Mit ‘Fernsehturm’ getaggte Artikel

10. August 2010

Visionen gesucht!

von Dora Asemwald

Das Stuttgart eine Zukunftsstadt ist, haben auch die Kollegen vom norddeutschen Rundfunk erkannt und unser neustes Konzept präsentiert: Stuttgart22, die Tieferlegung des Flughafens. Nicht nur, dass dann auf den Fildern noch mehr Kraut angebaut werden kann, wir können uns sogar den Transrapid sparen! Dann starten Sie – nicht nur – im Grunde genommen am Hauptbahnhof Ihren Flug. Das bedeutet natürlich, dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Baden-Würtemberg heranwächst. Oder so ähnlich.

Wem das zu viel Zukunft ist, kann bei der Hobbythek erfahren, wie man sich ein Stuttgart21 bastelt:

Mein Traum: Stuttgart23, die Tieferlegung des Fernsehturms und Stuttgart24, der Deckel auf dem Kessel. Unten bleiben! Und natürlich noch meine Alternative: Loch21, das tiefste Loch der Welt, mitten in Suttgart als Touristenattraktion. Der Aushub macht aus unserem Monte Scherbelino den Austragungsort zukünftiger Winterolympiaden. Grab mit!

Welche Visionen für unsere schöne Stadt habt ihr? Oder geht ihr wie Altkanzler Schmidt zum Arzt, wenn ihr Visionen habt?

  • Share/Bookmark

05. Mai 2010

Stuttgart, du Nummer eins

von Tobias Köhler

Viereinhalb Sterne! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Viereinhalb Sterne! Soviele hat Stuttgart auf der Seite staedteranking.de gekriegt. Von fünf!

Zum Vergleich: Hamburg hat drei Sternle, München dreieinhalb. Da sind also ganz offenbar Experten an der Arbeit gewesen.

Nichtsdestotrotz pflegen wir das Understatement und sagen: man kann es immer noch besser machen.

Deshalb kommen hier unsere absolut subjektiven Topten, was wir uns für Stuttgart noch wünschen:

  1. Direkten Zugang zum Meer (siehe Foto) – damit wir uns den Urlaub an der Ostsee und am Mittelmeer sparen können.
  2. Tom Jones als Oberbürgermeister – damit wir ein bisschen mehr Entertainment à la Las Vegas kriegen.
  3. Abtrennung vom Schienennetz der Deutschen Bahn AG. Damit die Streiterei endlich aufhört.
  4. Die Umleitung des Neckars durch die Innenstadt, damit wir unsere eigenen Nackerten bekommen.
  5. Einen Stuttgart-Tatort, in dem alle schwäbeln. Oder keiner.
  6. Den Abriss des LBBW-Headquarters am Bahnhof zugunsten eines Spaßbades am Neckar.
  7. Einen Apple-Store auf der Königstraße.
  8. Die Baugenehmigung für unseren Brezel-Tower auf dem Schlossplatz.
  9. Abschaffung des Trollingers (inkl. Lemberger).
  10. Eingemeindung von Waiblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Böblingen – damit die Sache mit den Doppelkennzeichen in der Region endlich ein Ende hat.

Und jetzt seid ihr dran: was fehlt euch, damit Stuttgart den letztem halben Stern noch kriegt?

  • Share/Bookmark

27. März 2010

Die Nummer eins

von Tobias Köhler

Gut konditioniert wie ich in zwischen bin, hätte ich natürlich sofort mit “Hauptbahnhof, Schlossgarten, Mineralwasserquellen” geantwortet. Die 628 Leute, die man gefragt hat, haben’s aber nicht getan. Und deshalb liegt im Ranking, das die Jungs und Mädels vom Mutterblatt beim Institut für Marktforschung in Leipzig in Auftrag gegeben haben, der Fernsehturn vorne.

Die Frage, die die Forscher gestellt haben: „Welche drei Wahrzeichen bzw. Sehenswürdigkeiten verbinden Sie am ehesten mit der Stadt Stuttgart?“

Und das sind die Top Ten:

  1. Fernsehturm
  2. Altes Schloss
  3. Wilhelma
  4. Neues Schloss
  5. Schlossplatz
  6. Hauptbahnhof
  7. Mercedes-Benz-Museum
  8. Staatsgalerie
  9. Schloss Solitude
  10. Kunstmuseum

Was vergessen? Na klar: die Brezel. Ist zwar nicht aus Glas, Stahl oder Beton – aber natürlich unser Wahrzeichen Nummero uno!

  • Share/Bookmark

02. März 2010

Guru-Fernsehen (II)

von Tobias Köhler

Es kann einen verdammt fertig machen, jeden Tag einen total durchgeknallten Fernsehkanal machen zu müssen.

  • Share/Bookmark

24. Februar 2010

Stuttgart – Barça: Wie es wirklich war

von Tobias Köhler

Scheiß Technik. Eigentlich hatten wir gestern Abend aus dem Brezel.me-Studio in der Mercedes-Benz-Arena eine Liveschalte via Web-TV geplant. Jogi Löw saß als Interviewpartner Brezel.me-Moderator Jay Leno gegenüber – und sollte sich mit Maradonna und Pele (mittels Simultandolmetscher) verbal die Bälle zuwerfen. Für die Pause hatten wir Auftritte der Chippendales (für die Ladies), der Playboy-Bunnies (für die Jungs), von Bob the Builder (für Kids und S-21-Fans), der Stones und von Elvis geplant.

