Mit ‘Stuttgart’ getaggte Artikel

19. August 2010

Motherfucking French

von Tobias Köhler

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Neulich haben wir uns ein bisschen über eine Amerikanerin lustig gemacht, die doch tatsächlich in den legendären US-Frühlingsferien nach Stuttgart statt wie alle anderen Tennies nach Miama gereist ist.

Das haben – zugegeben – auch die beiden Jungs in unserem Video oben gemacht. Deren Trip in den Kessel verlief unter dem Motto “Deux Frenchies à Stuttgart – ça fait mal!” und zum Sound von “I’m a motherfucking French” allerdings hinreichend unkonventionell, um euch das mal vorzuspielen.

Ich habe hunderte von “Ein Tag in Stuttgart”-Tourivideos für die Brezel gesichtet – das ist definitiv eines der lustigeren.

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10. Mai 2010

Gold für den Nasenbären

von Tobias Köhler

Manchmal müssen wir gar nicht zwangsironisch sein. Manchmal ist die Welt lustig, ganz von alleine. Deshalb hier die dpa-Meldung des Tages:

“Europas beste Tier-Präparatoren arbeiten im Naturkundemuseum Stuttgart. Mit einem präparierten Nasenbärbaby und zwei amerikanischen Wildschweinen (Pekaris) haben Jan Panniger und Alwin Probst den Titel Europameister der Präparatoren nach Stuttgart geholt, wie das Naturkundemuseum am Montag stolz mitteilte.

Gut 200 Präparatoren mit rund 380 Objekten wetteiferten vergangene Woche in Italien um den Sieg in 13 Kategorien. Panniger gewann die Kategorie “Kleine Säugetiere”, Alwin Probst in “Große Säugetiergruppen”. Ihre Präparate überzeugten die Jury sowohl wissenschaftlich wie ästhetisch – sie seien nicht zu vergleichen mit dem simplen Ausstopfen früherer Zeiten.”

Danke, liebe Kollegen von der Deutschen Presseagentur!

Und hier noch ein Videole über die Präparatoren:

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20. März 2010

Herrliche Aussichten

von Tobias Köhler

Der Quick-and-Dirty-Videoschnipsel-Veriss zum Wochenende.

Begleittext auf Youtube: “Das Luxushotel liegt im grünen Herzen der Stadt. Von dort aus haben sie einen herrlichen Ausblick auf den schönen Schlossgarten.”

Nun ist das Le Meridien ein wirklich tolles Hotel, und viele reiche und berühmte Menschen steigen dort aus guten Gründen regelmäßig ab.

Aber irgendwie liegt es meiner Erinnerung nach nicht im grünen Herzen der Stadt, sondern direkt an einer ihrer größten Hauptstraßen (die, btw. auch für ihren europaweit unerreichten Feinstaubpegel berühmt ist).

Und der Ausblick geht zurzeit auch nicht auf den Schlossgarten, sondern auf eine riesige Baustelle, auf der neue Gebäude für Ministerien entstehen. Die Bauarbeiten für Stuttgart 21 werden es vermutlich nicht besser machen.

Aber dafür ist die Softpornomusik im Hintergrund des Spots ganz cool.

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09. Februar 2010

Haarsträubend!

von Ariane Holzhausen

Raben krächzen, Nebel wallt – war da was hinterm Baum? So lässt sich kurz das Spannendste des gestrigen ZDF-Films “Die Toten vom Schwarzwald” zusammenfassen. “Mystery” sei das, sagen die Mainzelmännchen. “Am besten lässt sich das Genre ‘Mystery’ eingrenzen, indem man von Filmen spricht, in denen übernatürliche Phänomene im Mittelpunkt stehen” – sagt eine Definition im Internet. Übernatürliche Phänomene? Klar, Heino Ferch!

Der ehemalige Kunstturner, unser Mann im “Tunnel”, auf der “Luftbrücke”, im “Untergang” und hinter der “Mauer”, Heino-wie-ich-habe-da-nicht-mitgespielt?-kann-nicht-sein!-Ferch steckte nun also im Schwarzwald fest, krächzte hinterm Baum, guckte wie ein Eichhörnchen und sollte uns das Gruseln lehren. Das war lustig.  Haarsträubend war eigentlich nur, wie er seine Rolle spielte. Einen Forensiker aus Stuttgart.

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06. Februar 2010

Unsere eigene CD mit geheimen Daten

von Tobias Köhler

Der Brezel.me-Redaktion ist eine weitere Daten-CD (Foto dpa) mit prekären Informationen angeboten worden. Anders als der Staat sind uns moralische Zweifel fremd – und wir haben für schlappe fünf Millionen zugeschlagen. Die Entschlüsselung der Informationen hat mehrere Tage gedauert, aber inzwischen ist klar: das Material ist ziemlich heterogen, aber hochexplosiv.

