Mit ‘Sport’ getaggte Artikel

29. November 2010

Statt Sport

von Ingmar Volkmann

Früher – die Älteren mögen sich vielleicht noch erinnern – hab ich an dieser Stelle immer mal wieder die innige Liebesbeziehung zu meinem Fitnessstudio thematisiert. In letzter Zeit hab ich um die Mucki-Bude aber einen Bogen machen müssen, weil ich zwecks Sicherung der persönlichen Grundbedürfnisse malochen musste – eine ganz neue Erfahrung in meinem Leben.

Wenig Sport geht in meinem Alter leider einher mit der fettesten Plautze nördlich von Heslach. „Das liegt am Bindegewebe“, versucht mich Mutti immer zu beruhigen. Könnte auch an zweimal Pasta täglich plus Hackepeterbrötchen und Schnäpschen zum Nachtisch liegen, aber sei’s drum, sieht unschön aus. Teste daher jetzt erstmal obiges Angebot, das ich im Parkhaus (!) von Rewe am Marienplatz an einem düsteren Eingang gefunden habe. Wenn’s zu sehr weh tut, geh ich vielleicht mal wieder ins Studio.

13. September 2010

Blaues Auge in Mexiko, Teil II

von Ingmar Volkmann

Ob es daran lag, dass zu wenig Brezeln im Publikum saßen, oder an der langen Kampf-Pause der Tigerin oder an der Höhenluft, der ungewohnten? Stuttgarts stärkste Frau, Alesia Graf, hat ihren WM-Kampf in Mexiko Samstagnacht verloren. Wir zitieren:

„Alesia Graf hat den leidenschaftlich geführten Kampf eindeutig nach Punkten verloren. Die einjährige Box-Pause hatte bei der doppelten Weltmeisterin eindeutig Spuren hinterlassen. Der Kampf wurde bereits in den ersten Runden entschieden. In der 1. und 2. Runde musste sie Niederschläge einstecken. Alesia hat sich wieder in den Kampf zurückgekämpft, konnte aber die bärenstarke Mexikanerin nicht entscheidend treffen. „Für mich war dieser Kampf ein großes Erlebnis. In der weltgrößten Stierkampf-Arena gegen die stärkste Boxerin in meiner Gewichtsklasse anzutreten, war eines der beeindruckendsten Erlebnisse in meiner Box-Karriere”, sagte die Boxerin gleich nach dem Kampf. Die stark emotionale Stimmung und die Atmosphäre in der Arena machten deutlich, welchen Stellenwert der Box-Sport bei dem mexikanischen Publikum einnimmt. Der Kampf wurde in 90 Ländern live übertragen, Deutschland hatte kein Interesse.“

Direkt nach ihrer Rückkehr tritt Graf übrigens einen neuen Job an: Künftig moderiert sie die Kommentare im Brezel-Forum. Wer Mist postet, bekommt es mit ihrer linken Geraden zu tun.

10. September 2010

Blaues Auge in Mexiko

von Ingmar Volkmann

Die stärkste Frau der Stadt ist eindeutig Alesia Graf (im Bild re.). Ich hab ja ein bissle Angst vor der Tigerin, weil sie so hart zuschlagen kann. Wenn die richtig sauer ist, kann die bestimmt einen ganzen Bahnhof kaputt hauen. Macht sie aber zum Glück nicht.
Stattdessen kloppt sie sich morgen in Mexiko. Vor angeblich 50.000 Menschlein. Das ist ziemlicher Wahnsinn, denn ihr Boxstall Universum ist so pleite wie Sindelfingen und hat in letzter Zeit keinen Kampf mehr für die Wahlstuttgarterin organisiert. Dann organisiert man halt mal eben was auf eigene Rechnung in Mexiko City. Das Graf-Lager ist dementsprechend nervös wie Schuster bei ner Montagsdemo, die Fakten im Schnelldurchlauf, wir zitieren:
„Alesia ist von viele Fans in Mexiko herzlichst empfangen, so viele Autogramme verteilt sie in Deutschland nicht / Anna-Maria Torres ist eine sehr starke und die beste Boxerin in Mexiko, der Kampf wird hart! / der Boxkampf wird in 90 Ländern übertragen, Deutschland hatte kein Interesse, kam wohl auch kurzfristig, die Deutschen brauchen eine lange Planungsphase, das geht in vielen anderen Ländern anders / Anna-Maria Torres hat gestern im TV-Sender FOX ausgesagt, dass für sie Alesia die viel bessere Boxerin ist, als Regina Halmich war“
Was man halt so sagt vor dem wichtigsten Kampf der Karriere. Wäre ja gerne als Brezel-Sonderkorrespondent nach Mexiko geflogen, leider zeigte sich die StZ wie immer knausrig bei der Spesenabrechnung. Der heimliche Box-Blog-brezel.me berichtet Montag aber dennoch davon, wie viel blaue Augen Alesia ihrer Gegnerin verpasst hat.

