Mit ‘Joggen’ getaggte Artikel

05. Mai 2011

Die Brezel läuft – oder läuft nicht?

von Martin Elbert

Als ich vor fast genau zwei Jahren den Köhli kennengelernt habe, damals im Oblomow, er trank alkoholfreies Bier (alkoholfreies Bier Alta! Dann lieber alkoholfreien Wodka), hätten wir am ersten Abend fast geknutscht, aber er war mir etwas zu mobbelig, obwohl er damals schon Laufsport betrieben hat, versicherte er mir. Ein paar Monate später gab ich ihm mal den Tipp, nicht so viel Brötchen zum Salat zu essen, Kohlenhydrate und so.

Wir sehen uns relativ selten, leider, aber kommt halt auch nie wenn ich auflege, meinte er hätte Familie und son Zeug, und einladen tut er mich auch nie. Aber vor einem Jahr, bei so einem Brezel-Treffen war er schon etwas straffer.

Aber dann, Jonger Vadder, hab ihn nach langer Zeit Anfang des Jahres getroffen – der Kerle war tight in Form! Rank und schlank, wie ein Olympia-Athlet! Obwohl er aus Zeitgründen – kein Plan was man als Online-Chef bei der StZ den ganzen Tag schaffen muss ausser auf Facebook Blödsinn posten – nicht mehr so zum Laufen käme. Meint, er macht irgendwas anderes. Glaub es war Boxen, Judo, Seilspringen, Bäume ausreißen oder doch nur Purzelbäume. Respekt!

Warum erzähl ich das alles? Weil es heute um Sport geht und der Brezel-Boss geht als gutes Beispiel voran – bloss wie sieht es mit euch aus? Die Mama schlägt seit Monaten die Trommel für den nächsten STGT-Halbmarathon Ende Mai (Foto: Baumann), heißt ja auch Stuttgarter Zeitungs Lauf, wieso auch immer. Kriegt man bei der Abholung der Startunterlagen immer die aktuelle Ausgabe. Voll gut. Einen eigenen Blog hat man auch eingerichtet und es gibt sogar eine StZ-Laufclique aus Lesern und Redakteuren. Bow bow bow!

Jetzt interessiert uns eigentlich nur noch: Wer von den Brezeln ist denn am Start und welche Ziele habt ihr euch gesetzt? Ich will dieses Jahr auch wieder ran, bin aber aufgrund des harten Winters und öfters erkältet noch nicht gut in Form für meine Verhältnisse, sprich, ich lauf mal so “spasseshalber” mit und versuch unter 1:45h zu kommen, nachdem es dieses Jahr mit dem Traum Stuttgart eines Tages unter 1:30h zu laufen definitiv nix wird.

Wie siehts aus? Wer startet?

09. August 2010

Das Brezel.me-Montagsrätsel

von Tobias Köhler

Seit Jahren jogge ich regelmäßig durch diese idyllische Unterführung, die meine Bärenseen-Hood mit dem Stuttgarter Westen verbindet.

Und seit Jahren lesen ich jedes Mal diese Botschaft:

“Sti cât de mult te iubesc?”

Und seit Jahren frage ich mich jedes Mal: Was, zum Teufel, bedeutet das?

Ist das vielleicht…

  • …der Aufruf zum Schwaben-Dschihad?
  • …eine Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft?
  • …einer dieser biblischen Sinnsprüche?
  • …die Botschaft von netten Außerirdischen?
  • …die Antwort auf die letzten Fragen des Lebens?
  • …der Spruch, mit dem man Rumpelstilzchen fertig macht?
  • …ein Aufruf zur Rettung des Stuttgarter Hauptbahnhofs?

Nein, isses nicht. Habe lange daran herumgetüftelt – und weiß jetzt Bescheid.

Wer kriegt’s noch raus? Bitte kommentieren?

19. Juli 2010

Der Siggi und der Hagen

von Tobias Köhler

Eigentlich schreibe ich diese kleine Geschichte nur deshalb auf, um mit dem folgenden Satz beginnen zu können:

Gestern habe ich in meinem alten, schlabbrigen Joggingsklamotten einen ziemlich schnellen, voll in Markenware gehüllten Edeltraber – oder wie man diese Designläufer nennen mag – überholt. Ich war einfach brutal gut drauf.

Jederfalls ist mir – trotz meiner irrsinniger Geschwindigkeit, muss man dazu sagen – aufgefallen, dass der Kerl wieder mal das Logo seines T-Shirts hinten rechts über dem Schulterblatt trug.

Bar jeder Recherche behaupte ich einfach mal, dass North Face diese Unsitte vor Jahrzehnten eingeführt hat. Als ich zum ersten Mal eines Menschen gewahr wurde, dessen scheißteures Funktionsshirt hinten rechts “The North Face” aufgedruckt hatte, war ich schon dabei, ihm ordentlich polternd auf die Schultern zu patschen und zu sagen: “Kerle, du hasch dei Hemmetle verkehrtrum an.” Ein ebenso unvermuteter wie seltener Anfall von verbaler Verschlossenheit rettete mich vor einer schrecklichen Peinlichkeit. Denn schnell begriff ich: Des g’hört so.

Warum das so gehört, begreife ich bis heute nicht. Ob Steinzeitmensch, Luftwaffengeneral oder Nike-Kunde – seine erjagten Knöchelein, Orden oder Firmenlogos trägt man seit Jahrtausenden auf Höhe der Brustwarze. Vorne also.

Einzige bekannte Ausnahmen: der Siggi und der Hagen. Nämlicher Siegfried, der alte Nibelunge, war nach einem Bad im Drachenblut praktisch unverwüstlich – abgesehen von einer kleinen Stelle an der Schulter. Die markierte des Helden Holde mittels einen kleinen, eingehäkelten Kreuzes. Was der scheinheilige Hagen wiederum nutzte, um den Siegfried…aber das wissen ja noch alle aus der Schule.

Jedenfalls: nicht unbedingt ein richtig guter Grund, das Firmenlogo als “Auf ihn mit Gebrüll”-Markierung hinten ran zu nähen. Finde ich jedenfalls.

Aber vielleicht kann mir ja einer von euch erklären, warum man das heute so macht.