Mit ‘Museum’ getaggte Artikel

25. Oktober 2010

Sensation: Heiner Geißler über 3000 Jahre alt!!!

von Tobias Köhler

Der Kollege Raidt hat dieser Tage im Mutterblatt schlüssig nachgewiesen, dass hinter unserem genialischen “Nicht wahr?”-Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler niemand anderes als Jedi-Meister Yoda steckt.

Aber Brezel.me wäre nicht Brezel.me, würden wir nicht noch eins draufsetzen. Heute toppen wir auch Wikileaks enthüllungstechnisch – und beweisen:

Heiner Geißler ist wirklich mindestens 3000 Jahren alt!

Schon die bekanntermaßen streitsüchtigen Kelten engagierten ihn als Streitschlichter – und widmeten ihm so eine Art prähistorische Porträtbüste. Zu sehen im Landesmuseum im Alten Schloss.

Mal ehrlich: Wer das Essen in der Eisenzeit und die bekanntermaßen rauen Sitten der Keltenfürsten und ihrer Rüpelbanden – zu denen übrigens auch Asterix & Obelix gehörten – überstanden hat, der lächelt so leichtgewichtige Kontrahenten wie Mappus, Gönner, Stocker und Boris Palmer einfach in die globale Harmonie.

BTW: Selbst das entrückte Lächeln (Augen zu, Mundwinkel hoch) haben die Jungs vor 3000 Jahren geradezu brilliant getroffen.

Keine Frage: Heiner Geißler ist nicht von dieser Welt.

Möge die Macht mit uns sein!

Thanx an P.K. aus Gessertshausen

P.S. Bevor sich wieder mal jemand beschwert: Ja doch, wir nehmen’s mit den historischen Fakten nicht so genau. Recherche ist was für ernsthafte Blogs. Wir machen hier Borderline.

01. Juni 2010

Museum der rausgestellten Dinge

von Ingmar Volkmann

Wir sind ja hier so was wie die ehrenamtlichen Blogwärter (Kruzifix, was ist denn das für ein Plural: Blockwart – Blockwärter? Blogwart – Blogwärter?) des Stuttgarter Internets und kümmern uns um Ordnung, Sauberkeit und moralische Reinheit. Nennen Sie uns ruhig die Wolfang Schusters des Worldwideweb!

Seit einiger Zeit beobachten wir einen Verfall der Sitten in Bezug auf die Wegwerfkultur: Statt alten Schmodder wie zum Beispiel einen nicht mehr fahrbereiten Golf III beim Sperrmüll rauszustellen, wird der persönliche Ballast einfach vor die Tür gestellt, versehen mit so euphorischen Mitteillungen wie „Gratis!“, „Zum Mitnehmen“ oder „voll umsonst und für lau, echt jetzt!“

Das mag für die Wegschmeißer supidupi sein, wir haben für die Verrohung der Privatmüllsitten indes einen anderen Vorschlag: Wenn Orhan Pamuk in Istanbul ein Museum der Unschuld einrichten darf, in dem er Gegenstände einer verflossenen Liebe ausstellt, fordern wir ein Museum der Stuttgarter Gratis-Gegenstände, in dem all die lieben Mitbewohner ihren Schmodder abstellen können, den sie sonst vor die Haustüre kippen würden.

Wenn man das Ganze gescheit kuratiert, gewinnt man in 20 Jahren mit Sicherheit tolle sozio-historische Erkenntnisse über die 10er-Jahre, oder wie heißt der Nachfolger der Nullerjahre eigentlich, dieses Jahrzehnt, dass wir vor kurzem mit Lena und ohne Horst Köhler begonnen haben?

19. April 2010

Monster mit Federboa

von Tobias Köhler

Das beeindruckendste Ungetüm Stuttgarts – neben den Uni-Hochhäuern, dem LBBW-Headquater am Hauptbahnhof und praktisch allen Häußler-Bauwerken der  letzten Jahrzehnte (Achtung, Zwangsironie!) – steht im Museum am Löwentor.

Der Tyrannosaurus Rex.

Der Kerl hat sich mit einem Happs durch die Wand gebissen und grinst mit seiner “Willkommen, liebes Mittagessen”-Miene in den Besucherraum.

Das könnte zum Fürchten sein. Wenn nicht ein Zimmerchen weiter eine Infotafel stehen würde: “Tyrannosaurier mit Federn?” (siehe unten).

Mal im Ernst. Ein Monster mit Federboa? Wie albern ist das denn?

Wenn sich das bestätigt, werden die Wissenschaftler demnächst herausfinden, dass die meinsten Opfer der Tyrannosaurier nicht von ihm gefressen worden sind, sondern sich totgelacht haben.

Armer Dino, das hättest du wirklich nicht verdient.