Mit ‘Frühling’ getaggte Artikel

30. März 2011

Livecam aus dem Lustgarten

von Erik Raidt

Alle reden in diesen Tagen von Grünzeugs. Wir auch. Unser Beitrag zum Thema: die Magnolienblüte in der Wilhelma. Unsere These: so lange die Wilhelma noch Jahr für Jahr ihre Pressemitteilung zum Beginn der Magnolienblüte schickt, ist noch nicht alles verloren. Egal wer gerade regiert.

Das Zoojahr hat seine Konstanten: Im Frühjahr explodiert regelmäßig die tierische Einwohnerzahl im Schaubauernhof – Frischlinge, Jungziegen und Zwergschafe werden jedes Jahr produziert, kleine Eisbären werden alle 200 Jahre in einer Sonderedition herausgebracht.

Übrigens stammen 15 der Bäume im größten Magnolienhain nördlich der Alpen noch aus der Zeit von König Wilhelm I. Lange vor dem Pforzheimer Sonnenkönig Stefan M. gehörte Wilhelm I. zur Gattung der Landesväter.

Er regierte das Land damals noch ohne Smartphone. Wenn er heute noch leben würde, dann könnte er vom kommenden Wochenende an direkt auf die Homepage der Wilhelma surfen und dort die brandneue Webcam bewundern, die den Magnolienhain zeigt. Früher war die Wilhelma sein ganz privater Lustgarten. Heute steht das Vergnügen allen offen. Man muss nur bei den Ziegen und Wildschweinen nachfragen…

10. Mai 2010

Gold für den Nasenbären

von Tobias Köhler

Manchmal müssen wir gar nicht zwangsironisch sein. Manchmal ist die Welt lustig, ganz von alleine. Deshalb hier die dpa-Meldung des Tages:

“Europas beste Tier-Präparatoren arbeiten im Naturkundemuseum Stuttgart. Mit einem präparierten Nasenbärbaby und zwei amerikanischen Wildschweinen (Pekaris) haben Jan Panniger und Alwin Probst den Titel Europameister der Präparatoren nach Stuttgart geholt, wie das Naturkundemuseum am Montag stolz mitteilte.

Gut 200 Präparatoren mit rund 380 Objekten wetteiferten vergangene Woche in Italien um den Sieg in 13 Kategorien. Panniger gewann die Kategorie “Kleine Säugetiere”, Alwin Probst in “Große Säugetiergruppen”. Ihre Präparate überzeugten die Jury sowohl wissenschaftlich wie ästhetisch – sie seien nicht zu vergleichen mit dem simplen Ausstopfen früherer Zeiten.”

Danke, liebe Kollegen von der Deutschen Presseagentur!

Und hier noch ein Videole über die Präparatoren:

21. April 2010

Flower-Power

von Ariane Holzhausen

An alle, die heute wie immer ein kleines Schwätzchen mit ihrer Hortensie halten wollten, ihr Pflanzerl-Prachtstück aber nicht antrafen – oder nur noch teilweise: Das Ding können Sie in der Pfeife rauchen! Deswegen ist es jetzt ja auch weg! Die Zeitung mit vier Buchstaben weiß das längst. Unter der Überschrift “Jetzt rauchen Kiffer schon die Blumen weg” steht: “Die geklauten Jungtriebe werden getrocknet, dann geraucht. Der (legale) Kick soll vergleichbar mit der Wirkung von Haschisch sein.” Soll er sein. Der Kick kann vermutlich aber auch ganz arg nach hinten losgehen und eher vergleichbar mit der Wirkung von Fliegenpilzen sein. Bild dir da mal lieber nicht deine Meinung.

19. April 2010

There’s no better way to fly

von Tobias Köhler

Am Himmel ist die Hölle los. Brezel.me führt Protokoll:

