Lieber Stefan Mappus,
Baden-Württemberg muss man sich als ein glückliches Bundesland vorstellen. Ganze Landstriche jenseits von Reutlingen sprechen eine Sprache, die dem Hochdeutschen in etwa so nahe kommt wie das Finnische und trotzdem muss keiner zum Sprachtest. Wir leisten uns einen Fernsehsender, dessen Programm so einschlaffördernd wirkt wie das Schäfchenzählen. Und wir haben Männer, die Politik schöner machen. Männer wie Sie. Männer wie ihren Widersacher Claus Schmiedel (unteres Bild). Jetzt haben Sie die ersten hundert Tage Ihrer Regentschaft überstanden. Für mich haben Sie von Anfang an Pflöcke in die Landschaft gerammt. Unvergesslich bleiben mir die wunderbar einfühlsamen Homestorys über Sie und ihre Ehefrau. Darüber, dass Sie selbst zum Staubsauger greifen. Als ich diese Zeilen las, wusste ich, dass in Ihnen der Fortschritt haust. Ihre Gegner tuscheln hinter Ihrem Rücken, dass Sie der Bulldozer aus Pforzheim seien. Für mich sind das billige Neider, Menschen, die nichts von Weisheit und Schönheit verstehen, auch nicht von jener der Stadt Pforzheim. Jetzt haben Sie rechtzeitig vor dem Ablauf Ihrer politischen Schonfrist gefordert, dass die Atomkraftwerke länger laufen sollen und Ihrem Parteikollegen Röttgen kräftig ins Bein gebissen.
Lieber Stefan Mappus, Ihr Motto war eben schon immer: spalten statt versöhnen. Ich wünsche Ihnen eine ganz lange Restlaufzeit. Schenken Sie uns noch viele schöne Momente. Schenken Sie uns Ihr zartes Lächeln, das so viel über Ihr einfühlsames und heiteres Gemüt verrät.


















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