Sotele, heute rufen wir ganz offiziell den Brezel.me-Sommer aus. Zum ersten Mal seit zwei Wochen scheint die Sonne wieder länger als zwei Minuten am Stück, laut Jörg Kachelmann Wetterbericht sogar bis zum nächsten Guss am Sonntagabend. Wer wie wir am Brückentag auf der faulen Haut liegt, dem sei ein Gang zum Buchhändler des Vertrauens geraten.
Der geschätzte Stuttgarter-Nachrichten-Kollege Uwe Bogen, als Gesellschaftsreporter eine Art Brezel-Legende in dieser Stadt, hat einen Roman veröffentlicht, der Spass macht. Der Titel: „Her mit dem schönen Leben“. Diesen sensationellen Spruch hat Tobias Köhler einst in einer Nacht-und-Nebel-Aktion als inoffizielles Brezel.me-Motto in Heslach an die Wand gesprüht, das Leitmotiv steht stellvertretend für sie Suche des Titelhelden Felix nach dem großen Glück.
Felix arbeitet in einer PR-Agentur, hat eine etwas spontane Freundin und gerät immer dichter in die Irrungen und Wirrungen von Intrigen im Büro, einer vermeintlichen Chat-Affäre und sonstiger Überraschungen. Der Plot entspricht als exakt dem Setting einer montäglichen Stuttgarter-Nachrichten oder -Zeitung-Redaktions-Konferenz.
Was das Buch so lesenswert macht, ist Uwe Bogens schnörkellose Sprache und die vielen Anspielungen an Stuttgarter Locations, die zwar nicht explizit genannt werden, aber deutlich zu erkennen sind.
„Her mit dem schönen Leben“ ist bereits Bogens siebte Buch-Veröffentlichung. Was kann da als nächstes kommen? Wir vermuten, Uwe Bogen wird gemeinsam mit Joe Bauer als Doppelspitze die Redaktion der Stuttgarter Nachrichten anführen. Dazu Bogen bescheiden: „Weiß nicht, ob man ein Duo Infernale den Lesern zumuten kann.“ Wir finden schon. Darauf eine Brezel.



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