  • Freitag, 6 Uhr: Flughafen Stuttgart meldet Flugausfälle wg. isländischer Aschewolke
  • Freitag, 10.30 Uhr: Flugsicherung meldet, dass der Flughafen von 12 bis 14 Uhr geschlossen wird.
  • Freitag, 13 Uhr: Flugsicherung meldet, dass der Flughafen bis 18 Uhr geschlossen bleibt.
  • Freitag, 14 Uhr: Flugsicherung meldet, dass der Flughafen doch zumindest bis 18 Uhr wieder öffnet.
  • Freitag, 17 Uhr: Flughafen Stuttgart macht wieder dicht.
  • Freitag, 19 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Samstag, 8 Uhr, an.
  • Samstag, 6 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Samstag, 14 Uhr, an.
  • Samstag, 11 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Sonntag, 2 Uhr, an.
  • Samstag, 16 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Sonntag, 8 Uhr, an.
  • Samstag, 22.30 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Sonntag, 14 Uhr, an.
  • Sonntag, 7.30 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Sonntag, 20 Uhr an.
  • Sonntag, 10 Uhr: Flughafen meldet, dass alle Flüge am Sonntag ausfallen.
  • Sonntag, 22 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Montag, 14 Uhr, an.
  • Montag, 7 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Montag, 22 Uhr, an.
  • Montag, 11 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Dienstag, 2 Uhr, an.
  • Montag, 19 Uhr: Nachrichtenagenturen melden, dass am Montag gegen 21 Uhr erste Flugzeuge in Stuttgart landen sollen.
  • Montag, 22 Uhr: Ein Air-Berlin-Jet aus Hannover landet in Stuttgart mit drei Passagieren an Bord. Nur einer lässt sich von der versammelten Presse interviewen. Klar, dass Jan Pollex in Kürze ein Star sein wird.
  • Montag, 22.30 Uhr: Flugsicherung ordnet Schließung bis Dienstag, 14 Uhr, an.
  • Montag, 23.37 Uhr: Ein Jet aus Berlin landet in Stuttgart. Angeblich sind zwei Passagiere an Bord. Die Flieger dürfen starten und landen, weil sie sich im sog. “kontrollierten Sichtflug” auf niedriger Höhe bewegen.

To be continued.

12. April 2010

Die Bahn kommt. Fragt sich nur wann.

von Tobias Köhler

Drei, vier Grad am Morgen: Die Temperaturen passen ja schon. Jetzt fehlen nur noch ein paar Tannenzweige, ein bisschen Zimtgeruch und einige Lichterketten. Und schon ist sie wieder da, die feierlichste aller Jahreszeiten. Weihnachten!

Mitten im April!

Die Stuttgarter Straßenbahnen machen’s möglich – zumindest im Stuttgarter Westen.

Offenbar funktioniert die Werbung bei den Jungs und Mädels genauso wie der Fahrplan: Die Bahn kommt. Fragt sich nur wann.

Die Christenheit ist dagegen zumindest in solchen Sachen immer auf der Höhe der Zeit (siehe unten).

Ob zu Weihnachten oder Ostern, die Parole des Tages lautet: Frohlocket!

08. April 2010

Bereit für die WM – Teil zwei

von Ariane Holzhausen

Heute sind die ersten Vuvuzelas auch bei der Tankstelle meines Vertrauens eingetroffen. Es dauert also nicht mehr lange und zumindest bei uns im schönen Stuttgarter Süden wird sich in der lauen Luft endlich das mischen, was zusammengehört: der faulige Hofbräu-Duft und das Furzgetröte aller, die nicht so spielen können wie die Jungs im Film.

06. April 2010

Von Birken die Nase voll

von Erik Raidt

An dieser Stelle soll kein einzelner Baum aufs Platteste diskriminiert werden. Es geht mir hier nicht darum, Buchen gegen Pappeln auszuspielen, Erlen durch Missachtung in ein schlechtes Licht zu rücken oder gegen Trauerweiden aufs Billigste wegen ihres Namens oder ihres depressiv anmutenden Äußeren abzuledern.

Es ist nicht so, dass ich hier gegen Birken Stimmung machen will. Früher dachte ich bei Birken an rauschende Wälder, an die Birke im Garten meines Opas, an der die Schaukel hing. So eine Birke war ein weißer Farbtupfer in jedem Wald.

Aber dann haben diese Bäume aufs Hinterhältigste beschlossen, mich mit ihren Pollen zu belästigen. Dank Birkenpollen unterstütze ich jedes Frühjahr die Pharmaindustrie. Sie lassen mich röcheln wie ein Auspuff, schnarchen wie ein Almbauer und kurzatmig werden wie ein Mops.

Birken, ICH HASSE EUCH! Und ich muss mich dringend abreagieren. Gibt es irgendwo in den Tiefen des Internets eine Seite, auf der man virtuell Birken fällen kann? Gibt es die??? Bitte melden.

04. April 2010

Der härteste Job der Welt

von Erik Raidt

Lieber Osterhase,

in diesen Tagen möchte ich ungern mit Dir tauschen. Du blickst morgens in den Spiegel und kannst Dich selbst nicht mehr sehen. Täglich begegnest Du grienenden Schokowiedergängern von Dir, die als Lach- Schmunzel- oder Rabimmel-rabammel-Rammeldumm-Hasen in den Supermärkten stehen.

