Mit ‘Essen’ getaggte Artikel

19. März 2010

Materialien zur Mittagspause VIII

von Ingmar Volkmann

Grundsätzlich essen wir ja alles: Nr. 45 scharf in der Sonne, Currywurst, sogar Italienisch, wenn zwischen zwei Rügen vor dem Presserat genügend Zeit bleibt. Blei mit Bratkartoffeln haben wir uns dann aber doch nicht getraut. War nämlich gar nicht in Stuttgart, sondern in unserem letzten Urlaub an der Ostsee, Achtung, Wortspiel, in der Nähe von Rügen. Und mit Ossis ist so gar nicht zu spaßen – nicht nur kulinarisch.

14. März 2010

Scusi, aber das muss mal raus

von Erik Raidt

Um es vorweg zu sagen: ich gehe wahnsinnig gern italienisch essen. Italiener sind super, Italienerinnen erst recht.

Aber es gibt selbst in einem meiner Lieblingsitaliener im Westen (nein, ich verrate nicht, welcher es ist) eine Sache, die einfach gar nicht mehr geht: Dieses “Signorina hier, Signorina da”, dieses “allora” in Tateinheit mit Hardcore-Komplimenten für alle weiblichen Gäste des Lokals.

Nein, ich will einfach nur italienisch essen gehen, ich will keine öligen aufgesetzten Freundlichkeiten und wenn ich Dolce vita will bestelle ich mir meinetwegen noch ein Tiramisu fürs Hüftgold zum Nachtisch, aber bitte lasst mich mit diesen zähnefletschend hervorgezwitscherten Italia-Floskeln in Ruhe. Die sind genauso pappig wie der Karton meines Pizzalieferdienstes.

25. Februar 2010

Materialien zur Mittagspause V

von Ingmar Volkmann

Passend zur späten Mittagspause mal wieder eine fröhliche Portion Zwangsironie. Weil ich Fan von exotischen Fasten-Kuren bin, experimentiere ich derzeit mit Eiern: Wie viel Eier kann man über den Tag verteilt essen? Minimum sieben. Ab wann haben in Stuttgart Ostereier Saison? Bereits seit kurz nach Weihnachten. In welcher Form führt man sich seine Mittagspausen-Eier am besten zu, wenn man bereits zum Frühstück derbe viel Rührei verputzt hat? Im Glas, so wie hier im bezaubernden Café Herbertz in der Immenhofer Straße zu sehen.

Man beachte auch die wie zufällig hindrapierte Stuttgarter Zeitung. Im Herbertz findet sich übrigens neben diversen Tageszeitungen und Monatsmagazinen noch mehr Lesestoff: Passend zu einer Eier-Kur kann man sich hier etwa hervorragend folgendem Standardwerk widmen. Liest sich weg wie nichts, der literarische Eiertanz!

23. Februar 2010

Die Schokoladenseite von Brezel.me

von Tobias Köhler

Vielleicht müssen wir mal eines grundsätzlich klarstellen:

Ja, wir von Brezel.me sind bestechlich.

Wir freuen uns über jedes Geschenk, in jeder Preislage, in jeder Darreichungsform (in Bar, Naturalien oder Derivaten). Wir haben hier am Pressehaus in Möhringen extra den Lkw-Parkplatz vergrößern lassen, damit Sattelschlepper auch überformatige Präsente problemlos anliefern können.

Aber manchmal braucht es gar nicht den Inhalt eines 40-Tonners, damit wir wirklich gerührt sind.

Manchmal genügt ein kleiner Briefumschlag. Zum Beispiel dann, wenn dort fünf Tafeln Schokolade im Brezel.me-Design drinne sind. Okay, sogar für selbstverliebte Internetschreiberlinge ist es ziemlich schockierend, wenn auf der Rückseite jeweils das Porträt einer Autorin bzw. eines Autoren drauf ist. Aber man gewöhnt sich ja an alles.

“Als Weltbürger mit schwäbischen Wurzeln verfolge ich mit großer Begeisterung euren Blog” schreibt uns Manfred Heinrich von dieschokolade.at aus Hart bei Graz (ja, das ist in Österreich).

