Mit ‘Sicherheit’ getaggte Artikel

24. Juni 2010

Hey! Döner oder was?

von Ariane Holzhausen

“Moskau (dpa): Drei Russen haben einem Gerichtsurteil zufolge in der Stadt Perm am Ural Menschenfleisch gegessen und Leichenteile an einen Döner-Imbiss verkauft. Der Richter sah es als erwiesen an, dass die Obdachlosen im Herbst 2009 einen 25-Jährigen mit mehreren Messerstichen und Hammerschlägen töteten. Das Menschenfleisch sei nach dem Mord an einen ahnungslosen Kiosk-Betreiber verkauft worden, der es für seine Kunden zu Fleischpiroggen und Dönern verarbeitete. Das Gericht verurteilte zwei der Männer zu 18 Jahren, den dritten zu 13 Jahren Straflager.

Die Ermittler kamen den Tätern auf die Spur, nachdem an einer Bushaltestelle in einem Industriegebiet Überreste des Opfers gefunden worden waren. Die vorbestraften Männer erklärten vor Gericht, dass sie den 25-Jährigen aus „persönlicher Abneigung“ getötet hätten.”

Ähm…, das kann in Stuttgart nie passieren, gell???!!!

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14. April 2010

Charme des Südens

von Ariane Holzhausen

Wenn mal jemand fragt, wie Heslach denn so sei, erzählt man am besten diese kleine Geschichte, die sich im Andalucia, auch als Casamuu bekannt, abgespielt hat: Die Chefs des kleinen Eck-Spaniers im Stuttgarter Süden haben auf die Rauchertischchen vor der Tür keine seltsamen Kloschüsselexperimente wie in Gablenberg schon mal gesehen, sondern kleine Pflänzchen gestellt, in kleinen Töpfchen. Das sieht sehr hübsch aus, total mediterran auch.

Dann streckt auch schon eine Frau, die sich als Nachbarin des Lokals outet, den Kopf in den Gastraum: “Das sieht sehr hübsch aus, was Sie da draußen gemacht haben. Aber holen Sie die Planzen rein. Die werden sofort geklaut.” So ist Heslach: voller mitdenkender Nachbarn, schmucklos und kriminell.

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08. April 2010

Stuttgart geht vor die Hunde

von Erik Raidt

Stuttgarts Kommissar Rex geht in den Ruhestand. Der Schäferhund Hajo vom Eschbachwald ist nach zwölf Dienstjahren noch einmal von der Hundestaffel der Polizei für seine Verdienste ausgezeichnet worden, bevor er nun sein Gnadenchappi bekommt. Hajo war einer der besten Schnüffler der Stadt: Er fand Einbrecher und versteckte Waffen, seine Nase für Verbrecher war legendär.

Fragt sich nur, wer jetzt die Lücke füllen soll, die der stolze Hajo durch seine Verrentung gerissen hat?
Wolfgang vom Schmellbachtal, Harro von der Gänsheide oder eben doch Plisch und Plum? Wir brauchen einen neuen Fell-Columbo, sonst geht Stuttgart noch vor die Hunde.

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29. März 2010

Schnell erwachsen werden

von Christiane Wild

Die Stadt hat dem Eichenprozessionsspinner den Kampf angesagt. Mit einem Spritzmittel will sie der Raupe an den Pelz, weil sie Allergien verursacht. Wir finden das nicht fair. Was ist denn mit Birken, Haselnusssträuchern und Kastanien? Im unschuldigen grünen Mäntelchen stehen sie in der Stadt und verteilen völlig unbehelligt ihre Pollen. Und trotzdem holt keiner die Axt raus. Die Raupe hat keine Lobby. Sie hat nur eine Chance: Sie sollte ganz schnell ein Schmetterling werden.

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02. März 2010

Es brennt!

von Tobias Köhler

In der City ist der Teufel los. Großbrand in der Nähe des Charlottenplatzes, die Straßen sind gesperrt, die Bahnen fahren nicht mehr. Auf stuttgarter-zeitung.de gibt’s erste Bilder – und auf Twitter und Facebook tippen sich die Leute die Finger wund. Schließlich sitzen auch einige Internetfirmen in dem Gebäude. Verletzt wurde zum Glück wohl niemand.

