Mit ‘Keine Kunst’ getaggte Artikel

04. April 2010

Der härteste Job der Welt

von Erik Raidt

Lieber Osterhase,

in diesen Tagen möchte ich ungern mit Dir tauschen. Du blickst morgens in den Spiegel und kannst Dich selbst nicht mehr sehen. Täglich begegnest Du grienenden Schokowiedergängern von Dir, die als Lach- Schmunzel- oder Rabimmel-rabammel-Rammeldumm-Hasen in den Supermärkten stehen.

Als ich am Wochenende auf dem Marktplatz war, entdeckte ich etliche Franchise-Unternehmen, die mit Moosnestern, Osterkränzen und Tonhasen ihre illegalen Geschäfte auf Deine Kosten machten.

Diesmal hast Du es besonders schwer: eingekeilt zwischen schlechte Aprilscherze, spätwinterliche Hagelgüsse und erste Birkenpollenattacken hoppelst Du müde durch den Schlossgarten. Von Frühlingsgefühlen keine Spur.

Neulich sah ich dort einen Deiner löffelohrigen Subunternehmer unter einem der Bäume sitzen. Er sah nachdenklich aus, er schien sich zu fragen, warum er bei Dir, der ewigen Nummer Zwei angeheuert hatte und nicht beim Weihnachtsmann. In seiner Jugend hatte er als Bunny bei Hugh Heffner noch an scharfen Möhrchen geknabbert, heute interessiert sich nach Ostern nicht mal mehr der SWR für ihn, der ihn in seinen Radiosendungen als “Eilight zu Ostern” seiner letzten Würde beraubt hat.

Lieber Osterhase, für mich bist Du das ärmste Schwein unter den Saisonmaskottchen.

Dennoch: Kopf hoch! Ach und das Frühstücksei morgen bitte zehn Minuten im Kochwasser lassen!

Schöne Grüße,

Dein Erik

29. März 2010

Unsere Stimmbänder für Oslo

von Erik Raidt

Na, schon warmgegrölt für das wichtigste Ereignis des Jahres? Für die Stimmungsmaschine, die Millionen vor die Fernsehgeräte treiben wird? Bei der Tränen fließen werden und Besiegte in ihren knappen Trikots aus dem Licht der Kameras schleichen werden?

Nein, natürlich sprechen wir nicht von der WM in Südafrika. Wir reden hier von etwas Wichtigerem, Größerem, Unvergleichlichem: dem Eurovision Song Contest Énde Mai in Oslo!

Eigentlich wollte Stefan Raab ja diese 18-Jährige Lena persönlich im Wok nach Norwegen tragen – aber seit gestern stehen mehrere Ersatzkandiaten bereit: Brezel.me-Master Tobias hat einige Kollegen zum Karaoke-Singstar-Abend bei sich Zuhause versammelt.

Was man an solchen Abenden lernt? Die eigene Stimme kann eine schmerzhafte Waffe in den Ohren anderer Menschen sein, niemand traut sich an den Sprechgesang der Fantas heran, und die Mode in den 80ern war NOCH schlimmer, als wir sie in Erinnerung hatten. Schulterpolster? Douze points, twelve points!

Die Stuttgarter Singvögel trainieren übrigens auch schon für Oslo. Heute morgen 5.45 Uhr in dem Busch vor meinem Schlafzimmer. Ich dachte spontan an Schrotkugeln.

22. März 2010

Guru-Fernsehen (VI)

von Tobias Köhler

Der Meister singt selbst. Ganz klar: unser Lied für Oslo.

21. März 2010

Jetzt rollen die Bagger an!

von Tobias Köhler

Was bedeutet unser heutiges Rätselfoto?

  1. Szenen aus dem Schlossgarten: “Schnell Leute, die Bagger rollen an. Kettet euch fest!”
  2. Michael Bay dreht in Stuttgart “Transformers 3 – Autobots zur Kehrwoche verdammt”
  3. Die Mercedes M-Klasse nach dem letzten Facelifting: die Marktforscher hatten festgestellt, dass wir Großstädter es noch rustikaler und offroadiger lieben als gedacht.
  4. Nachdem die Feinstaubkehrmaschine am Neckartor nicht funktioniert hat, hat sie OB Schuster in den Wald verbannt.
  5. Ein riesengroßes Ding, für das ich keinen Namen finde, hat meine Joggingstrecke blockiert.