10. Juni 2010

Schmerz lass nach!

von Ariane Holzhausen

Wie ist das nochmal? Wer A sagt, muss auch in den sauren Apfel beißen? Gesagt, getan. Nach mehreren Besuchen des Burger King am Marienplatz hat es sich abgezeichnet – also es hat sich da am Hosenbund was abgezeichnet. Ich habe es jetzt, wie versprochen, meinem großen Vorbild Ingmar nachgemacht und gehe jetzt ins Fitnessstudio (keine Angst Ingmar! Ich mache es bei Fitnessstudios so wie du bei Freibädern: Ich nehm eins, in dem ich garantiert keinen kenne. Diese andere Sportvariante mit den Pommes wollte ich Dir nicht nachmachen, das klang viel zu aufregend).

Ich gehe da jetzt jedenfalls hin. Und es tut weh. Und ich komme mir alt vor. Weil ich es gar nicht so einfach finde, wie eine Brezel gefaltet am Boden zu liegen. Und weil dieses ständige auf Acht zählen auf Dauer auch anstrengend ist (wer hat diese ulkige Zählweise eigentlich erfunden? Sind Sätze wie “Aber jetzt noch EINE Acht!” nicht verboten?). Und weil – und das ist das Schlimmste: immer dann, wenn es gerade zum Heulen schmerzt, mir was ganz anderes die Tränen in die Augen reibt – diese Musik, die schon vor zwanzig Jahren in Fitnessstudios lief! “TEARDROPS” von WOMACK & WOMACK! MUSS DAS SEIN???

01. April 2010

Live aus dem Studio

von Ingmar Volkmann

Tobi tut es. Christiane auch. Kommt in den besten Familien vor. Seit kurzem bin ich auch wieder Mitglied. Im Fitnessstudio. Da kannste was erleben.

Ich war in meinem Leben bereits zweimal in den Fängen einer Muckibude. Einmal während des Studiums in einer Billig-Kette. Das war anfangs ok, nach einer Weile aber nicht mehr mein Fall. Das Publikum war mir zu stark, die Umkleiden dagegen zu schwach. Nach einem Jahr war ich wieder weg.

Als Folge einer in Demut gekrümmten Position vor dem Rechner hatte ich einige Jahre später Rücken wie Horst Schlämmer und meldete mich bei einem orthopädischen Studio an. Altersdurchschnitt: 72,7. Keine Musik. Keine Möglichkeit, sich aufzuwärmen. Auch diese Beziehung ging nach einem Jahr in die Brüche.

Jetzt hat es mich wieder erwischt. Hab mir ein Mittelding ausgesucht zwischen Billigheimer und Rentner-Trimmdich. Mit fetter Aussicht aufs Waranga. Mein Trainer beim Probetraining war gleich richtig lustig. Haben zusammen gelästert über das Billigstudio.

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01. Februar 2010

Brech nieder!

von Ariane Holzhausen

Heute haben die beiden Minister Peter Frankenberg und Heribert Rech zusammen mit dem Direktor der Staatsgalerie, Sean Rainbird, das wertvolle „Augsburger Geschlechterbuch“ präsentiert.

Das Werk ist… jetzt mal völlig egal. Es geht um das, was die Herren dabei anhatten: weiße Handschuhe. Und irgendwie müssen diese ein bisschen eng gewesen sein. Das mit der Blutzirkulation hat dann wohl nicht mehr so recht geklappt.

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