Mit ‘Große Politik’ getaggte Artikel

19. Mai 2010

Politik kann so schön sein

von Erik Raidt

Lieber Stefan Mappus,

Baden-Württemberg muss man sich als ein glückliches Bundesland vorstellen. Ganze Landstriche jenseits von Reutlingen sprechen eine Sprache, die dem Hochdeutschen in etwa so nahe kommt wie das Finnische und trotzdem muss keiner zum Sprachtest. Wir leisten uns einen Fernsehsender, dessen Programm so einschlaffördernd wirkt wie das Schäfchenzählen. Und wir haben Männer, die Politik schöner machen. Männer wie Sie. Männer wie ihren Widersacher Claus Schmiedel (unteres Bild). Jetzt haben Sie die ersten hundert Tage Ihrer Regentschaft überstanden. Für mich haben Sie von Anfang an Pflöcke in die Landschaft gerammt. Unvergesslich bleiben mir die wunderbar einfühlsamen Homestorys über Sie und ihre Ehefrau. Darüber, dass Sie selbst zum Staubsauger greifen. Als ich diese Zeilen las, wusste ich, dass in Ihnen der Fortschritt haust. Ihre Gegner tuscheln hinter Ihrem Rücken, dass Sie der Bulldozer aus Pforzheim seien. Für mich sind das billige Neider, Menschen, die nichts von Weisheit und Schönheit verstehen, auch nicht von jener der Stadt Pforzheim. Jetzt haben Sie rechtzeitig vor dem Ablauf Ihrer politischen Schonfrist gefordert, dass die Atomkraftwerke länger laufen sollen und Ihrem Parteikollegen Röttgen kräftig ins Bein gebissen.
Lieber Stefan Mappus, Ihr Motto war eben schon immer: spalten statt versöhnen. Ich wünsche Ihnen eine ganz lange Restlaufzeit. Schenken Sie uns noch viele schöne Momente. Schenken Sie uns Ihr zartes Lächeln, das so viel über Ihr einfühlsames und heiteres Gemüt verrät.

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05. Mai 2010

Stuttgart, du Nummer eins

von Tobias Köhler

Viereinhalb Sterne! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Viereinhalb Sterne! Soviele hat Stuttgart auf der Seite staedteranking.de gekriegt. Von fünf!

Zum Vergleich: Hamburg hat drei Sternle, München dreieinhalb. Da sind also ganz offenbar Experten an der Arbeit gewesen.

Nichtsdestotrotz pflegen wir das Understatement und sagen: man kann es immer noch besser machen.

Deshalb kommen hier unsere absolut subjektiven Topten, was wir uns für Stuttgart noch wünschen:

  1. Direkten Zugang zum Meer (siehe Foto) – damit wir uns den Urlaub an der Ostsee und am Mittelmeer sparen können.
  2. Tom Jones als Oberbürgermeister – damit wir ein bisschen mehr Entertainment à la Las Vegas kriegen.
  3. Abtrennung vom Schienennetz der Deutschen Bahn AG. Damit die Streiterei endlich aufhört.
  4. Die Umleitung des Neckars durch die Innenstadt, damit wir unsere eigenen Nackerten bekommen.
  5. Einen Stuttgart-Tatort, in dem alle schwäbeln. Oder keiner.
  6. Den Abriss des LBBW-Headquarters am Bahnhof zugunsten eines Spaßbades am Neckar.
  7. Einen Apple-Store auf der Königstraße.
  8. Die Baugenehmigung für unseren Brezel-Tower auf dem Schlossplatz.
  9. Abschaffung des Trollingers (inkl. Lemberger).
  10. Eingemeindung von Waiblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Böblingen – damit die Sache mit den Doppelkennzeichen in der Region endlich ein Ende hat.

Und jetzt seid ihr dran: was fehlt euch, damit Stuttgart den letztem halben Stern noch kriegt?

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13. April 2010

Schwaben, Menschen, Abenteuer

von Tobias Köhler

You can call me a triefäugigen, fantasielosen, langweiligen Videoschnipsel-Klauer.

Aber der “Tuning-Club Hasenweiler” vom inzwischen weithin bekannten Verschwäbler Dodokay (Macher des legendären Clips “Virales Marketing auf dem Todesstern”) isch wirklich sauluschtig.

(via Femke Bürkle)

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26. Februar 2010

Bruddeln mit Zwangsironie

von Tobias Köhler

Cool man! Stuttgarts zweitbestes Stadtmagazin hat in seiner neuen Ausgabe die Titelstory über uns gemacht!

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24. Februar 2010

Stuttgart – Barça: Wie es wirklich war

von Tobias Köhler

Scheiß Technik. Eigentlich hatten wir gestern Abend aus dem Brezel.me-Studio in der Mercedes-Benz-Arena eine Liveschalte via Web-TV geplant. Jogi Löw saß als Interviewpartner Brezel.me-Moderator Jay Leno gegenüber – und sollte sich mit Maradonna und Pele (mittels Simultandolmetscher) verbal die Bälle zuwerfen. Für die Pause hatten wir Auftritte der Chippendales (für die Ladies), der Playboy-Bunnies (für die Jungs), von Bob the Builder (für Kids und S-21-Fans), der Stones und von Elvis geplant.