Sonstwer ‘ne Idee, was das für ein Gerät ist?

12. März 2010

Gelbe Dinger, abserviert

von Tobias Köhler

Oh no! Vor nicht mal zwei Wochen haben wir an dieser Stelle über zwei Überbleibsel aus der guten alten Zeit berichtet. Wir wussten nicht mehr so recht, zu was sie wohl sein gut sein könnten. Offensichtlich ging es den Besitzern der gelben Dinger ganz ähnlich. Denn heute sind böse Männer gekommen, um die Kisten wegzubringen.

Leider war ich nicht schnell genug, um mich festzuketten. Seitdem frisst der Gedanke an mir, dass erst der Beitrag auf Brezel.me die Gelbe-Kisten-Männer daran erinnert haben könnte, dass am Bismarck-Platz noch zwei Exemplare stehen.

Deshalb will ich was tun. In mir keimt der revolutionäre Gedanke, eine wöchentliche Demo zu organisieren. Zur Rettung der gelben Kisten. Jeden Montag, 18 Uhr. Am Fuß des Fernsehturm, vielleicht.

10. März 2010

Fred vom Jupiter im Kino

von Erik Raidt

Was übrigens wahnsinnig töfte ist, um hier mal einen schönen Ausdruck einzuschmuggeln, der im Süden leider ziemlich unbekannt ist: diese tollen 3-D-Kinosessions, mit denen wir seit Avatar beglückt werden.

War kürzlich in einem unserer legendären Programmkinos in der Innenstadt, um Alice-im-Wonderland zu sehen. Es war Samstagabend, kein Sams weit und breit und offensichtlich hatte mich auch der Rest meines Verstandes verlassen: Die Kinokarte kostete tatsächlich zwölf, ja, genau ZWÖLF Euro. Das Kino war so voll, dass ich mir schon im Foyer vorkam wie bei der Mannschaftsversammlung auf der Titanic kurz nach der Begegnung mit einem Eisberg. Und der Kinosaal selbst sah aus wie ein Sittengemälde aus “Trash IV” – die roten Sessel waren jedenfalls kaum mehr unter den Popcornschichten zu erkennen.

3 D gehört die Zukunft – mir macht sie schon jetzt ungeheuer viel Spaß.

09. März 2010

Bombenalarm im Staatstheater

von Tobias Köhler

Ich steige einfach mal ganz schnörkellos in die Sache ein, es ist einfach zu wichtig, um lange drumherum zu fabulieren: Hey Leute, im Männerklo des Staatstheaters hat jemand eine Bombe versteckt. Naja, versteckt ist nicht der richtige Begriff – das Ding hängt ganz offensichtlich an der Wand. Aber das ist ja das Infame, weil dann alle denken: Das komische Dinge da unter der Decke wird schon okay sein.

Aber schaut euch das mal an: Ein kleiner Kasten mit Warnsymbolen drauf, blinkenden Lichter und vielen Schaltern, der mit Klebeband an an der Wand festgemacht ist. Wenn das mal keine Teufelsmaschine ist. Zugegebenermaßen ist es ein wenig unklar, wie und wann das Teil hochgehen könnte. Ich war vor sechs, acht Wochen das letzte mal im Theater (und, ähem, auf der dortigen Toilette) und da hing es schon dort. Und gestern Abend immer noch.

Offensichtlich ist der Zünder auf eine sehr, sehr lange Zeit eingestellt. Oder wartet auf irgendwas. Vielleicht darauf, dass Leonardo di Caprio in einem René-Pollesch-Stück mitspielt. Keine Ahnung.

Vielleicht kann ja einfach mal einer nachschauen. Würde mich beim nächsten Theaterbesuch einfach besser fühlen.

Aber vielleicht ist das auch nur ein Anzeichen für die Finanzprobleme des Theaters, weil die sich keinen gescheiten Elektriker oder Klemptner mehr leisten können. Weiß man’s?

07. März 2010

Das andere Stuttgart (VIII)

von Tobias Köhler

Die Stuttgarter Ballettcompany erklimmt neue künstlerische Höhen. In Stuttgart, Arkansas. Zu “Lady in Red” von Chris de Burgh. Herrlich!