Vielen Dank, lieber Manfred. Leider werden wir nie herausfinden, wie gut die Schokolade ist. Schließlich werden die Tafeln umgehend an unsere Trophäenwand genagelt.

17. Februar 2010

Materialien zur Mittagspause (III)

von Erik Raidt

Na, liegt euch die Schwarte heute auch so schwer im Magen? War heute Mittag in der Imbissbude neben dem SI-Centrum, Downtown-Möhringen, an der Einfallstraße der Reisebusse, die das Kulturpublikum aus Albstadt-Balingen in unseren Musentempel bringt.

Nun kann eine Imbissbude im Schatten des Zuckerwatte-Musicals nicht nur ordinäre Wurst oder stinknormales Schnitzel mit Pommes bieten, ist klar.

Also gibt es im “Imbiss In” Musicalburger. Die schlimmste Folter: der Elisabeth-Burger mit Schokoladensauce und der “Schöne und das Biest”-Burger mit Kirsche. Ich denke, wir sind uns einig: Möhringen rocks, diese Bude ist einfach der ideale Treffpunkt für alle, die nach dem gestrigen Faschingsumzug heute Abend erstmals wieder feste Nahrung zu sich nehmen können.

Und das letzte Wort ist von der Kreativ-Fritteuse bestimmt noch nicht gesprochen:

Wie wär’s mit dem Bienzle-Burger im feinen Tomatentrenchcoat? Oder dem Wommy-Wonder-Klops mit auf der Bulette eingravierter Haartolle?

In was wollt ihr reinbeißen?

16. Februar 2010

Materialien zur Mittagspause II

von Ingmar Volkmann

Vegetarier bitte kurz weghören: Eine Leberwurst-Stulle hat schon so manche Mittagspause gerettet. Die leckerste Leberwurst gibt es im Großmarkt im Stuttgarter Osten, in den wir uns dann und wann heimlich schmuggeln.

Hier gibt es nicht nur Mega-Naturdärme, sondern auch Riesen-Portionen Hirschrücken, Wein, Käse und andere Köstlichkeiten, alles natürlich in absurd hoher Stückzahl und Menge. Übrigens genau die richtige Ecke von Stuttgart, um dem depperten Faschingstreiben in der Innenstadt heute Mittag zu entfliehen.

Und wer sich doch noch ins Fasnets-Getümmel stürzen muss: So eine Darmverkleidung ist doch mal was anderes. Als Mettwurst kostümiert schleppt man bestimmt ordentlich hungrige Funkenmariechen ab.

15. Februar 2010

Materialien zur Mittagspause I

von Ingmar Volkmann

Na, wie war das werte Mittagspäuschen? In unserer kleinen Familien-Redaktion klopft Kollege Unterzucker spätestens um 11:30 Uhr heftig ans Gebälk. 11:32 Uhr verschickt der erste Mitstreiter spätestens unseren neuen Lieblingsfilm. Der bezaubernde Streifen ist unser geheimes Zeichen für einen gemeinsamen Ausflug zum legendären Altstadt-Metzger Ergenzinger.

Der Meister verfügt über das größte Mittagstisch-Angebot der Innenstadt im Genre schwäbische Klassiker. Hier gibt es alles von Maultaschen über Linsen mit Spätzle und Saiten bis Fleischküchle. Mittags brennt hier die Currywurst, Altstadt-Publikum meets Agentur-Fuzzis, Meister Ergenzinger behält dennoch in jeder Lage die Übersicht. Selbst ein bajuwarischer Ausländer kann ihn mit seinem folkloristischem Wunsch nach Fleischpflanzerl nicht aus der Ruhe bringen. Bewundernswert. Wir hätten die verbale Lederhose am liebsten zur Frikadelle gemacht.

Astrein auch das Schaufenster von Ergenzinger, man beachte den gewitzten Frühstücksbrettchen-Look der Schilder. Wurde erst im vergangenen Jahr wieder mit dem Red Dot-Award für besonders gelungene Fleischerei-Displays ausgezeichnet.

