Weil der Ingmar gestern mit seiner Äffle-und-Pferdle-Nummer einen unglaublichen Klickerfolg hingelegt hat, mach’ ich’s wie die Jungs vom Film und schiebe ein Sequel hinterher: Heute Morgen hat mir der Getränkehändler doch tatsächlich eine Tüte Gummibärle im Äffle-und-Pferdle-Design geschenkt.
Genaugenommen waren die Dinger natürlich für meine Tochter gedacht, die den Verkäufer aus ihren großen, traurigen Kinderaugen angeschaut hatte – weshalb er das Zeug rausgerückt hat, obwohl es eigentlich für Käufer von “Silberbrunnen”-Sprudel gedacht war und wir mit zwei Kästen “Römerquelle” aus dem Laden gelaufen sind.
Weil das raffgierige kleine Mädel anschließend im Blumenladen einen Herzlolly, auf der Post Gummibärchen, beim Metzger zwei Scheiben Lyonerwurst und in der Apotheke drei Handvoll Traubenzucker bekommen hat, habe ich die Gummi-Äffles-und-Pferdles einfach konfisziert. Man muss die Kinder ja nicht zu sehr verwöhnen.
Außerdem hat meine Tochter mit ihren dreieinhalb Jahren zwar von “Hello Kitty”, “Prinzessin Lillifee”, “Shaun dem Schaf”, “Nulli und Priesemut”, “Conni” sowie “Pettersson und Findus” gehört – aber die Idole meiner Jugend sind ihr verständlicherweise völlig unbekannt.
Deshalb flätze ich mich heute Abend vor den Fernseher – und vernasche das Äffle und das Pferdle.



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