Mit ‘Parken’ getaggte Artikel

06. September 2011

Parkplatzschützerhandtuch

von Martin Elbert

Unser Ingmar ist ja gerade im Urlaub. In Italien soweit ich weiß. Hat er sich definitiv verdient. Wie der Köhli sich sein Urlaub verdient. Der Köhli ist verdammt viel im Urlaub. Der Erik nie. Der muss ja jede Woche eine neue Kolumne schreiben. Da darf man keinen Urlaub nehmen. Der Köhli ist dagegen eher ersetzbar. Ich geh glaub auch mal bald wieder und nehme mein neues Strandtuch mit, das die Parkplatzschützer entworfen haben.

Das Prinzip kennt man vom Malle-Urlaub, zumindest falls man mal in Malle war. Man hat morgens noch den scharfen Spritrachen, dünstet aus allen Poren den Alk aus und will nichts anders als am Pool rumgammeln. Also schnell typischdeutsch noch kurz vor Sonnenaufgang im Vollsuff eine Liege reservieren, bevor Köhli mit Anhang angedackelt kommt.

So funktioniert auch das Parkplatzschützerstrandtuch. Ausparken, aussteigen, Strandtuch auf den Platz legen, zur Arbeit düsen, Abends heimgekommen und in den besetzten Parkplatz einrangieren. Nice. Wenn es so wäre. Gibt es leider nur als virtuellen Hirnfurz. Der ist aber schön genug.

parkplatzschuetzer.de

08. Juni 2011

Kein Promibonus im Westen

von Martin Elbert

Bumsfallera, dachte ich mir letzten Samstag. Da steht aber ein schöner Wagen in meiner Straße. Mit Fanta4-Emblem. Nice. Ein Opel Admiral! Sieht man selten. Zwar schlägt mein Herz eher für alte Daimler, aber bei einem alten Pobel im guten Zustand kann es auch mal hochhüpfen. Aber irgendwo her kenne ich diese Karre. Ist das nicht das Die-Da-Video-Auto?

Nee, meinte ein Bekannter von mir, der sich auskennt. Das ist nicht das Die Da-Auto, sondern das einstige Promo-Car der Fantas. Ist früher der Bär mit rumgedüst und stand dann jahrelange in der Tiefgarage vom Medienhaus. Daher kenne ich die Karre also, hab nämlich da in Heslach ein paar Jahre geschafft und das Mobil immer bewundert. Sah damals noch staubiger aus, ein Liebhaber muss ihn jetzt wohl aufgemöbelt haben.

Blöd nur, dass schöne Autos im Westen keinen Bonus haben und müssen genauso ein paar Euros in die unsäglichen Automaten einwerfen. Sonst halt Zettel.

Wann beginnen eigentlich endlich die Anti-Parkraummanagement-Demos? Da würde ich mitlaufen. Auch wenn ich kein Auto habe.

18. Mai 2011

Parkraummanagement

von Ingmar Volkmann

Wie parkt es sich eigentlich mittlerweile im Westen? Ich trau mich da ja nie hin, ist mir viel zu hipp, der Stadtteil. Wenn ich aber einflussreiche StZ-Mitarbeiter mit Wohnsitz West auf das neue Parkraummanagement anspreche, kriegen die vor lauter Schnappatmung keinen Ton raus.

Falls es also immer noch nicht so rund läuft/parkt: Als besonderen Service von brezel.me vervielfältigen wir gerne das obige zärtliche Schreiben – für den Nachbar, den persönlichen Lieblingsfalschparker, die S-Klasse von nebenan, für den LKW vor der Wohnungswand, kurz: für alle West-Parker der Herzen.

16. März 2011

Hallo Berlin! Hallo Moskau!

von Marc Hippler

Wir wissen zwar nicht, was Berlin, Mailand, Paris, New York und Moskau zu besprechen haben. Unsere Bad-Cannstatt-Korrespondentin hat uns aber soeben mitgeteilt, dass ein Treffen dieser Metropolen in Stuttgart unmittelbar bevorsteht! Wenn da mal nicht die Parkplätze knapp werden.

03. März 2011

Zweieinhalb Tage Parken im Westen…

von Martin Elbert

…kostet für Nicht-Bewohner circa drei Milliarden Euro am Tag (Foto: Achim Zweygarth). Abgerundet. Okay, Scherzchen zum Köhler geschoben, seit Dienstag gilt das neue Parkraummanagment im Stuttgarter Westen, viel belächelt, viel kritisiert, viel beschumpfen. Jaja, beschumpfen gibts nicht, i weiß.

Jetzt zeigen sich manche überrascht: Ui, das isch ja voll guat, gibts jetzt voll viele Parkplätze! Die Johannesstraße, eine “wahre Avenue”, freute sich gestern ein Herr namens Schairer, ist irgendein Bürgermeister und nicht weiter wichtig, im Mutterblatt. Hossa! Eine Avenue! Avenue my ass, Alta.

Dass es tagsüber besser wird war zu erwarten. Die Pendler pendeln halt jetzt keine Ahnung wohin mit ihrem Auto. Parken schon in Renningen oder so und dann S-Bahn. Logisch, wollen ja keine drei Milliarden Euro pro Tag ausgeben. Außerdem war die Situation am hellichten Tag schon immer weniger problematisch. Und von Avenue kann trotzdem nicht die Rede sein. Zumindest bei mir im Block, zwischen Rotebühl, Schwab, Hasenberg und Reinsburg, sehe ich keine Avenue. Oder Schairer und ich haben unterschiedliche Definitionen von einer Avenue.

