Mit ‘Shopping’ getaggte Artikel

16. Juli 2010

Mach’s dir selbst

von Tobias Köhler

Früher, als alles noch besser war, funktionierte einkaufen so: Du bist in einen Laden gegangen, eine freundliche Bedienung hat sich deiner angenommen, dich hofiert und beraten, anschließend an die Kasse geführt, dort wurde abgerechnet, ein bissle geschwätzt – und wenn’s ein anständiger Laden war, hat man dir beim Hinausgehen sogar noch die Türe aufgehalten.

Inzwischen gehen die meisten Türen von selbst auf. Eine Fachverkäuferin kommt gefühlt auf 250 Kunden und ignoriert die dann meistens. Und jetzt soll man sich auch noch selber abkassieren. Ikea hat das mit seinen Selbstbedienungskassen vorgemacht. Jetzt machen es alle nach. Zum Beispiel Aldi.

Und sogar auf der Königstraße kommt das groß in Mode. Beim Shoppen einiger quietschbunter, meinem Alter keinesfalls angemessener, aber im Sonderangebot befindlicher Teenie-Shirts raunte mich eine ältere Dame an der Kasse an: “Wollen Sie mit Karte zahlen?” Wollte ich – und schon wurde ich zu einer Expresskasse (sorry für das sagenhaft unscharfe Foto) im Geldautomaten-Style geführt.

Die nette Dame übernahm die komplette Handhabung des Geräts für mich, aber irgendwie war die unausgesprochene Botschaft: “Das nächste Mal können Sie das aber selber, gell?”

Klar, kann ich. Sicherheitshalber bereite ich mich auch schon mal auf die Zukunft als König Kunde vor: Da werde ich mich nicht nur selber beraten und abkassieren. Nein, die drücken mir dann nur noch einen Schnittmusterbogen in die Hand, und ich stricke, häkle und nähe mir mein Hemdle auch gleich noch.

Ich freu’ mich so!

17. Juni 2010

Wichteln im Hochsommer

von Tobias Köhler

Ein Paket! Heute ist ein Paket gekommen! Dabei hatte ich gar nichts Paketiges bestellt. Ausnahmsweise. Was könnte da nur drin sein?

Hm. Ziemlich viel Verpackungsmaterial auf jeden Fall…

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13. Juni 2010

Eingefroren

von Tobias Köhler

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Und plötzlich bewegt sich keiner mehr… Ein Video vom “Freeze”-Flashmob am Samstag in den Königsbaupassagen.

20. Mai 2010

Lieber Parviz, liebe Mersa…

von Tobias Köhler

Eigentlich waren wir uns ziemlich sicher, dass es die ganzen Zombies, Ghoule und sonstigen Albfraggles in den Splatterfilmen, die wir uns allabendlich reinziehen, gar nicht gibt. Jetzt kriegen wir doch ein bissle Angst.

Denn dieses Mal waren wir uns WIRKLICH sicher, dass es Teppich Ateschrang nicht mehr gibt – nach einem kaum fünfzig Jahre währenden Sonder-Räumungs-Auflösungs-Jetzt-ist-aber -wirklich-Schluss-Wir-hören-auf-Echt!-Schlussverkauf in der Stuttgarter City hatten der liebe Parviz (Foto: Mierendorf) und die liebe Mersa ihren Laden mit einem fliegenden Orientteppich verlassen.

Weil wir’s nicht glauben konnten, haben wir ausnahmsweise den Elfenbeinturm in Möhringen verlassen und uns vor Ort überzeugt. Der Laden war leer. Garantiert.

Umso größer jetzt der Schock: ein Untoter treibt sein Unwesen. Aus dem Industriegebiet von Esslingen-Berkheim grölt es: “Ateschrangs Teppiche sind wieder da.”

Das Mutterblatt hat eine beispielslose Serie von Enthüllungsgeschichten zum Thema recherchiert:

“Der Abstieg ins Industriegebiet”

“Eine Betrügerlegende lebt”

Liebe Mersa, liebe Parviz

Lest mal rein. Wir überlegen uns derweil, ob wir nicht besser nur noch jeden zweiten Abend Horrorfilme schauen sollten.

14. Mai 2010

Wir retten Griechenland! Retten Sie mit!

von Tobias Köhler

Wirtschaftsberichterstattung muss nicht immer kalt und herzlos sein. Die Kollegen von der “Financial Times Deutschland” haben eine Kampagne für unsere bekanntermaßen notleidenden Freunde in Griechenland gestartet.

Im “Rettet Griechenland”-Shop bei Spreadshirt gibt’s Ägaeishimmel-blaue T-Shirts mit Aufdrucken wie “Hellas Angels”, “Ich eröffne ein Gyroskonto” oder “Ich sage ja zu griechischem Wein”.

Fünf Euro vom Preis jedes verkauften Leibchens kommen der griechischen Staatskasse zu Gute.

Wir finden: großartig.

Und ein bisschen selbstironisch. Denn die “Financial Times Deutschland” könnte selbst ein paar Zuschüsse ganz gut gebrauchen. Nicht umsonst hat der Kollege Gabor Steingart, früher beim “Spiegel” und inzwischen Chefredakteur des Konkurrenzprodukts “Handelsblatt” neulich gesagt, man müsse die “FTD” eigentlich mangels wirtschaftlichen Erfolgs dichtmachen. Was wiederum ziemlich selbstironisch ist, da auch das “Handelsblatt” in den letzten Jahren vor allem durch Umstrukturierungen, Kürzungen und Stellenstreichungen für Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Vollends selbstironisch wird das ganze natürlich dadurch, dass ausgerechnet wir von Brezel.me uns darüber lustig machen – schließlich erwirtschaften wir selbst keinerlei Gewinne, kosten unser Mutterblatt aufgrund unseres aufwendigen Arbeits- und Lebensstil aber jedes Jahr Milliarden.

Verrückte Welt!

Danke übrigens an den Kollegen Schall für den Tipp – und fürs Aufgeben der Sammelbestellung.

21. Februar 2010

Minzgrüner Nagellack

von Tobias Köhler

Schön, dass es noch begeisterungsfähige junge Menschen gibt. Tutu ist nämlich total happy. Im siebten Himmel. Auf Wolke sieben. Aber sie hat auch was Irres erlebt.

Tutu war einkaufen. In Stuttgart!!!!!!!!

Hat ein paar Designerschuppen unsicher gemacht: Müller, Rossmann – und dm (“hat gerade neu umgebaut”).

Was Wunder, dass sie nach so einem abgedrehten Tag total glücklich resümiert: “Also bei mir in Müller gibt’s das nicht.”