Mit ‘Kickers’ getaggte Artikel

04. August 2011

Es geht schon wieder los

von Ingmar Volkmann

Die neue Mittelstürmerin der Stuttgarter Kickers: Anja Binder. Foto Peter Franck

Endlich. Die traurigste Zeit des Jahres hat ein Ende: Sommerpause. Dieses Jahr noch schlimmer wegen der Frauen-WM. Halleluja, bin ich hungrig nach Fußball. Morgen Abend Ruhrpott gegen Fischköpfe, Samstag Gazi gegen Gazprom in der aufgehübschten Fußballbude in Bad Cannstatt.

Samstagabend dann passend zum ersten Spieltag in der Bundesliga eine ganz feine Kiste für Fußballconnaisseure: Bereits zum dritten Mal findet im Theaterhaus um 20 Uhr die ganz starke Fußball-Show „Hurra, wir kicken noch“ statt.

Veranstaltet von Joe Bauer, dem emotionalen Ehrenpräsident der Stuttgarter Kickers, ist die Fußballkultur-Party eine Benefizveranstaltung für die Stuttgarter Kickers. Bei der Unterstützer-Show treten unter anderem Joe selbst, die Rockabilly- und Blues-Band Triple Espresso, Sängerin Anja Binder mit Band Anjabelle sowie Comedy-Zauberer Bastian Fischer auf.

Trainer und Team sind anwesend, der Eintrittspreis orientiert sich an den Stehplatzpreisen auf der Waldau. Eine bessere Einstimmung auf die neue Saison gibt es nicht.

Noch mehr Infos: www.theaterhaus.com.


14. Juli 2011

Die Mutter aller Derbys

von Ingmar Volkmann

Viel umjubelt: das 1:0 für die Kickers, Sportfoto des Jahres: Volkmann

Flutlicht, Stadionwurst und super Fans: Endlich wieder Fußball, also richtiger Fußball und keine Randgruppenveranstaltung. Gestern trafen sich die Stuttgarter Kickers und der VfB Stuttgart im schönsten Stadion der Stadt auf eine gepflegte Partie Sommerfußball. Als wichtigster Fußballblog der Welt hat brezel.me selbstredend die Pflicht, das Spielgeschehen zusammenzufassen. Bei der Gelegenheit kann ich endlich mal alle Fußballfloskeln verbraten, die sich in der Sommerpause angestaut haben, und zwar genau so:

Zur Mutter aller Derbys, dem Stuttgarter Stadtderby, pilgerten 7100 Fans in den Fußballtempel „Schafskäse- und Yoghurt-Hersteller auf der Waldau“. Schnell entwickelte sich bei Fritz-Walter-Wetter ein offener Schlagabtausch, bei dem hüben wie drüben noch Abstimmungsschwierigkeiten in allen Mannschaftsteilen festzustellen waren. Die Stuttgarter Kickers wurden aber ihrer Favoritenrolle gerecht, kauften den Gästen aus dem verfeindeten Ausland (Bad Cannstatt) den Schneid ab und bestimmten so das Geschehen.

Die Führung durch einen Elfmeter war schmeichelhaft, aber nicht unverdient. Zum Ende des Spiels bewahrheitet sich die alte Weisheit, dass ein Spiel 90 Minuten dauert. Der russische Internationale mit der ungelenken Spielweise köpfte wenige Minuten vor Schluss den unverdienten Ausgleich. Die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers ließen sich nach dem Spiel auch durch Provokationen aus dem roten Lager („Die Kickers haben gespielt wie Wehen Wiesbaden“, so Trainer Labbadia auf kicker.de) nicht verunsichern und gehen gestärkt in die neue Saison. Zum Auftakt der neuen Spielzeit erwartet die Fans das Spitzenspiel gegen den KSC II am 5.8.

Zurück ins Funkhaus.

08. Oktober 2010

111Elf

von Ingmar Volkmann

Als inoffizielles Sprachrohr der Stuttgarter Kickers im Internet vermelden wir hiermit das Highlight fürs Wochenende. Der beste Verein der Welt aus Stuttgart lädt morgen zu einem Festakt auf die Waldau: Anlässlich des 111-jährigen Geburtstags der Blauen spielt die Kickers-111Elf um 15:30 Uhr gegen Viktoria 98 Berlin. Das Spiel ist die Revanche für das verlorene Endspiel um die Deutsche Fußball-Meisterschaft aus dem Jahre 1908. Seinerzeit waren die Blauen mit 0:3 in Berlin unterlegen – natürlich völlig unverdient, wie sich der Redaktions-Älteste Tobias Köhler erinnert, der damals live im Stadion war.