Enthalten sind unter anderem:

  • mehrere bisher unveröffentlichte gemeinsame Alben von Wolle Kriwanek und Dieter Bohlen im MP3-Format (“You’re my Heart, you’re my Stroßaboh”)
  • die Listen sämtlicher Englisch-Vokabeln, die Günther Oettinger nicht kennt (hochkomprimiert, insgesamt mehrere Terabyte)
  • die Aufstellungen der – wirklichen – Kosten von Stuttgart 21
  • das Rezept für die besten Brezeln der Welt
  • mehrere Lyrikbände aus der Feder von Wolfgang Schuster
  • das Script für den nächsten 007-Film “You can leave your Hat on” mit Dietz-Werner Steck in der weiblichen Hauptrolle
  • die Liste aller Leute, die abstreiten, jemals im Leben mit DJ Pate No. 1 gesprochen zu haben (u.a. Silvester Stallone, Robbie Williams, etc.)
  • die korrekten Antworten auf die sog. letzten Fragen: Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es einen Gott? Etc.

Vielleicht habt ihr noch ein paar Vorschläge, was wir auf der CD alles finden könnten? Bitte kommentieren…

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05. Februar 2010

Tätärä!

von Ariane Holzhausen

Ist schon ein bisschen her, aber wir wussten das noch nicht. Und weil ja jetzt die Tage anbrechen, an denen der Dom wieder mal in Kölle stehen gelassen wird, weil ihn sonst eh keiner haben mag, und alle plötzlich in irgendsoeinen Puff nach Barcelona fahren wollen, haben wir uns gedacht, nichts Geringeres als der beste Witz der Welt passt doch wunderbar zu diesen bumsfidelen Tätärä-Tollereien. Aber der Reihe nach.

Nehmen wir also mal an, der beste Witz der Welt würde gesucht und dann gekürt werden. Wo würde so ein fips-asmussiger Riesenspaß (Fips Asmussen, eigentlich Rainer Pries, bester Witz auf zwei Beinen, Anm. der Red.) wohl stattfinden? Wir mussten uns auch zweimal die Tränensäcke reiben, als wir das gelesen haben: Natürlich in der Stadt, in der laut wirrem Fischkopp-Gefasel alle ein Stockwerk tiefer gehen, um zu lachen - ja natürlich in unserer Lieblingsstadt, in der Humor so verbreitet ist wie die Baggergrube!

Der Reader’s Digest Verlag, Vordernbergstr. 6, Postleitzahl 70191, hat gesucht und verkündet: Der beste Witz der Welt kommt aus Schweden. Nein, nicht Ikea. Aus 30 Witzen aus aller Welt wurde der von Jörgen Jönsson ausgewählt, und der beste Witz der Welt, über den Reader’s Digest übrigens ernsthaft schreibt “Mit diesem Witz erntet Jörgen Jönsson seit Jahren immer wieder Lacherfolge” geht so:

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01. Februar 2010

Unsere Grammys tragen Bärte

von Tobias Köhler

Seien wir mal ehrlich. Natürlich wäre es uns lieber, Beyoncé Knowles (Fotos dpa) käme aus Stuttgart. Die hat heute Nacht in L.A. satte sechs Grammys eingefahren – darüber hinaus ist sie ziemlich schnuckelig.

Das kann man von den vier Jungens auf dem Foto unten nicht unbedingt sagen.  Dafür kommen Peter Laenger, Stephan Schellmann, Markus Heiland und Andreas Neubronner wirklich aus Stuttgart. Und in Sachen Grammys können sie ganz gut mithalten.

Die Tritonus Musikproduktion in Stuttgart räumt seit Jahren bei den US-amerikanischen Musikpreisen fett ab: Dieses Jahr gab’s die Grammys Nummer 18, 19 und 20 für eine CD mit Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 und dem Adagio aus der Symphonie Nr. 10.

Leute, wir sind stolz auf euch. Interviewen würden wir aber trotzdem lieber Beyoncé.

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24. Januar 2010

Hau in die Tasten, Wolfgang!

von Tobias Köhler

Die Stadt Mannheim droht dieser Tage einem Twitterer, der sich schon vor Jahren den Account “mannheim” (dort kann man bei Twitter die Geschichte auch aktuell verfolgen) geschnappt hatte, mit einer Klage. Begründung der Stadt: “…selbstverständlich beschäftigen wir uns auch mit dem Web.” Na dann.

Wollte mir daraufhin natürlich sofort “stuttgart” bei Twitter unter den Nagel reißen, aber das ist – wenig überraschend – schon vergeben. Den Account hat irgendein Martin (doch nicht unserer? ;-) ) in Beschlag genommen. Der hat zwar mehr als 80 Follower, aber noch keinen Ton von sich gegeben. Wir wünschen Martin, dass er keinen Ärger mit dem Stuttgarter Rathaus bekommt.