Thanx an Dirk Baranek

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24. Februar 2010

Stuttgart – Barça: Wie es wirklich war

von Tobias Köhler

Scheiß Technik. Eigentlich hatten wir gestern Abend aus dem Brezel.me-Studio in der Mercedes-Benz-Arena eine Liveschalte via Web-TV geplant. Jogi Löw saß als Interviewpartner Brezel.me-Moderator Jay Leno gegenüber – und sollte sich mit Maradonna und Pele (mittels Simultandolmetscher) verbal die Bälle zuwerfen. Für die Pause hatten wir Auftritte der Chippendales (für die Ladies), der Playboy-Bunnies (für die Jungs), von Bob the Builder (für Kids und S-21-Fans), der Stones und von Elvis geplant.

Allerdings hatten wir uns bei der Übertragung auf das UMTS-Netz der Telekom verlassen – und dabei nicht berücksichtigt, dass das bekanntermaßen zusammenbricht, wenn mehr als drei Leute innerhalb von 100 Quadratkilometern Daten senden. Deshalb bekamen leider nur die rund 1000 Ehrengäste (u.a. Bundespräsident Köhler, Papst Benedikt, der Dalai Lama und Barack Obama) in der Brezel.me-Lounge die Auftritte mit.

Trotzdem hat Jogi Löw für unsere Website die wichtigsten Szenen analysiert. Oben der wohl entscheidende Moment des Spiels: Lothar Matthäus dribbelt sich an Jean-Paul Belmondo und Brigitte Nielsen (die live auf dem Spielfeld einer Schönheitsoperation unterzogen wird) vorbei, heiratet die minderjährige Schiedsrichterin – und lässt dem zusätzlich von der Sonne geblendeten Torhüter keine Chance.

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06. Februar 2010

Unsere eigene CD mit geheimen Daten

von Tobias Köhler

Der Brezel.me-Redaktion ist eine weitere Daten-CD (Foto dpa) mit prekären Informationen angeboten worden. Anders als der Staat sind uns moralische Zweifel fremd – und wir haben für schlappe fünf Millionen zugeschlagen. Die Entschlüsselung der Informationen hat mehrere Tage gedauert, aber inzwischen ist klar: das Material ist ziemlich heterogen, aber hochexplosiv.

Enthalten sind unter anderem:

  • mehrere bisher unveröffentlichte gemeinsame Alben von Wolle Kriwanek und Dieter Bohlen im MP3-Format (“You’re my Heart, you’re my Stroßaboh”)
  • die Listen sämtlicher Englisch-Vokabeln, die Günther Oettinger nicht kennt (hochkomprimiert, insgesamt mehrere Terabyte)
  • die Aufstellungen der – wirklichen – Kosten von Stuttgart 21
  • das Rezept für die besten Brezeln der Welt
  • mehrere Lyrikbände aus der Feder von Wolfgang Schuster
  • das Script für den nächsten 007-Film “You can leave your Hat on” mit Dietz-Werner Steck in der weiblichen Hauptrolle
  • die Liste aller Leute, die abstreiten, jemals im Leben mit DJ Pate No. 1 gesprochen zu haben (u.a. Silvester Stallone, Robbie Williams, etc.)
  • die korrekten Antworten auf die sog. letzten Fragen: Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es einen Gott? Etc.

Vielleicht habt ihr noch ein paar Vorschläge, was wir auf der CD alles finden könnten? Bitte kommentieren…

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02. Februar 2010

Wir fordern Mittwochsdemos!

von Tobias Köhler

Wir von Brezel.me halten uns ja bei Stuttgart 21 total raus. Das heißt: Wir kloppen auf Freunde wie Feinde gleichermaßen ein.

Aber an einer Sache gibt’s nix zu deuteln: Die offizielle Tasse zum heutigen “Spatenstich” von Stuttgart 21 ist definitiv ein schwerer Fall von Verschwendung von Steuergeldern.

Wir fordern hiermit die Verhaftung aller für diese Geschmacklosigkeit Verantwortlichen, die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses und die Organisation regelmäßiger Mittwochsdemonstrationen! Aber dalli!

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19. Januar 2010

Parken mit der Landesregierung

von Tobias Köhler

Bin gerade beim Metzger Schneider im Westen gewesen, um mir mein Frühstücksbrötle zu kaufen. Natürlich habe ich schwer illegal in der Kurve geparkt. (Fast) genauso verboten stand vor mir ein fetter, schwarzer Audi mit dunklen Scheiben, Stuttgarter Kennzeichen und einer netten Plakette unter der Scheibe: “Landesregierung Baden-Württemberg”.

