Weil’s in letzter Zeit tagsüber zu heiß zum Joggen war, habe ich meine Rundläufe in die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden verlegt. Und festgestellt: Wenn’s dämmert, ist es ein bisschen gruselig im Wald.
Das liegt zum einen am herumstrolchenden Getier (dazu mehr later that day), zum anderen an den zahlreichen mitten im Wald parkenden Kombis oder SUVs. Zumindest in der Mehrzahl handelt es sich nicht um die Liebesmobile früh vögelnder Paare (sonst wären die Scheiben beschlagen), sondern um die Gefährte von Menschen mit Jagdtrieb (an “Teckel-Club Iserlohn”-Aufklebern zu erkennen).
Offenbar ist Jagdzeit. Neulich ist mir beim Laufen ein ganz in Khaki gekleideter Zeitgenosse begegnet, der – mit dem Gewehr auf dem Rücken – aus dem Unterholz heraus zu seinem Volvo-Kombi stapfte. Sah so ein bisschen nach Wehrsportgruppe Titisee-Neustadt aus. Die nächsten 500 Meter habe ich mich regelmäßig umgedreht, um sicherzustellen, dass der Mensch auch ganz sicher nicht seinen Ballermann auf mich anlegt.



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