19. Mai 2010, in: Sweetheart Stuttgart, Tiere Kinder Pflanzen

Das glaubt uns wieder keiner

von Tobias Köhler

Dass das Mutterblatt die Geschichte ausgerechnet am 1. April gedruckt hat, zeigt, wie überragend ironisch Zeitungsredakteure manchmal sein können. Denn mindestens die Hälfte der Menschen glaubte natürlich keine Zeile von dem ganzen Schmarrn. Das wunderbare daran ist: es stimmt alles (haben wir natürlich auch schon mal gebrezelt – aber jetzt geht’s wirklich los!).

13 Künstler aus sieben Ländern basteln seit Tagen auf dem Killesberg an lustigen Sandskulpturen. Motto: “Mobilität der Zukunft”. Hauptsponsor: die Macher des Projekts Stuttgart 21.

Bis zum 21. Mai arbeiten die Künstler vor den Augen der Besucher an ihren Werken, am 22. Mai werden die besten Skulpturen prämiert. Bis Ende September sind sie dann noch gegen Eintritt zu besichtigen.

Das ist alles so absurd, das kann nur die Wirklichkeit sein.

Danke für Infos und Bilder an die dpa Stuttgart.

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5 Antworten zu “Das glaubt uns wieder keiner”

  1. ram sagt:

    sieht echt beeindruckend aus

  2. Chris Tin sagt:

    Das ist echt eine faszinierende, beeindruckende Sache, ich habe so eine “Sandworld” schon einmal in Travemünde betrachten dürfen. Es lohnt sich!

  3. rob sagt:

    Super Idee! Ehrlich! Jetzt wird ein Teil der S21-Milliarden auch noch für einen albernen Sandkasten rausgeschmissen. Echt verantwortungsvoll, wie da mir unserem Geld umgegangen wird! Oben bleiben!

  4. ina sagt:

    Ich fand’s schrecklich! Am Eingang ein Container, in dem die Kasse untergebracht ist, daneben die Pixiklos und davor eine Art Biergarten.
    So wird es in Stuttgart bald aussehen, wenn das Geld ausgeht…. überall halbfertige Projekte, Sand und kein Grün mehr weit und breit….
    Stoppt den Wahnsinn!!!!

  5. Ach was, S21 ist doch toll. Die unterirdische Bauruine21 ist wenigsten unterirdisch. In den halbfertigen Röhren, wenn sie nicht wegen kölner Konstruktionsweise (2 Eisenträger ins Loch, 8 heimlich verkauft) einbrechen, kann man ne ganze Menge anstellen. Unterirdisches Schwimmbad mit Mineralwasser, Clubs (siehe Röhre) und Wohnungen für lichtscheues Gesindel. Ein unterirdischer Endzeitpark wär auch eine Möglichkeit.