Grundsätzlich essen wir ja alles: Nr. 45 scharf in der Sonne, Currywurst, sogar Italienisch, wenn zwischen zwei Rügen vor dem Presserat genügend Zeit bleibt. Blei mit Bratkartoffeln haben wir uns dann aber doch nicht getraut. War nämlich gar nicht in Stuttgart, sondern in unserem letzten Urlaub an der Ostsee, Achtung, Wortspiel, in der Nähe von Rügen. Und mit Ossis ist so gar nicht zu spaßen – nicht nur kulinarisch.
Mit ‘Essen’ getaggte Artikel
14. März 2010
Scusi, aber das muss mal raus
von Erik Raidt
Um es vorweg zu sagen: ich gehe wahnsinnig gern italienisch essen. Italiener sind super, Italienerinnen erst recht.
Aber es gibt selbst in einem meiner Lieblingsitaliener im Westen (nein, ich verrate nicht, welcher es ist) eine Sache, die einfach gar nicht mehr geht: Dieses “Signorina hier, Signorina da”, dieses “allora” in Tateinheit mit Hardcore-Komplimenten für alle weiblichen Gäste des Lokals.
Nein, ich will einfach nur italienisch essen gehen, ich will keine öligen aufgesetzten Freundlichkeiten und wenn ich Dolce vita will bestelle ich mir meinetwegen noch ein Tiramisu fürs Hüftgold zum Nachtisch, aber bitte lasst mich mit diesen zähnefletschend hervorgezwitscherten Italia-Floskeln in Ruhe. Die sind genauso pappig wie der Karton meines Pizzalieferdienstes.
23. Februar 2010
Die Schokoladenseite von Brezel.me
von Tobias Köhler
Vielleicht müssen wir mal eines grundsätzlich klarstellen:
Ja, wir von Brezel.me sind bestechlich.
Wir freuen uns über jedes Geschenk, in jeder Preislage, in jeder Darreichungsform (in Bar, Naturalien oder Derivaten). Wir haben hier am Pressehaus in Möhringen extra den Lkw-Parkplatz vergrößern lassen, damit Sattelschlepper auch überformatige Präsente problemlos anliefern können.
Aber manchmal braucht es gar nicht den Inhalt eines 40-Tonners, damit wir wirklich gerührt sind.
Manchmal genügt ein kleiner Briefumschlag. Zum Beispiel dann, wenn dort fünf Tafeln Schokolade im Brezel.me-Design drinne sind. Okay, sogar für selbstverliebte Internetschreiberlinge ist es ziemlich schockierend, wenn auf der Rückseite jeweils das Porträt einer Autorin bzw. eines Autoren drauf ist. Aber man gewöhnt sich ja an alles.
“Als Weltbürger mit schwäbischen Wurzeln verfolge ich mit großer Begeisterung euren Blog” schreibt uns Manfred Heinrich von dieschokolade.at aus Hart bei Graz (ja, das ist in Österreich).
Vielen Dank, lieber Manfred. Leider werden wir nie herausfinden, wie gut die Schokolade ist. Schließlich werden die Tafeln umgehend an unsere Trophäenwand genagelt.
17. Februar 2010
Materialien zur Mittagspause (III)
von Erik Raidt
Na, liegt euch die Schwarte heute auch so schwer im Magen? War heute Mittag in der Imbissbude neben dem SI-Centrum, Downtown-Möhringen, an der Einfallstraße der Reisebusse, die das Kulturpublikum aus Albstadt-Balingen in unseren Musentempel bringt.
Nun kann eine Imbissbude im Schatten des Zuckerwatte-Musicals nicht nur ordinäre Wurst oder stinknormales Schnitzel mit Pommes bieten, ist klar.
