Wirtschaftsberichterstattung muss nicht immer kalt und herzlos sein. Die Kollegen von der “Financial Times Deutschland” haben eine Kampagne für unsere bekanntermaßen notleidenden Freunde in Griechenland gestartet.
Im “Rettet Griechenland”-Shop bei Spreadshirt gibt’s Ägaeishimmel-blaue T-Shirts mit Aufdrucken wie “Hellas Angels”, “Ich eröffne ein Gyroskonto” oder “Ich sage ja zu griechischem Wein”.
Fünf Euro vom Preis jedes verkauften Leibchens kommen der griechischen Staatskasse zu Gute.
Wir finden: großartig.
Und ein bisschen selbstironisch. Denn die “Financial Times Deutschland” könnte selbst ein paar Zuschüsse ganz gut gebrauchen. Nicht umsonst hat der Kollege Gabor Steingart, früher beim “Spiegel” und inzwischen Chefredakteur des Konkurrenzprodukts “Handelsblatt” neulich gesagt, man müsse die “FTD” eigentlich mangels wirtschaftlichen Erfolgs dichtmachen. Was wiederum ziemlich selbstironisch ist, da auch das “Handelsblatt” in den letzten Jahren vor allem durch Umstrukturierungen, Kürzungen und Stellenstreichungen für Aufmerksamkeit gesorgt hat.
Vollends selbstironisch wird das ganze natürlich dadurch, dass ausgerechnet wir von Brezel.me uns darüber lustig machen – schließlich erwirtschaften wir selbst keinerlei Gewinne, kosten unser Mutterblatt aufgrund unseres aufwendigen Arbeits- und Lebensstil aber jedes Jahr Milliarden.
Verrückte Welt!
Danke übrigens an den Kollegen Schall für den Tipp – und fürs Aufgeben der Sammelbestellung.




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