Endlich. Gestern war es wieder soweit. Habe das erste Mal beim Dienstags-Kick im Theaterhaus gewonnen. Seit Januar.
Wie grausam waren sie, die vergangenen Wochen. Immer wieder dienstags kam die Ernüchterung. Meine ganz persönliche Hertha-BSC-Phase.
Egal welcher Mannschaft mich Spielertrainer Werner Schretzmeier zugeteilt hatte, ich ging als Verlierer vom Platz. Dabei nimmt das Theaterhaus-Team die Mannschafts-Aufstellung durchaus ernst. Mindestens ein Azubi ist zum Wochenbeginn damit beschäftigt, potentielle Mitspieler anzurufen und deren Fitnessstand abzuklopfen. Schretzmeier selbst macht dann in einer geheimen Zeremonie kurz vor Spielbeginn die Aufstellung.
Zwischendrin hatte ich sogar die ein oder andere Bude erzielt. Allein, es half nichts. Am schlimmsten dann die Nacht nach einer neuerlichen Niederlage: Hätte man nicht doch quer spielen sollen auf David? War man im Zweikampf gegen Jakob hart genug rangegangen? Nach einer besonders schlechten Leistung konnte man die Restwoche direkt in die Tonne kicken wie einst Klinsmann.
Gestern dann das Christian-Gross-artige Wunder: gewonnen, und zwar haushoch. Die eigene Leistung zwar mehr als bescheiden, dafür brillierten David und Tom als magisches Dreieck, Pardon, Duett.
Heute Nacht endlich mal wieder durchgeschlafen. Rechne jetzt fest mit einer Nominierung für Südafrika. Jogi braucht noch einen Mann für die Innenverteidigung. Sorry Serdar, aber am 6.5. wird bei der Bekanntgabe des WM-Kaders mindestens einer aus der Theaterhaus-Truppe an dir vorbeiziehen.



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