Mit ‘Tatort’ getaggte Artikel

18. August 2010

Oh Shit!

von Tobias Köhler

Nicht direkt aus Stuttgart-City, aber definitiv von überregionaler kriminalistischer Bedeutung:

In Mönchweiler im Schwarzwald hat die örtliche Polizei vor rund zwei Monaten eine fette Cannabis-Plantage entdeckt – mit mehr als 100 Pflanzen. Seitdem hat sie gewartet, dass sich der Hobbygärtner sehen lässt.

Vergebens.

Weil die Zeit und die Shitpflanzen reif waren, hat nun die Polizei selbst zu den Gartengeräten gegriffen und die Ernte eingefahren – nur um den Stoff anschließend herzlos zu vernichten.

Weiß der Herr, warum die Beamten ein bisschen albern drauf waren. Jedenfalls haben sie dem Plantagenbesitzer ein – wie wir finden – sehr nettes Schild hinterlassen.

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24. Juni 2010

Hey! Döner oder was?

von Ariane Holzhausen

“Moskau (dpa): Drei Russen haben einem Gerichtsurteil zufolge in der Stadt Perm am Ural Menschenfleisch gegessen und Leichenteile an einen Döner-Imbiss verkauft. Der Richter sah es als erwiesen an, dass die Obdachlosen im Herbst 2009 einen 25-Jährigen mit mehreren Messerstichen und Hammerschlägen töteten. Das Menschenfleisch sei nach dem Mord an einen ahnungslosen Kiosk-Betreiber verkauft worden, der es für seine Kunden zu Fleischpiroggen und Dönern verarbeitete. Das Gericht verurteilte zwei der Männer zu 18 Jahren, den dritten zu 13 Jahren Straflager.

Die Ermittler kamen den Tätern auf die Spur, nachdem an einer Bushaltestelle in einem Industriegebiet Überreste des Opfers gefunden worden waren. Die vorbestraften Männer erklärten vor Gericht, dass sie den 25-Jährigen aus „persönlicher Abneigung“ getötet hätten.”

Ähm…, das kann in Stuttgart nie passieren, gell???!!!

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26. April 2010

Baller, Baller

von Tobias Köhler

Nach der ersten Viertelstunde stand ich kurz davor, selber zum Mörder zu werden. Wenn ich noch einen Stuggi-Tatort ertragen muss, in dem der gesamte Cast hochdeutsch quatscht (einzige Ausnahme: die dezent schwäbelnde Lisa Martinek) und dann schlappt so eine Type vor die Kamera, die sich für den brutalen Schwäbisch-Slang schier den Unterkiefer ausrenkt, dann kriege ich wirklich Gewaltfantasien. Aaaarrrggh!

Ich bin inzwischen fast sicher, dass irgendwer beim SWR – und ich habe da ganz konkret Sonja Schrecklein im Verdacht – sitzt, der für die Endabnahme der Stuttgart-Tatorte zuständig ist und vor der Freigabe immer befielt: Do muss oiner Schwäbisch schwätza, des sin mir onserm Publikum schuldig.

Auf in den Fröhlichen Weinberg!

Aber von vorne: Sonntagabend, Tatortzeit, Stuttgart ist mal wieder dran. “Blutgeld” heißt die Story. Frau und Tochter sind erschossen worden, alles deutet auf den Vater als Täter hin. Doch der hat ein Alibi.

Und dann entfaltet sich eine fiese Räuberpistole mit Mafiaanwalt, Ostblockkillern, Rumgeballere und ner Menge Toten. Ziemlich abgedreht. Aber viel Äktschen.

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01. März 2010

Susanne Eisenmann im Tatort

von Ingmar Volkmann

Dunnerlattich, hatte ich mich gestern auf den neuen Odenthal-Tatort gefreut und dann so was: Außer geilen Karren auf dem Hockenheimring gähnende Langeweile, irgendwie kam die Handlung so gar nicht in die Gänge. Selbst mein Liebling Kopper schwächelte ungewohnt.

Einziger Lichtblick: Stuttgarts Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann in einer tragenden Nebenrolle.