Damit nicht genug: Das Essen schmeckt nicht nur so stark, wie es ausschaut (Wildfoto: Christoph Neethen), nein, man gibt sich sogar bei der Benennung der Speisen alle Mühe. Statt Reh mit Kloß bewundern Sie hier, meine sehr verehrten Mitesserinnen und Mitesser, das Hirschgericht Hubertus an sämigem Sößchen mit einem Hauch von Kartoffelkloss. Mann, freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Mittagspause.

10. Februar 2010

Big Mäc rules

von Tobias Köhler

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hat unser neuer MP ganz oft einen Gesichtsausdruck drauf wie ein Big Mäc, in den gerade einer reinbeißt (Fotos dpa/AP).

BTW: Herzlichen Glückwunsch, Stefan Mappus, zum neuen Job.

UPDATE: Aber knutschen kann er!

07. Februar 2010

Das andere Stuttgart (V)

von Tobias Köhler

Stuttgart, BW, hat – wie wir alle wissen – mehrere Jahrhunderte lang versucht, die Olympischen Spiele in den Kessel zu holen. Ist ziemlich jammervoll gescheitert. Stuttgart, Arkansas, kennt solche Probleme nicht: Dort finden jedes Jahr die Weltmeisterschaften im Duck Calling statt. Ein Ereignis von größter sportlicher Bedeutung.

Wir haben eine bockstarke Reportage bei Youtube gefunden. Und nach 1:43 Minuten ist uns endlich klar, dass Duck Calling mindestens so langweilig ist wie Ski Cross, Curling und Skeleton – nur, dass die letztgenannten Sportarten von Freitag an wohl live in ARD und ZDF aus Vancouver übertragen werden.

31. Januar 2010

Haltet eure Brillen fest!

von Tobias Köhler

Noch ein paar Stunden, dann ist er wieder da. Der Riese, der Göttliche, der…Lehmann. Die Sache mit der Sperre dauerte für uns gefühlte drei Jahre. Und jetzt wissen wir: Wir von Brezel.me fürchten nichts mehr, als dass er seine Ankündigung wahrmacht und sich nach Ende dieser Saison ins Privatleben zurückzieht.

Wir fragen: Wer klaut dann Fans die Brillen? Wer schnorrt Reporter um fünf Euro an? Wer pinkelt hinters Tor? Wer fliegt mit dem Heli nach Hause? Wer tritt den Gegner um, wenn der Ball mal nicht da ist? Wer beleidigt seine Freunde und Feinde ohne Anlass? Wer legt seine Beichte bei “Kerner” ab?

Ohne Lehmann wird der VfB nicht mehr der gleiche sein. Schaut ihn euch an, so lange ihr noch könnt. Heute, 15.30 Uhr, in der Mercedes-Benz-Arena gegen Dortmund.

27. Januar 2010

Beklebt? Bekloppt!

von Erik Raidt

Es gibt unendlich viele Seuchen des Alltags, die einem das Leben in Stuttgart zur Hölle machen können: Live-Übertragungen von Faschingssitzungen im Omafunk unseres Dritten Fernsehprogramms, das ich gelegentlich als Einschlafhilfe nutze, gehören natürlich dazu. Und weiter: Samstagsniederlagen des VfB, Hausbesuche der GEZ und Post vom Finanzamt Stuttgart IV am Jahresanfang.

Auf der Nervliste ganz weit oben: das GROSSE ETIKETTIERMONSTER. Es muss abwechselnd in schwäbischen Streuobstwiesen und unter südamerikanischen Mangobäumen hausen. Inzwischen gibt es doch jenseits der Wochenmärkte keinen einzigen Apfel und keine einzige Banane mehr, die nicht mit einem sinnlosen Aufkleber verziert ist. Wie Bio ist eigentlich eine Banane, die beklebt ist? Was soll der Aufdruck “faserarm” auf der Mango?

Beklebt? Bekloppt!