Allerdings hatten wir uns bei der Übertragung auf das UMTS-Netz der Telekom verlassen – und dabei nicht berücksichtigt, dass das bekanntermaßen zusammenbricht, wenn mehr als drei Leute innerhalb von 100 Quadratkilometern Daten senden. Deshalb bekamen leider nur die rund 1000 Ehrengäste (u.a. Bundespräsident Köhler, Papst Benedikt, der Dalai Lama und Barack Obama) in der Brezel.me-Lounge die Auftritte mit.

Trotzdem hat Jogi Löw für unsere Website die wichtigsten Szenen analysiert. Oben der wohl entscheidende Moment des Spiels: Lothar Matthäus dribbelt sich an Jean-Paul Belmondo und Brigitte Nielsen (die live auf dem Spielfeld einer Schönheitsoperation unterzogen wird) vorbei, heiratet die minderjährige Schiedsrichterin – und lässt dem zusätzlich von der Sonne geblendeten Torhüter keine Chance.

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23. Februar 2010

Who’s that Girl?

von Tobias Köhler

Ein frischer Wind fegt durch die Straßen von Stuggi-Town. Seit heute ist klar: diese flotte Biene macht ab sofort den Kessel unsicher. Deshalb gibt’s außer der Reihe den Brezel.me-Pisatest.

Frage 1.) Wie heißt diese Frau?

  • Antje Schnieke
  • Marietta Stylish
  • Doro Moda
  • Marion Schick
  • Frederike Fashion
  • Sabine Armani

2.) Was macht diese Frau in Stuttgart?

  • Geschäftsführerin des Rocker 33
  • Wolfgang Schuster heiraten
  • Pressesprecherin von K21
  • Verkäuferin im Brezelkörble
  • Kapitänin der VfB-Frauenmannschaft
  • Chefredakteurin von Brezel.me
  • Kultusministerin
  • Sie ist nur auf der Durchreise

3.) Was war sie bisher?

  • Chefredakteurin von Kessel.tv
  • Metzgerin des Jahres 2008
  • Die Freundin von Herrn Tutorial
  • Pilotin bei der Lufthansa
  • Olympiasiegerin im Curling
  • Präsidentin der Hochschule München
  • Präsidentin des FC Barcelona
  • Sicherheitschefin im Vatikan

Hat jemand noch ein paar bessere Ideen? Ich weiß es ja auch nicht so genau.

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11. Februar 2010

Praud of Wulfgäng

von Tobias Köhler

Was haben wir über Günther Oettinger gelacht, was haben wir über Guido Westerwelle gelästert. Weil wir uns auf diesem Blog aber der journalistischen Ausgewogenheit verpflichtet fühlen, wird zwischendrin auch mal gelobt.

Und zwar einer, der es sicher nicht von uns erwartet hätte: Dr. Wolfgang Schuster, Lord Mayor of Stuttgart.

Der ist nämlich – zumindest hinter den sieben Bergen – ein echter TV-Star. In den Nepal-News (“News from Nepal as it happens”) darf er über ein Thema referieren, dass Günther und Guido nicht mal ausgesprochen, geschweige denn übersetzt bekommen hätten: “Federalism: The German Experience”. (Wir sehen vorm geistigen Auge Herrn Oettinger vor uns, wie sich beim Aufscheinen des Wörtchens “The” seine Zunge verkrampft, bei “Experience” ist sie schon entzündet).

Wolfgang Schuster hingegen plaudert frei von der Leber weg und ohne Skript. Klar, das Thema ist irrsinnig langweilig, sowas liegt ihm.

Trotzdem muss man mal sagen: Wulfgäng, wi ar praud of ju!

Thanx für den Tipp an Heike Schiller (via Facebook).

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11. Februar 2010

Aufgebrezelt

von Ariane Holzhausen

Wir sind gerührt. Was für ein wunderschönes Fan-Foto.

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10. Februar 2010

Big Mäc rules

von Tobias Köhler

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hat unser neuer MP ganz oft einen Gesichtsausdruck drauf wie ein Big Mäc, in den gerade einer reinbeißt (Fotos dpa/AP).

BTW: Herzlichen Glückwunsch, Stefan Mappus, zum neuen Job.

UPDATE: Aber knutschen kann er!

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27. Januar 2010

Oettinger, ein letztes Mal – wirklich

von Tobias Köhler

Das Thema ist durch, die Sache ist besprochen, die Sau durchs Dorf getrieben. Naja, einmal geht noch: Brezel.me-Fan Monisa S. hat uns den noch geheimen Claim für die neue Imagekampagne des Landes gesteckt – samt neuem Aufklebermotiv. Und der Web-2.0-Jogibär Sascha Lobo, der zwar überwiegend unwitzig und darüber hinaus wahnsinnig schlecht frisiert ist – hat das Redemanuskript der legendären Oettinger-Ansprache zugespielt bekommen. Und siehe da: Es lag gar nicht an Oettinger – seine Redenschreiber haben ihn in die Grütze geritten.

