Mit ‘Sonne’ getaggte Artikel

15. Juli 2010

Reich werden (8)

von Tobias Köhler

Ja, auch Ingmar muss es jetzt wohl akzeptieren: die Fußball-WM ist vorbei. Kaum wird in Südafrika nicht mehr gekickt, rauschen die Preise für die Fußball-Devotionalien in den Keller. In diesem Fall glatt um die Hälfte. Da geht umsatzmäßig gar nichts mehr.

Dafür steigt die Nachfrage nach Klimageräten und Ventilatoren. In vielen Geschäften in der City erkennt man die Verkaufsflächen nur daran, dass da fünf auf fünf Meter Leere herrschen.

Alles ausverkauft.

Also lautet der Brezel.me-Tipp der Woche: Schnell in die Pampa fahren (RT, BB, WN, etc.) – bzw. für Leute die bereits dort wohnen: schnell in die Tundra fahren (BL, AA, CW, etc.) – und dort die Elektro- bzw. Baumärkte leerkaufen. Den Kram eilig in die dichter besiedelten Gebiete transportieren – und verchecken.

Wir jämmerlichen Großstädter sind dieser Tage bereit, für ein bisschen kühle Luft Ehepartner, Sportwagen und Hochseeyacht zu verscherbeln! Die Millionen lachen schon!

Kleiner Tipp: immer die Wettervorhersage im Auge behalten… (das Geschäftsmodell funktioniert zeitlich nur begrenzt).

25. Juni 2010

Wir schwänzen!

von Tobias Köhler

Den ganzen Tag noch nix Neues auf Brezel.me gelesen? Sorry, aber nach drei Monaten Mistwetter hat die Redaktion heute hitzefrei! Und badet im Brunnen vor dem Tore vorm Königsbau.

Auf dem Bild: Brezel.me-Chefredakteurin Gabriele-Susanne Mommsen-Sütterlin (rechts) und Praktikantin Pixi Parker. Nicht auf dem Bild: alle anderen.

Ihr hört morgen wieder von uns!

24. Mai 2010

Reich werden (7)

von Tobias Köhler

Diesen Tonfall kann sie sich nur aus irgendeinem amerikanischen Wir-drillen-die-Rekruten-bis-sie-bluten-Film abgehört haben.

“NUMMER DREI! RAUS!” “NUMMER EINS! ABMARSCH!” “VIER UND ZWEI – NOCH EINE MINUTE!”

Ja, das nette Frauchen mit der Schirmmütze auf und dem Schirm über dem Kopf ist so eine Art Feldwebel des Freibads.

Höllenhundartig bewacht sie den Eingang zu den sechs ausgeleierten Trampolins, wacht mit Hilfe von sechs Digitalstoppuhren über die Einhaltung der Hüpfzeiten und expediert die Kinder nach deren Ablauf gnadenlos – genauer gesagt mit einer gewissen Schadenfreude – hinaus.

Ihr fragt euch: sehr putzig – aber was hat das mit Geld verdienen zu tun?

Ganz einfach: drei Minuten kosten 50 Cent, sechs Minuten einen Euro. Mal sechs Trampolins. Die Schlange springwütiger Kinder reißt an Sommertagen im Freibad niemals ab. Bei einer Minuteneinnahme von einem Euro, also Einnahmen von 60 Euro pro Stunde, kommt man -  mit einem Sechs-Stunden-Freibadtag und Vollauslastung gerechnet – auf 360 Euro. Hochgerechnet auf nur vier schöne Wochenenden im Monat sind wir schon bei fast 3000 Euro. Nicht auszudenken, wenn irgendwann Sommerferien sind und es tatsächlich noch Sommer würde.

Instandhaltungskosten fallen erkennbar nicht an, abgeschrieben ist das Ding seit Jahren (wenn nicht sowieso geklaut).

Und das schönste an der Sache: Man kann im Dienst gnadenlos Kinder anblöken – ohne dass sie auch nur mit der Wimper zucken…