Also gibt es im “Imbiss In” Musicalburger. Die schlimmste Folter: der Elisabeth-Burger mit Schokoladensauce und der “Schöne und das Biest”-Burger mit Kirsche. Ich denke, wir sind uns einig: Möhringen rocks, diese Bude ist einfach der ideale Treffpunkt für alle, die nach dem gestrigen Faschingsumzug heute Abend erstmals wieder feste Nahrung zu sich nehmen können.
Und das letzte Wort ist von der Kreativ-Fritteuse bestimmt noch nicht gesprochen:
Wie wär’s mit dem Bienzle-Burger im feinen Tomatentrenchcoat? Oder dem Wommy-Wonder-Klops mit auf der Bulette eingravierter Haartolle?
In was wollt ihr reinbeißen?
07. Februar 2010
Das andere Stuttgart (V)
von Tobias Köhler
Stuttgart, BW, hat – wie wir alle wissen – mehrere Jahrhunderte lang versucht, die Olympischen Spiele in den Kessel zu holen. Ist ziemlich jammervoll gescheitert. Stuttgart, Arkansas, kennt solche Probleme nicht: Dort finden jedes Jahr die Weltmeisterschaften im Duck Calling statt. Ein Ereignis von größter sportlicher Bedeutung.
Wir haben eine bockstarke Reportage bei Youtube gefunden. Und nach 1:43 Minuten ist uns endlich klar, dass Duck Calling mindestens so langweilig ist wie Ski Cross, Curling und Skeleton – nur, dass die letztgenannten Sportarten von Freitag an wohl live in ARD und ZDF aus Vancouver übertragen werden.
31. Januar 2010
Haltet eure Brillen fest!
von Tobias Köhler
Noch ein paar Stunden, dann ist er wieder da. Der Riese, der Göttliche, der…Lehmann. Die Sache mit der Sperre dauerte für uns gefühlte drei Jahre. Und jetzt wissen wir: Wir von Brezel.me fürchten nichts mehr, als dass er seine Ankündigung wahrmacht und sich nach Ende dieser Saison ins Privatleben zurückzieht.
Wir fragen: Wer klaut dann Fans die Brillen? Wer schnorrt Reporter um fünf Euro an? Wer pinkelt hinters Tor? Wer fliegt mit dem Heli nach Hause? Wer tritt den Gegner um, wenn der Ball mal nicht da ist? Wer beleidigt seine Freunde und Feinde ohne Anlass? Wer legt seine Beichte bei “Kerner” ab?
Ohne Lehmann wird der VfB nicht mehr der gleiche sein. Schaut ihn euch an, so lange ihr noch könnt. Heute, 15.30 Uhr, in der Mercedes-Benz-Arena gegen Dortmund.
27. Januar 2010
Beklebt? Bekloppt!
von Erik Raidt
Es gibt unendlich viele Seuchen des Alltags, die einem das Leben in Stuttgart zur Hölle machen können: Live-Übertragungen von Faschingssitzungen im Omafunk unseres Dritten Fernsehprogramms, das ich gelegentlich als Einschlafhilfe nutze, gehören natürlich dazu. Und weiter: Samstagsniederlagen des VfB, Hausbesuche der GEZ und Post vom Finanzamt Stuttgart IV am Jahresanfang.
Auf der Nervliste ganz weit oben: das GROSSE ETIKETTIERMONSTER. Es muss abwechselnd in schwäbischen Streuobstwiesen und unter südamerikanischen Mangobäumen hausen. Inzwischen gibt es doch jenseits der Wochenmärkte keinen einzigen Apfel und keine einzige Banane mehr, die nicht mit einem sinnlosen Aufkleber verziert ist. Wie Bio ist eigentlich eine Banane, die beklebt ist? Was soll der Aufdruck “faserarm” auf der Mango?
Beklebt? Bekloppt!
26. Januar 2010
Rette sich, wer kann
von Erik Raidt
Die Invasion hat begonnen: Im trüben Dämmerlicht eines ganz normalen Stuttgarter Wintertages rücken die ersten Transporter des Schweinemuseums an. Brezel.me berichtete bereits, dass sich die Maul- und Klauenseuche, von der bisher nur ein Außenposten der menschlichen Zivilisation in Bad Wimpfen betroffen war, noch im Mai in Stuttgart ausbreiten soll, wo das Schweinemuseum in den Alten Schlachthof einzieht.
