Mit ‘Mappus’ getaggte Artikel

22. November 2010

Ein Big Map in Asien

von Erik Raidt

Vietnam. Heute kommt unser oberster Reiskocher zurück von einer Wirtschaftsreise nach Südostasien. In Vietnam informierte sich Stefan Mappus über moderne Kochbeutelverfahren. Leider war es unglaublich schwül und kein Visagist zur Hand, als der Fototermin anstand (oberes Bild). Die anschließende Stadtrundfahrt per Moped musste leider abgesagt werden, weil sich die landestypische Kopfbedeckung des Ministerpräsidenten als zu breit erwies. Zum Abschluss der Reise besuchte Mappus eine Kuckucksuhren-Fabrik (unteres Foto).

Unbestätigten Informationen zufolge soll Mappus bei jedem abendlichen Hupkonzert gegen 19 Uhr besorgt aus dem Fenster seines Hotels geschaut haben. “Des wird doch kein Schwabenstreich…”

29. Oktober 2010

Visitenkarten-Vorbild

von Ingmar Volkmann

Kürzlich habe ich die coolste Visitenkarte aller Zeiten in die Finger bekommen, die jemals produziert wurde. Ein angesehener türkischer Journalist verteilt die Wuchtbrumme bei seinen zahlreichen Jobs in Stuttgart. Format ist VfB-Autogramm-Karten-Größe. Links zeigt sich der Kollege mit fetter Dollar-Fliege, rechts sehen wir den Erfinder des BigMacs, ein Provinzpolitiker, dessen Namen ich gerade vergessen habe.

Innen dann der Knaller: Der Schreiberling setzt sich mit zwei heißen Chicks in Szene – das Bild konnte ich aus Juegndschutzgründen nicht posten. Neben den Haserln finden sich die Kontaktdaten. Wenn ich mal groß bin, will ich auch so ein Mega-Teil haben.

Einer meiner Lieblings-Illustratoren in Stuttgart hat übrigens tatsächlich Autogrammkarten als Visitenkärtle. Sehen sensationell aus, weil sich der Gute für das Dokument mit amtlicher Fönwelle wie ein Schlagerstar inszeniert hat.

Mein persönliches Verhältnis zu Visitenkarten ist leider eher schwierig. Wenn ich eine bräuchte, habe ich garantiert keine dabei, hab ich sie im Überfluss in der Hosentasche, will sie keiner haben. Eine Zeitlang hatte ich ein extrem schickes Doppel-Etui. Auf der einen Seite steckt man die Kärtchen rein, die man gesammelt hat, auf der anderen Seite die Dinger, die man selbst verteilen will. Dummerweise hatte ich auf der einen Seite irgendwann meine zahlreichen Freifress- und -trink-Stempelkärtchen diverser Gastronomien versteckt. Bei einem gesellschaftlichen Event steckte ich dann aus Versehen einem Wichtigheimer meine Alaturka-Döner-Karte in die Hand statt meiner Visitenkarte. Seitdem habe ich ein Visitenkarten-Trauma.

Mit der XXL-Karte des Kollegen wäre das garantiert nicht passiert.

19. September 2010

Wir können alles…

von Erik Raidt

Baden-Württemberg hat ein neues magisches Dreieck. Beim Tag der offenen Tür in der Villa Reitzenstein präsentierte sich dieses Dream Team des frischen Humors und der zeitlosen Optik.

Wir können alles – auch Maskottchen.

19. Mai 2010

Politik kann so schön sein

von Erik Raidt

Lieber Stefan Mappus,

Baden-Württemberg muss man sich als ein glückliches Bundesland vorstellen. Ganze Landstriche jenseits von Reutlingen sprechen eine Sprache, die dem Hochdeutschen in etwa so nahe kommt wie das Finnische und trotzdem muss keiner zum Sprachtest. Wir leisten uns einen Fernsehsender, dessen Programm so einschlaffördernd wirkt wie das Schäfchenzählen. Und wir haben Männer, die Politik schöner machen. Männer wie Sie. Männer wie ihren Widersacher Claus Schmiedel (unteres Bild). Jetzt haben Sie die ersten hundert Tage Ihrer Regentschaft überstanden. Für mich haben Sie von Anfang an Pflöcke in die Landschaft gerammt. Unvergesslich bleiben mir die wunderbar einfühlsamen Homestorys über Sie und ihre Ehefrau. Darüber, dass Sie selbst zum Staubsauger greifen. Als ich diese Zeilen las, wusste ich, dass in Ihnen der Fortschritt haust. Ihre Gegner tuscheln hinter Ihrem Rücken, dass Sie der Bulldozer aus Pforzheim seien. Für mich sind das billige Neider, Menschen, die nichts von Weisheit und Schönheit verstehen, auch nicht von jener der Stadt Pforzheim. Jetzt haben Sie rechtzeitig vor dem Ablauf Ihrer politischen Schonfrist gefordert, dass die Atomkraftwerke länger laufen sollen und Ihrem Parteikollegen Röttgen kräftig ins Bein gebissen.
Lieber Stefan Mappus, Ihr Motto war eben schon immer: spalten statt versöhnen. Ich wünsche Ihnen eine ganz lange Restlaufzeit. Schenken Sie uns noch viele schöne Momente. Schenken Sie uns Ihr zartes Lächeln, das so viel über Ihr einfühlsames und heiteres Gemüt verrät.