In der Medienbranche muss man immer flexibel, immer geistig mobil bleiben. In den krisenhaften letzten Jahren etwa haben wir gelernt:
Flat is the new up.
Jetzt steht uns ein neues, schmerzhaftes Umdenken bevor. Die Botschaft lautet:
Hackfleisch is the new Kartoffel.
Früher war es üblich, dass es in der Brezel.me-Kantine zu eigentlich jeder Mahlzeit optional Nachtschattengewächs-Variationen gab – in Form von Pommes, Rösti, Pfuffern, Pell-, Brat- oder Röstkartoffeln oder Gratin. Das scheint Vergangenheit.
Jetzt setzt Küchenchef Mario auf Hack. In täglich wechselnder Form:
- Hacksteak (dick und schmal)
- Hacksteak (dünn und breit)
- Hackfleischbällchen
- Frikadellen
- Hackbraten
- Königsberger Klopse
- Cevapcici
- Moussaka
- Hackfleisch-Cordon-bleu
- Hamburger
- Chilli con Carne
- Spaghetti bolognese
- Lasagne
- Gefüllte Paprika
Offenbar sind die Weltmarktpreise für gemischtes Hack an den Euro gekoppelt. Das scheint uns die nahe liegende Erklärung. Gemeine Witze, die mit dem Verbleib mehrerer verschwundener Kollegen zusammenhängen, scheinen uns in diesem Zusammenhang nicht angemessen. Gibt aber einen schönen Film aus den 80er-Jahren zu dem Thema: Eat the Rich.



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