Als ich am Wochenende auf dem Marktplatz war, entdeckte ich etliche Franchise-Unternehmen, die mit Moosnestern, Osterkränzen und Tonhasen ihre illegalen Geschäfte auf Deine Kosten machten.

Diesmal hast Du es besonders schwer: eingekeilt zwischen schlechte Aprilscherze, spätwinterliche Hagelgüsse und erste Birkenpollenattacken hoppelst Du müde durch den Schlossgarten. Von Frühlingsgefühlen keine Spur.

Neulich sah ich dort einen Deiner löffelohrigen Subunternehmer unter einem der Bäume sitzen. Er sah nachdenklich aus, er schien sich zu fragen, warum er bei Dir, der ewigen Nummer Zwei angeheuert hatte und nicht beim Weihnachtsmann. In seiner Jugend hatte er als Bunny bei Hugh Heffner noch an scharfen Möhrchen geknabbert, heute interessiert sich nach Ostern nicht mal mehr der SWR für ihn, der ihn in seinen Radiosendungen als “Eilight zu Ostern” seiner letzten Würde beraubt hat.

Lieber Osterhase, für mich bist Du das ärmste Schwein unter den Saisonmaskottchen.

Dennoch: Kopf hoch! Ach und das Frühstücksei morgen bitte zehn Minuten im Kochwasser lassen!

Schöne Grüße,

Dein Erik

02. April 2010

Hands up in the air!

von Erik Raidt

Keine Ahnung, was mir dieser löffelohrige Osterhase dieses Jahr ins Nest legen wird. Aber im Schlossgarten hat er schon mal ein paar lustige Pappenheimer, nun ja, versteckt wäre in diesem Fall wohl nicht genau das richtige Wort.

Bockstark, was in der großen S 21-Schlacht in den vergangenen Tagen abgeht. Das Büro Drexler finanziert jedenfalls einen Sandburgenwettbewerb zum Städtebau (stand in der StZ) und viele Leser können das immer noch nicht glauben. Deshalb jetzt NOCH EIN LETZTES MAL: nein, das war kein Aprilscherz in der StZ, das war die schlichte Wirklichkeit, die ganz dicht der Realsatire auf den Fersen ist.

Jetzt schlagen die Gegner mit Politosterhasen zurück.

Was kommt als Nächstes? Die Rache der Riesenrammler vom Rosensteinpark?

30. März 2010

Hühnerhaufen Stuttgart

von Erik Raidt

Let’s putz hat endlich auch die Herzen der Jugend erobert. Rechtzeitig zum Frühjahrsbeginn haben sich auf dem Schlossplatz Dutzende zu einer Betten- und Kissen-Aufschüttelaktion getroffen.

Bitte nachmachen! Und: die Biotonnen feucht von Innen auswischen, den Keller kehren, den Staub auch oben vom Kleiderschrank abwischen, das Fahrrad entrosten, den Kühlschrank abtauen, die Schuhe polieren.

Das große Brezel.me-Ziel: wir wollen Stuttgart am Sonntag besenrein an den Osterhasen übergeben!

29. März 2010

Schnell erwachsen werden

von Christiane Wild

Die Stadt hat dem Eichenprozessionsspinner den Kampf angesagt. Mit einem Spritzmittel will sie der Raupe an den Pelz, weil sie Allergien verursacht. Wir finden das nicht fair. Was ist denn mit Birken, Haselnusssträuchern und Kastanien? Im unschuldigen grünen Mäntelchen stehen sie in der Stadt und verteilen völlig unbehelligt ihre Pollen. Und trotzdem holt keiner die Axt raus. Die Raupe hat keine Lobby. Sie hat nur eine Chance: Sie sollte ganz schnell ein Schmetterling werden.

18. März 2010

Materialien zur Mittagspause VII

von Tobias Köhler

Was der Kachelmann für die ARD ist, ist Brezel.me für S-City: die finale Autorität in Sachen Wetterberichterstattung. Wir berichten über jede Wolke. Kein Regentropfen ist uns für ne Meldung zu gering.

Also kommt hier die Pflichtmitteilung: am Samstag geht – laut Kalender – der Frühling los. Heute ist er – laut Wetterbericht – zumindest einen Tag lang auch wirklich da.

Die Begeisterung in der Brezel.me-Redaktion war so groß, dass wir die Kantine geschwänzt haben. Die Kollegin hat eine Tüte mit Essen vom Asiaten mitgebracht (Nr. 40, Nr. 26 und Nr. 55), ich habe Ikea-Besteck und -Geschirr gekauft. Und der Praktikant hat das Zeug an die Parkbank hinterm Pressehaus geschleppt.

Und dann: Picknick in der Sonne. Herrlich.

