Nach der ersten Viertelstunde stand ich kurz davor, selber zum Mörder zu werden. Wenn ich noch einen Stuggi-Tatort ertragen muss, in dem der gesamte Cast hochdeutsch quatscht (einzige Ausnahme: die dezent schwäbelnde Lisa Martinek) und dann schlappt so eine Type vor die Kamera, die sich für den brutalen Schwäbisch-Slang schier den Unterkiefer ausrenkt, dann kriege ich wirklich Gewaltfantasien. Aaaarrrggh!
Ich bin inzwischen fast sicher, dass irgendwer beim SWR – und ich habe da ganz konkret Sonja Schrecklein im Verdacht – sitzt, der für die Endabnahme der Stuttgart-Tatorte zuständig ist und vor der Freigabe immer befielt: Do muss oiner Schwäbisch schwätza, des sin mir onserm Publikum schuldig.
Auf in den Fröhlichen Weinberg!
Aber von vorne: Sonntagabend, Tatortzeit, Stuttgart ist mal wieder dran. “Blutgeld” heißt die Story. Frau und Tochter sind erschossen worden, alles deutet auf den Vater als Täter hin. Doch der hat ein Alibi.
Und dann entfaltet sich eine fiese Räuberpistole mit Mafiaanwalt, Ostblockkillern, Rumgeballere und ner Menge Toten. Ziemlich abgedreht. Aber viel Äktschen.
Also mal wieder so ein “Alarm für Cobra 11″-Tatort, wie der neulich vom Bodensee. Viel Crime, wenig Logik.
Und unsere Jungs und Mädels kommen auch ziemlich kurz: Richy Müller muss immer ein bisschen nachdenklich schauen, Sebastian Bootz’ Ehe kriselt ein wenig unmotiviert vor sich hin und die Staatsanwältin hat nen neuen Flirt am Laufen, der aber irgendwie nix zur Sache tut.
Naja, wenigstens langweilig wurde einem nicht. Und den Schwoba-Seggel haben am Schluss die Killer erledigt.
Wer noch nicht genug hat: Hier gibt’s die Kritik aus unserem Mutterblatt. Und hier ne schicke Bilderstrecke dazu.



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Hät’s den Schwobaseggel ed gegeben, dann hätte man wohl kaum gemerkt, dass es ein Stuttgarter Tatort war. Mal kurz durch Autofenster den Bahnhopf, eine kurze Einstellung vom Fernsehturm. Das wars. Wo wurde der Showdown gedreht? Da lob ich mir die Soko-Leute, die haben wenigstens ihr Revier am Hallschlag und nicht in Baden-Baden.
Also ich muss sagen, dass ich mir die neuen Stuttgarter Tatorte schon gar nicht mehr anschaue. Ich weiss nämlich schon vorher, dass ich danach enttäuscht sein werde. Es geht halt nix über einen Bienzle Tatort und den kann ich sogar tausendmal schauen und ich hab immernoch spaß dabei
Also ich fand ihn in der Summe recht sehenswert. Immerhin waren nur wenige Schitt/Logik fehler drin, also dass man selten das Gefühl hatte das Szenen rausgekürzt werden, die inhaltlich später aber eigentlich eine Rolle spielen.
Bootz’ Ehe und die Staatsanwältin hätte man entweder ausbauen oder weglassen sollen. Und entweder man nimmt echte Schwaben oder man lässt es. Muß ja nicht immer ein Schwabe auftauchen, gibt hier in Stuttgart ja genügend Leute die nicht schwäbeln !
das war mein erster stuttgart-tatort – und vermutlich auch der letzte! ein hoch auf inga lürsen!!! darf ich trotzdem hier wohnen bleiben???
Früher gab es bei mir keinen Sonntag ohne Tatort. Das ist seit einem halben Jahr anders. Die entsetzliche Kommissarin Sänger hat mir den Rest gegeben mit ihren traumatischen, fürchterlichen Geschichten. Ich gucke nur noch Münster (die sind wirklich gut) und Stuttgart, weil ich hoffe, was S was zu erkennen. Ich fand die Geschichte am Sonntag ganz unterhaltsam. Tatorte haben ja eh nichts mit der Realität polizeilicher Ermittlungsarbeit zu tun. Es soll ja nur unterhalten!
Aber bitte nie, nie wieder Bienzle, der ist so langsam, dass es wie rückwärts gespielt scheint!