Demnächst findet wieder das fetteste Fest der Christenheit statt, Betlehem-Gedächtnis-Style, inklusive Zerwürfnis mit den Schwiegereltern, Enterbung durch die Erbtante, weil die Weihnachtsgans wieder zu trocken war und sonstigen hochemotionalen Begegnungen zwischen Gottesdienst und Bescherung.
Lustiges Experiment: Schafft man es, die dank S21 gespaltene Stadt auch unter der Nordmanntanne zu politischen Diskussionen zu verführen? Ein Versuch wäre es wert, daher im Folgenden ein kurzer Überblick über Bücher, die Heiner Geißler empfehlen würde: Das erste Büchle über den Hauptbahnhof, das mit duften Texten und noch schöneren Bildern dem Bau ein Denkmal gesetzt hat, war „Eins vor 21“ von Lutz Schelhorn und Uli Schwinge mit Textbeiträgen von Joe Bauer, Manfred Rommel und anderen*.
Bisschen mehr zum Nachdenken ist das Buch von Wolfgang Schorlau: Stuttgart 21 – Die Argumente ist das schnellste Buch, das der Kölner KiWi-Verlag jemals produziert hat. Schorlau hat es geschafft, die Autoren des Sammelbandes – darunter so grundverschiedene Stuttgarter wie Susanne Eisenmann oder Gangolf Stocker aus „Herr der Ringe IV – Der Bahnhof schlägt zurück“ – innerhalb von nur drei Wochen für sein Buch zu begeistern. Anlass für das Buch: Mein Lieblings Krimi-Autor bekam von einem der Robocops am 30.9. im Schlosspark eine mit dem Schlagstock übergezogen. Nachdem Schorlau abends dann auch noch Heribert Rech, den Innenminister der Herzen bei Slomka erleben durfte, hat er sich dazu entschlossen, auf diese Weise seinen Beitrag zur S21-Diskussion zu leisten. Das Buch wird am Montag übrigens in der Liederhalle vorgestellt in einer Veranstaltung des Stuttgarter Literaturhauses.
Das erste Buch über den Bauzaun hat der Silberburg-Verlag soeben rausgehauen. Heißt Der Stuttgarter Bauzaun. Phantasie des Protests und wurde von Sybille und Ulrich Weitz herausgegeben. Sieht hübsch aus, kann man sich auf jeden Fall zulegen. Im selben Verlag erschienen ist außerdem Bäume im Stuttgarter Schlossgarten von Jürgen Blümle.
Sollte es dank dieser duften Bücherle unter dem Baum dann noch mehr krachen, als im vergangenen Jahr, weiß brezel.me Abhilfe. Rufen Sie Heiner Geißler an, der schlichtet alles. Sogar eine Auseinandersetzung zwischen Weihnachtsgans und Zimtstern.
*Achtung, der Autor dieser Zeilen war an diesem Buch beteiligt, ist daher nicht objektiv und fordert um so unverblümter zum Kauf auf, weil das Buch toll ist, für den deutschen Fotobuchpreis nominiert wurde und nur noch 300 Exemplare auf der Resterampe bei meinem Freund Uli herumfahren.










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