Nach Informationen von Brezel.me will sich der neue EU-Kommissar für nasal gepresste Grunzlaute, G. Oettinger, persönlich gegen die Seuche einsetzen. Erster O-Ton: “Dear Mr. Wilhelmer, tear down this Schweinetrog! I will not tolerate Pig City Nights at se Neckar!”
25. Januar 2010
Ihr und wir
von Erik Raidt
Stuttgart. In Vetretung des Vorstandsvorsitzenden der Brezel.me-AG ist es mir eine besondere Freude gewesen, die Gewinnerin unseres großen Facebook-Wettbewerbs “Wir wollen 200 Freunde” mit unserem stark gesalzenen Preis (zehn Brezeln) zu überraschen: Femke Bürkle will künftig die Welt durch die Laugenbrille betrachten (siehe Foto).
Der derzeitige Kurs von Brezel-Vorzugsaktien aus der Biobackstube liegt am Olgaeck übrigens bei 0,60 Euro. Die Brezel.me-AG notiert inzwischen bei 560 Facebook-Freunden, Analysten geben der Aktie ein nach oben offenes Kursziel.
Und nun das Wetter: saukalt.
25. Januar 2010
Norbert will Mittagessen, Schumi grinst
von Tobias Köhler
Mindestens 11.000 Journalisten aus mehr als 980 Ländern sind heute Morgen nach Stuttgart ins Mercedes-Museum gekommen, um Michael Schumacher zu fotografieren, der viele Jahre in einem roten Overall Auto gefahren ist, dann viele Jahr gar nicht, und der nun noch einmal viele Jahre in einem weißen Overall fahren wird (um es nur ganz kurz zusammenzufassen).
Erst vor Ort haben die vielen Leute gemerkt, dass es doch nicht so spannend ist, über die Sache mit dem Overall zu schreiben. Und haben schon nach kurzer Zeit das Interesse an der Geschichte vollkommen verloren. Auf dem unserem oberen Bild sitzen sie noch alle schön artig beieinander.
24. Januar 2010
Vapiano II
von Tobias Köhler
Weil der ram einfach beschlossen hat, dass wir hier auf Gastro machen, schreibe ich mal auch was übers Essen. Das hier ist definitiv kein Ausgehtipp für den Pärchenabend. Eher die Casualvariante, schnell mal einen – sehr! – anständigen Happen einwerfen, auf dem Heimweg vom Shoppen oder wenn man den ganzen Tag noch nichts Gescheites zu beißen bekommen hat.
Ob man das Vapiano mag, ist – das habe ich inzwischen festgestellt – wohl mehr eine Glaubens- als eine Geschmacksfrage. Als ich im September bei Grohn & Grudzinski gelesen habe, dass das Vapiano eine Dependance im Stuttgarter Westen aufmachen wird (die erste Stuttgarter Filiale liegt in der Bolzstraße), war ich begeistert. Seitdem gehe ich regelmäßig hin.
Bevor ein falscher Eindruck entsteht: Das Vapiano ist kein kuscheliger Italiener an der Ecke (obwohl die Filiale im Westen an einer Ecke liegt, an der Schlosstraße, just in dem Haus, das der ram für seinen Brezel.me-Beitrag neulich fotografiert hat), sondern ein straff durchorganisierter, ziemlich unruhiger, aber einigermaßen stylischer Riesenschuppen. So eine Art McDonald’s auf italienisch, nur Welten weniger prollig. Systemgastronomie eben, was so viel heißt, wie: das Vapiano in Stuttgart sieht so aus wie das in Frankfurt, das so aussieht wie das in Berlin.























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