Beim Fotografieren hatte ich ein bisschen Angst, dass mich sofort mehrere bullige Anzugträger überwältigen und auf die Straße werfen würden. Ist aber nichts passiert.

Die Frage ist ja: was will uns der Autofahrer mit seiner Plakette eigentlich sagen?

  1. “Seht her, ich bin einer von den Mächtigen – habt Acht!”
  2. “Ich parke zwar illegal, aber für die Regierung giltet das nicht!”
  3. “Das ist gar nicht mein Wagen, er gehört dem Staat.”
  4. “Ich habe zwar ein fettes Auto, aber einen Scheißjob.”
  5. “Oettinger rules!”

Wenig später ist dann ein Anzugträger eingestiegen und weggefahren. War weder Oettinger, noch Mappus, noch ein Minister. Wahrscheinlich hatte er das Ding aus dem Copyshop.

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15. Januar 2010

Bungeespringen für Bürohengste

von Tobias Köhler

Acht von zehn Autos fahren hier als Geisterfahrer über die neue Linksabbiegerspur, der Kollege Achim Zweygarth hat beim Fotografieren mitgezählt.

Falsch: Acht von zehn Autos fahren hier als Geisterfahrer über die neue Linksabbiegerspur, der Kollege Achim Zweygarth hat beim Fotografieren mitgezählt (Btw: Danke für das Foto, Achim!).

Manche Leute holen sich ihren Nervenkitzel beim Bungee-Springen, andere klettern ohne Atemschutzmaske auf einen Achttausender  – ich setze mich ins Auto, wenn ich einen Adrenalinstoß brauche. Im Stuttgarter Westen hat die Stadt nämlich eine neue Abenteuerlandschaft eingerichtet, Benutzung kostenlos (zzgl. Fahrtkosten): die Kreuzung an der Schwab-/Ludwigstraße.

Wer bisher von der Hauptstraße nach links abbiegen wollte, blieb einfach blinkend auf dem Fahrstreifen stehen, bis der Gegenverkehr weg war. Das blockierte natürlich alle anderen, die weiterfahren wollten. Deshalb gibt es jetzt – ganz neu – in beide Richtungen Linksabbiegerspuren. Eigentlich eine gute Idee. Nur: Die wurden einfach auf die bisherige Gegenfahrbahn gemalt.

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11. Januar 2010

Drama, Daisy, Drama

von Tobias Köhler

Stuttgart versinkt im Schneechaos, nur noch die Spitze des Fernsehturms guckt aus dem Kessel raus. Die Brezel.me-Redaktion hat – dicht vor dem Lagerfeuer im Schneebruch geschützten Kartoffelkeller gedrängt – die dramatischsten Amateurvideos vom Ausnahmezustand zusammengetragen. Schlimmer kommt’s – wie immer – nur bei Emmerich und The Day after Tomorrow.

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10. Januar 2010

Bombenwitz

von Ingmar Volkmann

wummen

Letztens wieder extrem gut draufgewesen. War mit der Familie auf dem Weg nach Ägypten. Wollte wie immer meiner Ollen bei der Sicherheitskontrolle imponieren. Ist son kleiner Scherz zwischen uns: Wenn sie mich loben will, sagt sie mir immer, dass ich Dynamit in der Hose hätte.

Daher ich so zum Grenzer, „Hab ne fette Bombe in der Hose, weißte“, und meiner Alten zugelächelt und an der Goldkette gezwirbelt. Uschi hat unter ihren falschen Wimpern kolossal zurückgezwinkert. Hab mich schon auf die Puffbrause im Flieger und zwei Wochen all inclusive im Club gefreut – mit Kinderanimation, damit Kevin und Jaqueline nachmittags aus dem Bungalow raus sind und wir ungestört, na Sie wissen schon.

Die Trachtengruppe am Stuttgarter Flughafen war aber voll humorlos und ist überhaupt nicht auf mein Späßken eingestiegen. Musste ich direkt kurz in den Bau, Flieger ham wer dann natürlich auch nicht mehr gekriegt.

Na ja, dann halt umgebucht. USA. Disney-Land gucken und so. Die Amis dann aber so richtig spassfrei. Auch alle Spielzeug-Wummen musste man durchleuchten lassen. Dabei hatten sich die Kleinen so darauf gefreut, mit Papa im Urlaub den Plastik-Panzer auszuprobieren, gekauft bei Ebay-Rumania.

Nächstes Mal fahren wir wieder mit dem Auto zum Camping nach Meck-Pomm.

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