Mit ‘Der Westen’ getaggte Artikel

12. Februar 2010

Der Winter und ich (I)

von Tobias Köhler

Habe das Telefon auf Lautsprecher gestellt. Eine Minute lang dudelt irgendeine Porno-Hintergrundmusik, dann sagt eine sehr nette Frau: “Im Moment haben wir sehr viele Kundenanfragen. Wir bitten Sie deshalb um etwas Geduld.Wir verbinden Sie mit dem nächsten freien Kundenberater.” Dann dudelt es wieder eine Minute lang.

Tja, was soll man sagen: Offenbar haben zahlreiche andere Trottel ebenso wie ich den Wintereinbruch genutzt, um einen kleinen Auffahrunfall zu verursachen. Kein Wunder, dass die Schadensaufnahme meiner Kfz-Versicherung kollabiert. Und wahrscheinlich die Mittagspause ausfallen lassen muss.

Dafür – und das ist auch was wert – habe ich gestern Abend einen unwahrscheinlich netten und gelassenen Manager eines örtlichen Konzerns kennengelernt. Indem ich mit meiner Smart-Plastikkugel hart an seiner nagelneuen E-Klasse entlanggeschrammt bin.

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31. Januar 2010

Still ruht der See

von Tobias Köhler

So sieht es aus, wenn in Hamburg die BinnenAußenalster (Foto dpa) mitten in der City zugefroren ist.

So sieht es aus, wenn in Stuttgart der Feuersee im Westen zugefroren ist. Na, merkt jemand den Unterschied?

Genau. Die Kirche auf dem unteren Bild ist viel schicker.

27. Januar 2010

Swingerparty

von Tobias Köhler

Die Tage klebte ein Flyer an unserer Eingangstüre. Dachte erst, die Nachbarn würden mal wieder eine Swingerparty veranstalten und uns vorwarnen. Ging dann aber um irgendetwas anderes.

24. Januar 2010

Vapiano II

von Tobias Köhler

Weil der ram einfach beschlossen hat, dass wir hier auf Gastro machen, schreibe ich mal auch was übers Essen. Das hier ist definitiv kein Ausgehtipp für den Pärchenabend. Eher die Casualvariante, schnell mal einen – sehr! – anständigen Happen einwerfen, auf dem Heimweg vom Shoppen oder wenn man den ganzen Tag noch nichts Gescheites zu beißen bekommen hat.

Ob man das Vapiano mag, ist – das habe ich inzwischen festgestellt – wohl mehr eine Glaubens- als eine Geschmacksfrage. Als ich im September bei Grohn & Grudzinski gelesen habe, dass das Vapiano eine Dependance im Stuttgarter Westen aufmachen wird (die erste Stuttgarter Filiale liegt in der Bolzstraße), war ich begeistert. Seitdem gehe ich regelmäßig hin.

Bevor ein falscher Eindruck entsteht: Das Vapiano ist kein kuscheliger Italiener an der Ecke (obwohl die Filiale im Westen an einer Ecke liegt, an der Schlosstraße, just in dem Haus, das der ram für seinen Brezel.me-Beitrag neulich fotografiert hat), sondern ein straff durchorganisierter, ziemlich unruhiger, aber einigermaßen stylischer Riesenschuppen. So eine Art McDonald’s auf italienisch, nur Welten weniger prollig. Systemgastronomie eben, was so viel heißt, wie: das Vapiano in Stuttgart sieht so aus wie das in Frankfurt, das so aussieht wie das in Berlin.

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19. Januar 2010

Parken mit der Landesregierung

von Tobias Köhler

Bin gerade beim Metzger Schneider im Westen gewesen, um mir mein Frühstücksbrötle zu kaufen. Natürlich habe ich schwer illegal in der Kurve geparkt. (Fast) genauso verboten stand vor mir ein fetter, schwarzer Audi mit dunklen Scheiben, Stuttgarter Kennzeichen und einer netten Plakette unter der Scheibe: “Landesregierung Baden-Württemberg”.

Beim Fotografieren hatte ich ein bisschen Angst, dass mich sofort mehrere bullige Anzugträger überwältigen und auf die Straße werfen würden. Ist aber nichts passiert.

Die Frage ist ja: was will uns der Autofahrer mit seiner Plakette eigentlich sagen?

  1. “Seht her, ich bin einer von den Mächtigen – habt Acht!”
  2. “Ich parke zwar illegal, aber für die Regierung giltet das nicht!”
  3. “Das ist gar nicht mein Wagen, er gehört dem Staat.”
  4. “Ich habe zwar ein fettes Auto, aber einen Scheißjob.”
  5. “Oettinger rules!”

Wenig später ist dann ein Anzugträger eingestiegen und weggefahren. War weder Oettinger, noch Mappus, noch ein Minister. Wahrscheinlich hatte er das Ding aus dem Copyshop.

18. Januar 2010

Update: O Tannenbaum, verschwinde

von Tobias Köhler

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Weihnachten ist rum. Aber so was von. Zumindest gefühlsmäßig. Aber wenn man ein paar Schritte vor die Tür macht, steht man – zumindest im Stuttgarter Westen – sofort wieder knietief in Christmas. Und das fast vier Wochen nach dem 24. Dezember.

Da ist ein Plädoyer an die Stadtreinigung geboten. Also: Bitte, Leute, schafft das alte Zeug weg. Ich versuche seit Wochen, mein Weihnachtsshopping-Trauma zu therapieren, den Jahreswechselbauch loszuwerden und meine Kinder davon zu überzeugen, dass “O Tannenbaum” Mitte Januar auf keinen Fall mehr als akzeptables Liedgut gilt. Aber wenn wir vor der Haustüre auf einen Berg vor sich hin gammelnder Nordmanntannen stoßen, erleidet die ganze Family einen schweren Weihnachtsrückschlag (“Papa, ist da unserer auch dabei? Geht’s ihm guuuut?”) . Rettet uns!

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UPDATE (19. Januar 10:00): Kaum drüber geschrieben, hat die Stadtreinigung schon zugeschlagen: Montagabend waren die meisten Bäume schon weggeräumt. Hat nicht viel genutzt, weil ein paar Nachzügler gleich wieder Bäume nachgelegt haben. Trotzdem: Respekt.