Mit ‘Katze’ getaggte Artikel

23. Juli 2010

Ein Leben ohne Hund …

von Dora Asemwald

Das Auto als Medium für Botschaften aller Art ist ja bekannt. Hier ist jemand auf den Hund gekommen: „Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum!“. 91,1% aller Haushalte in Deutschland leben ohne Hund, laufen also einem riesigen Irrtum auf! Vielleicht ist aber auch der innere Schweinehund in der Rechnung mit inbegriffen. Dann wär ich d’accord. Kaum auszumalen was wäre, wenn wirklich jeder einen äußeren Hund hätte. Ein Großteil der 9.638.000 Nichtirrenden lässt seinen Köter jetzt schon in jedes Eck kacken.

Loriot war übrigens in der Hundefrage etwas spezifischer: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“
Ich setzt noch einen drauf: „Ein Leben ohne Katz ist für die selbige!“

07. Juni 2010

Kätzchen

von Martin Elbert

(Oooh wie süss!)

Wenn man in Stuttgart berühmt werden will, muss man nur bissle “Scheiße bauen”. Die Stuttgarter Polizei dokumentiert jeden Furz und unsere großen Tageszeitungen klatschen mit den Meldungen gerne ihren Lokalteil voll. Interessiert ja jede Ommi, wer wo in welches Becken gepisst hat.

Ich habe jedenfalls vollen Respekt vor der Dame oder Herrn, welche(r) die Polizeimeldungen verfasst. Meist muss diese Person einfach nur nüchterne Fakten zusammenkleben, aber ab und zu hat man auch einen – sagen wir mal – künstlerischen Freiraum bei der Gestaltung der Pressemitteilung, wie folgendes Beispiel beweist:

Hilflose Katze im Motorraum

Stuttgart-Ost: Eine Katze aus ihrer misslichen Lage befreit haben Polizei und Feuerwehr am Samstagabend (05.06.2010) in der Haußmannstraße. ((Total süsser Einstieg, man fühlt sofort mit. Die Stuttgarter Polizei hilft also doch jedem.)

Gegen 22.00 Uhr hatte eine Anwohnerin die Polizei verständigt, da seit längerer Zeit aus dem Motorraum eines am Fahrbahnrand geparkten Kleinbusses das weinerliche Miauen eines Kätzchens zu hören war. (Das Leiden steigt qualvoll an!)

Nachdem die Polizisten den Fahrzeughalter festgestellt und dieser die Motorhaube geöffnet hatte, blickten alle Beteiligten in die verängstigten Augen eines Kätzchens. (Mein absoluter Lieblingssatz. Eine famose Bildsprache wie sie sonst nur Erik R. beherrscht.)

Es stellte sich heraus, dass das arme Tier sich zwischen dem Motorblock und der unteren Motorverkleidung eingeklemmt hatte und dies offensichtlich der Grund des „Katzenjammers“ war. (Dieser Absatz stellt eine gelungene Melange aus technischem Hintergrundwissen und Gefühl dar.)

Alle Versuche, die bereits völlig geschwächte Katze aus dem Motorraum zu locken, misslangen. (OMG!)

Schließlich wurde die Berufsfeuerwehr Stuttgart zu Hilfe gezogen. (Tatütata!) Feuerwehrbeamte schraubten schließlich den Unterboden ab und konnten so das Tier befreien. (Da haben die Kollegen von der Polizei wohl ihren Werkzeuggürtel im heimischen Hobbykeller liegen gelassen.)

Da sich kein Besitzer des Kätzchens ausfindig machen ließ, brachten es die Polizisten ins Tierheim nach Botnang. (Oh je, jetzt hat diese dramatische Geschichte nicht mal ein schönes Ende! Wer kennt das Kätzchen? Bitte melden!)