Mit ‘Klamotten’ getaggte Artikel

16. November 2010

Gemischte Streifen

von Christiane Wild

Viel wurde an dieser Stelle in den vergangenen Tagen von Mord und Totschlag und Tatort und Soko und so geschrieben. Heute Morgen meldete sich dann mal die echte Polizei zu Wort. Für die Pressemitteilung gibt es einen bunten Grund: Das grüne Outfit hat ausgedient (siehe Foto, man beachte die entspannte Körperhaltung der beiden Polizei-Models). Blau ist das neue Grün. Das wusste man schon irgendwie.

Der Polizei war es jetzt aber offenbar ein Bedürfnis zu erwähnen, dass nicht alle Beamten die neuen Klamotten gleichzeitig bekommen. “Deshalb wird es sicher noch einige Zeit gemischte Streifen in grün/blau” geben”, heißt es.

Ganz schön bunter Haufen, nich wahr.

10. Mai 2010

Bitte, bitte nicht ausziehen!

von Tobias Köhler

Das ist der erste Beitrag auf Brezel.me, der ganz ohne Foto oder Video erscheint. Besser gesagt, erscheinen muss. Denn es gibt einige wenige Dinge auf der Welt, von denen es heißt: Du sollst dir kein Bildnis machen.

Zum Beispiel von schwabbeligen Mittfünfzigern, die ohne T-Shirt durch die Wälder an den Bärenseen joggen.

So einer ist mir am Sonntagmorgen ganz unvermittelt begegnet. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, die Rehe sprangen fröhlich über die Wiesen – als sich der Himmel plötzlich verdunkelte und sich Stille über die Szenerie senkte. Dann kam ER über die Hügelkuppe getrabt: Sonnenbrille, kurze graue Haare, Khahi-Shorts, OBEN OHNE. Sanft schwenkte sein Bauch bei jeden Schritt von rechts nach links, von links nach rechts, etc.

Spontan stürzten mehrere 300-jährige Eichen um, Herzattacken rafften die Rehe hinweg, die Vöglein fielen wie Steine vom Himmel, nur die Sonne legte eine bemerkenswerte Contenance an den Tag. Ich selbst rettete mich mit einem Sprung in den Straßengraben vor dem Schlimmsten.

Mal im Ernst, Leute: Joggt in euren Muscle-Shirts von Prada, lauft in Biberpelzen, Taucheranzügen oder Hasenkostümen durch den Wald. Wegen mir könnt ihr sogar diese abartigen Läufertangas tragen, die die Profis gerne anziehen, auch wenn’s mir schon beim Zuschauen im Schritt schmerzt.

Egal, ob ihr ausseht, wie Günther Strack oder wie Markus Schenkenberg, wie Hella von Sinnen oder wie Kate Beckinsale: zieht euch bitte, bitte was drüber.