Susi spielte die Schwägerin des Mordopfers, das durch eine Flasche Schampus den Tod findet (nebenbei, was für ein Traum-Exodus!) und sich dann um den hinterbliebenen Sohnemann kümmern muss. Leider scheitert sie an dieser Aufgabe.

In ihrer Rolle kam Eisenmann ihre Erfahrung als Bürgermeisterin zu Gute, auch hier verzweifelt sie schließlich regelmässig an der Sanierung hiesiger Schulen, der Rettung der Kultur und in anderen Bereichen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf Susis nächste Tatort-Besetzung. Arbeitstitel: „Mord im Rathaus.“ Laut SWR geht es um einen ausgelaugten Rathauschef, der anderen eine Grube gräbt, darüber ins Stolpern gerät und von Eisenmann schließlich den entscheidenden Tritt bekommt. Richy Müller ist kurz davor, die Tat aufzudecken, lässt sich dann aber von Eisenmanns rauem Charme verführen…

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03. Februar 2010

Kleines Bilderrätsel

von Tobias Köhler

Manche Bilder sagen mehr als Worte. Man weiß nur nicht genau was. Das hier ist so eines. Deshalb zum Aufwärmen am Mittwochmorgen: unser kleines, aktuelles Bilderrätsel:

Was ist auf unserem dpa-Foto zu sehen?

  • die Ernst-Barlach-Skulptur “Stapelnde Hände” fürs Stuttgarter Kunstmuseum
  • die neue Hartz-IV-Kampagne des Arbeitministeriums “Kein Geld? Dann wärmt einander!”
  • der Knopfdruck für die Sprengung des Stuttgarter Rathauses
  • sechs Anzugträger spielen Butterstampfer.
  • unter dem Stapel liegt ein Ein-Euro-Stück – und alle wollen es haben.
  • ein paar Blödmänner sind auf einen besonders billigen “Verstehen Sie Spaß?”-Scherz reingefallen.
  • das Werbeplakat für eine Handcreme

Weitere Vorschläge? Bitte kommentieren. Oder die Lösung angucken.

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29. Januar 2010

Tatort Schickhardtschule

von Ariane Holzhausen

Wenn wir das Stadtteilblättle “Lebendiger Süden” nicht hätten, dann wären wir dem Fernsehen glatt auf den Leim gegangen – und hätten jetzt nicht so prima Anregungen für die nächsten Tatorte mit Lannert und Bootz: Die Handlung in die Nachkriegszeit verlegen? Hmmm, beim Richy wird ja gern die Vergangenheit ausgeleuchtet, und wir wüssten auch schon, wer seinen Vater spielen könnte: Jopi Heesters. Und wenn der SWR Richy Müller rausschreiben will, schicken sie ihn einfach zu Dreharbeiten in die Schickhardtschule rein. Zusammen mit Jopi.

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28. Januar 2010

Ab sofort: Brezel.me auch in Rosa

von Tobias Köhler

Millionen Leser haben uns in den letzten Tagen gefaxt, gemailt und gefacebookt: “Brezel.me ist super”,”Vielen Dank, dass es euch gibt” und “Das hat uns gerade noch gefehlt.” Aber viele User haben uns auch gefragt: “Die Brezel.me-Autoren sind ja alles wahnsinnig witzige und gut ausehende Typen – aber warum schreiben eigentlich keine Frauen für das Blog?”

Die Antwort ist so einfach wie einleuchtend: Elbert, Raidt, Volkmann und Köhler haben sofort zugesagt, nachdem sie erfahren hatten, dass es ein bisschen Ruhm und monatlich eine Kiste Bier für ihre Arbeit für Brezel.me zu holen gibt. Die Vertragsverhandlungen mit unseren potenziellen Mitarbeiterinnen waren ungleich komplizierter – da musste über Inhalte diskutiert werden, über die politische Ausrichtung, das Design und die Grenzen des guten Geschmacks. Naja, wenn’s sein muss.

Diese Woche aber ist uns der Durchbruch gelungen: Vom heutigen Tag an wird unsere über die Maßen geschätzte Kollegin Ariane Holzhausen mitbrezeln. Hier geht’s zu ihrer Bio – und zu einem Bild von ihr. Denn wir haben – ausdrücklich auf ihren Wunsch hin – diesen Post mit einer Henne illustriert.