28. Februar 2010

Gelbe Dinger

von Tobias Köhler

Heute habe ich zufällig – gar nicht weit vom Bismarckplatz entfernt – diese beiden gelben Boxen entdeckt. Diejenigen, die wie ich vor vielen hundert Jahren geboren worden sind, halten jetzt mal bitte die Klappe. Den jungen Leute stellt sich aber die Frage: Was in drei Teufels Namen sind das für Dinger?

Ganz klar, das

  1. ist die Wohnung, in der DJ Pate No. 1 aufgewachsen ist.
  2. ist das ehemalige Rathaus von Bad Cannstatt.
  3. sind die Vorgänger der Dixi-Klos.
  4. war die Brezel.me-Redaktion vor dem sensationellen Durchbruch.
  5. ist die einzige In-Kneipe in S-Zuffenhausen.
  6. sind die ersten Baucontainer für S21.
  7. ist die Loft, in der der Kollege Raidt (bekannt durch Miet-Striptease und die Immo-Oma) schließlich untergekommen ist.
  8. ist ein Fahrstuhl zum Erdmittelpunkt (dort wartet TV-Guru Hornauer, um den Weg zu den Sternen zu weisen).
  9. ist die Zentrale der LBBW nach der Finanzkrise.
  10. ist ein von einer indischen Großfamilie betriebener Telefonshop.

Noch was?

23. Februar 2010

Who’s that Girl?

von Tobias Köhler

Ein frischer Wind fegt durch die Straßen von Stuggi-Town. Seit heute ist klar: diese flotte Biene macht ab sofort den Kessel unsicher. Deshalb gibt’s außer der Reihe den Brezel.me-Pisatest.

Frage 1.) Wie heißt diese Frau?

  • Antje Schnieke
  • Marietta Stylish
  • Doro Moda
  • Marion Schick
  • Frederike Fashion
  • Sabine Armani

2.) Was macht diese Frau in Stuttgart?

  • Geschäftsführerin des Rocker 33
  • Wolfgang Schuster heiraten
  • Pressesprecherin von K21
  • Verkäuferin im Brezelkörble
  • Kapitänin der VfB-Frauenmannschaft
  • Chefredakteurin von Brezel.me
  • Kultusministerin
  • Sie ist nur auf der Durchreise

3.) Was war sie bisher?

  • Chefredakteurin von Kessel.tv
  • Metzgerin des Jahres 2008
  • Die Freundin von Herrn Tutorial
  • Pilotin bei der Lufthansa
  • Olympiasiegerin im Curling
  • Präsidentin der Hochschule München
  • Präsidentin des FC Barcelona
  • Sicherheitschefin im Vatikan

Hat jemand noch ein paar bessere Ideen? Ich weiß es ja auch nicht so genau.

22. Februar 2010

Die Rückkehr des minzgrünen Nagellacks

von Tobias Köhler

Brezel.me hat’s geschafft. Stuttgart ist auf dem besten Weg zur Pilgerstätte Nummer eins im Land. Zumindest für die Wahnsinnigen dieser Republik. Am Wochenende hatten wir ja schon Tutu auf ihrer absolut abgefahrenen Reise nach Stutti-Town begleitet, jetzt kommt es mit – nennen wir sie mal – Hoppel und Moppel noch eine Nummer härter.

Nicht ganz so weit (sondern irgendwo aus der Zwei-Buchstaben-Autokennzeichen-Region) sind Chris und Alex angereist. Dafür sind sie mindestens genauso mürbe.

Die Brezel.me-Redaktion arbeitet derzeit gemeinsam mit Stuttgart Marketing an einem umfangreichen Pilgerkonzept – inkl. Krankenheilung & Weihwasserverkauf. Derzeit tagt eine Gurufindungskommission. Wir halten euch auf dem Laufenden.

19. Februar 2010

Schilda in Stuttgart

von Erik Raidt

Zeit für einen kleinen Blick in die Brezel.me-Kristallkugel: Wie wir ja alle wissen, wird Stuttgart in den nächsten Jahren noch viel schöner, schneller und überhaupt total abgefahren. Weil überall gebaut wird, brauchen wir ein paar amtliche Hinweise, wie wir uns zu verhalten haben. Klar ist: auf jeden Bauarbeiter kommt mindestens ein Hinweis- und ein Verbotsschild.