Allerdings hatten wir uns bei der Übertragung auf das UMTS-Netz der Telekom verlassen – und dabei nicht berücksichtigt, dass das bekanntermaßen zusammenbricht, wenn mehr als drei Leute innerhalb von 100 Quadratkilometern Daten senden. Deshalb bekamen leider nur die rund 1000 Ehrengäste (u.a. Bundespräsident Köhler, Papst Benedikt, der Dalai Lama und Barack Obama) in der Brezel.me-Lounge die Auftritte mit.

Trotzdem hat Jogi Löw für unsere Website die wichtigsten Szenen analysiert. Oben der wohl entscheidende Moment des Spiels: Lothar Matthäus dribbelt sich an Jean-Paul Belmondo und Brigitte Nielsen (die live auf dem Spielfeld einer Schönheitsoperation unterzogen wird) vorbei, heiratet die minderjährige Schiedsrichterin – und lässt dem zusätzlich von der Sonne geblendeten Torhüter keine Chance.

(weiterlesen…)

  • Share/Bookmark

03. Februar 2010

Noch 21 km: Treppenlauf zum Schafott

von Tobias Köhler

Vielleicht muss ich kurz vorausschicken: Ich wohne im Erdgeschoss. Und wenn ich morgens ins Büro komme, steige ich prinzipiell in den Fahrstuhl, um in den zweiten Stock zu kommen. Kurzum: was Treppensteigen betrifft, bin ich nicht ganz objektiv.

Deshalb empfinde ich es als impertinent und rücksichtslos, was der Stuttgarter Thomas Dold so treibt. Er läuft – praktisch hauptberuflich – durch die Treppenhäuser von Hochhäusern irgendwo auf der Welt. Und zwar immer nur aufwärts. So schnell wie möglich. In Taipeh, New York, Wagdugu.

Gestern ist er die 1576 Stufen im Empire State Building in 10 Minuten 16 Sekunden hochgerannt – und als Erster angekommen. Um danach umgehend zusammenzubrechen (siehe dpa-Foto). Dass er auf dem besten Weg ist, ein großer Sportler zu werden, zeigt sich an den weitgehend sinnfreien Zitaten nach dem Zieleinlauf: „Es ist unglaublich! Ich habe aber auch alles drangesetzt und bin so schnell gerannt, wie meine Füße mich nur tragen konnten.“ Ach so.

Die Meldungen von Dolds neuen Rekorden und Siegen verbreiten die Nachrichtenagenturen mit entnervender Regelmäßigkeit. Als würde das jemanden interessieren.

Was ich vielleicht dazu sagen muss: Ich nehme natürlich auch runterwärts den Aufzug aus dem zweiten Stock.

  • Share/Bookmark

01. Februar 2010

Im Rausch der Bilder: “Stuttgart 24 h”

von Tobias Köhler

24 Stunden Stuttgart in zehn Minuten – so hat man die Stadt noch nicht gesehen. Okay, es ist erst Februar: Aber die Chancen, dass “Stuttgart 24 h” das coolste Stuggi-Video des Jahres wird, stehen ziemlich gut.

100.000 Fotos haben Christoph Kalck (21) und Jascha Vick (25) von der Hochschule der Medien an 20 unterschiedlichen Locations in der Stadt geschossen. Alle zwei Sekunden eines. Durch die Aneinanderreihung der Bilder beginnen sich die Szenen im Film zu bewegen.

Und werfen einen Blick auf die Stadt, wie man ihn sonst nicht bekommt. Das Gewusel der Nachtschwärmer am Hans-im-Glück-Brunnen. Abtanzen im LKA, bis das Licht angeht. Autokolonnen, die sich ihren Weg durch die City bahnen. Ziemlich abgefahren.

Der Soundtrack stammt von dem Stuttgarter Musiker und Komponisten Sebastian Bartmann. Am besten kommt das Video übrigens, wenn ihr es euch in HD im Vollbildmodus anschaut – unter dieser Adresse…

  • Share/Bookmark

23. Januar 2010

Der Knick im Fernsehturm

von Tobias Köhler

Okay, es ist eine saublöde Idee, an einem kalten, wolkigen Tag die 150 Meter mit dem Fahrstuhl auf die Plattform des Fernsehturms zu fahren. Den Killesberg kann man auch vom Stau auf der Weinsteige aus ganz gut anschauen.

Viel schlimmer als die Aussicht ist es aber drinnen: Dort ist die Zeit vor 40, 50 Jahren stehen geblieben. Hätte der SDR nicht den Namen gewechselt, könnte man sich im letzten Jahrhundert wähnen. Wer heute einen Schwank mit Heinz Erhardt drehen wollte, würde hier die passenden Kulissen finden.

Die gastronomische Situation pimpt das ganze nicht unbedingt auf: Willy Webers Edelrestaurant ist seit  Jahren dicht (die HP existiert allerdings noch), das Primafila am Fuß des Turm hat im Januar zugemacht, und das Turmcafé mit dem Charme einer Beamtenkantine wird renoviert.

Was übrig bleibt, ist ein Kruschtladen mit Äffle-&-Pferdle-Devotionalien, Stuttgart-T-Shirts und anderem Gerümpel. Das soll, sagt der SWR, demnächst zumindest teilweile besser werden.

So lange sieht man den Fernsehturm am besten aus der Ferne an.

  • Share/Bookmark