Heute morgen musste ich zur Post in die Senefelder und hab auch da auf allen Straßen (Gutenberg, Ludwig, Hasenberg) keine Avenue gesehen. Oder lagen halt noch alle im Bett um 9 Uhr. Der durchschnittliche Westler ist ja so der entspannte Stuttgarter, der sich gerne gehen lässt und erst um 11 Uhr sein Macbook anschmeisst… öhm.

Abends zeigt sich – zumindest in meinem Block – wieder das gewohnte Bild: Keine freien Plätze, Autos stehen halb auf dem Bordstein oder auf durchgestrichenen Flächen. Gibt auch einige die meinen, es wäre abends besser, kenne bislang zwei konkrete Beispiele. Die Mehrheit der parkplätzesuchenende Westler tobte sich aber gestern auch schon im Mutterblatt aus. Fazit: Immer noch Mist. Immer noch Abzocke.

Und wie seht ihr das?

08. Februar 2011

West-Rebellen

von Martin Elbert

Es gibt Dinge, die spalten. David Guetta finden die einen voll gut, z.B. Tobias K., die anderen voll doof. Momentan gibt es aber eine Sache, da sind sich die meisten einig, zumindest mal die Betroffenen: Die neue Parkplatzregelung im Stuttgarter Westen, die ab 1. März gilt, ist absoluter Dreck. Humbug. Verarsche. Technokraten-Kacke. Wenn ich das schon höre, Parkraumanagement! WTF! Wohnt denn keiner von den Herren Stadträte im Westen, ja holtidipolter! 30,70 Euro im Jahr für nix! Ja, gehts noch?! Gut, mir fast bumms, hab aktuell sowieso kein Auto. Fühle aber mit euch!

Kein Mensch glaubt daran, dass sich dadurch irgendwas ändert und Parkflächen frei werden. Falls ja: Knutsche ich mit Cosimo und diesem verrückten Typen da, dieser Fernsehguru da, den der Köhli so gerne postet. Heute früh übrigens auf der Post getroffen, natürlich im Westen, hat da aber keinen Post gemacht, höhö. Will aber jetzt wieder richtig Gas geben, hat er versprochen. Ohje ohje.

Aight. Der Westler ist an sich, Wildnis hin oder her, ist ein friedlicher Mensch. Trotzdem lässt er nun, völlig berechtigt, seine Aggressionen wegen diesem Schwachsinn aus. Die ersten Opfer sind schnell gefunden und zwar fegen immer häufiger diese Mäntel aus Plastik auf den Straßen umher, die eigentlich um die Parkuhrsäulen gehören.

Info-Management, kurz und knackig geschrieben, habs mal durchgelesen. Versteht jeder, kapiert aber trotzdem keiner. Abartig. Bin auch am überlegen, ob ich mir so eine Ummantelung ins Wohnzimmer stelle. Oder mir damit einen Atombunker baue. Wer sammelt die Dinger eigentlich alle ein, wo kommen die hin und werden die auch ordentlich weiterverwertet? Rausgeschmissenes Geld, wohin man schaut…

09. Juni 2010

Schildbürger

von Ingmar Volkmann

Mein Schild der Woche, kürzlich entdeckt im Stuttgarter Westen. Glaube, das hat der Köhlertobi dort abgestellt. Erinnert mich zumindest schwer an seine Quiz- und Rätsel-Geschichten hier auf brezel.me. Wenn das Schild von ihm wäre, würden aber noch folgende Optionen drunter stehen:

Weitere Tipps für Abholer

- kommen Sie mit dem Heli und seilen Sie sich ab

- nutzen Sie die Scheiß-Packstation um die Ecke

- schicken Sie Cacau, der ist derzeit so flink, bis wir gemerkt haben, dass er etwas abgeholt hat, ist er schon wieder im gegnerischen Strafraum

- lassen Sie es den RAM abholen, der ist auf dem Weg zum Joggen im Kräherwald fast so schnell wie Cacau

- holen Sie einmal tief Luft ab und machen Sie sich vom Acker!!!

20. April 2010

S-West, mi Corazón (2)

von Tobias Köhler

Warum wir den Stuttgarter Westen lieben?

Weil parken hier keine Alltagsbeschäftigung, sondern ebenso Leistungssport wie Leidenschaft ist.

Parken im Stuttgarter Westen, das lässt keinen kalt.

  • Wildfremde fallen einander in die Arme, wenn sie ihr Auto unverhofft am Straßenrand untergebracht haben.
  • Freunde fallen einander in den Rücken, wenn sie um die selben 3.15 Meter Parkraum konkurrieren.
  • Und wenn sich Eheleute nach 20 Jahren nichts mehr zu sagen haben, heizt die Debatte um den Stellplatz die Beziehung wieder an.

Und während die braven Münchener – etwa in Haidhausen – an ihrer Anständigkeit verzweifeln, weil sie ebenso wenige Parkplätze wie Mumm zum Falschparken haben, gilt in Stuttgart unter Gentlemen und -women eigentlich nur eine Regel: erlaubt ist alles, was dem anderen einigermaßen Platz zum Durchkommen lässt. In weiten Teilen hat sich die Polizei dem angeschlossen.

Hier ist uns übrigens ein schöner Schnappschuss einer sehenswerten Choreografie gelungen (siehe Fotos). An der Ecke Vogelsang-/Rückertstraße parken die Autos in sechster Reihe (okay, einer ist heimlich ausgeschert).