Mit ‘Laberdeutsch’ getaggte Artikel

16. April 2010

So schlecht ist Schiller auch nicht

von Erik Raidt

Kleine Motivationshilfe für alle, die’s angeht. Wenn mal wieder sämtliche Rechenversuche in die Brüche gehen, man überhaupt nicht erklären kann, warum da gerade in Island ein Vulkan ausgebrochen ist und man Rilke für einen einst überragenden Linksaußen beim VfB hält, dann wird es vielleicht nix mit dem Abi. Aber man kann ja immer noch Pirat, Prinzessin, Lukas der Lokomotivführer oder Bob the Builder werden.

Ansonsten natürlich: viel Glück beim Abi! Gerade beginnen die Prüfungen.

Mein Original-Lieblingszitat von einer Schülerin nach der Deutschprüfung, befragt nach Schillers Räuber:
“So ein schlechtes Buch ist es nicht.”

P.S.: Besonders heftig drücke ich allen im Hegel-Gymnasium in Vaihingen die Daumen!

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14. März 2010

Scusi, aber das muss mal raus

von Erik Raidt

Um es vorweg zu sagen: ich gehe wahnsinnig gern italienisch essen. Italiener sind super, Italienerinnen erst recht.

Aber es gibt selbst in einem meiner Lieblingsitaliener im Westen (nein, ich verrate nicht, welcher es ist) eine Sache, die einfach gar nicht mehr geht: Dieses “Signorina hier, Signorina da”, dieses “allora” in Tateinheit mit Hardcore-Komplimenten für alle weiblichen Gäste des Lokals.

Nein, ich will einfach nur italienisch essen gehen, ich will keine öligen aufgesetzten Freundlichkeiten und wenn ich Dolce vita will bestelle ich mir meinetwegen noch ein Tiramisu fürs Hüftgold zum Nachtisch, aber bitte lasst mich mit diesen zähnefletschend hervorgezwitscherten Italia-Floskeln in Ruhe. Die sind genauso pappig wie der Karton meines Pizzalieferdienstes.

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18. Februar 2010

Ach Göttchen, der Herr Tutorial!

von Ariane Holzhausen

Lieber Herr Tutorial, wenn Sie weiter solche Filmchen drehen, können wir uns hier einbuddeln. Lassen Sie das. Finger weg von der Kamera. Und von Stuttgart. Das hat die Stadt echt nicht verdient.

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11. Februar 2010

Praud of Wulfgäng

von Tobias Köhler

Was haben wir über Günther Oettinger gelacht, was haben wir über Guido Westerwelle gelästert. Weil wir uns auf diesem Blog aber der journalistischen Ausgewogenheit verpflichtet fühlen, wird zwischendrin auch mal gelobt.

Und zwar einer, der es sicher nicht von uns erwartet hätte: Dr. Wolfgang Schuster, Lord Mayor of Stuttgart.

Der ist nämlich – zumindest hinter den sieben Bergen – ein echter TV-Star. In den Nepal-News (“News from Nepal as it happens”) darf er über ein Thema referieren, dass Günther und Guido nicht mal ausgesprochen, geschweige denn übersetzt bekommen hätten: “Federalism: The German Experience”. (Wir sehen vorm geistigen Auge Herrn Oettinger vor uns, wie sich beim Aufscheinen des Wörtchens “The” seine Zunge verkrampft, bei “Experience” ist sie schon entzündet).

Wolfgang Schuster hingegen plaudert frei von der Leber weg und ohne Skript. Klar, das Thema ist irrsinnig langweilig, sowas liegt ihm.

Trotzdem muss man mal sagen: Wulfgäng, wi ar praud of ju!

Thanx für den Tipp an Heike Schiller (via Facebook).

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02. Februar 2010

Wir, ähm, lieben den MDR!

von Ariane Holzhausen

Dieser Übersetzer beherrscht die englische Sprache so gut wie unser Oettinger!!!

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18. Januar 2010

Schwäbische Momente im Netz

von Martin Elbert

Bild 3

Peter Mangold ist der Meinung, dass schwäbisch vom Aussterben bedroht ist. Das ist natürlich Blödsinn, unser alter Kumpel Günni zum Beispiel spricht schwäbisch immer noch in seiner reinsten Form und wird zudem eines Tages als Erfinder der Weltsprache Schwenglisch eingehen.

Also alles in Butter mit unserer Muttersprache. Trotzdem sollte man mal einen Blick auf Schwabissimo werfen. Die Seite gibt es schon einige Jährchen und war auch mal, mitunter aufgrund vieler Beschimpfungen aus dem badischen Raum, einige Zeit offline.

Vor einigen Monaten wagte Mangold den Schritt zurück. Neben einem umfangreichen schwäbischen Wörterbuch mit 7000 Wörtern und Redewendungen findet man on top noch allerhand (unnützes) Wissenswertes über Gottes schönste Gabe und wie er halt so ist, der Schwob. Wer macht mit mir einen Binokel-Kurs?

www.petermangold.de

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14. Januar 2010

Maische, Maische!!

von Erik Raidt

Samstag (18.30 Uhr) in Stuttgart: der VfB kämpft zum Rückrundenstart gegen die feindliche Übernahme durch die zweite Liga.

Zur Einstimmung noch einmal mein bisheriges Highlight der Saison: der VfL-Stürmer Grafite versucht einem Reporter nach dem Sieg gegen den VfB zu erklären, warum er so super ist.

Dabei dribbelt er souverän alle Regeln der deutschen Sprache aus, umkurvt jegliche korrekte Aussprache und landet schließlich bei einer abstrakten Philosophie rund um die Kunst des deutschen Bierbrauens. Der ungefähre O-Ton: “Wolfsburg starke, MAISCHE, MAISCHE, MAISCHE. Habe wieder gemachet wie MAISCHE!”

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