Warum wir den Stuttgarter Westen lieben?
Weil hier – sobald sich die Sonne zum ersten Mal im Jahr zeigt – auch der letzte zusammengequetschte Quadratmeter auf dem Gehweg für Freiluftgastronomie genutzt wird. Ohne Rücksicht auf Verluste. Es ist ein bisschen wie beim Parken: Hauptsache, die Passanten können sich noch irgendwie an den Tischen und Stühlen vorbeiquetschen.
Nur Kleinstädter gehen in Biergärten mit echten Bäumen und Natur drumherum. Wir brauchen unseren Smog.
Ob unser Lieblingsspanier “Er Vaquita”, das “Seyffer’s” ein paar hundert Meter weiter oder die zahllosen wirklich fiesen Spelunken an wirklich verkehrsreichen Hauptstraßen:
Platz ist noch am letzten Eck:
Mittendrin im Feinstaubdreck
speist und trinkst du hier im Westen -
denn so schmeckt’s am Allerbesten.
So, jetzt isses so weit. Wir haben wirklich ein Gedicht veröffentlicht. Der Schwelle zum Wahnsinn ist endgültig überschritten. Im Prinzip müssen wir Brezel.me jetzt dicht machen.
Tags: Der Westen, Dicht, Essen



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Das kommt vom Feinstaub. Der ist im Westen äußerst fein, durch die Nase in die Stirn dringt er in den Schädel ein, verwirrt dir das Gehirn.
Am Neckartor im Nahen Osten, da sollst du deine Speißen kosten!
Auch im Süden heidenei,
bleibt das Essen feinstaubfrei.
Drum gibt’s hier neben Pfeffer und Salz
Feinstaubstreuer zum Brot mit Schmalz.
Neuerdings sind sie im Norden
auch am Feinstaubstreuer horten.