Mit ‘Sauber’ getaggte Artikel

15. April 2010

Im Westen nichts Neues

von Erik Raidt

Ein paar Stimmungsaufheller braucht jeder. Wenn mich der Kesselblues zwickt, gehe ich regelmäßig in meinen Lieblingsladen “Positives Hellsehen” in der Eberhardstraße, lasse mir dort enorme Reichtümer, fünf Jahre Tischlein-Deck-Dich und die Nachfolge von Dieter Jauch als Zoodirektor in der Wilhelma vorhersagen.

Nach diesen Ausflügen fühle ich mich immer sehr erfrischt.

Habe jetzt allerdings auf der Schwabstraße einen Konkurrenzladen entdeckt, bei dem ich mir auch mal in die Kristallkugel schauen lassen will. Schon die Außenwerbung hat mich schwer beeindruckt: Vorhergesagt wird das Ende des Euro, die ultimative Rückkehr der D-Mark und das kurz bevorstehende triumphale Comeback unseres ekligen alten Kumpels “Winter”.

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30. März 2010

Hühnerhaufen Stuttgart

von Erik Raidt

Let’s putz hat endlich auch die Herzen der Jugend erobert. Rechtzeitig zum Frühjahrsbeginn haben sich auf dem Schlossplatz Dutzende zu einer Betten- und Kissen-Aufschüttelaktion getroffen.

Bitte nachmachen! Und: die Biotonnen feucht von Innen auswischen, den Keller kehren, den Staub auch oben vom Kleiderschrank abwischen, das Fahrrad entrosten, den Kühlschrank abtauen, die Schuhe polieren.

Das große Brezel.me-Ziel: wir wollen Stuttgart am Sonntag besenrein an den Osterhasen übergeben!

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28. März 2010

Schöner wohnen

von Christiane Wild

 

Die Kehrwoche soll in anderen deutschen Großstädten ja schon längst ausgestorben sein, mancherorts gab es sie sogar NOCH NIE! In Stuttgart hält sie sich hartnäckig und versüßt uns die Wochenenden. Wir wüssten ja sonst gar nicht, wohin mit all der Zeit. Ein paar Tipps, die die Kehrwoche zum besonders befriedigenden Erlebnis machen:

  1. Ganz wichtig: Immer darauf achten, dass man beim Putzen gesehen wird.
  2. Ganz viel Lärm machen: Den Putzeimer lautstark abstellen und mit dem Schrubber gegen die Wände im Hausflur stoßen. So merken auch wirklich alle, dass man putzt.
  3. Hausbewohner, die an einem vorbeigehen, ermattet grüßen. Dabei mit einer Hand den Rücken stützen und seufzen.
  4. Effektiv putzen, also nur an sichtbaren Stellen.
  5. Beim nächsten Gespräch mit der 78-jährigen Nachbarin einfließen lassen, dass man am Wochenende geputzt, geschrubbt und gewischt hat.
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27. Januar 2010

Das Ende von Mayer-Vorfelders Nasenhaaren

von Tobias Köhler

Ich bekenne: Es fällt und fällt mir nicht recht ein, was diese Sache mit Stuttgart zu tun haben könnte. Abgesehen davon vielleicht, dass man mit dem “Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant” wahrscheinlich die kompletten Stuttgart-21-Bauarbeiten abwickeln (inkl. vollständiger Fällung des Schlossgartens), sämtliche Nasenhaare von Gerhard Mayer-Vorfelder entfernen, Kaltental mit VDSL versorgen und das Feinstaubproblem lösen könnte.

Aber die Amazon-Rezensionen zu dem Gerät (unbedingt hier klicken!!!) lesen sich besser als Douglas Adams, Wiglaf Droste und Robert Gernhardt zusammen. Ein klarer Fall für ein Brezel.me-Off-Topic.

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18. Januar 2010

Update: O Tannenbaum, verschwinde

von Tobias Köhler

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Weihnachten ist rum. Aber so was von. Zumindest gefühlsmäßig. Aber wenn man ein paar Schritte vor die Tür macht, steht man – zumindest im Stuttgarter Westen – sofort wieder knietief in Christmas. Und das fast vier Wochen nach dem 24. Dezember.

Da ist ein Plädoyer an die Stadtreinigung geboten. Also: Bitte, Leute, schafft das alte Zeug weg. Ich versuche seit Wochen, mein Weihnachtsshopping-Trauma zu therapieren, den Jahreswechselbauch loszuwerden und meine Kinder davon zu überzeugen, dass “O Tannenbaum” Mitte Januar auf keinen Fall mehr als akzeptables Liedgut gilt. Aber wenn wir vor der Haustüre auf einen Berg vor sich hin gammelnder Nordmanntannen stoßen, erleidet die ganze Family einen schweren Weihnachtsrückschlag (“Papa, ist da unserer auch dabei? Geht’s ihm guuuut?”) . Rettet uns!

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UPDATE (19. Januar 10:00): Kaum drüber geschrieben, hat die Stadtreinigung schon zugeschlagen: Montagabend waren die meisten Bäume schon weggeräumt. Hat nicht viel genutzt, weil ein paar Nachzügler gleich wieder Bäume nachgelegt haben. Trotzdem: Respekt.

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12. Januar 2010

Clean the world

von Erik Raidt

urn:newsml:dpa.com:20090101:100112-10-10201

Käpsele-City hat eine neue Sensation: heute morgen rückte am Neckartor ein Wagen aus, der einen Feinstaubkleber auf die Fahrbahn gesprüht hat. Offensichtlich bringen die dort eine Multivitaminbrause aus (Calcium- und Magnesiumacetat) und schon bleibt der dreckige Schlonz liegen.

Nur zur Erinnerung: am Neckartor ist die Luft bisher so dirty, dass die Feinpartikel ganzer LkW-Reifen über die Straße schweben. Mit Neckartod ist jetzt Schluss: Stuttgart hat die tollste Klebe.

Was Jacko dazu eingefallen wäre? Clean the world!

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