Die Aufstellung der Kickers-111Elf ist ein feuchter Traum der Fußballgeschichte, auf dem Platz stehen unter anderem Claus Reitmaier, der auch mit seinen 88 Jahren noch locker in jeder zweiten Buli-Mannschaft den Kasten sauber halten könnte, Frauenfußball-Experte Guido Buchwald (Foto), Karl Allgöwer, mit dessen Namen die Sportredakteure immer lustige Wortspiele getrieben haben („Knallgöwer“, Wasen-Karle usw.) sowie der unvergleichliche Joe Bauer im Sturm.

Alles in allem also ein wahrer Fußball-Leckerbissen, wie wir Experten gerne zu sagen pflegen, und in Zeiten von Stuttgart 18 in Bad Cannstatt auch endlich mal wieder Grund zum Lachen für alle Freunde des gepflegten Hochgeschwindigkeitsfußballs im Kessel. Heute Abend bestreitet die Deutsche Nationalmannschaft übrigens das offizielle Vorspiel zum Kickers-Jubiläum in einem Auswärtsspiel in Berlin gegen ein Fußball-Entwicklungsland. Unsere Prognose: 6:1 für Deutschland, drei Tore durch Toni Kroos.

www.111elf.de

06. August 2010

DAS IST EIN BEFEHL!

von Ingmar Volkmann

Huch, so eine Überschrift in Versalien macht doch gleich jede Menge Eindruck. Das sollte es in diesem Fall auch, denn heute sprechen wir keine höflichen Einladungen aus, heute BEFEHLEN WIR DIE TEILNAHME AN DER MORGIGEN KICKERS-BENEFIZ-VERANSTALTUNG „Hurra, wir kicken noch!“ im Theaterhaus. Denn, Ihr ahnt es vielleicht, Benefiz ist nicht der Name des neuen Kickers-Stürmers, hier geht es viel mehr um einen guten Zweck. Das Eintrittsgeld kommt nämlich den finanziell immer noch darbenden Blauen zu Gute.

Fürs liebe Geld bekommt man im Theaterhaus morgen Abend ab 20:15 Uhr jede Menge geboten. Anja Binder singt ähnlich bezaubernd wie auf obigem Foto, Nils Heinrich macht Comedy, die Band Wild Country tritt als musikalische Cowboy-Gang für die Kickers ein, René Mathussek stellt wunderliche Sachen mit einem Ball an und Initiator Joe Bauer trägt in gewohnt lebensbejahender Manier schlecht gelaunt seine Texte vor.

Der Doppelpass zwischen Kickers und Kultur geht bereits in seine zweite Runde, die Premiere der Show „Hurra, wir kicken noch“ im vergangenen Jahr war ausverkauft und fand deutlich größeren Anklang als die durchschnittliche Qualität eines Kickers-Heimspiel.

Also: Fragt euch nicht, was euer Verein für euch tun kann sondern fragt euch mal schön, was Ihr für euren Verein tun könnt. Ab ins Theaterhaus. SONST FANGEN WIR WIEDER MIT DIESEN AGGRESSIVEN GROßBUCHSTABEN AN. ODER SCHICKEN EUCH ZUM NÄCHSTEN EURO-LEAGUE-QUALI-SPIEL DER ROTEN. Dann doch lieber Theaterhaus statt ein neuerliches Molde, oder?

08. Juli 2010

Nach der WM ist vor den Kickers…

von Ingmar Volkmann

… so oder so ähnlich lautet eine alte Fußballweisheit von Sepp Herberger, dem Jogi Löw des 20. Jahrhunderts. Bevor wir alle nach dem Wochenende in ein Loch fallen so tief wie das Angriffsspiel der Spanier, schlagen wir statt dessen allerfeinsten Live-Fußball zur Vorbereitung auf die nächste Buli-Saison vor.

Nächste Woche Mittwoch stellt sich nämlich live die Gewissensfrage: Biste blau oder rot? Immer noch blau nach vier Wochen WM, werden die einen antworten, rot vor Neid auf dieses schöne kleine Stadion auf der Waldau antworten dagegen alle Bad Cannstatter. Guido „Diego“ Buchwald, der Arne Friedrich der Neunziger, kann sich auf dem Plakat auch nicht so recht entscheiden und bemüht, wie das der gewöhnliche Fußballer eben gerne so vor der Ecke im Strafraum macht, den größten deutschen Vorstopper aller Zeiten, Johann Wolfgang von Goethe (Eintracht Frankfurt): „Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust, eine blaue und eine rote, weil beide Vereine ich so stark finde in diesem Stutengarten.“ (Faust, Nachspielzeit).

Wer sich auch nicht so recht entscheiden kann oder einfach nur nach einem guten Vorwand für eine gescheite Stadionwurst sucht, schreibt einfach eine Mail an brezel.me, Stichwort blauoderrot. Wir verlosen zweimal zwei Stehplatzkarten.