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20. Januar 2010

Superman rettet Stuttgart

von Tobias Köhler

Ein offenbar unglaublich dröger Wirtschaftskurs an der Berufsakademie Stuttgart. Der Lehrer faselt etwas von Gesellschafterversammlungen, Leistungsverflechtungen und stellt fiese Fragen. “Ich darf auf keinen Fall einen Stimmrechtsmehrheit haben – warum, Dieter? Weil sonst muss man voll konsolidieren.” Aha.

Da klingelt ein Handy. Ein Schüler nimmt ab, ruft “Mein Gott! Ich komme”.

Was dann kommt, ist wirklich unglaublich lustig. Wirklich sehr, sehr lustig. (Das Video steht schon seit 2008 bei Youtube, ist aber so lustig, dass ich es unbedingt nochmal rausziehen musste).

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14. Januar 2010

Kuschelkarten für den A-Block

von Tobias Köhler

“tomba1966″ will mindestens 450 Euro für zwei Tickets in der Cannstatter Kurve (eins davon gilt nur für Kinder), r_k_n bietet zwei Karten schon für 395 Euro zum Sofort-Kauf an: Bei E-Bay wird gerade um Karten fürs VfB-Spiel gegen den FC Barcelona gezockt. Nein, das ist sicher kein Schwarzhandel, sondern eine Ansammlung trauriger Einzelfälle, die ihre Eintrittkarten umständehalber abgeben müssen: “Bin zum o.g. Termin leider beruflich gebunden”, o. ä. steht hier und da in den Fußnoten. Pech gehabt.

Natürlich bieten wir fleißig mit. Dienstag, 23. Februar, 20.45 Uhr, Mercedes-Benz-Arena: Über dieses  Spiel redet die Stadt, das wird legendär, da muss man dabei sein.  Ohne Tricksen kommt man als Gut-Wetter-Fan aber nicht an Karten. Bei den einschlägigen Fußball-Ticketservices im Internet gibt’s Karten “sichtbehindert” ab 186 Euro, wenn man was sehen will, gehen die Preise bei 240 Euro los. Hilft also nur Geduld. Irgendwann werden die Fantasiepreise bei E-Bay schon in den Keller gehen.

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27. Dezember 2009

Kalter Kaffee mit Süßstoff

von Tobias Köhler

Tatort

Ein Krimi wie ein Adventskaffee: alles in Brauntönen, alles schön beschaulich, alles schön der Reihe nach. Nur nicht aufregen. Wenn’s in “Altlasten” knallt, dann ist’s sicher die Fehlzündung von Omas Oldtimer. Geschossen wird nicht – ja, nach 90 Minuten wissen wir sogar: es ist nicht einmal jemand ermordet worden. Der neue Stuttgart-”Tatort” ist am Sonntagabend ganz ohne Tatort ausgekommen. Dafür fahren die Kommissare Lannert und Bootz ganz schön oft durch den Stuttgarter Westen, also heimelt es auch da irgendwie – wenngleich inzwischen, wie man hört, große Teile des Stuttgarter “Tatort” in Karlsruhe gedreht werden.

Nun bin ich der Meinung, ein guter Krimi braucht nicht unbedingt einen blutrünstigen Mord. Eine spannende Story tut’s völlig. Aber diese Hat-die-geldgierige-Verwandtschaft-wohl-den-lieben-Opa-umgebracht?-Geschichte in Stuttgarter Halbhöhenlage ist so lecker wie kalter Kaffee mit Süßstoff. Man traut es sich nach gefühlten hundert Jahren Bienzle gar nicht zu sagen: Die beiden neuen Stuttgarter Kriminaler sind zwar selbst zusammengezählt noch jünger als der olle Dietz-Werner Steck – aber bisweilen genauso betulich.

Also, Jungs, lasst es mal wieder rocken. Momentan liegt ihr noch deutlich hinter den Kollegen aus Münster, Köln und München…

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17. Dezember 2009

Stuttgart von hinten

von Tobias Köhler

Tja, da hat Stuttgart Marketing irgendwie versagt. “katthegreek” hat mit ihrer Kamera gnadenlos festgehalten, was der Durchschnittstourist von Stuttgart mitbekommt, wenn er nicht aussteigt. Bilanz: ein paar mies angezogene Rucksacktouristen, viel Gestrüpp und ein bisschen vom Schlossgarten. Und das wird in den nächsten Jahren sicher nicht besser, wenn erst mal die Bagger für S21 anrollen. Vielleicht würden ja schon ein paar Pappkulissen (vgl. Potemkin) von blühenden Landschaften helfen.

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