26. Januar 2010

Rette sich, wer kann

von Erik Raidt

Die Invasion hat begonnen: Im trüben Dämmerlicht eines ganz normalen Stuttgarter Wintertages rücken die ersten Transporter des Schweinemuseums an. Brezel.me berichtete bereits, dass sich die Maul- und Klauenseuche, von der bisher nur ein Außenposten der menschlichen Zivilisation in Bad Wimpfen betroffen war, noch im Mai in Stuttgart ausbreiten soll, wo das Schweinemuseum in den Alten Schlachthof einzieht.

Nach Informationen von Brezel.me will sich der neue EU-Kommissar für nasal gepresste Grunzlaute, G. Oettinger, persönlich gegen die Seuche einsetzen. Erster O-Ton: “Dear Mr. Wilhelmer, tear down this Schweinetrog! I will not tolerate Pig City Nights at se Neckar!”

25. Januar 2010

Ihr und wir

von Erik Raidt

Stuttgart. In Vetretung des Vorstandsvorsitzenden der Brezel.me-AG ist es mir eine besondere Freude gewesen, die Gewinnerin unseres großen Facebook-Wettbewerbs “Wir wollen 200 Freunde” mit unserem stark gesalzenen Preis (zehn Brezeln) zu überraschen: Femke Bürkle will künftig die Welt durch die Laugenbrille betrachten (siehe Foto).

Der derzeitige Kurs von Brezel-Vorzugsaktien aus der Biobackstube liegt am Olgaeck übrigens bei 0,60 Euro. Die Brezel.me-AG notiert inzwischen bei 560 Facebook-Freunden, Analysten geben der Aktie ein nach oben offenes Kursziel.

Und nun das Wetter: saukalt.

25. Januar 2010

Norbert will Mittagessen, Schumi grinst

von Tobias Köhler


Mindestens 11.000 Journalisten aus mehr als 980 Ländern sind heute Morgen nach Stuttgart ins Mercedes-Museum gekommen, um Michael Schumacher zu fotografieren, der viele Jahre in einem roten Overall Auto gefahren ist, dann viele Jahr gar nicht, und der nun noch einmal viele Jahre in einem weißen Overall fahren wird (um es nur ganz kurz zusammenzufassen).

Erst vor Ort haben die vielen Leute gemerkt, dass es doch nicht so spannend ist, über die Sache mit dem Overall zu schreiben. Und haben schon nach kurzer Zeit das Interesse an der Geschichte vollkommen verloren. Auf dem unserem oberen Bild sitzen sie noch alle schön artig beieinander.

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24. Januar 2010

Vapiano II

von Tobias Köhler

Weil der ram einfach beschlossen hat, dass wir hier auf Gastro machen, schreibe ich mal auch was übers Essen. Das hier ist definitiv kein Ausgehtipp für den Pärchenabend. Eher die Casualvariante, schnell mal einen – sehr! – anständigen Happen einwerfen, auf dem Heimweg vom Shoppen oder wenn man den ganzen Tag noch nichts Gescheites zu beißen bekommen hat.

Ob man das Vapiano mag, ist – das habe ich inzwischen festgestellt – wohl mehr eine Glaubens- als eine Geschmacksfrage. Als ich im September bei Grohn & Grudzinski gelesen habe, dass das Vapiano eine Dependance im Stuttgarter Westen aufmachen wird (die erste Stuttgarter Filiale liegt in der Bolzstraße), war ich begeistert. Seitdem gehe ich regelmäßig hin.

Bevor ein falscher Eindruck entsteht: Das Vapiano ist kein kuscheliger Italiener an der Ecke (obwohl die Filiale im Westen an einer Ecke liegt, an der Schlosstraße, just in dem Haus, das der ram für seinen Brezel.me-Beitrag neulich fotografiert hat), sondern ein straff durchorganisierter, ziemlich unruhiger, aber einigermaßen stylischer Riesenschuppen. So eine Art McDonald’s auf italienisch, nur Welten weniger prollig. Systemgastronomie eben, was so viel heißt, wie: das Vapiano in Stuttgart sieht so aus wie das in Frankfurt, das so aussieht wie das in Berlin.

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