Sonntagmorgen, kurz vor 6 Uhr, Ecke Theo-Heuss, Lange Straße. Die Sonne brennt dir in die Augen, wenn die sieben Stunden zuvor im dunklen Club verbracht hast. Und dann sehen wir den Zebrastreifen, halb bedeckt mit mehreren Tangas und BHs. Haben wir so schlimm aufgelegt, dass sich die Damen vor der Türe schon entkleiden mussten? Sind das die Überreste von weiblichen Fans von Halbmarathon-Star Köhli? Oder fanden die Ladys Eriks Feuersee-Text so grandios geilo?
Ach nee, Quatsch, ist ja Sommer. Im Sommer wird geheiratet. Junggesellinnenabschied galore. Voll verdrängt. Dachte bis zu dem Wochenende, die Seuche wäre endlich vorbei. Aber sie sind wieder da und penetrieren die Stadt mit ihren Krönchens, Bauchladen, dämlichen Spielen und schrecklichen T-Shirts. Beim Junggesellen-Abschied schenken sich die Geschlechter übrigens nix: Sind beide fürchterlich. Die Frauen haben nicht mal schönere T-Shirts an.






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