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15. Februar 2010

Materialien zur Mittagspause I

von Ingmar Volkmann

Na, wie war das werte Mittagspäuschen? In unserer kleinen Familien-Redaktion klopft Kollege Unterzucker spätestens um 11:30 Uhr heftig ans Gebälk. 11:32 Uhr verschickt der erste Mitstreiter spätestens unseren neuen Lieblingsfilm. Der bezaubernde Streifen ist unser geheimes Zeichen für einen gemeinsamen Ausflug zum legendären Altstadt-Metzger Ergenzinger.

Der Meister verfügt über das größte Mittagstisch-Angebot der Innenstadt im Genre schwäbische Klassiker. Hier gibt es alles von Maultaschen über Linsen mit Spätzle und Saiten bis Fleischküchle. Mittags brennt hier die Currywurst, Altstadt-Publikum meets Agentur-Fuzzis, Meister Ergenzinger behält dennoch in jeder Lage die Übersicht. Selbst ein bajuwarischer Ausländer kann ihn mit seinem folkloristischem Wunsch nach Fleischpflanzerl nicht aus der Ruhe bringen. Bewundernswert. Wir hätten die verbale Lederhose am liebsten zur Frikadelle gemacht.

Astrein auch das Schaufenster von Ergenzinger, man beachte den gewitzten Frühstücksbrettchen-Look der Schilder. Wurde erst im vergangenen Jahr wieder mit dem Red Dot-Award für besonders gelungene Fleischerei-Displays ausgezeichnet.

Damit nicht genug: Das Essen schmeckt nicht nur so stark, wie es ausschaut (Wildfoto: Christoph Neethen), nein, man gibt sich sogar bei der Benennung der Speisen alle Mühe. Statt Reh mit Kloß bewundern Sie hier, meine sehr verehrten Mitesserinnen und Mitesser, das Hirschgericht Hubertus an sämigem Sößchen mit einem Hauch von Kartoffelkloss. Mann, freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Mittagspause.