Wir blicken schon mal kurz nach Schilda.

Gaaanz wichtig: das richtige Schuhwerk!

Ach ja, das Konjunkturprogramm bietet neue Chancen und Berufsbilder auf der Baustelle Stuttgart.
Unser Liebling des Tages: der Schilderhalter (entdeckt in Neuseeland, bald auch in Bad Cannstatt im Einsatz)

15. Februar 2010

Sie sind unter uns

von Erik Raidt

Liebe Brezelistas,

gerne senden wir euch heute folgenden Hilferuf des Schwäbischen Albvereins (Ortsgruppe Schwenningen Neckar), der uns soeben erreicht hat:

An alle Maskottchen,

wir von der Ortsgruppe Schwenningen/Neckar des Schwäbischen Albvereins wollen am 5.6.2010 auf der Landesgartenschau Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen einen Guinessbuch-Weltrekord aufstellen.Zu dieser Veranstaltung verschicken wir gerade die Einladungen bzw. wollen sie nach außen tragen, denn gerne können die Maskottchen auch auf uns zukommen und sich anmelden. (email an: maskottchen@albverein-schwenningen.de). Das Ziel, welches wir beim Weltrekord erreichen wollen, ist: Mehr als 120 Maskottchen (Menschen in Maskottchenkostümen) um 14.00 Uhr auf der Haupttribüne zu versammeln.Jedes Maskottchen erhält für sich und ZWEI Begleitpersonen an diesem Tag freien Eintritt auf der Landesgartenschau – ist klar. Außerdem gibt es einen Verzehrgutschein eines nahe gelegenen Restaurants und eine Begrüßungstasche, was da drin ist, wird noch nicht verraten.

Mit freundlichen Weltrekordversuchsgrüßen,
Schwäbischer Albverein OG Schwenningen

Hinweis der Brezel.me-Redaktion: die Bären auf dem Foto heißen “Bärt, Bärta, Albärt und Albärtine”.
Der Besuch dieser Veranstaltung geschieht AUSDRÜCKLICH auf eigene Verantwortung. Langfristige Schädigungen des zerebralen Nervensystems sind nicht auszuschließen.

31. Januar 2010

Haltet eure Brillen fest!

von Tobias Köhler

Noch ein paar Stunden, dann ist er wieder da. Der Riese, der Göttliche, der…Lehmann. Die Sache mit der Sperre dauerte für uns gefühlte drei Jahre. Und jetzt wissen wir: Wir von Brezel.me fürchten nichts mehr, als dass er seine Ankündigung wahrmacht und sich nach Ende dieser Saison ins Privatleben zurückzieht.

Wir fragen: Wer klaut dann Fans die Brillen? Wer schnorrt Reporter um fünf Euro an? Wer pinkelt hinters Tor? Wer fliegt mit dem Heli nach Hause? Wer tritt den Gegner um, wenn der Ball mal nicht da ist? Wer beleidigt seine Freunde und Feinde ohne Anlass? Wer legt seine Beichte bei “Kerner” ab?

Ohne Lehmann wird der VfB nicht mehr der gleiche sein. Schaut ihn euch an, so lange ihr noch könnt. Heute, 15.30 Uhr, in der Mercedes-Benz-Arena gegen Dortmund.

28. Januar 2010

Hofbräu kratzt nicht ab

von Erik Raidt

Was waren das noch für Zeiten in der Bierschwemme um die Ecke: Der Wirt fragte: “Halbe?” Und kaum hatte man genickt, stand der Humpen schon auf dem Tisch. Es gab noch kein Bananenweizen, kein Becks-Lemon, kein Grapefruit-Pils und andere Strafen.

Weil aber all dieses Gepansche inzwischen unser Reinheitsgebot verwässert, leiden nicht nur wir, sondern auch unsere Hopfenmagier von der lokalen Brauindustrie.

Deswegen gibt es von unserer Lieblingsbraubude jetzt superschickes Marketinggedöns. Im Bild: das Handpräservativ mit der Maulwurf-Grabowski-Kralle. Im Brezel.me-Selbsttest ergab das Ding maximale Schweißhände bei minimaler Wirksamkeit.

Unser Gesamturteil: Hofbräu kratzt nicht ab!