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26. Januar 2010

The Saga continues: Learning English with Günne

von Ingmar Volkmann

Dear Mr. Ex-Landespapi,

you’ve had to go to Europa first before you were really lieb gehabt se way you are now. All your Untertanen in Badde-Würddeberg do love you now noch mehr because of your Swabish, which is a mixture out of Schwäbisch and English. The whole Internet-Szene is kräzy about you, you wouldn’t glaub it.

Stay true and bodenständig in your Westerwave-like Kauderwelsch. In case you want to make your ausländische Sprache aber doch besser, we just received a Presse-Mitteilung from the Elite-Universität Dekra Akademie Stuttgart with the Überschrift „Vielleicht doch ins Ausland? Mit Business-English zum Erfolg im Job“. And it goes a little something like this:

„Wer viel hat, kann viel verlieren. So lässt sich die momentane Situation Baden-Württembergs beschreiben. Kaum ein anderes Bundesland ist von der Wirtschaftskrise so stark betroffen, wie das Land der Erfinder und Häuslebauer. Nur Bayern trifft es ähnlich stark. Das geht aus dem „Krisenbetroffenheitsindex“ hervor, den die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. im Dezember vorgelegt hat. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw: „Wir haben derzeit eine Krise der Starken.“ (Pressemitteilung hier downloaden)

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26. Januar 2010

Bitte noch einmal, Günther Oettinger

von Tobias Köhler

Wir hatten uns schon in diesem Beitrag und in diesem Beitrag über Günther Oettingers Englischkenntnisse lustig gemacht. Jetzt noch einmal nachzutreten, wäre einfach billig.

Aber so sind wir halt.

Gesehen bei Stefan Niggemeier, Thanx auch an @sabrinadankel in Neuseeland

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24. Januar 2010

Hau in die Tasten, Wolfgang!

von Tobias Köhler

Die Stadt Mannheim droht dieser Tage einem Twitterer, der sich schon vor Jahren den Account “mannheim” (dort kann man bei Twitter die Geschichte auch aktuell verfolgen) geschnappt hatte, mit einer Klage. Begründung der Stadt: “…selbstverständlich beschäftigen wir uns auch mit dem Web.” Na dann.

Wollte mir daraufhin natürlich sofort “stuttgart” bei Twitter unter den Nagel reißen, aber das ist – wenig überraschend – schon vergeben. Den Account hat irgendein Martin (doch nicht unserer? ;-) ) in Beschlag genommen. Der hat zwar mehr als 80 Follower, aber noch keinen Ton von sich gegeben. Wir wünschen Martin, dass er keinen Ärger mit dem Stuttgarter Rathaus bekommt.

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23. Januar 2010

Das andere Stuttgart (II)

von Tobias Köhler

Auch in diesem Fall halten wir uns völlig raus aus der Frage, ob Stuttgart, BW, einen Kopf-, Tief-, Durchgangs- oder überhaupt einen Bahnhof braucht. Ganz klar ist aber: unsere Mitmenschen in Stuttgart, Arkansas, könnten einen tiefergelegten Bahnhof samt tiefergelegten Bahngleisen ganz gut brauchen. Also so eine Art Stuttgart, Arkansas, 21.

So wie die Leute dort Auto bzw. Zug fahren…

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18. Januar 2010

Das andere Stuttgart (I)

von Tobias Köhler

Ein Stuttgart ohne Kehrwoche. Ohne Kässpätzle und Brezeln. Ohne Wolfgang Schuster, den Streit um Stuttgart 21, den Fernsehturm, den Schlossplatz. Ohne den VfB, das Kunstmuseum, ohne Kessel und ohne Bärenschlössle. Ohne die Königstraße, den Vincent Klink, die Stäffele und Maultaschen. Ohne Friedrich Schiller, Werner Wölfle, die Fanta 4 und die “Stuttgarter Zeitung”. Ohne das Drei-Farben-Haus, Mercedes, Porsche und die Tatort-Kommissare Lannert und Bootz.

Unvorstellbar?

Mitnichten. Brezel.me nimmt euch mit auf einen Ausflug in das andere Stuttgart. Stuttgart, Arkansas (USA). The Duck Capital of the World. Frei übersetzt: Welthauptstadt im Ententotschießen. Der verzweifelte Wille dazu, Welthauptstadt in irgendwas sein zu wollen, scheint auch die einzige Ähnlichkeit mit Stuttgart, BW, zu sein.

Heute der erste Teil: Einführung – und die wundersamen Entenpfeifen. (Nächstes Mal: Pat Peacock, mehrfache Landesmeisterin im Entenpfeifen, stellt das örtliche Museum vor).

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