunde fallen einander in den Rücken, wenn sie um die selben 3.15 Meter Parkraum konkurrieren.
- Und wenn sich Eheleute nach 20 Jahren nichts mehr zu sagen haben, heizt die Debatte um den Stellplatz die Beziehung wieder an.
Und während die braven Münchener – etwa in Haidhausen – an ihrer Anständigkeit verzweifeln, weil sie ebenso wenige Parkplätze wie Mumm zum Falschparken haben, gilt in Stuttgart unter Gentlemen und -women eigentlich nur eine Regel: erlaubt ist alles, was dem anderen einigermaßen Platz zum Durchkommen lässt. In weiten Teilen hat sich die Polizei dem angeschlossen.
Hier ist uns übrigens ein schöner Schnappschuss einer sehenswerten Choreografie gelungen (siehe Fotos). An der Ecke Vogelsang-/Rückertstraße parken die Autos in sechster Reihe (okay, einer ist heimlich ausgeschert).
















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