Also: Herzlich Willkommen, liebe Ariane!

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25. Januar 2010

Wo bleibt die Soko Stuttgart?

von Tobias Köhler

Wo bleibt der smarte Computertyp, wo der coole Draufgänger, wo die Blonde mit den großen Brüsten? Mal wieder typisch. Wochenende. Und die Soko Stuttgart hat frei. Kein Wunder, dass es im Klinikum Stuttgart zu dramatischen Szene kommen kann. Ein Dieb geht um – und klaut einen Geldbeutel und ein Mobiltelefon.

Wobei Handys im Klinikum Stuttgart laut der eigenen Website verboten sind – wohl, damit die Kranken auch ja den sauteuren Kliniktarif beim Telefonieren berappen müssen.

Jedenfalls scheint es in den städtischen Krankenhäusern zuzugehen wie in der Bronx, wenn man sich das Video anschaut. Das Filmchen ist im Youtube-Kanal von KlinikTVStuttgart erschienen – der zusammen mit dem Kanal des Karaoke-Fun-Pubs in Stuttgart Mönchfeld zu den absoluten Schatzkästchen cineastischer Perlen aus dem Kessel gehört.

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18. Januar 2010

Leo P. Ard

von Ingmar Volkmann

tatort

Heiligsblechle, was war denn das für ein Tatort gestern Abend? Deutsch-schweizerische Verbrüderungsszenen auf dem Bodensee (völlig unrealistisch!), ein Waffenhändler, dessen bester Kumpel eine Art Untersee-Antwort im Pelzmantel auf amerikanische Gangster sein soll (mit weißem iPhone!!), und der heimliche Obergangster ein Stuttgarter LKA-Beamter, dessen schauspielerische Leistung aus einer Mischung aus Vollbart und irrem Blick besteht. Steile Kiste!

Dazu eine abstruse Flucht in einem alten Motorrad samt Beiwagen, ein spektakulärer Auto-Überschlag in Zeitlupe und eine total typische Soziologie-Studentin, die – wie Soziologie-Studenten halt so sind –, nicht weiß, was sie will. Wieso der Krimi so krude war? Der Drehbuch-Schreiber hieß laut Vorspann Leo P. Ard.

Ist wahrscheinlich der Cousin von K. Bel-Eins und hat zu viel Alarm für Cobra 11 gesehen.

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27. Dezember 2009

Kalter Kaffee mit Süßstoff

von Tobias Köhler

Tatort

Ein Krimi wie ein Adventskaffee: alles in Brauntönen, alles schön beschaulich, alles schön der Reihe nach. Nur nicht aufregen. Wenn’s in “Altlasten” knallt, dann ist’s sicher die Fehlzündung von Omas Oldtimer. Geschossen wird nicht – ja, nach 90 Minuten wissen wir sogar: es ist nicht einmal jemand ermordet worden. Der neue Stuttgart-”Tatort” ist am Sonntagabend ganz ohne Tatort ausgekommen. Dafür fahren die Kommissare Lannert und Bootz ganz schön oft durch den Stuttgarter Westen, also heimelt es auch da irgendwie – wenngleich inzwischen, wie man hört, große Teile des Stuttgarter “Tatort” in Karlsruhe gedreht werden.

Nun bin ich der Meinung, ein guter Krimi braucht nicht unbedingt einen blutrünstigen Mord. Eine spannende Story tut’s völlig. Aber diese Hat-die-geldgierige-Verwandtschaft-wohl-den-lieben-Opa-umgebracht?-Geschichte in Stuttgarter Halbhöhenlage ist so lecker wie kalter Kaffee mit Süßstoff. Man traut es sich nach gefühlten hundert Jahren Bienzle gar nicht zu sagen: Die beiden neuen Stuttgarter Kriminaler sind zwar selbst zusammengezählt noch jünger als der olle Dietz-Werner Steck – aber bisweilen genauso betulich.

Also, Jungs, lasst es mal wieder rocken. Momentan liegt ihr noch deutlich hinter den Kollegen aus Münster, Köln und München…

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