Verbesserungswürdig ist allein der Rücktransport des gebrauchten Geschirrs. Schließlich kann einem jederzeit im Fahrstuhl irgendein Chefredakteur oder Verlagsboss begegnen… Das siffige Zeug in der Hand ruiniert ratzfatz auch noch die hoffnungsvollste Karriere. Wir haben das für den Moment gelöst, in dem der Praktikant den Lastenaufzug nehmen musste.

17. März 2010

Rutschig, matschig – wunderbar!

von Tobias Köhler

Wie konnte ich nur ein halbes Jahr lang Sport in einer muffigen Fabrikhalle machen? Rückblickend ist das völlig unverständlich.

Gestern bin ich zum ersten Mal in diesem Jahr um die Bärenseen gelaufen. Es war kalt, rutschig, matschig – und einfach wunderbar.

Okay, wahrscheinlich haben mir die Hormone, die mein Körper aufgrund der unvermittelt aufgetauchten Sonne ausgeschüttet hat, ein bissle das Hirn vernebelt. Denn in letzten Monaten gab es ungefähr 1000 gute Gründe, drinnen zu bleiben (früh dunkel, elend kalt, überhaupt keine Lust).

Aber jetzt wird das alles anders.

Und da ist es völlig wurscht, dass es da draußen wesentlich härter und brutaler zugeht als beim Indoor-Sport. Im Fitnessstudio wird man nicht von ältlichen Nordic-Walkern oder Pfadfindergruppen überholt, stolpert nicht Kopf voraus über Baumwurzeln und saut nicht anschließend das Auto mit den Matsch-Schuhen ein. Vom Seitenstechen gar nicht zu reden.

Aber – für den Anfang mal – ne Dreiviertelstunde durch die Natur zu laufen, frische Luft (wenn man denn noch Luft bekommt) einzuatmen und so richtig schön durchgeschwitzt zu sein, das ist einfach…boaaaaarrrr!

Sorry, Christiane, Sorry, Ingmar, ich fürchte, aus unserer geplanten “Wir gehen alle ins Fitnessstudio”-Serie  wird erstmal nix. Ich bin dann mal weg.

Sorry, Erik, Sorry, Martin, wir machen zwar jetzt wieder den gleichen Sport. Aber leider nie zusammen. Dazu seid ihr einfach zu schnell.

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10. März 2010

Psychologische Kriegsführung

von Ingmar Volkmann

In der Bibel steht es geschrieben: Wenn der Frühling nicht in den Kessel kommen will, kommt der Kessel eben zum Frühling. Nachdem am Samstag Kollege Winter ein fulminantes Comeback gefeiert hat, haben wir kurzerhand einen Ausflug zu Pflanzen Kölle anberaumt. Die Strategie dahinter: psychologische Kriegsführung. Durch übermässigen Konsum von Primeln sollte der Winter nervös gemacht werden.

Hat zwar irgendwie nicht so ganz geklappt, der Ausflug war aber dennoch sehr lehrreich. Zum einen liegt Kölle in einem Stadtteil, den ich bisher gar nicht kannte: Das urbane Kallenberg befindet sich eingequetscht zwischen den Hotspots Korntal und Münchingen. Neben Kölle gibt es in Kallenberg noch Obi, den offenen Treff Calypso und eine ziemlich starke Würstchenbude – zu der aber später mehr in Materialien zur Mittagspause.

Zum anderen sind Gartencenter richtig funkige Mikrokosmen, mit einer eigenen Wein-Abteilung, einem ausgefeilten Bonus-System und – einem Alleinunterhalter. Erst dachte ich, die schiefen Geräusche hätte ich noch von einem nächtlichen Ausflug ins Bergamo im Ohr. Dann sah ich ihn: Zwischen Osterglocken erzeugte ein lustiger Synthesizer-Virtuose kesse Beats. Wahnsinn, was so ein bisschen Musik zu erzeugen vermag. Ich konnte gar nicht anders, als die Nelken-Freunde Neuwirtshaus kurz vor der Kasse zum Walzer herauszufordern, um dann tänzelnd zwei Sack Bio-Erde extra abzugreifen.

So einen Alleinunterhalter bestell ich uns direkt für die nächste Redaktions-Konferenz.

06. März 2010

3:2 für den Winter

von Tobias Köhler

Klare Niederlage für die Frühling-2010-Kampagne von Brezel.me: Der Winter, die Sau, ist zurück.

P.S. Zur Hochzeit unserer lieben Kollegin Simone bringen wir heute die Sonne einfach im Herzen mit. Naja, oder wir packen die Heizpilze ein.